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	<title>Megalithen in Apulien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T03:10:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Megalithen_in_Apulien&amp;diff=892104&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JEW: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-01-06T10:46:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Megalithen in Apulien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehören zu den wenigen erhaltenen Zeugnissen der [[Megalith]]kultur auf dem in [[italien]]ischen Festland. In [[Apulien]] gibt es über 20 erhaltene [[Dolmen]] und 79&amp;amp;nbsp;[[Menhir]]e. [[Hypogäum|Hypogäen]], wie die von [[Hypogäen von Trinitapoli|Trinitapoli]], sowie Menhire, [[Cairn (Steinhügel)|Specchie]] (Cairns) und [[Felsengrab|Felsengräber]], wie die von [[Massafra]], ergänzen das vorgeschichtliche Bild der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den Megalithen in Apulien existieren auf dem Festland nur einige [[Steinkiste]]n im Gebiet von [[Rom]] und [[Neapel]] (Pian Sultano) und Ausläufer der [[Schweiz]]er [[Megalithareal von Saint-Martin-de-Corléans|Anlagen in Saint-Martin-de-Corléans]] im [[Aostatal]], sowie Exemplare im [[Piemont]] und in [[Ligurien]] ([[Dolmen von Monticello]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung ==&lt;br /&gt;
Die apulischen Megalithen wurden 1956 von John Davies Evans in die Bari-Taranto-Gruppe (siehe [[Tarent]] bzw. [[Galeriegrab]]) und die [[Otranto]]-Gruppe ([[Dolmen]]) eingeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evans 1956&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bari-Taranto-Gruppe ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bisceglie dolmen della chianca 5.JPG|mini|Dolmen di Chianca]]&lt;br /&gt;
Die [[Galerie (Architektur)|galerieartigen]] Anlagen dieser Gruppe können kurz (circa 3&amp;amp;nbsp;m) oder bis zu 17&amp;amp;nbsp;m lang sein. Sie sind stets rechteckig und aus plattigem Material erbaut. Einzelne Anlagen sind von [[Trockenmauerwerk]] umgeben. Bei den meisten Anlagen finden sich Hinweise auf einen ovalen oder rechteckigen, jedoch ausgegangenen Hügel. Die Anlagen von Corato und Giovinazzo sind Innen segmentiert. Giovinazzo besitzt einen runden Vorhof – möglicherweise ein Platz für Rituale. Die zumeist Ost-West-orientierten Anlagen haben ihren Eingang im Osten. Es gibt Anzeichen für [[Seelenloch]]zugänge. Die Anlagen Bisceglie und Leucaspide haben abgetrennte Vorkammern. Nur die spät entdeckten Anlagen von [[Bisceglie]] ([[Dolmen di Chianca]]) und Giovinazzo ([[Dolmen di San Silvestro]]) enthielten noch [[Grabbeigabe]]n und Skelettmaterial. [[Helladische Periode|Mittelhelladische]] Tonware zeigt an, dass Giovinazzo noch um 1700 v.&amp;amp;nbsp;Chr. in Gebrauch war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giovinazzo liegt nahe [[Bari]]. Mit einer Länge von 17&amp;amp;nbsp;m ist er der imposanteste. Er war bis zu seiner Auffindung unter einem Erdhügel verborgen. Er wurde bei seiner Entdeckung in zwei Teile zerteilt, als ein Bauer, bei dem Bemühen sein Ackerland einzuebnen, mit einer Planierraupe durch den Hügel fuhr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Otranto-Gruppe ===&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Dolmen Placa.PNG|175|Scusi Dolmen bei Minervino.JPG|175|{{center|1=Dolmen Placa}}|{{center|1=Li Scusi; Dolmen bei Minervino di Lecce}}}}&lt;br /&gt;
