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	<title>Mehrautorenschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T07:09:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mehrautorenschaft&amp;diff=100660&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina: Ghostwriter als Co-Autoren? Was ist damit gemeint?</title>
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		<updated>2025-10-20T09:48:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ghostwriter als Co-Autoren? Was ist damit gemeint?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mehrautorenschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind mehrere [[Urheber]] zusammen [[Autor]]en eines gemeinsam verfassten Werkes. Die Autoren werden dabei untereinander als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Koautor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Coautor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Co-Autor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitautor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Miturheber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff des Koautors wird insbesondere in der [[Wissenschaft]] verwendet, da [[wissenschaftliche Veröffentlichung]]en häufig von mehreren Personen angefertigt werden. Formell und urheberrechtlich bezieht sich die Urheberschaft auf das Verfassen des Textes; jedoch verlangt der [[Gute wissenschaftliche Praxis|wissenschaftliche Kodex]], alle diejenigen als Koautoren anzugeben, die inhaltlich „einen genuinen, nachvollziehbaren Beitrag“ zu der Publikation geleistet haben,&amp;lt;ref name=dfgKodex&amp;gt;[[Deutsche Forschungsgemeinschaft]]: &amp;#039;&amp;#039;Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis – Kodex.&amp;#039;&amp;#039; Bonn, 2019, [[doi:10.5281/zenodo.6472827]].&amp;lt;/ref&amp;gt; worüber es durchaus zum Streit kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtliche Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Wie 1963 von [[Derek de Solla Price]] bemerkt,&amp;lt;ref name=lsbs&amp;gt;Derek J. de Solla Price: &amp;#039;&amp;#039;[[Little Science, Big Science]].&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, 1974, S. 17, {{Webarchiv|url=http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/price14.html |wayback=20060624100529 |text=Von Little Science zu Big Science }} (Kommentierte Übersetzung des englischen Originals von 1963).&amp;lt;/ref&amp;gt; ist bei wissenschaftlichen Publikationen eine allgemeine Zunahme der Mehrautorenschaft festzustellen. Während früher Alleinurheberschaft üblich war, gibt es inzwischen wissenschaftliche Aufsätze mit im Extremfall mehr als tausend Autoren, insbesondere in der [[Teilchenphysik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nature.com/news/physics-paper-sets-record-with-more-than-5-000-authors-1.17567 Physics paper sets record with more than 5,000 authors]&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings basieren auch viele Werke von einzelnen Autoren direkt oder indirekt auf der Arbeit von vielen Mitwirkenden (siehe [[Zwerge auf den Schultern von Riesen]] und die [[Ortega-Hypothese]]). Die anteilige Produktivität pro Autor bleibt in etwa gleich, da ein Autor umso mehr Publikationen veröffentlicht, je öfter er als Mitautor beteiligt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Mehrautorenschaft bei herkömmlichen Publikationen im Wesentlichen durch Arbeitsteilung nach verschiedenen Aufgaben geprägt ist, entstehen Texte beim [[Kollaboratives Schreiben|kollaborativen Schreiben]] (zum Beispiel in einem [[Wiki]]) dadurch, dass mehrere Autoren in der Regel gleichberechtigt miteinander an einem Text schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitierweise ==&lt;br /&gt;
Sind an einer Publikation mehr als zwei Autoren beteiligt, wird bei der [[Zitat|Zitierung]] manchmal nur der Erstautor genannt, und die anderen werden mit u.&amp;amp;nbsp;a. („und andere“; {{laS|[[et al.]]}}) abgekürzt. Diese Praxis verstärkt die Einstellung, dass der [[Erstautor]] die meiste Arbeit zum Resultat beigetragen hat. Problematisch ist dieses bei wissenschaftlichen Publikationen, bei denen es üblich ist, die Autoren in alphabetischer Reihenfolge anzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen naturwissenschaftlichen (nicht jedoch bei mathematischen) Fachrichtungen ist eine alphabetische Sortierung unüblich; es gilt der Konsens, die Gruppenleiter zuletzt zu nennen. Häufig anzutreffen bei mehreren Erstautoren sind Fußnoten mit dem Hinweis, die so gekennzeichneten Autoren hätten zu gleichen Teilen zu der Arbeit beigetragen. Mit der Wahl der Kontaktperson geht eine weitere Gewichtung abseits der Reihenfolge einher, da diese Person im wissenschaftlichen Dialog in den Vordergrund tritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urheberrecht ==&lt;br /&gt;
