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	<title>Meister der Erasmusmarter - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T14:19:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meister_der_Erasmusmarter&amp;diff=1847586&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Identifizierung und Werk */ Leerzeichen nach Komma</title>
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		<updated>2022-06-23T21:35:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Identifizierung und Werk: &lt;/span&gt; Leerzeichen nach Komma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Martyrdom of saint erasmus.jpg|mini|Meister der Erasmusmarter: &amp;#039;&amp;#039;Die Marter des heiligen Erasmus&amp;#039;&amp;#039; (unteres Drittel des Gesamtbildes), 1516, Aschaffenburg, Staatsgalerie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meister der Erasmusmarter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;Meister der Erasmus-Marter&amp;#039;&amp;#039; war ein deutscher Maler, der am Anfang des 16. Jahrhunderts vermutlich im Raum [[Halle (Saale)|Halle]] tätig war. Der namentlich nicht bekannte Künstler erhielt seinen [[Notname]]n nach seinem in der Staatsgalerie in Aschaffenburg befindlichen und auf 1516 datierten Bild mit der Darstellung der Marter des heiligen Erasmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Identifizierung und Werk ==&lt;br /&gt;
Über die Herkunft und Ausbildung des Meisters der Erasmusmarter ist nichts bekannt. Seinen [[Notname]]n erhielt er von [[Max J. Friedländer]] und [[Jakob Rosenberg (Kunsthistoriker)|Jakob Rosenberg]], nach einer Tafel mit der &amp;#039;&amp;#039;Marter des heiligen Erasmus&amp;#039;&amp;#039; (Lindenholz, 97,2 × 80,2&amp;amp;nbsp;cm), die sich heute in der [[Aschaffenburg]]er [[Staatsgalerie Aschaffenburg|Staatsgalerie]] im [[Schloss Johannisburg]] (Inv.-Nr. 6275) befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Max J. Friedländer, Jakob Rosenberg, &amp;#039;&amp;#039;Die Gemälde von Lucas Cranach.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1931, S. 96 (357) oder Stuttgart 1979, S. 160 (SUP 5).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor war dieses Bild von der Kunstforschung einer Gruppe von Bildern zugeordnet worden, die als [[Pseudo-Grünewald]]-Gruppe bekannt sind. Ein Teil dieser von wahrscheinlich verschiedenen Künstlern gemalten Gemälde galten traditionell als Werke von [[Matthias Grünewald]], bevor sie durch [[Eduard Flechsig]] als Arbeiten aus der Werkstatt von [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach d. Ä.]] publiziert&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eduard Flechsig]]: &amp;#039;&amp;#039;Cranachstudien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Hiersemann, Leipzig 1900, S. 92 ({{archive.org|gri_33125003391683|Blatt=n117}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und als mögliche Bilder seines ältesten Sohnes [[Hans Cranach|Hans]] vorgeschlagen wurden, dessen Geburtsdatum (um 1513/14) eine Mitarbeit an diesen Bildern allerdings vollkommen ausschließt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Flechsig war von einem sehr viel früheren Geburtsdatum ausgegangen; vergleiche: {{ThiemeBecker |Autor=[[Max J. Friedländer]] |Lemma=Cranach, Hans |Band=8 |Seite=55}}&amp;lt;!-- was passte [[Spezial:PermanentLink/68473017|hier]] eigentlich überhaupt ??? Weder Autor noch Band noch die Seitenzahl einzig der Name Cranach, Hans, war hier ein völlig anderes Buch gemeint???--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1516 arbeitete der unbekannte Maler für den Erzbischof von Mainz, [[Albrecht von Brandenburg]] (1490–1545), und malte in dessen Auftrag die Tafel mit der &amp;#039;&amp;#039;Marter des heiligen Erasmus&amp;#039;&amp;#039;, die vermutlich im südlichen Seitenschiff der Neuen Stiftskirche in [[Halle (Saale)|Halle]] ausgestellt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Goldberg in: Galerie Aschaffenburg. Katalog, München 1975, S. 50&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tafel ist unter dem oben aufgebrachten Wappen Albrechts mit der Jahreszahl 1516 datiert. Das Wappen Albrechts wurde nachträglich (nach seiner Kardinalsweihe 1518) um einen Kardinalshut erweitert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schauerte&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schauerte (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kardinal Albrecht von Brandenburg – Renaissancefürst und Mäzen.