Die südlichste, auch [[Salento|salentinisch]] genannte Gruppe festland-italienischer Anlagen besteht aus [[Dolmen]] und liegt in der Provinz [[Lecce]], zumeist nahe Otranto. Sie umfasste etwa 30 Anlagen, die sich deutlich vom Bari-Taranto-Typ unterscheiden. Sie geben keine Hinweise auf ehemalige Hügel und haben auch keine einheitliche Orientierung. Die nur etwa einen Meter hohen Dolmen sind [[megalith]]isch. Ihre Kammern sind oval, rund oder polygonal. Sie sind zwei bis vier Meter lang. Bis zu acht Tragsteine tragen den Deckstein. Anders als die Bari-Taranto Gruppe weisen sie auf den Oberseiten der Decksteine Gruben, Markierungen und [[Schalenstein|Schälchen]] auf. Der besterhaltene der Gruppe ist die der Scusi-Dolmen bei [[Minervino di Lecce]]. Eine große Gruppe liegt bei [[Giurdignano]]. Die Dolmen Gurgulante und Placa bei [[Melendugno]] und der Dolmen Cranzari bei [[Zollino]] (alle unmittelbar südlich von Lecce) sind die nördlichsten Exemplare dieser Gruppe. Der Dolmen „Argentina“ im äußersten Süden ist ein Semi-[[Hypogäum]]; seine Kammer wurde in den [[Felsengrab|Felsen]] geschnitten, nur sein oberirdischer Zugang wird von Megalithen gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:12i dolmen di Montalbano.jpg|mini|Dolmen Montalbano bei [[Fasano]]]]&lt;br /&gt;
Es existieren keine C-14-Daten und daher bestimmt die Typologie der Beigaben die Einordnung der Bari-Tarento-Monumente. Die Beigaben werden der B-Phase der Proto-Apenninen-Kultur zugeordnet, die zwischen 2300 und 1750, also in die späte [[Bronzezeit]] eingeordnet wird. Damit gehören diese Megalithanlagen mit zu den spätesten im mediterranen Raum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nahezu fundleeren Otrantodolmen lieferten keine Anhaltspunkte für ihre zeitliche Bestimmung. In ihnen wurden zunächst weder Beigaben noch Skelettmaterial gefunden, trotzdem wird an ihrer Grabfunktion heute nicht mehr gezweifelt. Im Dolmen Cosi südlich von [[Gallipoli (Apulien)|Gallipoli]] wurden [[Obsidian]], Scherben und menschliche Knochen gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausgangssituation führte dazu, dass britische Forscher die beiden Gruppen zunächst als nicht gleichzeitig bestehend ansahen. Bei der Suche nach Parallelen wurden sie mit den [[Malta|maltesischen]] Anlagen der zeitgleichen Tarxien-Phase verglichen (s. [[Tempel von Tarxien]]). Gegen eine solche Verbindung spricht, dass die apulischen Anlagen (die Dolmen teilweise sehr eng) von [[Menhir]]en und [[Statuenmenhir]]en begleitet sind, die auf Malta völlig fehlen. Bei den Anlagen Scusi und Chiancuse befinden sich sogar noch rechteckige Löcher im Stein ihrer unmittelbaren Umgebung. Es wird vermutet, dass sie ursprünglich Menhiren als Basis dienten. Andere Forscher verglichen die apulischen mit den mittelitalienischen Steinkisten (von Pian Sultano) oder mit sardischen Anlagen. Es ist architektonisch jedoch eher möglich, die aus plattigen Tafeln hergestellten Dolmen der Region Bari (Albarosa, Frisari, Chianca dei Paladini) mit denen in der Region [[Département Aude|Aude]] in [[Südfrankreich]] zu verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Specchie ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Specchia (Steingrab)}}&lt;br /&gt;
[[Specchia (Steingrab)|Specchie]] sind kreisförmige Monumente aus Bruchgestein oder Trockenmauerwerk. Sie werden – ähnlich wie die nicht ausgegrabenen [[Irland|irischen]] Cairns (Heapstone, [[Knocknarea]]) – zu den megalithischen Monumenten gezählt. Sie liegen konzentriert westlich von [[Brindisi]] in einem Gebiet zwischen Ceglie Messapica, Villa Castelli und Francavilla Fontana; kleiner dimensionierte liegen im Salent. Der Specchia Miano (bei Ceglie Messapica) hat einen Durchmesser von 20 bei einer Höhe von 11&amp;amp;nbsp;Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menhire und Statuenmenhire ==&lt;br /&gt;
=== Statuenmenhire ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Statuenmenhir}}&lt;br /&gt;
