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	<title>Mehrparteiensystem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:02:52Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mehrparteiensystem&amp;diff=343837&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bogert: /* Berechnung der Parteien */</title>
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		<updated>2021-05-12T10:25:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Berechnung der Parteien&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sitze Bundestagswahl 2009.svg|mini|Mehrparteiensystem in Deutschland, hier gezeigt anhand der Sitzverteilung im [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] von 2009 bis 2013]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehrparteiensystem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist (in der Regel im Gegensatz zu einem [[Einparteiensystem]]) ein [[politisches System]], in dem zumindest potenziell mehrere [[Politische Partei|Parteien]] die Politik dieses [[Staat]]es, insbesondere durch [[Regierung]]sbeteiligung, lenken können. Damit erhöht sich die Chance, den politischen Willen des [[Staatsvolk|Volkes]] durch verschiedene Parteien oder aber durch verschiedene [[Fraktion (Politik)|Fraktionen]] und [[Verband (Recht)|Verbände]] innerhalb einer Partei zu artikulieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung zum Einparteiensystem ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Partei setzt ursprünglich voraus, dass es in einem Land mehrere Parteien gibt, die miteinander im Wettbewerb bei Wahlen stehen. In einem [[Einparteienstaat]] hingegen ist nur eine einzige Partei erlaubt, wie in der [[Sowjetunion]] oder dem [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Dritten Reich]]. Manche [[Diktatur]]en wie die [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] oder die [[Tschechoslowakei]] ließen zwar mehrere Parteien zu, doch hatte nur eine Partei tatsächliche Macht. Von einem „De-facto-Einparteiensystem“ spricht man daher, wenn ein System aus mehreren Parteien nur zum Schein gebildet wird: Eine der Parteien dominiert folglich das Parteiensystem so stark, dass die anderen Parteien keinen funktionierenden Parteienwettbewerb entfachen können. Beispielsweise spielten in der DDR die „[[Blockpartei]]en“ im sogenannten „sozialistischen Mehrparteiensystem“ neben der bestimmenden [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] keine wesentliche Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer [[Pluralismus (Politik)|pluralistischen]] [[Demokratie]] sind mehrere Parteien zugelassen oder dürfen sich frei gründen und betätigen. Trotzdem kann es dazu kommen, dass eine der Parteien so stark ist, dass die übrigen nur eine unbedeutende Rolle (eventuell auf lokaler Ebene) spielen. Ein Beispiel für ein solches Hegemonisches Parteiensystem ist [[Südafrika]] mit dem [[African National Congress|ANC]] als [[Hegemon]] (Vorherrscher).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterschiedliche Mehrparteiensysteme ==&lt;br /&gt;
[[Giovanni Sartori (Politikwissenschaftler)|Giovanni Sartori]] nennt neben dem Einparteiensystem und dem Hegemonischen System noch folgende Typen:&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Dieter Nohlen: &amp;#039;&amp;#039;Wahlrecht und Parteiensystem&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage. Leske + Budrich, Opladen 2000, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Giovanni Sartori: &amp;#039;&amp;#039;Parties and Party Systems.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge: Cambridge University Press, 1976.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dominantes Parteisystem&lt;br /&gt;
* Zweiparteiensystem&lt;br /&gt;
* Gemäßigter Pluralismus, mit fünf bis sechs relevanten Parteien&lt;br /&gt;
* Polarisierter Pluralismus&lt;br /&gt;
