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	<title>Meerneunauge - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T20:08:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meerneunauge&amp;diff=278101&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2023-09-04T14:37:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Meerneunauge&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Petromyzon marinus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = Linnaeus, 1758&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Petromyzon&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Carl von Linné|Linnaeus]], 1758&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Petromyzontidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Neunaugen&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Petromyzontiformes&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Petromyzontida&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Rundmäuler&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Cyclostomata&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Überklasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Petromyzon marinus.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Petromyzon-marinus2 gedreht.jpg|mini|Maul des Meerneunauges]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meerneunauge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Petromyzon marinus&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Art der [[Neunaugen]] (Petromyzontidae) und somit kein [[Fische|Fisch]] im engeren Sinn, sondern ein [[Kieferlose|kieferloses Wirbeltier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Meerneunaugen haben eine aalähnliche Körperform ohne Brust- oder Bauchflossen und ein rundes Maul ohne Kiefer. Ausgewachsene geschlechtsreife Tiere erreichen gewöhnlich eine Körperlänge von 70 bis 90 Zentimetern, gelegentlich bis 120 Zentimeter. Je nach ihrer Herkunft unterscheiden sich Meerneunaugen in der Färbung. Die meisten zeigen eine hellgraue bis grünliche Grundfarbe und sind auf der Oberseite dunkel gefleckt oder marmoriert. Der Kopf hat einen Schädel und trägt über dem Saugmund ein Augenpaar, auf das nach hinten zu jederseits sieben rundliche Kiemenöffnungen folgen. Im Unterschied zu anderen Arten der [[Neunaugen]] ist die Mundscheibe breiter als der Körper. Der Rand der Saugöffnung wirkt ausgefranst und weist scharfe Hornzähne auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Das Meerneunauge ist ein in Küstennähe lebender [[anadrom]]er Wanderer, der zur Fortpflanzung in die Flüsse aufsteigt. Sein europäisches Verbreitungsgebiet reicht von Skandinavien über die Nord- und Ostsee bis ins westliche Mittelmeer.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Silva, R. Vieira-Lanero, S. Barca, F. Cobo: [http://www.academia.edu/22657598/Densities_and_biomass_of_larval_sea_lamprey_populations_Petromyzon_marinus_Linnaeus_1758_in_north-western_Spain_and_data_comparisons_with_other_European_regions &amp;#039;&amp;#039;Densities and biomass of larval Sea Lamprey populations (&amp;#039;&amp;#039;Petromyzon marinus&amp;#039;&amp;#039; Linnaeus, 1758) in North West Spain and data comparisons with other European regions.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Marine and Freshwater Research.&amp;#039;&amp;#039; März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Daneben kommt die Art an der Ostküste Nordamerikas vor und lebt außerdem – nach Öffnung des die [[Niagarafälle]] umgehenden [[Wellandkanal]]s – mittlerweile auch in den Großen Seen Nordamerikas oberhalb des [[Ontariosee]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
siehe [https://nas.er.usgs.gov/queries/greatlakes/FactSheet.aspx?SpeciesID=836&amp;amp;Potential=N&amp;amp;Type=0 &amp;#039;&amp;#039;Petromyzon marinus&amp;#039;&amp;#039;] als nonindigene aquatische Spezies der Great Lakes, GLANSIS-Datenblatt der [[NOAA]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Acipenser naccarii.001 - Aquarium Finisterrae.jpg|mini|Junge Meerneunaugen im Aquarium Finisterrae in La Coruña (Spanien) gemeinsam mit einem jungen [[Adriatischer Stör|Adriatischen Stör]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum [[Laichen]] ziehen Meerneunaugen flussaufwärts, jedoch nicht so hoch wie das [[Flussneunauge]]. Sie laichen in kleinen Gruppen an kiesigen Stellen. Hier werden die Eier paarweise in dazu angelegten Nestgruben gelegt. Nachgewiesen werden konnte, dass sie bis zu 850 Kilometer zu ihren Laichgründen wandern: Unter anderem laichen sie im Rhein bei Basel.&amp;lt;ref&amp;gt; R. Gerstmeier, T. Romig: &amp;#039;&amp;#039;Die Süßwasserfische Europas.&amp;#039;&amp;#039; Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2003, S. 125.