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	<title>Meerzander - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T06:24:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meerzander&amp;diff=2170549&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Monow: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2026-01-23T00:37:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Meerzander&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Sander marinus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Georges Cuvier|G. Cuvier]], 1828)&lt;br /&gt;
| Taxon2_LinkName  = Sander (Gattung)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Sander&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Echte Barsche&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Percidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_LinkName  = &lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Percoidei&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Barschartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Perciformes&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Barschverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Percomorphaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Sander marinus.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meerzander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Sander marinus&amp;#039;&amp;#039;) ist eine der ca. 16 [[Paläarktis|altweltlichen]] Arten in der Familie [[Percidae]] oder „Echten Barsche“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Peter Simon Pallas]] beschrieb 1811 in der &amp;#039;&amp;#039;Zoographia Rossiae Asiaticae&amp;#039;&amp;#039; (Bd.&amp;amp;nbsp;3: 243) aus der [[Kaukasus]]-Region eine [[Zander]]-Art (&amp;#039;&amp;#039;Perca Labrax&amp;#039;&amp;#039;), die [[Brackwasser]] bevorzugt – 1828 gab ihr [[Georges Cuvier|Cuvier]] den jetzt gültigen Namen &amp;#039;&amp;#039;Sander marinus&amp;#039;&amp;#039;. Vom europäischen [[Sander lucioperca|Zander]] unterscheidet sie sich nicht deutlich: durch etwas breitere Stirn, kleinere Schuppen und dunklere Färbung. Cuvier fügt aber hinzu, dass sie wertvoller sei, weil sie viel besser schmecke. Aufgrund oberflächlicher Merkmalsbeurteilung rechnete man sie später eine Zeitlang zur sonst nordamerikanischen Gattung (derzeit bloß Untergattung) &amp;#039;&amp;#039;Stizostedion&amp;#039;&amp;#039; (unabhängig davon, dass von 1963 bis 2006 alle Sander &amp;#039;&amp;#039;Stizostedion&amp;#039;&amp;#039; hießen). Infolge [[Überfischung]], aber auch allgemeiner Umwelt-Verschlechterung ist sie nun laut [[IUCN]] in der Existenz offenbar bedroht, ohne dass man – mangels Daten – derzeit aber dazu Genaueres sagen könnte (Bogutskaja 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Der Meerzander ([[Ukrainische Sprache|ukr.]] судак морський oder судак буговець, also Bug-Zander) wurde kaum länger als 60&amp;amp;nbsp;cm, er erreichte ein Gewicht von 3&amp;amp;nbsp;kg und ein Alter von über 10 Jahren. Seine Färbung ist ein Graublau, das sich so sehr verdunkeln kann, dass dann die gewöhnlich gut abgegrenzten (meist neun) breiten, dunklen Binden kaum mehr erkennbar sind; der Bauch bleibt in jedem Fall heller. Dazu können noch schwarze Flecken oder Punkte (und Bänder davon auf den [[Flosse#Einteilung und Anordnung|Unpaarflossen]]) kommen. Wie der gewöhnliche Zander hat er auf den Kiefern und Gaumenbeinen (Palatina) einige Fänge (zum Durchbohren der Beute, die „vor Schreck“ oft gleich stirbt. Der [[Wolgazander]] (&amp;#039;&amp;#039;Sander volgensis&amp;#039;&amp;#039;) und der „Sauger“ ([[Kanadischer Zander]], &amp;#039;&amp;#039;S.&amp;amp;nbsp;canadensis&amp;#039;&amp;#039;) haben keine Fänge). Auch die [[Flossenformel]] unterscheidet ihn kaum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D1 XIV, D2 I/22 (sehr eng folgend&amp;lt;ref&amp;gt;weshalb man mitunter behauptet, es sei nur eine D vorhanden und daran zu Unrecht taxonomische Spekulationen knüpft.&amp;lt;/ref&amp;gt;), A III/11, P 12, V I/5, C 17 (wenn man nur die zerteilten Strahlen zählt; mit Vorstrahlen bis C ~30).