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	<title>Meidlinger L - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:31:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meidlinger_L&amp;diff=452097&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AsepTisch: unbelegtes und nicht enzyklopädisches entfernt, neuer Abschnitt zur öffentlichen Wahrnehmung.</title>
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		<updated>2026-01-30T09:28:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;unbelegtes und nicht enzyklopädisches entfernt, neuer Abschnitt zur öffentlichen Wahrnehmung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen|2=Vor allem die Abschnitte »Lautliche Aspekte«, »Soziolinguistische Aspekte« und »Trivia«|3=1}}&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meidlinger L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{Audio|Meidlinger L Male.ogg|Hörprobe}}) ist ein charakteristisch ausgesprochener, [[Lateral (Phonetik)|lateraler]] [[Apikal (Linguistik)|apikal]]-[[dental]]er [[Konsonant]], der vor allem der Arbeiterschicht des zwölften [[Wien]]er [[Wiener Gemeindebezirke|Gemeindebezirks]] [[Meidling]] zugeschrieben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weit verbreitet ist die Ansicht, dass das Meidlinger L mit den seit der ersten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts verstärkt aus [[Böhmen]] und [[Mähren]] zuwandernden [[Tschechen|tschechischen]] [[Dienstbote|Dienstboten/Dienstmädchen]], Handwerkern und Arbeitern für die Ziegelproduktion (sogenannte „[[Ziegelböhm|Ziegelbehm]]“) in die [[wienerisch]]e Umgangssprache nach Wien gekommen und damit Teil des [[Wiener Schmäh]] geworden sei. Die tschechischen Zuwanderer siedelten sich bevorzugt in [[Favoriten]] (10.&amp;amp;nbsp;Wiener Gemeindebezirk) an (vor allem, da dort die [[Wienerberger|Wienerberger Ziegelfabrik]] ansässig war).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Christian Brandstätter (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stadtchronik Wien. 2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern.&amp;#039;&amp;#039; Brandstätter. Wien/München 1986, S.&amp;amp;nbsp;26 f., 305.&amp;lt;/ref&amp;gt; Warum man nicht von einem „Favoritner L“, sondern von einem „Meidlinger L“ spricht, kann damit zu tun haben, dass sich Meidling ebenso wie sein Nachbarbezirk Favoriten zu einem typischen Arbeiterbezirk (mit entsprechendem Anteil an tschechischstämmigen Einwohnern) entwickelte und dass sich der Ausdruck „Meidlinger L“ gut als [[Homolog (Linguistik)|homologer Terminus]] eignet&amp;amp;nbsp;– im Wort &amp;#039;&amp;#039;Meidling&amp;#039;&amp;#039; kann man bei dessen Aussprache ein Meidlinger L unterbringen, im Wort &amp;#039;&amp;#039;Favoriten&amp;#039;&amp;#039; mangels [[Lateral (Phonetik)|Lateral]] nicht. Doch die tschechische Herkunft dieses „Meidlinger L“ ist aus mehreren Gründen unwahrscheinlich, denn dieses Wiener „Vorstadt-L“ (so die wissenschaftliche Bezeichnung, etwa [ɫ]) ist dadurch entstanden, dass L im Silben- und Wortauslaut im Zuge der mittelbairischen L-Vokalisierung zunächst geschwunden war und erst nachträglich unter hochsprachlichem Einfluss restituiert wurde, eben als [ɫ] (als ein postdentales L, wie es allgemein in den östlichen mittelbairischen Mundarten im Anlaut gesprochen wird), z. B. &amp;#039;&amp;#039;weil&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Geld&amp;#039;&amp;#039; basilektal [vɶː] bzw. [gœːd], umgangssprachlich [væːɫ] bzw. [gεɫt]. Das tschechische L ist dem standarddeutschen L ähnlich (aus slawistischer Sicht ein „mittleres L“). Nach E. Kranzmayer&amp;lt;ref&amp;gt;E. Kranzmayer: &amp;#039;&amp;#039;Historische Lautgeographie des gesamtbairischen Dialektraumes.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1956, S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist dieses Wiener ɫ „postdental in bestimmten Gesellschaftsschichten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Weiteres zum tschechischen Einfluss im Wienerischen s. H.D. Pohl: &amp;#039;&amp;#039;Internationales Handbuch zur Kontaktlinguistik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2 (Berlin, Walter de Gruyter 1997, S. 1797–1812), Kurzfassung im Internet unter http://members.chello.at/heinz.pohl/Tschechisch.htm (mit weiteren Links zum Sprachkontakt in Österreich).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lautliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phonetik|Phonetisch]] gesehen ist ein &amp;amp;#91;[[l]]&amp;amp;#93; ein [[Lateral (Phonetik)|Lateral]] (Seitenlaut), d.&amp;amp;nbsp;h., bei der Artikulation strömt die Luft auf ihrem Weg aus dem Mund an den Seiten der Zunge vorbei, deren Spitze ([[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|Apex linguae]]) an den Zahndamm ([[Alveolarfortsatz]]) gepresst wird. Das Meidlinger L hingegen ist ein &amp;#039;&amp;#039;monolateraler&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;unilateraler&amp;#039;&amp;#039;) Laut, d.