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	<title>Medizinphysiker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T18:46:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Medizinphysiker&amp;diff=814751&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-07-11T21:09:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medizinphysiker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Medizinphysik-Experte oder MPE) ist ein Beruf der angewandten Physik, der mit Aufgaben der [[Medizinische Physik|Medizinischen Physik]] befasst ist. Dies umfasst einerseits sowohl die Erforschung physikalischer Gesetzmäßigkeiten in der Medizin als auch die Entwicklung von neuen technischen Verfahren für den klinischen Einsatz. In dieser Hinsicht gibt es eine enge Kooperation mit den spezifischen [[Ingenieurwissenschaften]]. Andererseits hat der technische Anspruch in manchen Fächern der Apparate-Medizin inzwischen einen Stand erreicht, der die Einbeziehung von Medizinphysikern auch in der täglichen klinischen Arbeit notwendig macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historie ==&lt;br /&gt;
Der erste [[Liste der Nobelpreisträger für Physik|Nobelpreis in Physik]] überhaupt wurde 1901 [[Wilhelm Conrad Röntgen]] „als Anerkennung des ausserordentlichen Verdienstes, den er sich durch die Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen erworben hat“ verliehen. Eine Entdeckung, die mit einer von ihm nicht patentierten technischen Erfindung zur Erzeugung der &amp;quot;X-Strahlen&amp;quot; zusammenhing, welche schon 1896 im Jahr nach der Entdeckung in der Medizin für Furore sorgte. Die auch heute noch dominierende klinische Anwendung der von ihm entdeckten Strahlen erlauben es, ihn posthum als einen der ersten Medizinphysiker zu bezeichnen, wobei er niemals selber klinisch tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es vergingen 61 Jahre, bis die ersten Physiker für ihre wissenschaftliche Forschung den [[Liste der Nobelpreisträger für Physiologie oder Medizin|Nobelpreis für Physiologie oder Medizin]] 1962 erhielten. Dabei handelt es sich um [[Francis Harry Compton Crick]] und [[Maurice Wilkins]] und „ihre Entdeckungen über die [[Desoxyribonukleinsäure|Molekularstruktur der Nukleinsäuren]] und ihre Bedeutung für die Informationsübertragung in lebender Substanz“. Ihre Ergebnisse fussten unter anderem auf den [[Röntgenbeugung]]sdiagrammen der zum Zeitpunkt der Nominierung schon verstorbenen Biochemikerin [[Rosalind Franklin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Physikerin, welche 1977 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin erhielt, war [[Rosalyn Sussman Yalow]]. Sie war auch Nuklearmedizinerin und bekam den Preis für „die Entwicklung radioimmunologischer Methoden der Bestimmung von Peptidhormonen“; insbesondere entwickelte sie das [[Radioimmunassay]] und forschte auf dem Gebiet der quantitativen Bestimmung des [[Insulin]]spiegels im Blut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Jahre später wurden der Elektrotechniker [[Godfrey Hounsfield]] und der Physiker [[Allan McLeod Cormack]] 1979 Träger dieses Preises. Allan Cormack hat Anfang der 60er Jahre die theoretischen Grundlagen der [[Computertomographie]] dargelegt, auf deren Basis Godfrey Hounsfield fast 10 Jahre später das erste Gerät entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den bislang letzten Nobelpreis für Physiologie oder Medizin an einen Physiker wurde 2003 dem Physiker [[Peter Mansfield]] sowie dem Chemiker [[Paul Christian Lauterbur]] verliehen. Beide wurden „für ihre Entdeckungen zur Bildgebung durch [[Magnetresonanztomographie|Magnetresonanz]]“ ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Häufigstes Arbeitsgebiet in der klinischen Routine ist derzeit die angewandte [[Strahlenphysik]] in den entsprechenden medizinischen Disziplinen [[Strahlentherapie]], [[Röntgendiagnostik]] und [[Nuklearmedizin]]. Die Tätigkeit und der Ausbildungsweg auf diesem Gebiet ist weltweit durch eine entsprechende nationale Gesetzgebung im [[Strahlenschutz]] streng reglementiert. Die Berufsbezeichnung ist dennoch in den meisten Ländern bisher nicht gesetzlich geschützt. Es gibt Ansätze, insbesondere koordiniert vom europäischen Dachverband, der European Federation of Organisations for Medical Physics (EFOMP)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.efomp.org/index.php Webseite der European Federation of Organisations for Medical Physics (EFOMP), EFOMP, abgerufen am 5. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Aus- bzw. Weiterbildung in Europa zu vereinheitlichen oder zumindest eine gegenseitige Anerkennung zwischen verschiedenen Ländern zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im deutschsprachigen Raum kann der Medizinphysiker mit dem entsprechenden Fachausweis zum [[Strahlenschutzbeauftragter|Strahlenschutzbeauftragten]] für den physikalisch-technischen Bereich bestellt werden.&lt;br /&gt;
