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	<title>Meister Francke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T15:08:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meister_Francke&amp;diff=490527&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;UweRohwedder: /* Leben und Werk */ wikilinks</title>
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		<updated>2025-06-30T16:59:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Werk: &lt;/span&gt; wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meister Francke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch als &amp;#039;&amp;#039;Frater Francke&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, * um 1383 am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]]; † um 1436 in [[Hamburg]]) war ein [[Dominikaner]] und Maler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Das Leben von Meister Francke ist kaum urkundlich belegt, lässt sich aber anhand von späteren Hinweisen grob nachvollziehen. Wie [[Hermann von Kerssenbrock]] in seiner Geschichte der sogenannten [[Täuferreich von Münster|Wiedertäufer zu Münster]] (ab 1567) berichtet, war Francke [[Dominikaner]] aus [[Zutphen]]. Er gehörte somit demselben Orden an wie sein zeitgenössischer Malerkollege [[Fra Angelico]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Paris]] studierte Francke die &amp;#039;&amp;#039;[[Artes liberales]]&amp;#039;&amp;#039; und die [[Malerei]] in den Werkstätten der [[Illuminator]]en. Aus stilkritischen Gründen ist eine Ausbildung Franckes in einem Pariser [[Skriptorium]] denkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Franckes 1424 urkundlich erwähnter Titel &amp;#039;&amp;#039;mester&amp;#039;&amp;#039; („Magister“) lässt darauf schließen, dass er in Paris [[Theologie]] studierte. Es entsprach der Tradition des [[Dominikanerorden]]s, begabten Brüdern eine Ausbildung in der Malerei möglich zu machen und sie dafür von anderen Aufgaben zu befreien. Danach ist es auch möglich, dass Bruder Francke das Theologiestudium nicht abschloss und der Magister kein Universitätsgrad, sondern eine Art Ehrentitel war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Kopie eines Kaufvertrags für ein [[Altarbild]] geht hervor, dass Francke spätestens 1424 in das Dominikanerkloster [[Dominikanerkloster St. Johannis (Hamburg)|St. Johannis in Hamburg]] eintrat. [[Helmut R. Leppien]] schätzt, dass Francke etwa zwanzig Jahre lang, etwa ab 1420, in Hamburg lebte. Leppien meint, in Franckes Entwicklung eine Abwendung vom Zeittrend erkennen zu können. In Hamburg selbst war Franckes Kunst ohne direkten Vorläufer. [[Meister Bertram]] war bereits um 1415 gestorben. Meister Franckes künstlerische Tätigkeit blieb aber auch ohne Nachfolger in der Hansestadt, obwohl sich das Dominikanerkloster mitten im Beziehungsgeflecht der gesellschaftlichen Kräfte der Stadt befand. Erkennbar wird dies unter anderem an der Tatsache, dass die Bruderschaften der England- und Flandernfahrer Kapellen in der heute nicht mehr existierenden Kirche St. Johannis besaßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kaufmannschaft der Englandfahrer-Gesellschaft gab Francke den Auftrag für das oben erwähnte Altarretabel zum Schmuck ihrer Kapelle. Ihr [[Schutzpatron|Schutzheiliger]] war [[Thomas von Canterbury]]. Aufgestellt wurde der Thomas-Altar wahrscheinlich 1436, denn erst am 28. September 1436 ging die Kapelle in den Besitz der Englandfahrer über. Zuvor gehörte sie der Bruderschaft der Flandernfahrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 1436 ließ die deutsche Kaufmannsbruderschaft in der Dominikanerkirche St. Katharinen in [[Tallinn|Reval]] einen [[Dreifaltigkeit]]saltar aufstellen. Die Holztafel war 1429 nach Hamburg gebracht worden, damit sie dort von einem „swarten monich“, einem „schwarzen Mönch“, was sich vermutlich auf den Mantel des dominikanischen [[Habit]]s bezieht, bemalt werden sollte. Leppien schließt daraus, dass der „schwarze Mönch“ niemand anderes als Meister Francke gewesen sein könne. Das Altarbild ist kaum 100 Jahre später am 14. September 1524 im [[Reformation|reformatorischen]] [[Bildersturm]] zerstört worden. Die Klöster in Reval, Hamburg und Zutphen gehörten alle zur [[Ordensprovinz]] Saxonia.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das wahrscheinlich letzte von Franckes Hand geschaffene Gemälde gilt der [[Schmerzensmann]] von 1435, der an der Südwand des Chors in der Hamburger [[Hauptkirche Sankt Petri (Hamburg)|Hauptkirche Sankt Petri]] hing und sich heute in der [[Hamburger Kunsthalle]] befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil ==&lt;br /&gt;
Francke war ein Vertreter des sogenannten „[[Weicher Stil|weichen Stils]]“, in dem Künstler entgegen den früheren, eher starren Formen der [[Gotik]] nach anmutigeren, lieblicheren Ausdrucksformen strebten. Diese Milde setzte Francke oft in spannungsvollen Kontrast zur rohen Gewaltdarstellung. Die Mimik und Gestik seiner Figuren ist ausgeprägt. Franckes Werk zeigt Ansätze zur Darstellung von räumlicher Tiefe und zeichnet sich durch die Verwendung kräftiger, prachtvoller Farben aus. Einige Forscher zogen umstrittene stilistische Parallelen zur Pariser [[Miniaturmalerei]] des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wiederentdeckung ==&lt;br /&gt;