&amp;amp;nbsp;h., die Luft strömt nur an einer Zungenseite vorbei. Das typische Lautbild wird noch verstärkt, wenn die Zungenspitze nicht an den Alveolarfortsatz, sondern an die [[dental|obere Zahnreihe]] gepresst wird (apikal-dental).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phonologie|Phonologisch]] gesehen ist das Meidlinger L ein [[Allophon]] (eine fakultative Variante) des [[Phonem]]s /l/, d.&amp;amp;nbsp;h., sein spezielles Merkmal „monolateral“ ist nicht bedeutungsunterscheidend ([[distinktives Merkmal|distinktiv]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Internationales Phonetisches Alphabet|Lautschriftsystem]] der [[International Phonetic Association|IPA]] ist kein Zeichen für das Merkmal „monolateral“ vorgesehen. Das zeigt einerseits, dass dieses Merkmal in keiner erforschten Sprache distinktiv ist, andererseits bedeutet das, dass man sich, wenn man das Meidlinger L verschriften will, mit eigens kreierten [[Diakritisches Zeichen|Diakritika]] behelfen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen einer häufig geäußerten Ansicht ist das Meidlinger L nicht mit der Lautfolge [dl] (wie bei der Aussprache des [[Eigenname]]ns &amp;#039;&amp;#039;[[Julius Meinl|Meinl]]&amp;#039;&amp;#039; als [ma{{IPA-Text|ɪ}}ndl] oder [ma{{IPA-Text|ɛ}}ndl]) gleichzusetzen. (Beim hierbei [[Epenthese|eingeschobenen]] [d] handelt es sich um einen [[Stützverschluss]]: Das [d] hat mit dem [n] und dem [l] die gleiche [[Artikulationsstelle]] (die Alveolen) und die [[Stimmhaftigkeit]] gemein; bei der Auflösung des [[Nasal (Phonetik)|Nasals]] [n] hin zum [l] schiebt sich der [[Plosiv]] [d] ausspracheerleichternd dazwischen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2024 untersuchte Sprachwissenschaftlerin Eva Reinisch von der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]] (ÖAW) in einem zwölfmonatigen Projekt mit ihrem Forschungsteam, bestehend aus Jan Luttenberger, Yaqian Huang und Stefan Dzever, am [[Institut für Schallforschung]] der ÖAW, wie das typische „Meidlinger L“ tatsächlich klingt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orf3224494&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://science.orf.at/stories/3224494/ |titel=Wie klingt das „Meidlinger L“ wirklich?|datum=2024-04-10|abruf=2024-04-18 |autor=|werk=[[ORF.at]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;d18360628&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.diepresse.com/18360628/wiener-dialekt-studie-zu-meidlinger-l-startet |titel=Wiener Dialekt: Studie zu Meidlinger L startet|datum=2024-04-12|abruf=2024-04-18 |autor=Alice Senarclens De Grancy|werk=[[Die Presse]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/3000000215252/kennen-sie-das-meidlinger-l-onlinestudie-geht-wiener-phaenomen-auf-den-grund |titel=Kennen Sie das Meidlinger L? Onlinestudie geht Wiener Phänomen auf den Grund|datum=2024-04-10|abruf=2024-04-18 |autor=|werk=[[DerStandard.at]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
Das Meidlinger L kam in [[Karl Kraus]]’ [[Die letzten Tage der Menschheit|&amp;#039;&amp;#039;Letzten Tagen der Menschheit&amp;#039;&amp;#039;]] zu literarischen Ehren. Im III.&amp;amp;nbsp;Akt, 11.&amp;amp;nbsp;Szene, folgt auf der „Vereinssitzung der Cherusker in [[Krems an der Donau|Krems]]“ auf die Wortmeldungen der Sprecher jeweils der Ausruf „&amp;#039;&amp;#039;Heil!&amp;#039;&amp;#039;“, der nach der Regieanweisung &amp;#039;&amp;#039;„wie ‚Hedl!‘“&amp;#039;&amp;#039; klingt&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.projekt-gutenberg.org/kraus/letzttag/chap005.html&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Junge Generation (SPÖ)|Junge Generation der SPÖ]] Meidling schlug 2015 vor, den Laut in das UNESCO-Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufzunehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;orf3224494&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;d18360628&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://wien.orf.at/news/stories/2915104/ &amp;#039;&amp;#039;„Meidlinger L“ gibt es noch länger.&amp;#039;&amp;#039;] orf.at vom 26. Mai 2018&lt;br /&gt;
* [[Robert Sedlaczek]]: [https://www.tagblatt-wienerzeitung.at/meinung/glossen/2090243-Die-Mythen-rund-um-das-Meidlinger-L.html Die Mythen rund um das Meidlinger L] [[Wiener Zeitung]], 26.&amp;amp;nbsp;Jänner 2021.&lt;br /&gt;
* [https://www.oeaw.ac.at/isf/forschung/projekte/phonetik/laufende-projekte/das-meidlinger-l-in-den-koepfen-der-wienerinnen-eine-wahrnehmungsstudie-zur-begriffsklaerung-anhand-der-beurteilung-akustischer-stimuli Das „Meidlinger L“ in den Köpfen der Wiener*innen: Eine Wahrnehmungsstudie zur Begriffsklärung anhand der Beurteilung akustischer Stimuli], oeaw.ac.at, Projekt 1. Oktober 2023 bis 30. September 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichische Mundart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie von Einzelsprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meidling]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AsepTisch</name></author>
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