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	<title>Meininger Kasernen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:40:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meininger_Kasernen&amp;diff=1663781&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-05-02T05:41:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, unerwünschtes small-Tag entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Stadt [[Meiningen]] war ein wichtiger militärischer [[Garnison|Standort]] im heutigen [[Südthüringen]]. Aufgrund der Funktion als Haupt- und Residenzstadt entstand bereits Anfang des 18. Jahrhunderts die erste [[Kaserne]] für das Militär des [[Herzogtum Sachsen-Meiningen|Herzogtums Sachsen-Meiningen]]. Im 19. Jahrhundert folgten weitere Kasernenbauten. In den 1930er Jahren wurden im Rahmen der [[Aufrüstung der Wehrmacht]] zwei weitere Kasernen gebaut. Im Stadtgebiet von Meiningen befanden sich damit insgesamt sechs Kasernen. Meiningens Epoche als Garnisonsstadt endete 1991 mit dem Abzug der letzten Einheiten der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland|Sowjetarmee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Obere Kaserne ==&lt;br /&gt;
({{Coordinate |text=/|NS=50/33/52/N|EW=10/24/51/E|type=landmark|region=DE-TH|name=Obere Kaserne}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Kasernenbau erfolgte bald nach der Gründung des Herzogtums Sachsen-Meiningen im Jahr 1718. Vor dem „Oberen Tor“ im Süden der [[Residenzstadt]] errichtete die herzogliche Regierung die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obere Kaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; für das „Meininger Kontingent“ der Thüringer Streitkräfte, die gemeinsam von den thüringischen Herzog- und Fürstentümern gebildet wurden. Nach dem Auszug des Kontingents etablierte sich in dem Kasernengebäude ab 1882 die Vereinigung „Herberge zur neuen Heimat“. 1981 ließ die Stadt das Gebäude wegen Baufälligkeit abreißen. An deren Stelle befindet sich heute eine Grünanlage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neue Kaserne ==&lt;br /&gt;
({{Coordinate |text=/|NS=50/34/30/N|EW=10/24/58/E|type=landmark|region=DE-TH|name=Neue Kaserne}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die stetige Vergrößerung des Meininger Kontingents wurde die Obere Kaserne zu klein und es musste eine weitere Kaserne eingerichtet werden. So funktionierte die herzogliche Regierung 1844 die ehemalige „Thorbecksche Tabakfabrik“ in die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neue Kaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; um. Diese Kaserne befand sich am Beginn der Leipziger Straße auf einem Gelände, das heute von der ehemaligen Reichsbank und dem Kulissenhaus des [[Das Meininger Theater|Theaters]] eingenommen wird. Bereits nach 20 Jahren Nutzung genügte auch diese Kaserne nicht mehr den Ansprüchen der Truppen. So erfolgte ab 1865 der Bau einer neuen Kaserne, die später Haupt- oder auch Stadtkaserne genannt wurde. Die neue Kaserne stand nach der Verlegung des Meininger Kontingents 1866 nach [[Hildburghausen]] leer und wurde 1880 abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hauptkaserne ==&lt;br /&gt;
({{Coordinate |text=/|NS=50/34/41/N|EW=10/25/11/E|type=landmark|region=DE-TH|name=Hauptkaserne}})&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtkaserne1.jpg|mini|links|Die Kaserne um 1880]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptkaserne2.jpg|mini|Stabsgebäude und Offiziersgebäude (Hintergrund) um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Justizzentrum-Meiningen5.jpg|mini|Die Hauptkaserne heute]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sehr wechselvolle Geschichte erlebte die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hauptkaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Stadtkaserne&amp;#039;&amp;#039; genannt. Sie wurde von 