[[Statuenmenhir]]e sind eine bronzezeitliche Erscheinung die primär mit Sardinien, Korsika und dem kontinentalen Westeuropa, einschließlich der Westschweiz verbunden wird. Eine völlig isolierte und zeitlich schwer bestimmbare Gruppe kleiner Statuen (etwa 1&amp;amp;nbsp;m hoch) findet sich in der Nähe des 2000-Seelen-Dorfes Castelluccio dei Sauri in der Region [[Foggia]] in Apulien. Sie sind sehr rustikal geritzt und mit Büsten und Halsbändern verziert. Ein viel feiner gearbeitetes dolchverziertes Fragment wurde nur wenige Kilometer entfernt bei Mattinata (Tor di Lupa) in sekundärer Position in einer Mauer gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menhire ===&lt;br /&gt;
{{Doppeltes Bild|rechts|Menhir Vardare di Diso.jpg|175|Menhir di Ussano.jpg|175|{{center|1=Der taukreuzartige Menhir von Vardare}}|{{center|1=Menhir von Ussano}}}}&lt;br /&gt;
Die 79 apulischen Menhire sind zum Teil geometrisch und sehr schlank (Casamassima) mit einer Höhe bis zu 4,7&amp;amp;nbsp;m (de lu Chiofilu bei Martano). Andere haben anthropomorphe oder taukreuzartige ([[Menhir von Vardare]] in Diso) Proportionen. Viele liegen in den Olivenhainen nahe den Dolmen. Eine größere Gruppe liegt westlich von Bari zwischen Sovereto, Terlizzi und Bitonto. In Sammichele di Bari und bei [[Cannae]] befinden sich die gleichnamigen Menhire. In Lecce sind die [[Menhire von Zollino]] und einige der [[Menhire von Muro Leccese]] von beachtlicher Länge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Daunische Stele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Evans 1956&amp;quot;&amp;gt;John Davies Evans: &amp;#039;&amp;#039;The ‘dolmens’ of Malta and the origin of Tarxien cemetery culture.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Prehistoric Society, 22, 1956, S. 85–101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alastair Service &amp;amp; Jean Bradbery: &amp;#039;&amp;#039;The Standing Stones of Europe. A Guide to the Great Megalithic Monuments.&amp;#039;&amp;#039; London 1979, ISBN 978-0-297-83545-5, S. 78–83&lt;br /&gt;
* Giuseppe Antonucci: &amp;#039;&amp;#039;Salento preistorico Menhir, dolmen, specchia, grotte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Ruth Whitehouse: &amp;#039;&amp;#039;The Megalithic Monuments of South-East Italy&amp;#039;&amp;#039; In: MAN Royal Anthropological Institute of Great Britain and Ireland Bd. 2 No. 3 S. 347–364&lt;br /&gt;
* Medica Assunta Orlando: &amp;#039;&amp;#039;Presenze necropoliche e strutture funerarie nel Salento dal XVI al X sec. a.C.&amp;#039;&amp;#039; In: Studi di Antichità, VIII\2 (1995), S. 19–38.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.salveweb.it/dolmen_specchie.htm &amp;#039;&amp;#039;Dolmen e Specchie.&amp;#039;&amp;#039;] Salve-Web, abgerufen am 18. März 2021&lt;br /&gt;
* [http://www.stonepages.com/apulia/images.html &amp;#039;&amp;#039;Ancient Apulia Tour&amp;#039;&amp;#039;] Stone Pages, Bilder der Dolmen und Menhire, April 2000, abgerufen am 18. März 2021&lt;br /&gt;
* [http://www.salentonline.it/salento/cartine.php?stile=grafica &amp;#039;&amp;#039;Verbreitungskarte.&amp;#039;&amp;#039;] Salento online, abgerufen am 18. März 2021&lt;br /&gt;
* [https://www.cortedelsalento.net/salento-dintorni/alla-scoperta-dei-dolmen-del-salento] Corte de Salento, abgerufen am 1!. März 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Megalithanlage in Italien|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Apulien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Apulien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Menhir in Italien| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bronzezeit (Apenninhalbinsel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spätbronzezeit (Südeuropa)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JEW</name></author>
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