* Extreme Atomisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (bis 1990)|Bundesrepublik Deutschland]] von 1961 bis 1983 wurde unter anderem der Begriff „Zweieinhalbparteiensystem“ verwendet, bezogen auf die zwei großen Parteien [[Unionsparteien|CDU/CSU]] und der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] einerseits und die kleine [[Freie Demokratische Partei|FDP]] andererseits.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welcher Gruppe man eine konkrete Parteienlandschaft in einem Staat zuweist, kann vom Zeitpunkt abhängen, aber auch davon, ob man alle beispielsweise in Parlamenten vertretene berücksichtigt oder nur die an Regierungen beteiligten. So gilt zwar [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] traditionell als Zweiparteiensystem, doch stellten immer wesentlich mehr Parteien Parlamentsabgeordnete. [[Frankreich]] kennt umgekehrt eine Vielzahl von Neu- und Umgründungen, doch durch die Präsidentschaftswahlen kommt es in der Regel zu einer klaren Zweiteilung nach Links und Rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es stellt sich die Frage, inwieweit man Parteien idealerweise unter dem Blickpunkt einer Zweiteilung sehen soll, wie [[Maurice Duverger]], oder ob nach [[Klaus von Beyme]] sich eine Art von [[Fünfparteiensystem]] aufdrängt. Bei dem Wort Partei ist in diesen Überlegungen nicht immer nur an eine konkrete Partei, sondern auch an eine politische Richtung oder ein politisches Lager zu denken. [[Pluralismus (Politik)|Pluralismus]]-Theorien erklären die Vielfalt der Parteien teilweise mit [[Soziale Milieus|Sozialen Milieus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer von Maurice Duverger formulierten Idee ([[Duvergers Gesetz]]) führt ein [[Mehrheitswahlsystem]] notwendigerweise zu einem Zweiparteiensystem. Ein [[Verhältniswahlsystem]] hingegen fördere eine Vielzahl von Parteien. Da es im letzteren System in der Regel einfacher ist, auch als kleine Partei Mandate zu erringen, hört sich die Idee plausibel an. Die Untersuchung der Wirklichkeit zeigt aber, dass mehrere Faktoren die Parteienlandschaft beeinflussen, vor allem die Zahl und Art von [[Cleavage-Theorie|Konfliktlinien]] in der Gesellschaft, wie Angestellte/Unternehmer, Katholiken/Protestanten, Stadt/Land.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung der Parteien ==&lt;br /&gt;
Nach Giovanni Sartori (1976) werden nur „relevante Parteien“ zur Zählung herangezogen. Als relevant gelten dabei Parteien, die:&amp;lt;ref&amp;gt;Giovanni Sartori: &amp;#039;&amp;#039;Parties and Party Systems&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge: Cambridge University Press, 1976&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* für die Bildung von Regierungskoalitionen erforderlich sind „oder“&lt;br /&gt;
* auf andere Weise ein „Erpressungspotenzial“ auf den Parteienwettbewerb freisetzen können, beispielsweise indem sie die Parteienlandschaft polarisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Laakso und [[Rein Taagepera|Taagepera]] (1979) wird die „effektive Anzahl der Parteien“ gemäß der bei Wahlen erhaltenen Stimmenzahl mittels folgender Formel berechnet:&amp;lt;ref&amp;gt;Laakso, M. und R. Taagepera: &amp;#039;&amp;#039;Effective Number of Parties: A Measure with Application to West Europe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Comparative Political Studies&amp;#039;&amp;#039; 12:3–27, 1979.&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
| &amp;lt;math&amp;gt;N = \frac{1}{\sum_{i=1}^n p_i^2}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist n die Anzahl aller Parteien und p&amp;lt;sub&amp;gt;i&amp;lt;/sub&amp;gt; ihr relativer Stimmenanteil (als Bruchteil von 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berechnungsmethode ist jedoch in Wahlsystemen mit Sperrklauseln (wie der [[Fünf-Prozent-Klausel]] in Deutschland) problematisch, da auch Parteien, die an dieser Hürde scheitern, in die Berechnung mit einfließen. Hier kommt eine Berechnung anhand der errungenen Mandate in Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Parteiensystem]]&lt;br /&gt;
* [[Parteienstaat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Vielparteiensystem}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4169312-7|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demokratie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteiensystem]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bogert</name></author>
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