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	<title>Mehrstimmrecht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T02:40:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mehrstimmrecht&amp;diff=776282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gak69: Weblink aus Fließtext entfernt</title>
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		<updated>2025-12-02T23:53:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink aus Fließtext entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehrstimmrecht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|cumulative voting}}) wird im [[Gesellschaftsrecht]] ein [[Stimmrecht]] bezeichnet, das durch [[Satzung (Privatrecht)|Satzung]], [[Gesellschaftsvertrag]] oder [[Gesetz]] einem [[Gesellschafter]] mehr [[Stimme (Wahl)|Stimmen]] einräumt als seiner [[Kapitalbeteiligung]] entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Mehrstimmrechte widersprechen dem Grundsatz, dass ein Gesellschafter nur so viel Stimmrechte besitzen soll wie seinem Kapitalanteil entspricht („Eine Aktie – eine Stimme“). Der Einfluss der Gesellschafter auf die Gesellschaft soll sich nach der Größe ihrer Kapitalbeteiligung richten. Dieser proportionale Grundsatz verhindert, dass Gesellschafter bei der [[Abstimmung]] mehr [[Einfluss]] ausüben können als ihrem Kapitalanteil ausmacht. &amp;#039;&amp;#039;Disproportionale Ausgestaltungen&amp;#039;&amp;#039; des Stimmrechts (Mehrstimmrecht, [[Goldene Aktien|Höchststimmrecht]], [[Vorzugsaktie|stimmrechtslose Aktien]]) sind deshalb gesetzlich die Ausnahme (Mehrstimmrecht: {{§|43|geng|juris}} Abs. 3 GenG; [[Vorzugsaktie]]: {{§|139|aktg|juris}} Abs. 1 AktG) oder sogar unzulässig ([[Stammaktie]]n: {{§|12|aktg|juris}} Abs. 2 AktG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für ein Mehrfachstimmrecht spricht, dass beispielsweise Gründer von Startups auch dann die Mehrheit an Stimmen behalten können, selbst wenn die Mehrheit der Anteile bei externen Investoren liegt. Die Bundesregierung strebt an, Mehrfachstimmrechte in Deutschland wieder zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bmj.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/2023_Zukunftsfinanzierungsgesetz.html |titel=Gesetzes zur Finanzierung von zukunftssichernden Investitionen (Zukunftsfinanzierungsgesetz – ZuFinG) |datum= |sprache=de |abruf=2025-11-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelne Gesellschaftsformen ==&lt;br /&gt;
;Aktiengesellschaften&lt;br /&gt;
Bei [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaften]] sah das Aktienrecht in Deutschland seit 1965 Mehrstimmrechte ({{enS|[[Goldene Aktie|Golden Shares]]}}) vor, die im Mai 1998 durch das [[KonTraG]] abgeschafft wurden. Mehrfachstimmrechte „widersprechen der Vorstellung, dass in der Aktiengesellschaft die Stimmrechtsmacht sich grundsätzlich an der Zahl der gehaltenen stimmberechtigten Aktien orientieren sollte. Die Einräumung von Einfluss ohne korrespondierendes Anteilseigentum entspricht nicht den Erwartungen des [[Kapitalmarkt]]es und schwächt die Eigentümerkontrolle.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{BT-Drs|13|9712}} vom 28. Januar 1998, &amp;#039;&amp;#039;Entwurf eines Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)&amp;#039;&amp;#039;, S. 12&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem waren sie durch {{§|12|aktg|juris}} Abs. 2 [[Aktiengesetz (Deutschland)|AktG]] a.F. ausdrücklich verboten. Durch das Zukunftsfinanzierungsgesetz (ZuFinG) führte der Gesetzgeber die Mehrstimmrechtsaktien durch die Normierung in {{§|135a|AktG|juris}} [[AktG]] wieder in das deutsche Aktiengesetz ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.recht.bund.de/bgbl/1/2023/354/VO.html |titel=Gesetz zur Finanzierung von zukunftssichernden Investitionen (Zukunftsfinanzierungsgesetz — ZuFinG) |datum=2023-12-11 |sprache=de |abruf=2025-11-03 | hrsg=recht.bund.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nunmehr können Aktiengesellschaften durch ihre Satzung Mehrstimmrechtsaktien vorsehen, welche maximal das zehnfache Stimmrecht verleihen können. Eine solche Einführung bedarf der Zustimmung aller betroffenen Aktionäre ({{§|135a|AktG|juris|text=§ 135a Abs. 1 AktG}}). Durch die Wiedereinführung der Mehrstimmrechtsaktien wollte der Gesetzgeber insbesondere [[Start-up-Unternehmen]] und Wachstumsunternehmen einen Gang an die Börse ermöglichen, ohne dass die Gründer in der Wachstumsphase ihren Einfluss im Unternehmen verlieren. Aufgrund dieser Zielrichtung ist die Übertragung der Mehrstimmrechtsaktien bei börsennotierten Unternehmen nicht möglich ({{§|135a|AktG|juris|text=§ 135a Abs. 2 AktG}}).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Oliver Riemers |Titel=Dr. |Hrsg=Martin Henssler |Sammelwerk=beck.online Grosskommentar AktG |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2025-06-01 |Seiten=§ 135a; Rn. 51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Europäische Gesellschaft&lt;br /&gt;
