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	<title>Megaupload - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T04:11:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Megaupload&amp;diff=1241126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Trustable: -Kategorie:Webanwendung</title>
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		<updated>2025-06-23T00:22:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;-&lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Webanwendung&quot; title=&quot;Kategorie:Webanwendung&quot;&gt;Kategorie:Webanwendung&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Website&lt;br /&gt;
| Logo            = Megaupload.gif&lt;br /&gt;
| url             = megaupload.com&lt;br /&gt;
| Slogan          = The easiest way to upload and share your files.&lt;br /&gt;
| Beschreibung    = [[One-Click-Hosting]]&lt;br /&gt;
| Sprachen        = 18 Sprachen&lt;br /&gt;
| Betreiber       = Megaupload Limited&lt;br /&gt;
| online          = 21. März 2005&lt;br /&gt;
| offline         = 19. Januar 2012&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:MegaUpload FBI-Banner.jpg|mini|275px&amp;lt;!--gleich mit Infobox--&amp;gt;|Meldung des FBI auf &amp;#039;&amp;#039;megaupload.com&amp;#039;&amp;#039; seit 21. Januar 2012 – heutzutage ist die Domain nicht mehr erreichbar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Megaupload&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Sharehoster]], der sich neben [[Werbung]] durch kostenpflichtige Premium-Zugänge finanzierte. Megaupload gehörte neben [[Rapidshare]] und [[MediaFire]] zu den weltweit bekanntesten Filehostern. Am 19. Januar 2012 wurde der Dienst im Zuge von Ermittlungen des [[FBI]] abgeschaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Geoffrey A. Fowler, Devlin Barrett, Sam Schechner |hrsg=[[Dow Jones &amp;amp; Company]] |url=http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204616504577171060611948408.html |titel=U.S. Shuts Offshore File-Share &amp;#039;Locker&amp;#039; |werk=The Wall Street Journal |datum=2012-01-20 |abruf=2012-01-20 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 2013, ein Jahr nach der Beschlagnahmung von Megaupload, startete der Nachfolger [[Mega (Onlinedienst)|Mega]].&lt;br /&gt;
Am 9. Juli 2016 gab der Megaupload-Gründer [[Kim Dotcom]] auf [[Twitter]] bekannt, dass er an einem Nachfolger arbeite, der unter gleichem Namen Ende Januar 2017 starten sollte; dazu kam es allerdings nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://twitter.com/kimdotcom/status/751951799536394240|titel=Kim Dotcom on Twitter|abruf=2016-08-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Firma Megaupload war unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Megaupload Ltd.&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Hongkong]] angemeldet. Die Website lag zwischenzeitlich laut dem Datenauswertungsunternehmen [[Alexa Internet]] auf Platz 73 der am meisten aufgerufenen Websites der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexa Internet]]: {{Webarchiv|url=http://www.alexa.com/siteinfo/megaupload.com |wayback=20190723135026 |text=&amp;#039;&amp;#039;Alexa Web Search - Megaupload.com&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-12-14 12:40:47 InternetArchiveBot }}, abgerufen am 19. Dezember 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 2007 berichtete das Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[Focus]]&amp;#039;&amp;#039;, hinter Megaupload stehe der wegen [[Kapitalanlagebetrug]]es vorbestrafte [[New Economy|New-Economy]]-Akteur [[Kim Dotcom]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Achim Sawall |hrsg=Klaß &amp;amp; Ihlenfeld Verlag |url=https://www.golem.de/1002/73126.html |titel=Kim Schmitz meldet sich zurück. Neuer Wohnsitz im Herrenhaus in Neuseeland? |werk=Golem.de |datum=2010-02-15 |abruf=2012-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Unternehmen