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Schuppen der [[Seitenlinienorgan|Seitenlinie]] (die sich mit drei Ästen auf die Schwanzflosse ausdehnt) beträgt meist über 100. Die Stirn ist deutlich breiter als das Auge, der Rumpf kaum seitlich abgeflacht. Wie viele [[Pylorusschläuche|Pylorus-Schläuche]] der Meerzander hat, ist unklar (&amp;#039;&amp;#039;S.&amp;amp;nbsp;lucioperca&amp;#039;&amp;#039; hat meist 7, &amp;#039;&amp;#039;S.&amp;amp;nbsp;volgensis&amp;#039;&amp;#039; 3 (wie andere Percidae), &amp;#039;&amp;#039;S.&amp;amp;nbsp;canadensis&amp;#039;&amp;#039; 3–9, &amp;#039;&amp;#039;S.&amp;amp;nbsp;marinus&amp;#039;&amp;#039; angeblich 4–6, doch sind 1–3 davon oft „reduziert“). (Meist) sieben [[Branchiostegalapparat|Branchiostegal]]-Strahlen haben alle Zander und überhaupt alle [[Echte Barsche|Echten Barsche]]. Der Kopf ist unbeschuppt (auch dieses Merkmal wurde oft zur Artcharakterisierung verwendet, ist aber bei allen variabel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Dieser Zander kommt nur im [[Schwarzes Meer|Schwarzen]] und im [[Kaspisches Meer|Kaspischen]] Meer vor, er ist also eine Art des Brackwassers, in dem er auch laicht. (Er gilt daher in [[Aserbaidschan]], Bulgarien, Iran, [[Kasachstan]], [[Moldawien]], Rumänien, Russland, [[Turkmenistan]] und der [[Ukraine]] als heimisch. In Faunenlisten der Türkei kommt er nicht vor.) Hier bevorzugt er Meeresteile geringerer Salinität (um 1,5&amp;amp;nbsp;‰) und Tiefe (wegen der Produktivität), also z.&amp;amp;nbsp;B. den Küstenabschnitt zwischen [[Südlicher Bug|Bug]]- und [[Dnepr]]-Mündung. Das nördliche [[Asowsches Meer|Asowsche Meer]] sagte ihm besonders zu; im [[Aralsee]] scheint er nicht vorgekommen zu sein, selbst als dieser im 19. Jahrhundert noch geringe Salinität (knapp über 1&amp;amp;nbsp;‰) aufwies. Er geht zwar auch in die Flussunterläufe, etwa beim Verfolgen von Fischschwärmen, hält sich darin aber nie länger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Randgebieten der [[Ostsee]] lebende Zander gehören dagegen zu &amp;#039;&amp;#039;Sander lucioperca&amp;#039;&amp;#039;, der nur im Süßwasser laicht – auch wenn mitunter Zweifel an dieser Art-Unterscheidung aufkommen (schon bei Cuvier, dann wieder bei Ekström 1835. Es ist letztlich in einem solchen Fall Geschmacksache, wo man bestimmte Artgrenzen zieht). Eine genetische Untersuchung der Verwandtschaftsverhältnisse war mangels &amp;#039;&amp;#039;marinus&amp;#039;&amp;#039;-Materials nicht möglich (Faber und Stepien 1998).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie etliche weitere Fischarten (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Percarina demidoffii|Percarina]]&amp;#039;&amp;#039;) ist er ein Relikt der tertiären brackigen [[Paratethys]], so dass er nun im Schwarzen Meer auf den nördlichen Teil beschränkt ist, während er in der Kaspisee im südlichen Teil häufiger ist. Er hat also in diesen Gewässern trotz mehrerer [[Transgression (Geologie)|Transgressionen]] stets Teile geringer Salinität vorgefunden. (Gegenwärtig ist er freilich nirgends mehr häufig, vielmehr offenbar „gefährdet“, vielleicht im Freien schon ausgestorben – s.&amp;amp;nbsp;u.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verhalten ==&lt;br /&gt;
Wie alle Zander gilt er in älterer Literatur als vorsichtig, aber „dumm“, gefräßig und ungeschickt. Die [[Tataren]] hielten ihn für einen durchs Salzwasser erblindeten Barsch des [[Asowsches Meer|Asowschen Meeres]] (in Nordamerika hat die Bezeichnung “wall-eye” (für &amp;#039;&amp;#039;[[Sander vitreus]]&amp;#039;&amp;#039;) denselben Hintergrund – man deutete den grauen Lichtschein vom Augen-[[Tapetum lucidum|Tapetum]] als eine Linsentrübung). Seine Hauptnahrung besteht in kleineren Schwarmfischen wie [[Gobiidae]], [[Atherinidae]], &amp;#039;&amp;#039;Percarina&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;Ä., die er, insbesondere in der Jugend, selbst gesellig verfolgt. Daneben schnappt er natürlich alles sich Bewegende von geeigneter Größe auf, im Schwarzen Meer z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Mysida]] („Garnelen“). Mit zunehmendem Alter wird der vorwiegend dämmerungsaktive Meerzander „[[benthisch]]er“ (besonders über Fels, Geröll und Sand) und zum Einzelgänger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühling kommt es, bevorzugt bei Temperaturen von 13 bis 16&amp;amp;nbsp;°C, zur Fortpflanzung in den [[Liman]]en und in der Nähe von Flussmündungen, wo er meist schon den Winter ziemlich inaktiv zugebracht hatte. Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich kaum; die Geschlechtsreife tritt bei etwa 45&amp;amp;nbsp;cm Länge (Alter 3+ oder 4+) ein. Alte, große Weibchen können Laichmassen von bis zu 126.000 Eiern (Durchmesser 3–4&amp;amp;nbsp;mm) abgeben. Diese werden in eine vom Männchen etwas hergerichtete Grube abgesetzt (sie kleben an Kieseln und Pflanzenteilen fest) und von ihm bewacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Da sich diese Angabe nur einmal findet, könnte sie auf bloßer Verallgemeinerung vom Zander her beruhen – für den sie auch nicht auf alle Vorkommen zutrifft.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Jungen schlüpfen nach zwei bis zweieinhalb Wochen und leben zunächst noch vom [[Dottersack]], dann von [[Plankton]] und Insektenlarven, aber ab 4&amp;amp;nbsp;cm Länge (da die Schuppen zur Ausbildung gelangen) beginnen sie schon, kleine Fische zu verfolgen (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Clupeonella&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gefährdung ==&lt;br /&gt;
Dieser Fisch wurde seit je eifrig befischt und bereits 1892 als „selten“ bezeichnet, doch ist die Beurteilung früherer Verhältnisse kaum möglich, da man die drei osteuropäischen Zanderarten, deren Areale sich ja berühren oder überschneiden, nicht klar unterschied (Grimm 1883). In Bedrängnis kam er aber jedenfalls erst nach dem Zweiten Weltkrieg dank der Industrialisierung: mittelbar durch Salinitäts-Änderungen und Schadstoffe im Wasser, unmittelbar durch Überfischung und, nach dem Erlass von Schutzbestimmungen, auch durch „Wilderei“ sowie durch [[biozönose]]nfremde, eingesetzte Arten, deren Einfluss kaum vorhersagbar ist. In den letzten Jahren wurde er kaum mehr gefangen (ähnlich wie [[Makrele]] oder [[Thunfisch|Thun]] im Schwarzen Meer). Doch besteht natürlich großes ökonomisches Interesse, ihn zu fördern und zu erhalten, etwa durch künstliche Zucht, Haltung in Streckteichen oder Gehegen. Man hat angeblich auch schon Samen und befruchtete Eier tiefgefroren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Georges F. Cuvier, in: Cuvier et Valenciennes, Histoire naturelle des poissons, vol. 2 (1828): 121.&lt;br /&gt;
* Albert Günther: Catal. Acanthopt. Fishes Coll. Brit. Mus., vol.1 (1859): 75. https://www.biodiversitylibrary.org/page/8411134#page/11/mode/1up&lt;br /&gt;
* Carl Ulrik Ekström: Die Fische in den Scheeren von Mörkö. 1835: S. 101 f. (Fn.): https://www.biodiversitylibrary.org/item/28347#page/121/mode/1up&lt;br /&gt;
* Oskar A. Grimm (1883): Fishing and hunting on Russian waters. [http://books.google.at/books?id=SW1S2U-4PSUC&amp;amp;pg=PA46&amp;amp;lpg=PA46&amp;amp;dq=oskar+grimm+1883&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=hhlrq3ytuD&amp;amp;sig=C2so6CMriO6d56Ocw9p09DDx0lQ&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=U3EUTZrlMJO7jAe5kez2BQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CBYQ6AEwADgK#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false bei Google Books]&lt;br /&gt;
* Nina Bogutskaja (2008): Freshwater ecoregions of the world (425: Dniepr, Southern Bug). http://www.feow.org/ecoregion_details.php?eco=425&lt;br /&gt;
* Meerzander (Biologie): https://redbook-ua.org/item/sander-marinus-cuvier/ (ukrain., mit Abb.)&lt;br /&gt;
* Meerzander (Biologie): http://es.wikilingue.com/fr/Sander_marinus&lt;br /&gt;
* Joseph E. Faber &amp;amp; Carol A. Stepien (1998): Tandemly Repeated sequences in the mitochondrial DNA control region and phylogeography of the pike-perches &amp;#039;&amp;#039;Stizostedion&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.utoledo.edu/as/lec/pdfs/faber_StepienMPE98.pdf PDF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Fishbase|g=Sander|s=marinus}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2013.2&lt;br /&gt;
|ID= 20861&lt;br /&gt;
|ScientificName= Sander marinus&lt;br /&gt;
|YearAssessed= 1996&lt;br /&gt;
|Assessor=   World Conservation Monitoring Centre&lt;br /&gt;
|Download= 27. Januar 2014}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Echte Barsche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Monow</name></author>
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