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Fortpflanzung sterben die Elterntiere. Die nach einigen Wochen geschlüpften Larven, auch [[Querder]] genannt, bleiben etwa sechs bis acht Jahre im Sediment des Süßwassers. Erst nach ihrer Umwandlung zum [[adult]]en Tier wandern Meerneunaugen ins Meer ab. Dort erreichen sie ihre Geschlechtsreife nach weiteren drei bis vier Jahren. Im Meer ernähren sich die Neunaugen, indem sie sich mit ihrer Saugscheibe an [[Fische]] wie Kabeljau, Makrele, Lachs und Hering anheften, [[Parasitismus|parasitierend]] deren Haut und Muskelgewebe abraspeln und Blut saugen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. Silva, M. J. Araújo, M. Bao, G. Mucientes, F. Cobo: &amp;#039;&amp;#039;The haematophagous feeding stage of anadromous populations of sea lamprey Petromyzon marinus: low host selectivity and wide range of habitats.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hydrobiologia.&amp;#039;&amp;#039; Band 734 (1), 2014, S. 187–199.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn sie ins Süßwasser zurückkehren, wird der Darm zurückgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Das Meerneunauge ist unter den Neunaugen der Vertreter mit der größten Bedeutung als sogenannter [[Speisefisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Große Seen|Großen Seen]] Nordamerikas haben sich Meerneunaugen im 20. Jahrhundert invasiv ausgebreitet, das ökologische Gleichgewicht verschoben und werden – da sie dort die Bestände fischereiwirtschaftlich wichtiger Fischarten bedrohen – teilweise intensiv bekämpft, auch mit einem [[Anthelminthikum]] wie [[Niclosamid]] als Lampretizid.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Scholefield, R. Bergstedt, T. Bills: [https://www.glsc.usgs.gov/publications/2003/1182 &amp;#039;&amp;#039;Relation of concentration and exposure time to the efficacy of niclosamide against larval sea lampreys (Petromyzon marinus).&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Great Lakes Research.&amp;#039;&amp;#039; Band 29 (1). USGS 2003, S.&amp;amp;nbsp;493–499.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wired.com/story/the-double-life-of-invasive-sea-lampreys/ The Double Life of an American Lake Monster] Marion Renault, Michael Tessler in &amp;#039;&amp;#039;Wired&amp;#039;&amp;#039;, 9. August 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die europäischen Lebensräume dieser Wanderfischart bedroht sind, ist sie von der EU in den Anhang der [[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|FFH-Richtlinie]] aufgenommen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Genom]] von Meerneunaugen wurden verschiedene sogenannte [[DNA-Transposon]]s nachgewiesen, die sehr ähnlich auch in zahlreichen nicht näher verwandten Arten von [[Knochenfische]]n gefunden wurden. Offenbar sind diese mobilen DNA-Sequenzen – [[Transposase]] codierende Tc1-Elemente – durch einen [[Horizontaler Gentransfer|horizontalen Gentransfer]] zwischen verschiedenen Arten von Wirbeltieren ausgetauscht worden, wobei die Parasit-Wirt-Beziehung der Neunaugen wahrscheinlich eine tragende Rolle spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;Shigehiro Kuraku, Huan Qiu, Axel Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Horizontal Transfers of Tc1 Elements between Teleost Fishes and Their Vertebrate Parasites, Lampreys.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Genome Biology and Evolution.&amp;#039;&amp;#039; Band 4 (9), August 2012, S.&amp;amp;nbsp;929–936 ([http://gbe.oxfordjournals.org/content/4/9/929.full.pdf+html PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roland Gerstmeier und Thomas Romig: &amp;#039;&amp;#039;Die Süßwasserfische Europas&amp;#039;&amp;#039;, Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09483-9&lt;br /&gt;
* Jeramiah J. Smith [[et al]].: &amp;#039;&amp;#039;Sequencing of the sea lamprey (Petromyzon marinus) genome provides insights into vertebrate evolution.&amp;#039;&amp;#039; Nature Genetics (2013), [[doi:10.1038/ng.2568]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Petromyzon marinus|Meerneunauge (&amp;#039;&amp;#039;Petromyzon marinus&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{fishbase|g=Petromyzon|s=marinus}}&lt;br /&gt;
* [https://www.pivi.de/arten/neunaugen/meerneunauge/ www.pivi.de: Weitere Infos zum Meerneunauge]&lt;br /&gt;
* {{IUCN|Year=2013.2|ID=16781|ScientificName=Petromyzon marinus|YearAssessed=2013|Assessor=NatureServe|Download=6. Februar  2014}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neunaugen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fischparasit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speisefisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organismus mit sequenziertem Genom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:FFH-Arten (Anhang II)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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