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 2006, Band 1, S. 157&amp;amp;nbsp;ff. Nr. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein als Monogramm gedeutetes Symbol in der Türlaibung rechts oben wird in der Literatur mehrheitlich als &amp;#039;&amp;#039;HS&amp;#039;&amp;#039; gelesen, wobei der Buchstabe &amp;#039;&amp;#039;S&amp;#039;&amp;#039; mit einem als Kreuz identifizierten Zeichen verbunden ist. Diese Deutung wird im Aschaffenburger Katalog von 1975 als &amp;#039;&amp;#039;sehr zweifelhaft&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet,&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Goldberg in: &amp;#039;&amp;#039;Galerie Aschaffenburg.&amp;#039;&amp;#039; Katalog, München 1975, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt; nicht zuletzt, weil es perspektivisch verzerrt in die Türlaibung eingebracht ist. Das Monogramm – wenn es denn als solches anzusehen ist – weist einige Ähnlichkeit mit dem Monogramm eines unbekannten Holzschnittmeisters auf, der nach seiner Signatur den Notnamen [[Monogrammist HS (S mit durchgestelltem Kreuz)|Monogrammist HS]] erhalten hat. Dieses Monogramm wird versuchsweise mit dem Maler und Buchillustrator [[Henricus Satrapitanus]] in Verbindung gebracht, der wiederum vielfach (u.&amp;amp;nbsp;a. schon früh von [[Max Geisberg]]) als [[Heinrich Vogtherr der Ältere|Heinrich Vogtherr d. Ä.]] identifiziert wird. Laut Friedlaender und Rosenberg ist die definitive Zuschreibung der &amp;#039;&amp;#039;Erasmusmarter&amp;#039;&amp;#039;-Tafel an den Monogrammisten HS oder Heinrich Vogtherr d.&amp;amp;nbsp;Ä. jedoch fraglich, da sich die Holzschnitte des einen stilistisch zu sehr von dem Gemälde unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Max J. Friedlaender, Jakob Rosenberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemälde von Lucas Cranach.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 1979, S. 160 (SUP 5).&amp;lt;/ref&amp;gt; Frank Muller&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Muller: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Vogtherr der Ältere (1490-1556). Aspekte seines Lebens und Werkes&amp;#039;&amp;#039;, In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau.&amp;#039;&amp;#039; 92, 1990, S. 173–274, hier S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Thomas Schauerte]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schauerte&amp;quot; /&amp;gt; schreiben das Bild mit ziemlicher Gewissheit Heinrich Vogtherr d.&amp;amp;nbsp;Ä. zu. Ludwig Meyer vom Archiv für Kunstgeschichte lehnt dagegen die Identifikation mit Vogtherr ab, u.&amp;amp;nbsp;a. aus stilkritischen Vergleichen mit einer erst 2008 wiederentdeckten Vogtherr-Tafel, die der älteren Forschung noch unbekannt war.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Vogtherr d. Ä. – als Maler.&amp;#039;&amp;#039; In: T. Bataille de Stappens de Nieuwenhove (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein verschollenes Meisterwerk von 1518 ist aufgetaucht.&amp;#039;&amp;#039; Herne (Belgien) 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was bleibt ist die Abhängigkeit des Bildes von Lucas Cranach. Stilistisch ist die &amp;#039;&amp;#039;Erasmusmarter&amp;#039;&amp;#039;-Tafel dessen kurz zuvor entstandenem Bild mit der Darstellung des &amp;#039;&amp;#039;Bethlehemitischen Kindermordes&amp;#039;&amp;#039; von etwa 1515 verwandt, welches sich heute im Besitz der [[Dresden|Dresdner]] [[Gemäldegalerie Alte Meister]] (Lindenholz, 122,5 86,5&amp;amp;nbsp;cm; Inv.-Nr. 1906 C) befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Goldberg in: &amp;#039;&amp;#039;Galerie Aschaffenburg.