1865 bis 1867 von Oberbaurat [[Otto Hoppe (Architekt)|Otto Hoppe]] für das rund 1700 Mann starke Meininger Kontingent errichtet. Sie befand sich am Ende der Lindenallee am damaligen nördlichen Stadtrand. Heute liegt dieses Gebiet mitten in der Stadt. Durch den [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] 1866 änderte sich aber die geplante Nutzung. Das [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]] unter Herzog [[Bernhard II. (Sachsen-Meiningen)|Bernhard II.]], der gleichzeitig [[Oberbefehlshaber]] der Meininger Truppen war, stand auf der Seite der [[Kaisertum Österreich|Österreicher]], die am Ende den Krieg verloren. Meiningen wurde daraufhin im August 1866 von zwei [[Bataillon]]en der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] besetzt. Das Meininger Kontingent, dass sich zu dieser Zeit im Einsatz bei [[Mainz]] befand, eilte nach Meiningen zurück, wurde aber durch die neuen Ereignisse kurzfristig an den neuen Standort Hildburghausen verlegt. [[Königreich Preußen|Preußen]] erzwang dann für den weiteren Erhalt eines selbständigen Herzogtums Sachsen-Meiningen die Abdankung des Herzogs. In die neue Hauptkaserne zogen daraufhin das I. Und II. Bataillon des [[2. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 32|2. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr.&amp;amp;nbsp;32]] ein. Oberbefehlshaber wurde der neue Herzog [[Georg II. (Sachsen-Meiningen)|Georg II.]] Dieses [[Regiment]] blieb bis zu seiner [[Demobilisierung]] im Dezember 1918 in dieser Kaserne stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1873/73 errichtete das Regiment bereits die ersten Nebengebäude, darunter befand sich ein [[Lazarett]]. 1921 zog das I. Bataillon vom [[14. (Bad.) Infanterie-Regiment (Reichswehr)|14. Infanterie-Regiment]] der neu gegründeten [[Reichswehr]] in die Kaserne ein. Daraus gingen 1934 das I. und II. Bataillon vom [[Infanterie-Regiment Meiningen]] hervor, das im Oktober 1935 zum Schützen-Regiment&amp;amp;nbsp;2 umbenannt und weiter der [[2. Panzer-Division (Wehrmacht)|2. Panzer-Division]] des [[IX. Armeekorps (Wehrmacht)|IX. Armeekorps]] der [[Wehrmacht]] unterstellt wurde. Das II. Bataillon zog 1936 in die neu erbaute →&amp;amp;nbsp;Drachenbergkaserne. Das Schützen-Regiment&amp;amp;nbsp;2 wurde 1938 nach Österreich verlegt und die Wehrmacht quartierte Ende 1938 in die Hauptkaserne das aus österreichischen Truppen gebildete Schützen-Regiment&amp;amp;nbsp;12 der [[4. Panzer-Division (Wehrmacht)|4.&amp;amp;nbsp;Panzer-Division]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] stationierte die Wehrmacht hier zuerst das Schützen-Ersatz-Regiment&amp;amp;nbsp;81 und ab 1943 das Panzergrenadier-Ersatz-Bataillon&amp;amp;nbsp;6, das 1944 aufgelöst wurde. Bis Kriegsende beheimatete die Hauptkaserne dann die Panzer-Aufklärungs-Ausbildungs-Einheit Nr.&amp;amp;nbsp;9 mit einer Abteilung für [[Offizierbewerber|Offiziersbewerber]]. Nach der Einkesselung Meiningens am 3. April 1945 durch die [[11th Armored Division (Vereinigte Staaten)|11. Panzerdivision]] der [[United States Army|US-Armee]] nutzte die Panzer-Aufklärungseinheit eine durch den schnellen Vorstoß der Amerikaner entstandene Lücke südlich der Stadt, um sich Richtung Nürnberg abzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abzug der US-Truppen Anfang Juli 1945 bezogen das 23.&amp;amp;nbsp;Panzerbataillon, das 11.&amp;amp;nbsp;Aufklärerbataillon und ein Teil der 489.&amp;amp;nbsp;Panzerabwehr-Abteilung der [[8. Gardearmee (Russische Streitkräfte)|8.