Meister Francke war lange Zeit vergessen. Erst 1899, in einer Zeit, die sich stark mit der Historie beschäftigte, stieß [[Anton Hagedorn]] wieder auf dessen Namen, als er den Meister des ein Jahr zuvor von [[Alfred Lichtwark]] für die [[Hamburger Kunsthalle]] erworbenen Thomasaltars recherchierte. Im selben Jahr veröffentlichte Lichtwark eine erste Monografie über den Künstler. 1925 fand in der Kunsthalle eine erste Ausstellung über Franckes Werk statt, der 1929 eine [[Monografie]] von [[Bella Martens]] folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Left wing Barbara altar.JPG|Linke Seite des Barbara-Altars (vor 1424), [[Finnisches Nationalmuseum]]&lt;br /&gt;
File:1426 Meister Francke Die Anbetung des Kindes anagoria.JPG|Die Anbetung des Kindes, 1426, [[Hamburger Kunsthalle]]&lt;br /&gt;
File:1426 Meister Francke Die Anbetung der Könige anagoria.JPG|Die Anbetung der Könige, 1426, Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
File:1426 Meister Francke Die Verhöhnung des hl. Thomas von Canterbury anagoria.JPG|Die Verhöhnung des hl.&amp;amp;nbsp;Thomas von Canterbury, 1426, Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
File:1426 Meister Francke Das Martyrium des hl. Thomas von Canterbury anagoria.JPG|Das Martyrium des hl.&amp;amp;nbsp;Thomas von Canterbury, 1426, Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
File:1430 Meister Francke Die Grablegung anagoria.JPG|Grablegung Christi, 1430, Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
File:1430 Meister Francke Christi Auferstehung anagoria.JPG|Christi Auferstehung, 1430, Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
File:1435 Meister Francke Die klagenden Frauen am Kreuz anagoria.JPG|Die klagenden Frauen am Kreuz (Fragment), 1435, Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
Datei:Meister Francke 004.jpg|[[Der Schmerzensmann (Meister Francke)|Der Schmerzensmann]] (um 1430), [[Museum der bildenden Künste Leipzig]]&lt;br /&gt;
Datei:Meister Francke - Schmerzensmann - Hamburger Kunsthalle.jpg|Schmerzensmann (1435), Hamburger Kunsthalle&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Meister-Francke-Straße&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-Barmbek]] ist nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den beiden [[Weihnachtsmarken der Bundesrepublik Deutschland]] 2006 wurden die &amp;#039;&amp;#039;Geburt Christi&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Anbetung der Könige&amp;#039;&amp;#039; abgebildet, zwei Gemälde des von Meister Francke bemalten Thomasaltar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umkreis ==&lt;br /&gt;
* [[Meister des Malchiner Altars]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Lichtwark]]: &amp;#039;&amp;#039;Meister Francke&amp;#039;&amp;#039;, [[Hamburger Kunsthalle]], 1899 ([https://archive.org/details/meisterfrancke1400lich Digitalisat])&lt;br /&gt;
* {{ADB|48|680|681|Meister Francke|Wilhelm Sillem|ADB:Meister Francke}}&lt;br /&gt;
* Thomas Puttfarken (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Meister Francke und die Kunst um 1400&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1969.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070630003027/http://www.bautz.de/bbkl/f/francke_me.shtml |artikel=FRANCKE, Meister (Frater Francke)|autor=[[Friedrich Wilhelm Bautz]]|band=2|&amp;lt;!--jahr=1990|--&amp;gt;spalten=90-91}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|16|712|713|Meister Francke|Helmut R. Leppien|118692526}}&lt;br /&gt;
* [[Helmut R. Leppien]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben und die Aufgaben der Hamburger Maler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst des Mittelalters in Hamburg. Aufsätze zur Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Stiftung Denkmalpflege. 1999, Hamburg o.&amp;amp;nbsp;J., ISBN 3-933374-49-9, S. 208–209.&lt;br /&gt;
* Helmut R. Leppien: &amp;#039;&amp;#039;Francke, Meister.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Künstlerlexikon.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;38. Begründet und mithrsg. von Günter Meißner. K.&amp;amp;nbsp;G.&amp;amp;nbsp;Saur, München 2004, ISBN 978-3-598-22783-7.&lt;br /&gt;
* [[Martina Sitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Glanzstücke eines Meisters, der nicht Francke hieß. Beobachtungen zur Malerei des Thomas-Altars&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2014.&lt;br /&gt;
* [[Uwe Albrecht (Kunsthistoriker)|Uwe Albrecht]], Ulrike Nürnberger, Elina Räsänen (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Meister Francke &amp;quot;revisited&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren eines Hamburger Malers&amp;#039;&amp;#039;, Petersberg 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118692526}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118692526|LCCN=n82062791|VIAF=196762009}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Francke (Meister)}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerbruder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maler (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 14. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben im 15. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meister Francke&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Meister Francke; Frater Francke; Francke (Meister); Franco Zutphanicus&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Dominikaner und Maler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1383&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=am [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=um 1436&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;UweRohwedder</name></author>
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