Bei der [[Europäische Gesellschaft|Europäischen Gesellschaft]] (SE) sind Mehrstimmrechtsaktien zulässig, wenn die SE ihren [[Geschäftssitz]] in anderen [[EU-Mitgliedstaaten]] außerhalb [[Deutschland]]s hat. Dort sind sie teilweise weit verbreitet und tief in den gesellschaftsrechtlichen Strukturen verwurzelt (insbesondere in [[Skandinavien]]).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Satzung_der_Europ%C3%A4ischen_Aktiengese/Ihji07yPZ-EC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Mehrstimmrecht+ausland&amp;amp;pg=PA352&amp;amp;printsec=frontcover Ulrich Gössl, &amp;#039;&amp;#039;Die Satzung der Europäischen Aktiengesellschaft (SE) mit Sitz in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 295]&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Schweden]] und [[Dänemark]] ist ein Verhältnis von 1:10, in [[Finnland]] sogar 1:20 statthaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Genossenschaften&lt;br /&gt;
Genossen, die den Geschäftsbetrieb einer [[Genossenschaft]] besonders fördern, können seit 1973 ein Mehrstimmrecht bis zu drei Stimmen pro Anteil eingeräumt bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Wirtschafts_Lexikon/VmzRBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Mehrstimmrecht+lexikon&amp;amp;pg=PA2590&amp;amp;printsec=frontcover Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 2590]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Regelung ist in {{§|43|geng|juris}} Abs. 3 [[Genossenschaftsgesetz (Deutschland)|GenG]] vorgesehen, wonach keinem Mitglied mehr als drei Stimmen gewährt werden darf. Dabei sind Einschränkungen zu beachten, insbesondere, dass dieses Mehrstimmrecht bei Beschlüssen entfällt, für die eine [[Dreiviertelmehrheitsbeteiligung|Dreiviertelmehrheit]] erforderlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;GmbH&lt;br /&gt;
Nach {{§|47|gmbhg|juris}} Abs. 2 [[Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung|GmbHG]] gewährt bei der [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]] jeder [[Euro]] eines Geschäftsanteils eine Stimme. Mit einem Geschäftsanteil kann durch [[Gesellschaftsvertrag]] auch ein Mehrstimmrecht verbunden werden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/GmbH_Handbuch_f%C3%BCr_den_Mittelstand/2KM9yMfOheIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Mehrstimmrecht+gmbh&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;printsec=frontcover Heinz-Peter Verspay, &amp;#039;&amp;#039;GmbH-Handbuch für den Mittelstand&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 36]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;BayObLG, Beschluss vom 21. November 1985, DNotZ 1986, 373, 375 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Schäfer, S&amp;#039;&amp;#039;timmrechtslose Anteile in der GmbH&amp;#039;&amp;#039;, in: GmbHR 1998, 113&amp;lt;/ref&amp;gt;, etwa dergestalt, dass auf einen bestimmten Anteil dreimal so viel Stimmen entfallen. Dabei muss – wie bei einer [[Kapitalerhöhung]] – das Stimmverhältnis zueinander gewahrt bleiben ({{§|57m|gmbhg|juris}} GmbHG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Mehrstimmrechte dienten vor allem der Kontrolle einer [[Überfremdung#Wirtschaft|Überfremdung]]. Sie wurden insbesondere zwischen 1920 und 1923 in Deutschland während der [[Hyperinflation]] ausgegeben und befanden sich meist im Besitz der [[Verwaltung]] der Aktiengesellschaft. In [[Belgien]], [[Italien]], [[Portugal]] und [[Spanien]] sind sie verboten. In Portugal gibt es jedoch noch zahlreiche „[[Goldene Aktien|golden shares]]“-Regelungen.&amp;lt;ref&amp;gt;José Engrácia Antunes, &amp;#039;&amp;#039;‚Law &amp;amp; Economics’: Perspectives of Portuguese Corporation Law – System and Current Developments&amp;#039;&amp;#039;, in: European Company and Financial Law Review 2 (3), 2005, S. 349&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die niederländische [[Besloten vennootschap met beperkte aansprakelijkheid (Niederlande)|BV]] kennt ein Mehrfachstimmrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Staatsbürgerschaft#Mehrfache Staatsbürgerschaft|Mehrfache Staatsbürgerschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Wahlgleichheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Mehrstimmrecht|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktienrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gak69</name></author>
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