<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mehrheitsbedingung</id>
	<title>Mehrheitsbedingung - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mehrheitsbedingung"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mehrheitsbedingung&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T01:36:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mehrheitsbedingung&amp;diff=304163&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Repp2 am 2. August 2023 um 09:09 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mehrheitsbedingung&amp;diff=304163&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-08-02T09:09:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehrheitsbedingung,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;Mehrheitskriterium,&amp;#039;&amp;#039; ist ein Kriterium für [[Sitzzuteilungsverfahren]]. Es verlangt, dass aus einer Stimmenmehrheit stets eine Mandatsmehrheit folgt.&amp;lt;!--In Anlehnung an [[Durchgriff (Regelungstechnik)]] spräche man besser von „Mehrheitsdurchgriff“; doch hält sich die Wikipedia bei Benennungsfindungen zurück.)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei ist zu unterscheiden zwischen einer &amp;#039;&amp;#039;schwachen&amp;#039;&amp;#039; Mehrheitsbedingung, nach der eine Partei mit mindestens 50 % der Stimmen auch mindestens 50 % der Mandate erhält, und einer &amp;#039;&amp;#039;starken&amp;#039;&amp;#039; Mehrheitsbedingung, nach der eine Partei mit mehr als 50 % der Stimmen auch mehr als 50 % der Mandate erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[D’Hondt-Verfahren]] (Divisorverfahren mit Abrundung) erfüllt bei &amp;#039;&amp;#039;gerader&amp;#039;&amp;#039; Gesamtmandatszahl lediglich die &amp;#039;&amp;#039;schwache&amp;#039;&amp;#039; Mehrheitsbedingung. Die &amp;#039;&amp;#039;starke&amp;#039;&amp;#039; Mehrheitsbedingung wird nur bei &amp;#039;&amp;#039;ungerader&amp;#039;&amp;#039; Gesamtmandatszahl erfüllt, denn in diesem Fall sichert sogar ein Stimmenanteil von exakt 50 % die absolute Mehrheit der Mandate. Fazit: Da nach D’Hondt keine Partei weniger Mandate erhalten kann, als es ihrer abgerundeten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quote&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; entspricht, D’Hondt also die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quotenbedingung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;nach unten&amp;#039;&amp;#039; erfüllt (siehe [[Sitzzuteilungsverfahren]]), kann hier die &amp;#039;&amp;#039;starke&amp;#039;&amp;#039; Mehrheitsbedingung niemals um mehr als ein Mandat verletzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Hare/Niemeyer-Verfahren]] (Quotenverfahren mit Restausgleich nach größten Bruchteilen) kann aufgrund der Erfüllung der Quotenbedingung beide Formen der Mehrheitsbedingungen niemals um mehr als ein Mandat verletzten. Sie kann somit ganz einfach erfüllt werden, indem an die entsprechende Partei ein Zusatzsitz vergeben wird, mit der Folge einer Vergrößerung des Gremiums um einen Sitz. Oder man vergibt den Zusatzsitz auf Kosten der übrigen Parteien, sodass hier eine Neuverteilung vorgenommen werden muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Divisorverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers, Hill/Huntington, Dean und Adams können die Mehrheitsbedingung allesamt verletzen, insbesondere das große Parteien systematisch benachteiligende und die [[Minderheitsbedingung]] erfüllende Adams-Verfahren. Eine grundsätzliche Lösung wie beim Hare/Niemeyer-Verfahren ist bei den genannten Verfahren nicht möglich, da der Sitzanspruch der größten Partei ihre aufgerundete Quote um mehr als einen Sitz unterschreiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig vom Sitzzuteilungsverfahren kann die Mehrheitsbedingung nur in &amp;#039;&amp;#039;reinen&amp;#039;&amp;#039; Verhältniswahlsystemen immer erfüllt werden, bei denen nur der Stimmenanteil einer Partei im Gesamtwahlgebiet über ihre Stärke im Parlament entscheidet. Bei einer Aufteilung des Wahlgebiets in Wahlkreise, in denen jeweils nach dem Verteilungsprinzip Proporz bzw. Proporzprinzip eine &amp;#039;&amp;#039;feste&amp;#039;&amp;#039; Anzahl von Abgeordneten gewählt wird, liegt kein &amp;#039;&amp;#039;reines&amp;#039;&amp;#039; Verhältniswahlsystem vor. Dies darf nicht verwechselt werden mit Fällen, in denen das Wahlgebiet in Wahlkreise unterteilt ist, in denen &amp;#039;&amp;#039;verbundene&amp;#039;&amp;#039; Wahlkreislisten gewählt werden, also der Mandatsanspruch einer Partei im Gesamtwahlgebiet auf Basis ihres dortigen Stimmenanteils berechnet und in einem zweiten Schritt auf die Wahlkreise entsprechend ihren dortigen Stimmenzahlen (unter)verteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst recht kann die Mehrheitsbedingung in Mehrheitswahlsystemen mit dem Verteilungsprinzip Majorz bzw. Majorzprinzip (engl. [[Mehrheitswahl#Vereinigtes Königreich|Winner-takes-all-Prinzip]]) verletzt werden, so z.&amp;amp;nbsp;B. die Parlamentswahlsysteme in Frankreich und Großbritannien oder das Verfahren für die Wahl des US-Präsidenten. So wurde im Jahr 2000 [[George W. Bush]] zum Präsidenten gewählt, obwohl bei der Wahl des Wahlmännergremiums mehr Wähler für [[Al Gore]] (genauer für seine Wahlmänner) votierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Minderheitsbedingung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahlforschung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Repp2</name></author>
	</entry>
</feed>