&amp;amp;nbsp;Gardearmee]] der [[Rote Armee|Roten Armee]] (ab 1946 [[Sowjetarmee]]) die Hauptkaserne. Das Gelände des Lazaretts trennte man von der übrigen Kaserne ab und nutzte es fortan als ziviles Krankenhaus. Die Sowjetarmee ließ später weitere neue Gebäude errichten, darunter befand sich auch ein [[Plattenbau|Wohnblock]] für Offiziere mit ihren Familien. Die Sowjetarmee verblieb über 40 Jahre bis zu ihrem Abzug 1991 in der Kaserne. Anschließend stand die Hauptkaserne für einige Jahre leer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1993 erwarb das Land Thüringen 3 Hektar des 5,2 Hektar großen Kasernengeländes und ließ hier bis 2000 ein modernes [[Justizzentrum Meiningen|Justizzentrum]] und eine [[Polizeiinspektion]] errichten. Das große Hauptgebäude wurde dabei umgebaut und in das Justizzentrum integriert. Das Gebäude des [[Stab (Militär)|Stabes]] dient heute in Kombination mit einem Neubau als Polizeiinspektion. Die anderen Bauten wurden bis auf das [[Offizierskasino|Kasinogebäude]], das zu einer [[Altenheim|Seniorenresidenz]] umgebaut wird, abgerissen. Auf dem südwestlichen Teil des Kasernengeländes erbaute die [[Deutsche Bundesbank]] bis 2000 ein neues Filialgebäude für die [[Landeszentralbank (Meiningen)|Landeszentralbank Meiningen]] mit Wohngebäude. Auf dem restlichen Teil der Liegenschaft entstand ab 2012 neben der Polizeiinspektion ein Wohngebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nordkaserne ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NordkaserneMeiningen.jpg|mini|Nordkaserne 1898]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordkaserne1.JPG|mini|Reste der Nordkaserne 2007 (großes und kleines Backsteingebäude sowie gelbes Gebäude)]]&lt;br /&gt;
({{Coordinate |text=/|NS=50/35/03/N|EW=10/24/55/E|type=landmark|region=DE-TH|name=Nordaserne}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das III. Bataillon des  2. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr.&amp;amp;nbsp;32, das bis 1886 noch in [[Kassel]] stationiert war, erbaute die preußische Armee 1885/86 die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordkaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in der Leipziger Straße. Sie bestand aus zwei großen Mannschaftsgebäuden, einem Offiziersgebäude und mehreren Wirtschaftsgebäuden. Von 1919 bis 1933 wurde die Kaserne für zivile Wohnzwecke genutzt. Nach der [[Machtergreifung]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] reaktivierten diese die Nordkaserne für die [[Wehrmacht]]. Es wurden dazu einige Neubauten errichtet. Nach 1945 verwendete die Stadt die Mannschafts- und Offiziersgebäude wieder als zivile Wohnhäuser. Die restlichen Anlagen funktionierte der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR-Staat]] zu einem Bezirksversorgungslager (BVL) für militärische Einheiten um. Nach der politischen Wende 1990 entstanden an Stelle des BVL für die Telekom eine Schaltzentrale und weiterhin ein Supermarkt. Das nördliche Mannschaftsgebäude fiel 1994 wegen des Baus einer weiträumigen Straßenkreuzung der Abrissbirne zum Opfer. Die zwischenzeitlich als [[Asylbewerber]]heim genutzten restlichen Bauten mussten 2007 zugunsten eines weiteren Einkaufsmarktes weichen. Damit ist die Nordkaserne komplett aus dem Stadtbild verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drachenbergkaserne ==&lt;br /&gt;
({{Coordinate |text=/|NS=50/35/05/N|EW=10/25/31/E|type=landmark|region=DE-TH|name=Drachenbergkaserne}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Inkrafttreten des Wehrgesetzes vom 16. März 1935 wurde in Tag- und Nachtarbeit innerhalb weniger Monate die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Drachenbergkaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus dem Boden gestampft. Es entstand der größte Kasernenkomplex der Stadt mit acht Mannschafts- und Stabsgebäuden, des Weiteren Werkstattgebäude und Fahrzeughallen. Der Bezug der Kaserne begann am 5. Januar 1936. In die Kaserne zog zunächst das II. Bataillon des Schützen-Regiment&amp;amp;nbsp;2 der 2.&amp;amp;nbsp;Panzer-Division der Wehrmacht ein. Das gesamte Schützen-Regiment&amp;amp;nbsp;2 wurde Anfang März 1938 nach Österreich verlegt. Im November 1938 quartierte sich dann hier ein Bataillon vom Schützen-Regiment&amp;amp;nbsp;12 der 4.