bestritt dies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Inqnet |url=https://www.gulli.com/news/7477-kimble-aka-kim-schmitz-mit-megaupload-wieder-im-geschaeft-2007-09-20 |titel=Kimble aka Kim Schmitz: Mit Megaupload wieder im Geschäft |werk=gulli.com |datum=2007-09-20 |abruf=2012-01-20 |archiv-url=https://archive.today/20120905012022/http://www.gulli.com/news/7477-kimble-aka-kim-schmitz-mit-megaupload-wieder-im-geschaeft-2007-09-20 |archiv-datum=2012-09-05   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=jkj |hrsg=Verlag Heinz Heise |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Paramount-Google-ist-groesste-Raubkopie-Suchmaschine-1029423.html |titel=Paramount: Google ist größte Raubkopier-Suchmaschine |werk=Heise online |datum=2010-06-25 |abruf=2012-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. Januar 2012 wurde Dotcom jedoch zusammen mit drei weiteren Personen in Neuseeland verhaftet und aufgrund von mutmaßlichen [[Copyright law (Vereinigte Staaten)|Copyright]]-Verletzungen im Zusammenhang mit Megaupload angeklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=[[Justizministerium der Vereinigten Staaten]] |url=https://www.justice.gov/opa/pr/2012/January/12-crm-074.html |titel=Justice Department Charges Leaders of Megaupload with Widespread Online Copyright Infringement |werk=U.S. Department of Justice |datum=2012-01-19 |abruf=2012-01-20 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Megaupload ermöglichte es, Dateien von unbeschränkter Größe hochzuladen; jedoch konnten nur Besitzer eines Premium-Accounts Dateien herunterladen, die eine Größe von 1&amp;amp;nbsp;GB (1024&amp;amp;nbsp;MB) überschritten. Der Dienst konnte kostenlos mit verschiedenen Einschränkungen (Wartezeit bis zum Start des Downloads, Begrenzung des erlaubten Traffics und der Bandbreite) genutzt werden. Wie auch bei Rapidshare konnten diese Einschränkungen durch Kauf eines Premiumzugangs entfallen. Warez-Webseiten nutzen Megaupload für das Anbieten von [[Direct Downloads]]. Zu Megaupload gehörte auch der Dienst &amp;#039;&amp;#039;Megavideo&amp;#039;&amp;#039;, der unter anderem von [[Kino.to]] zum [[Streaming Media|Streaming]] verwendet wurde. Daneben existierten unter anderem die Dienste &amp;#039;&amp;#039;Megapix&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Megalive&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Megabox&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Megaporn&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011 wurde Megaupload sowie Kim Dotcom wegen mutmaßlicher [[Urheberrechtsverletzung]]en von dem Erotik-Anbieter „Perfect 10“ auf 5&amp;amp;nbsp;Millionen US-Dollar Schadensersatz verklagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Torsten Kleinz, vbr |hrsg=Verlag Heinz Heise |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Klage-gegen-Megaupload-Kimble-vor-Gericht-1319097.html |titel=Klage gegen Megaupload: „Kimble vor Gericht“ |werk=Heise online |datum=2011-08-05 |abruf=2012-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klage endete mit einem Vergleich in unbekannter Höhe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Torsten Kleinz, vbr |hrsg=Verlag Heinz Heise |url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Megaupload-legt-Copyright-Rechtsstreit-mit-Vergleich-bei-1372041.html |titel=Megaupload legt Copyright-Rechtsstreit mit Vergleich bei |werk=Heise online |datum=2011-11-04 |abruf=2012-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2011 veröffentlichte Megaupload den &amp;#039;&amp;#039;Mega Song&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kim Dotcom |hrsg=Google Inc. |url=https://www.youtube.com/watch?v=K9caPFPQUNs |titel=Megaupload Mega Song |werk=Youtube |datum=2011-12-07 |abruf=2012-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für den Titel wurden die Kommentare diverser Prominenter ([[Will.i.am]], [[Sean Combs]], [[Kanye West]], [[Chris Brown (Sänger)|Chris Brown]], [[Jamie Foxx]], [[Kim Kardashian]], [[Lil Jon]], [[The Game (Rapper)|The Game]], [[Floyd Mayweather Jr.]], [[Serena Williams]] und [[Ciara (Sängerin)|Ciara]]) zum Sharehoster zusammengeschnitten. Durch seinen Auftritt im dazugehörigen Video wurde die Verbindung zwischen Kim Dotcom und Megaupload bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Dezember 2011 wurde bekannt, dass Megaupload an einem Projekt unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;MegaBox&amp;#039;&amp;#039; arbeitete, das Künstlern die cloudbasierte Veröffentlichung ihrer Musik in einem Online-Store erlauben sollte, wobei 90 Prozent der Einnahmen an diese ausbezahlt würden und kostenlose Downloads durch Megaupload vergütet würden. Eine erfolgreiche Testphase für das Projekt war bereits abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Digital Music News: {{Webarchiv|url=http://www.digitalmusicnews.com/permalink/2011/111221airvinyl |wayback=20120124113356 |text=&amp;#039;&amp;#039;MegaUpload Is Now Launching a Music Service Called MegaBox...&amp;#039;&amp;#039;}} 21. Dezember 2011. Abgerufen am 26. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anklage ==&lt;br /&gt;
Am 19. Januar 2012 wurde Megaupload durch das [[Justizministerium der Vereinigten Staaten]] geschlossen; gegen sieben Hauptverantwortliche, darunter den Gründer Kim Dotcom, wurde Anklage erhoben wegen: Verschwörung zur [[Bildung einer kriminellen Vereinigung]] (max. 20 Jahre Freiheitsstrafe), Verschwörung zum Begehen von [[Urheberrechtsverletzung]]en (max. 5 J. Freiheitsstrafe), Verschwörung zur [[Geldwäscherei|Geldwäsche]] (max. 20 J. Freiheitsstrafe) und kriminelle Urheberrechtsverletzungen in mehreren Fällen (jeweils max. 5 Jahre Freiheitsstrafe). Dabei soll den Rechteinhabern der illegal verbreiteten Daten ein Schaden in Höhe von einer halben Milliarde US-Dollar entstanden sein, während der Umsatz&amp;lt;ref name=&amp;quot;fbi&amp;quot; /&amp;gt; des Megaupload-Netzwerks im gleichen Zeitraum auf 175 Millionen US-Dollar geschätzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;vbr: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Razzia-gegen-Megaupload-FBI-laesst-Kim-Schmitz-verhaften-1417529.html Razzia gegen Megaupload: FBI lässt Kim Schmitz verhaften.]&amp;#039;&amp;#039; heise online, 19. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Wobei andere Studien positive Effekte durch das Teilen von Medien feststellen, auch wenn die Rechteinhaber dafür nicht vergütet werden. So sanken die Filmumsätze nach der Schließung. Lediglich bei großen Blockbustern war kein negativer Effekt erkennbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Huber |url=https://www.sueddeutsche.de/digital/unerwarteter-effekt-durch-filesharing-filmumsaetze-seit-megaupload-aus-gesunken-1.1532688 |titel=Filesharing-Effekt: Nach Megaupload-Aus sinken Filmumsätze |sprache=de |abruf=2023-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeklagt wurden fünf Deutsche, ein Este und ein Niederländer:&lt;br /&gt;
* Finn Batato (Marketingleiter)&lt;br /&gt;
* Julius Bencko (Grafikdesigner)&lt;br /&gt;
* Sven Echternach (Leiter Geschäftsentwicklung)&lt;br /&gt;
* Mathias Ortmann (Technischer Leiter, Mitbegründer und Direktor)&lt;br /&gt;
* Andrus Nomm (Leiter Softwareentwicklung, Este)&lt;br /&gt;
* [[Kim Dotcom]] (Gründer)&lt;br /&gt;