&amp;#039;&amp;#039; Katalog, München 1975, S. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermutlich handelt es sich bei dem Meister des Erasmusmarter um einen Schüler Cranachs, der die Arbeiten an dem Bild nach einem Entwurf seines Meisters ausführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stilistisch eng verwandt und ebenfalls Vogtherr d. Ä. zugeschrieben ist das 1521 datierte Gemälde mit Christus und der Ehebrecherin im [[Wallraf-Richartz-Museum &amp;amp; Fondation Corboud|Wallraf-Richartz-Museum]] in Köln (Holz, 113,5 × 92 cm, Inv. Nr. WRM 530), das ebenfalls auf eine Cranach-Vorlage zurückgeht und vermutlich ebenfalls für die Hallenser Stiftskirche entstanden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schauerte&amp;quot; /&amp;gt; Die Übereinstimmungen dieses Gemäldes mit der &amp;#039;&amp;#039;Erasmusmarter&amp;#039;&amp;#039; betreffen sowohl die Architekturauffassung, die Kostümgestaltung sowie die Positionierung und Ausführung der Rückenfiguren am unteren Bildrand. Jenes bei Friedländer/Rosenberg nicht besprochene Werk wird von der jüngeren Forschung einhellig derselben Hand zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Marx, Ingrid Mössinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Cranach.&amp;#039;&amp;#039; Köln 2005, S. 287 Abb. 129;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schauerte&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meister der Erasmusmarter ist nicht identisch mit dem ebenfalls manchmal unter diesem Notnamen geführten [[Köln]]ischen [[Meister von 1458]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Max J. Friedländer]], [[Jakob Rosenberg (Kunsthistoriker)|Jakob Rosenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemälde von Lucas Cranach.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor= |Lemma=Meister der Erasmus-Marter |Band=37 |Seite=92 |SeiteEnde=}}&lt;br /&gt;
* [[Bayerische Staatsgemäldesammlungen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Galerie Aschaffenburg. Katalog.&amp;#039;&amp;#039; München 1975.&lt;br /&gt;
* Max J. Friedländer, Jakob Rosenberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Gemälde von Lucas Cranach.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Stuttgart 1979.&lt;br /&gt;
* Frank Muller: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Vogtherr alias Satrapitanus, alias the Master with the Cross.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Print Quaterly.&amp;#039;&amp;#039; 4, 1987, S. 274–282.&lt;br /&gt;
* Frank Muller: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Vogtherr der Ältere (1490–1556). Aspekte seines Lebens und Werkes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Historischen Vereins Dillingen an der Donau.&amp;#039;&amp;#039; 92, 1990, S. 173–274.&lt;br /&gt;
* Frank Muller: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Vogtherr l’Ancien – Un artiste entre Renaissance et Réforme.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1997&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schauerte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kardinal Albrecht von Brandenburg – Renaissancefürst und Mäzen&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2006, Band 1 (Katalogband), S. 157ff.&lt;br /&gt;
* Ludwig Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Heinrich Vogtherr d. Ä. – als Maler.&amp;#039;&amp;#039; In: T. Bataille de Stappens de Nieuwenhove (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ein verschollenes Meisterwerk von 1518 ist aufgetaucht.&amp;#039;&amp;#039; Herne (Belgien) 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notname (Renaissance)|Erasmusmarter, Meister Der]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 16. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meister der Erasmusmarter&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meister der Erasmus-Marter&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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