&amp;amp;nbsp;Panzer-Division ein. Nach Kriegsbeginn und den folgenden Fronteinsatz des Regiments nutzten das Kradschützen-Ersatz-Bataillon&amp;amp;nbsp;1 und Ausbildungseinheiten die Kaserne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1944-08-12 09 3016 Drachenbergkaserne Meiningen.jpg|mini|links|Drachenbergkaserne 1944]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Drachenberg09W.jpg|mini|Bereich der Bereitschaftspolizei bis 1990, links Stabsgebäude, rechts Mannschaftsgebäude]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DrachenbergkaserneMeiningen01.jpg|mini|Die Drachenbergkaserne heute als Bildungszentrum der Polizei (Bildmitte)]]&lt;br /&gt;
Ab dem 23. August 1943 lagerte das [[Oberkommando der Wehrmacht]] einen Teil der Abteilung [[Deutsche Dienststelle (WASt)|Wehrmachtauskunftstelle]] (WASt) und das Wehrmachtsverlustwesen (WVW) wegen der Bombardements auf [[Berlin]] in die Drachenbergkaserne nach Meiningen, den anderen Teil nach [[Saalfeld]] aus. Rund 1400 Offiziere, Mannschaften und Zivilangestellte unter dem Kommando von [[Oberstleutnant]] von Wittig verwalteten in Meiningen die aus aller Welt eingehenden Verlustmeldungen der Wehrmacht und die Statistiken über Kriegsgefangene. Am 31. März 1945 entließ Oberstleutnant von Wittig nahezu alle ihm unterstellten Soldaten aus der Wehrmacht, um ihnen eine [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]] zu ersparen. So schützte er auch die wichtigen Dokumente vor möglichen Kampfhandlungen. Nach der Einnahme von Meiningen am 5. April 1945 durch amerikanische Truppen übernahm eine Sondereinheit der [[United States Army|US-Armee]] die WASt in der Drachenbergkaserne. Sie wurde ab dem 12. April unter dem Kommando der amerikanischen Militärverwaltung und dem Stabsintendant Otto Schlagk bis zum 1. Juli 1945 weitergeführt. Anschließend verlegte die US-Armee den Großteil der Dokumente nach [[Hessisch Lichtenau|Fürstenhagen]] bei [[Kassel]]. Die Kriegsgefangenenkartei für Italien und die osteuropäischen Länder verblieb unter Aufsicht der [[Sowjetische Militäradministration in Deutschland|SMAD]] bis 1946 in der Kaserne und wurde von den restlichen verbliebenen Mitarbeitern der Dienststelle verwaltet und dann nach [[Weimar]] verlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 zunächst zum Abriss freigegeben, erfuhr die Drachenbergkaserne ab 1947 durch die beginnende [[deutsche Teilung]] wieder eine neue militärischen Nutzung. Nach dem Einzug der Grenzpolizei stationierte hier das [[Land Thüringen (1920–1952)|Land Thüringen]] eine Einheit der [[Bereitschaftspolizei]]. In der DDR-Zeit befanden sich bis 1990 im westlichen Teil der Kaserne die 13. [[Volkspolizei-Bereitschaften|VP-Bereitschaft]] „[[Magnus Poser]]“ und im östlichen Teil die Stabskompanie, die Nachrichtenkompanie und das III. Bataillon des [[Grenztruppen der DDR|Grenzregiments 9]] „[[Conrad Blenkle|Konrad Blenkle]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|politischen Wende]] übernahm 1991 die [[Thüringer Polizei]] die Drachenbergkaserne und richtete hier zunächst ein Fortbildungsinstitut ein. Bis zur Fertigstellung des [[Justizzentrum Meiningen|Meininger Justizzentrums]] im Jahr 2000 waren in einem Block die Polizeiinspektion (PI) und die Staatsanwaltschaft Meiningen untergebracht. 1994 kam die [[Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung|Fachhochschule Polizei]] hinzu und es wurde das [[Bildungszentrum der Thüringer Polizei]] gebildet. Seitdem wird die ehemalige Kaserne zu einem modernen [[Campus]] für rund 500 Studenten ausgebaut. Als neue Bauwerke sind seit 2000 eine Drei-Felder-Sporthalle mit integrierter Raumschießanlage, eine Mensa, ein Hörsaalgebäude und mehrere Tatortwelten für praxisnahe Ausbildung entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Barbarakaserne ==&lt;br /&gt;
({{Coordinate |text=/|NS=50/35/35/N|EW=10/25/20/E|type=landmark|region=DE-TH|name=Barbarakaserne}})&lt;br /&gt;