* Bram van der Kolk (Aufsicht über Programmierung und Netzwerkstruktur der „Mega“-Seiten, Niederländer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Batato, Ortmann, Dotcom und van der Kolk wurden noch am 19. Januar von der neuseeländischen Polizei in [[Auckland]] vorläufig festgenommen. Die Festnahmen wurden auf Dotcoms Geburtstagsfeier gelegt, um gleichzeitig auch angeklagte Gäste festzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&amp;amp;objectid=10780321 &amp;#039;&amp;#039;Dotcom birthday party targeted&amp;#039;&amp;#039;], nzherald.co.nz, 22. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Este Nomm wurde wenige Tage darauf in den Niederlanden verhaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.nbcnews.com/id/wbna46122134 5th person arrested in Megaupload case; no bail for mogul.]&amp;#039;&amp;#039; [[NBC News]], 24. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur selben Zeit wurden insgesamt 20 Hausdurchsuchungen in neun verschiedenen Ländern durchgeführt, Gegenstände im Wert von 50 Mio. USD (ca. 39 Mio. EUR) und mehrere Server in und nahe [[Washington, D.C.]], in Kanada und in den Niederlanden sichergestellt. Das Bezirksgericht von [[Alexandria (Virginia)|Alexandria]] erwirkte auch die Sperrung von 18 in den Vereinigten Staaten auf Megaupload registrierten Internetdomains.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fbi&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.fbi.gov/news/pressrel/press-releases/justice-department-charges-leaders-of-megaupload-with-widespread-online-copyright-infringement Justice Department Charges Leaders of Megaupload with Widespread Online Copyright Infringement].&amp;#039;&amp;#039; fbi.gov, 19. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anklage nennt eine Reihe von Indizien, die ein kriminelles Verhalten aufzeigen sollen, wobei das Geschäftsmodell laut Anklage auf vorsätzlicher Urheberrechtsverletzung basiert. So sei Megaupload trotz seiner Bezeichnung als [[Cyberlocker]] nicht darauf angelegt, Dateien lange zu speichern. Die anhaltende Speicherung sei abhängig von regelmäßigen Downloads der jeweiligen Dateien. Dateien, die nicht heruntergeladen werden, würden meist relativ schnell entfernt. Da zudem nur ein kleiner Teil der Nutzer für den Dienst zahle, beruhten die Einnahmen auf Werbung, wodurch die Maximierung der Downloadzahlen als Ziel eingeschätzt wird (&amp;#039;&amp;#039;General Allegation&amp;#039;&amp;#039;, Punkt 7 und 8). Die Angeklagten sollen zudem gezielt mit Benutzern von „Linking-Seiten“ interagiert haben, dabei sollen einige der Angeklagten einzelnen Nutzern erklärt haben, wie man Links zu urheberrechtsverletzenden Inhalten auf den Mega-Seiten herausfindet (Punkt 13). Alle Inhalte sollen dabei auf den internen Datenbanken für die Angeklagten verfügbar gewesen sein (Punkt 14). Die Anklage wirft Megaupload und Megavideo die Manipulation der Top-100-Liste, beziehungsweise der Suchfunktion und der ersten Seite vor, um Urheberrechtsverletzungen zu verschleiern (Punkt 15 und 19). Um [[Kinderpornografie]] und terroristische Propagandavideos schnell zu löschen, wurde eine Methode zur Erkennung solcher Dateien anhand von [[Message-Digest Algorithm 5|MD5-Prüfsummen]] entwickelt. Dieses System sei jedoch nicht bei Urheberrechtsverstößen angewandt worden (Punkt 24). Die Anklage gibt zudem an, dass Konten, die gegen Urheberrechte verstoßen hatten, nicht gelöscht wurden, obwohl die Nutzungsbedingungen dies klar regelten (&amp;#039;&amp;#039;Ways, Manner, and Means of the Conspiracy&amp;#039;&amp;#039;, Punkt 55). Megaupload soll demnach auch finanzielle Anreize geboten haben, wobei für das Hochladen von „populären Werken“ Prämien gezahlt worden sein sollen (&amp;#039;&amp;#039;Overt Acts&amp;#039;&amp;#039;, Punkt 69d). E-Mails des Mitangeklagten van der Kolk lassen darauf schließen, dass Mechanismen existierten, um Videos auf [[YouTube]] für den erfolgreichen Start von Megavideo direkt auf diese Plattform zu übernehmen (Punkt 69h-l).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204616504577171180266957116.html &amp;#039;&amp;#039;Department of Justice: Indictment&amp;#039;&amp;#039;], In: &amp;#039;&amp;#039;Wall Street Journal&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 24. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Reaktion auf die Schließung des Sharehosters legten Angehörige des Kollektivs „[[Anonymous (Kollektiv)|Anonymous]]“ in einer [[Denial of Service|Distributed-Denial-of-Service]]-Attacke (DDoS-Attacke) die Website des US-Justizministeriums, verschiedener Plattenlabels, Unternehmen der Musik- und Filmindustrie und deren Organisationen lahm.