Nach dem {{§|8|urhg|juris}} des [[Urheberrechtsgesetz (Deutschland)|deutschen Urheberrechtsgesetzes]] liegt eine Mehrurheberschaft eines [[Werk (Urheberrecht)|Werkes]] dann vor, wenn sich seine Anteile nicht „gesondert verwerten lassen“. {{§|11|UrhG|RIS-B|DokNr=NOR12024412}} des [[Urheberrechtsgesetz (Österreich)|österreichischen Urheberrechtsgesetz]] definiert dies ähnlich, indem es von einer „untrennbare Einheit“ eines Werkes spricht. {{Art.|7|URG|ch}} des [[Urheberrechtsgesetz (Schweiz)|Schweizer URG]] spricht dagegen schon dann von Miturheberschaft, wenn mehrere Urheber oder Urheberinnen&amp;lt;!--sic!--&amp;gt; am Werk mitgewirkt haben, lässt aber jedem das Verwertungsrecht für seine Beiträge, wenn sich diese trennen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Deutschland]], [[Österreich]] und der [[Schweiz]] steht den Miturhebern gemeinsam das [[Urheberrecht]] zu. Das Werk darf somit nur mit Zustimmung aller verwendet werden. Die Zustimmung darf in Deutschland und der Schweiz nicht „wider Treu und Glauben“, bzw. in Österreich nicht ohne ausreichenden Grund verweigert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{§|8|urhg|juris}} UrhG-D, {{§|11|UrhG|RIS-B|DokNr=NOR12024412}} UrhG-Ö und {{Art.|7|URG|ch}} URG&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urheberrecht der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] kennt auch die Mehrautorenschaft unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;joint work&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.law.cornell.edu/uscode/text/17/101&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Miturheber besitzen hier gemeinsam das &amp;#039;&amp;#039;Copyright&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.law.cornell.edu/uscode/text/17/201&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Relevanz in den Wissenschaften ==&lt;br /&gt;
Koautorenschaften sind von entscheidender Relevanz für die [[Netzwerkforschung|netzwerkbasierte]] [[Wissenschaftsforschung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dashun Wang, [[Albert-László Barabási]] |Titel=The science of science |Ort=Cambridge, United Kingdom |Datum=2021 |ISBN=978-1-108-61083-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.connectedpapers.com/ |titel=Connected Papers {{!}} Find and explore academic papers |sprache=en |abruf=2022-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fortbestehende Praktiken, beispielsweise auch minimal beteiligte Lehrstuhlinhaber als Koautor zu nennen, sorgen dabei für nachweisbare [[Kognitive Verzerrung|Biases]] bezüglich [[Prominenz]] und [[Produktivität]] von Forschenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Weihua Li, Sam Zhang, Zhiming Zheng, Skyler J. Cranmer, Aaron Clauset |Titel=Untangling the network effects of productivity and prominence among scientists |Sammelwerk=Nature Communications |Band=13 |Nummer=1 |Datum=2022-08-20 |ISSN=2041-1723 |DOI=10.1038/s41467-022-32604-6 |PMC=9392727 |PMID=35987899 |Seiten=4907 |Online=https://www.nature.com/articles/s41467-022-32604-6 |Abruf=2022-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Wissenschaftliche_Publikation#Autorschaft|Wissenschaftliche Autorenschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Erdős-Zahl]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenautorschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Schriftstellerkollektiv]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ronald Rousseau]], Alesia Zuccala: &amp;#039;&amp;#039;A classification of author co-citations: definitions and search strategies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;JASIST vol. 55.&amp;#039;&amp;#039; Issue 6, April 2004, S. 513–529.&lt;br /&gt;
* [[Derek de Solla Price]]: &amp;#039;&amp;#039;Multiple authorship.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science 212&amp;#039;&amp;#039;. 1981, S. 986.&lt;br /&gt;
* Jack Stillinger: &amp;#039;&amp;#039;Multiple Authorship and the Myth of Solitary Genius.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 1991, ISBN 0-19506861-0.&lt;br /&gt;
* M.A. Harsanyi: &amp;#039;&amp;#039;Multiple authors, multiple problems — Bibliometrics and the study of scholarly collaboration: a literature review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;LISR 15.&amp;#039;&amp;#039; 1993, S. 325–354.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160916182410/https://www.academics.at/wissenschaft/wie_wichtig_ist_die_erstautorenschaft_bei_publikationen_37343.html Wie wichtig ist die Erstautorenschaft bei Publikationen?]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor|!Mehrautorenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollektive Autorschaft| Mehrautorenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urheberrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zitationsanalyse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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