[[Datei:1944-08-12 09 3016 Barbarakaserne Meiningen.jpg|mini|Barbarakaserne 1944]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach dem Bau der Drachenbergkaserne erhielt noch im Jahr 1936 die Wehrmacht in Meiningen mit der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Barbarakaserne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; eine weitere Kaserne für die Unterbringung von Einheiten des Artillerie-Regiments&amp;amp;nbsp;74 der 2.&amp;amp;nbsp;Panzer-Division. Sie befand sich in der [[Utendorf]]er Straße im heutigen Stadtteil [[Jerusalem (Meiningen)|Jerusalem]]. Es entstanden sechs viergeschossige Mannschafts- und Stabsgebäude und weiterhin Fahrzeughallen und Werkstattgebäude. Die Kaserne benannte man nach der Schutzheiligen der [[Artillerie|Artilleristen]], der [[Heilige Barbara|Heiligen Barbara]]. Nach der Verlegung des Artillerie-Regiments&amp;amp;nbsp;74 nach [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|Österreich]] im Jahr 1938 zog hier der Stab und die I. Abteilung vom Artillerie-Regiment&amp;amp;nbsp;103 der [[4. Panzer-Division (Wehrmacht)|4.&amp;amp;nbsp;Panzer-Division]] ein. Von 1939 bis 1945 diente die Kaserne der Wehrmacht als [[Lazarett]] und als Ausweichort für das „Heereszeugamt Kassel“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme der Stadt durch die [[Rote Armee]] im Juli 1945 belegte das 117.&amp;amp;nbsp;Garde-MotSchützen-Regiment von der 39.&amp;amp;nbsp;Garde-MotSchützen-Division der [[8. Gardearmee (Russische Streitkräfte)|8.&amp;amp;nbsp;Gardearmee]] die Barbarakaserne. Später kam die 519.&amp;amp;nbsp;[[Flugabwehr]]-[[Raketenabteilung]] der 18.&amp;amp;nbsp;[[Flugabwehrrakete|Raketen-Flugabwehr]]-[[Brigade]] hinzu. Bis zum Abzug im August 1991 war die Barbarakaserne von der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland|Sowjetarmee]] belegt. Danach stand die Kaserne leer. Der östliche Teil mit den Fahrzeughallen wurde ab 1995 komplett inklusive [[Altlast|Bodenkontamination]] beseitigt und in ein [[Einfamilienhaus|Eigenheimgebiet]] umgewandelt. Zwei Mannschaftsgebäude und das Stabsgebäude im Süden des Kasernengeländes riss ein Bauträger einige Jahre später ein, um Platz für eine Wohnanlage zu schaffen. Die restlichen drei Mannschaftsgebäude sind 2011 nach jahrelangen Verfall abgerissen worden und dieses Gelände wird seitdem ebenfalls als künftiges Wohnbauland vorgehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Dieter Zeigert | Herausgeber=Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie  | Titel=&lt;br /&gt;
Militärbauten in Thüringen. Ein Katalog der Kasernenbauten mit ausführlicher Darstellung der militärhistorischen Umstände in Thüringen seit der deutschen Wehrverfassung von 1821 | Sammelwerk= |Band=  | Verlag=Verlag Ausbildung + Wissen | Ort=Bad Homburg / Leipzig| Jahr=1997 | Seiten=65-68, 238-256  | ISBN=3-927879-94-0}}&lt;br /&gt;
* Peter Schmidt-Raßmann: &amp;#039;&amp;#039;Meiningen wie es früher war.&amp;#039;&amp;#039; Wartberg Verlag, 1992, ISBN 3-925277-82-X.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Pocher: &amp;#039;&amp;#039;Weiße Fahnen über Meiningen.&amp;#039;&amp;#039; Stadtarchiv Meiningen, 2000.&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Overmans]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche militärische Verluste im Zweiten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2004, ISBN 978-3-4862002-8-7.&lt;br /&gt;
* Kuratorium Meiningen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Stadtgeschichte Meiningen.&amp;#039;&amp;#039; Bielsteinverlag, Meiningen 2008, ISBN 978-3-9809504-4-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meininger Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Kaserne in Thüringen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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