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,810286,00.html Anonymous startet Rachefeldzug gegen US-Justiz.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Online&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 21. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Tagen nach der Schließung von Megaupload beschränkten andere Sharehoster ihre Leistungen, löschten Nutzerkonten, beendeten [[Affiliate-Marketing|Affiliate]]-Programme oder stellten ihre Dienste ein.&amp;lt;ref&amp;gt;ghi: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Nach-Megaupload-Razzia-Sharehoster-in-Panik-1419990.html Nach Megaupload-Razzia: Sharehoster in Panik].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;heise online&amp;#039;&amp;#039;, 24. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 2012 erklärte der amerikanische Richter Liam O’Grady, dass es unter Umständen zu keinem Verfahren gegen Megaupload kommen werde, da man versäumt habe, dem Unternehmen eine förmliche Strafanzeige zu übermitteln. Damit liege ein Verfahrensfehler vor. Ira Rothken, der amerikanische Anwalt von Kim Dotcom, vertritt die Meinung, dass es den Behörden rechtlich nicht möglich gewesen sei, ein Unternehmen außerhalb der USA anzuklagen. Staatsanwalt Jay Prabhu sagte bei einer Anhörung in Virginia wiederum, dass dies kein Problem sei, da Dotcom 68 % des Unternehmens besitze und die Anklage von Privatpersonen außerhalb der USA möglich sei.&amp;lt;ref&amp;gt;David Fisher: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.nzherald.co.nz/business/news/article.cfm?c_id=3&amp;amp;objectid=10800409 Dotcom trial may not occur - Judge]&amp;#039;&amp;#039;, NZ Herald News, 21. April 2012, Abruf am 5. Mai 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beweissicherung der neuseeländischen Behörden im Auslieferungsverfahren wurde Ende November 2015 abgeschlossen. Am 23. Dezember 2015 wurde ein Richterspruch veröffentlicht, der die Auslieferung der Angeklagten an die USA erlaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.nzherald.co.nz/nz/news/article.cfm?c_id=1&amp;amp;objectid=11565399; abgerufen am 23. Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=Beer&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.heise.de/newsticker/meldung/Gericht-entscheidet-Kim-Dotcom-kann-an-USA-ausgeliefert-werden-3055244.html| titel=Gericht entscheidet: Kim Dotcom kann an USA ausgeliefert werden| abruf=2015-12-24| autor=Kristina Beer| hrsg=heise online| datum=2015-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anwälte haben Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts angekündigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archive.today/20151223143243/http://www.tagesschau.de/ausland/kim-dotcom-105.html Berufung gegen das Auslieferungsurteil] auf tagesschau.de; abgerufen am 23. Dezember 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 4. Juli 2018 bestätigte das oberste Berufungsgericht in Neuseeland die Entscheidung der ersten Instanz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cbsnews.com/news/kim-dotcom-loses-latest-appeal-to-avoid-extradition-to-us-megaupload-2018-07-05/ Ablehnung der Berufung gegen das Auslieferungsurteil] auf cbsnews.com; abgerufen am 5. Juli 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/berufungsgericht-kim-dotcom-kann-nach-amerika-ausgeliefert-werden-15675500.html| titel=Berufungsgericht entscheidet: Kim Dotcom kann nach Amerika ausgeliefert werden| abruf=2023-06-24| hrsg=FAZ.net| datum=2018-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dotcom, Batato, Ortmann und van der Kolk brachten 2019 ihren Berufungsantrag gegen die Auslieferungsentscheidung vor dem neuseeländischen Supreme Court ein, dem obersten Gerichtshof des Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kim-dotcom-darf-berufung-gegen-auslieferung-in-die-usa-einlegen-a-1244771.html| titel=Kim Dotcom darf Berufung gegen Auslieferung an die USA einlegen| abruf=2023-06-24| hrsg=spiegel.de| datum=2018-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser entschied 2021 ebenfalls, dass die Auslieferung rechtsmäßig sei, erlaubte aber auch eine erneute Berufung durch die Angeklagten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.manager-magazin.de/lifestyle/gruender-von-megaupload-kim-dotcoms-auslieferung-in-die-usa-rueckt-naeher-a-653c82ae-3ef7-44f2-8183-e82fae3b0ca1| titel=Gründer von Megaupload: Kim Dotcoms Auslieferung in die USA rückt näher| abruf=2023-06-24| hrsg=manager-magazin.de| datum=2021-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2022 einigten sich Ortmann und van der Kolk mit den US- und den neuseeländischen Behörden dahingehend, dass sie einem Gerichtsverfahren in Neuseeland zustimmten und im Gegenzug nicht an die USA ausgeliefert wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.spiegel.de/netzwelt/web/megaupload-zwei-kollegen-von-kim-dotcom-entgehen-auslieferung-an-die-usa-a-b3e2daa7-d2bf-46c7-b71d-414659ccdf0f| titel=Urheberrechtsverletzungen, Betrug, Geldwäsche: Zwei Kollegen von Kim Dotcom entgehen Auslieferung an die USA| abruf=2023-06-24| hrsg=spiegel.de| datum=2022-05-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Auslieferungsantrag für Batato hatte das US-Justizministerium bereits im Januar 2021 aufgehoben, da er an einer fortgeschrittenen Krebserkrankung litt. Er starb 2022 während des Höhepunktes der [[COVID-19-Pandemie in Neuseeland#Statistik|COVID-19-Pandemie in Neuseeland]] mit 49 Jahren an Krebs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.rnz.co.nz/news/national/468971/megaupload-s-finn-batato-dies-from-cancer| titel=Megaupload&amp;#039;s Finn Batato dies from cancer| sprache=EN|abruf=2023-06-24| hrsg=rnz.nz| datum=2022-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ortmann und van der Kolk wurden am 15. Juni 2023 zu Haftstrafen von 2 Jahren und 7 Monaten (Ortmann) bzw. 2 Jahren und 6 Monaten (van der Kolk) verurteilt.&amp;lt;ref name=pleadeal&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.heise.de/news/Megaupload-Kim-Dotcoms-Mitstreiter-zu-zweieinhalb-Jahren-Haft-verurteilt-9189295.html| titel=Megaupload: Kim Dotcoms Mitstreiter zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt| abruf=2023-06-24|autor=Martin Holland| hrsg=heise.de|datum=2023-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://gizmodo.com/megaupload-executives-sentenced-to-2-5-years-in-prison-1850542710| titel=Megaupload executives sentenced to 2.5 years in prison| abruf=2023-06-24|autor=Kay Barr |hrsg=gizmodo.com| sprache=EN|datum=2023-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die milden Strafen begründete das Gericht damit, dass die Angeklagten sich schuldig bekannt und mit dem FBI kooperiert hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.nzherald.co.nz/nz/megaupload-coders-sentenced-to-prison-after-home-detention-bid-denied/OACYX734XREW3KPA6N5LWKLHYM| titel=Megaupload coders sentenced to prison after home-detention bid denied| abruf=2023-06-24|autor=David Fisher|hrsg=gizmodo.com| sprache=EN|datum=2023-06-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die USA verlangen weiterhin die Auslieferung von Dotcom.&amp;lt;ref name=pleadeal/&amp;gt; Dem Auslieferungsantrag wurde seitens des neuseeländischen Justizministeriums im August 2024 stattgegeben. Gegen die Entscheidung kann Kim Dotcom jedoch Einspruch einlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Glenn McConnell |url=https://www.stuff.co.nz/politics/350380271/justice-minister-signs-kim-dotcoms-extradition-order |titel=Justice Minister signs Kim Dotcom’s extradition order |werk=stuff.co.nz |datum=2024-08-15 |sprache=en |abruf=2024-08-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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