In Deutschland sind die Aufgaben des Medizinphysikers in den entsprechenden Richtlinien definiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strahlenschutz in der Medizin.&amp;#039;&amp;#039;, 30. November 2011, Anlage A2 2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin&amp;#039;&amp;#039;, 22. Dezember 2005 Absatz 3.2&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Strahlenschutzverordnung darf eine Behandlung mit radioaktiven Stoffen (Nuklearmedizin) oder ionisierender Strahlung mit individuellem Bestrahlungsplan (übliche Strahlentherapie von bösartigen Tumoren und speziellen gutartigen Erkrankungen) nur durchgeführt werden, wenn ein Medizinphysik-Experte anwesend ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;StSchV&amp;quot;&amp;gt;{{§|131,132|StrlSchV|buzer|text=§§&amp;amp;nbsp;131, 132}} StrlSchV&amp;lt;/ref&amp;gt; Die genaue Bedeutung von &amp;quot;anwesend sein&amp;quot; (im Gebäude, im Klinikgelände oder in x Minuten erreichbar) wird i.&amp;amp;nbsp;d.&amp;amp;nbsp;R. in der jeweiligen Betriebszulassung der Länderbehörden festgelegt. In der Schweiz werden der Weiterbildungsweg, die Aufgaben und Kompetenzen eines Medizinphysikers in mehreren Verordnungen auf Bundesebene beschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163016/index.html Art. 36 und 182 der Strahlenschutzverordnung (StSV) in der Fassung vom 1. Februar 2019, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163019/index.html Eintrag MP1 und MP2 in Anhang 2 Tabelle 1 der Verordnung des EDI über die Aus- und Fortbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung) in der Fassung vom 12. Juni 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163022/index.html Art. 11, 15, 18, 20, 21 sowie Anhang 5 der Verordnung des EDI über den Strahlenschutz bei medizinischen Teilchenbeschleunigeranlagen (Beschleunigerverordnung, BeV) in der Fassung vom 1. Januar 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163021/index.html Art. 6 und 31 der Verordnung des EDI über den Umgang mit geschlossenen radioaktiven Quellen in der Medizin (MeQV) in der Fassung vom 1. Januar 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163023/index.html Art. 6, 27, 28, 29 und 30 der Verordnung des EDI über den Strahlenschutz bei medizinischen Röntgensystemen (Röntgenverordnung, RöV) in der Fassung vom 1. Januar 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163024/index.html Art. 65 der Verordnung des EDI über den Umgang mit radioaktivem Material (UraM) in der Fassung vom 30. Januar 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Es gibt den Medizinphysiker in einer weniger stark reglementierten Form aber auch als Ausbildungsgang [[Audiologie]] oder [[Lasermedizin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie in einem spezifisch angewandten Bereich arbeiten, sind Medizinphysiker in verschiedenen, teilweise rein medizinischen Fachgesellschaften organisiert. Im deutschsprachigen Raum werden sie jedoch hauptsächlich vertreten durch die [[Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik]] (DGMP), die [[Schweizerische Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik]] (SGSMP) sowie die Österreichische Gesellschaft für Medizinische Physik (ÖGMP)&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.oegmp.at/, Website der ÖGMP, ÖGMP, aufgerufen am 29. März 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Strahlentherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Strahlentherapie]] ist der Medizinphysiker als Partner des Arztes für den technischen Inhalt der Bestrahlungspläne verantwortlich. Insbesondere hat der Medizinphysiker sicherzustellen, dass innerhalb der strahlentherapeutischen Behandlungskette die richtige [[Strahlendosis]] verabreicht wird. In den Zuständigkeitsbereich fallen ferner der betriebssichere Zustand der Bestrahlungsgeräte und somit die messtechnische [[Qualitätssicherung]]. Er gibt die Geräte für den Therapiebetrieb frei oder legt diese bei Mängeln still und führt eine Entstörung herbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagnostik ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde mit Inkrafttreten der neuen [[Strahlenschutzverordnung (Deutschland)|Strahlenschutzverordnung]] am 31. Dezember 2018 die Mitarbeit eines Medizinphysikexperten im Bereich der Röntgendiagnostik, insbesondere beim Betrieb von Computertomographen und Angiographieanlagen, verpflichtend vorgeschrieben. Der MPE ist verantwortlich für die Optimierung des Strahlenschutzes und die Auswahl der einzusetzenden Gerätschaften. Er überwacht die Exposition der in der radiologischen Diagnostik tätigen Personen. Bei Strahlenschutzvorkommnissen untersucht er diese und stellt Risikoanalysen bei der Behandlung an. Außerdem weist er die bei der Anwendung ionisierender Strahlung tätigen Personen ein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz |url=https://www.gesetze-im-internet.de/strlschv_2018/__132.html |titel=§ 132 StrlSchV  Aufgaben des Medizinphysikexperten |werk=Gesetze im Internet |hrsg=Bundesamt für Justiz |datum=2020 |sprache=de |abruf=2020-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=APT |url=https://www.apt.drg.de/de-DE/4808/medizinphysik-experte/ |titel=Medizinphysik-Experte |werk=Website der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik APT |hrsg=Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik |datum=2020 |sprache=de |abruf=2020-10-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Schweiz regelt der Artikel 36 der revidierten Strahlenschutzverordnung seit 1. Januar 2018 die Zuständigkeiten dahingehend, dass bei standardisierten Anwendungen in der [[Nuklearmedizin]], in der [[Computertomografie]], bei [[Interventionelle Radiologie|interventionellen radiologischen Anwendungen]] sowie in der [[Fluoroskopie]] im mittleren und Hochdosisbereich eine Medizinphysikerin oder ein Medizinphysiker einzubeziehen ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundesamt für Gesundheit |url=https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2017/502/de#art_33 |titel=Strahlenschutzverordnung |hrsg=Der Schweizer Bundesrat |datum=2018-01-01 |sprache=de |abruf=2021-09-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterbildung zum Medizinphysik-Experten in Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist der Begriff des Medizinphysik-Experten im [[Strahlenschutzgesetz (Deutschland)|Strahlenschutzgesetz]] ({{§|5|StrlSchG|buzer}} Abs.&amp;amp;nbsp;24 StrlSchG) und in den entsprechenden [[Richtlinie]]n zur [[Strahlenschutzverordnung (Deutschland)|Strahlenschutzverordnung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17102011_RSII4114321.htm Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strahlenschutz in der Medizin.&amp;#039;&amp;#039;, 17. November 2011, Absatz 3.1.3]&amp;lt;/ref&amp;gt; im Wesentlichen definiert über ein abgeschlossenes Hochschulstudium naturwissenschaftlich-technischer Ausrichtung mit Weiterbildung in [[Medizinische Physik|Medizinischer Physik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sachkunde ===&lt;br /&gt;
Die Weiterbildung zum Medizinphysik-Experten dauert zwei Jahre, in denen ein Physiker unter Anleitung eines fachkundigen Medizinphysik-Experten tätig sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strahlenschutz in der Medizin.&amp;#039;&amp;#039;, 30. November 2011, Anlage A2 1&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin&amp;#039;&amp;#039;, 22. Dezember 2005 Absatz 4.6.1&amp;lt;/ref&amp;gt; Fachgebiete für den Medizinphysik-Experten sind nach Strahlenschutzverordnung bzw. Röntgenverordnung [[Strahlentherapie]], [[Nuklearmedizin]] und [[Radiologie]]. Die Tätigkeit wird mit einem Sachkundezeugnis belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strahlenschutz in der Medizin.&amp;#039;&amp;#039;, 30. November 2011, Anlage A2 1.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin&amp;#039;&amp;#039;, 22. Dezember 2005 Anlage 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachkunde ===&lt;br /&gt;
Der Erwerb der [[Fachkunde]] als Medizinphysiker setzt sich zusammen aus besonderen Strahlenschutzkursen, die von Weiterbildungsträgern entsprechend den Richtlinienanforderungen&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Strahlenschutz in der Medizin.&amp;#039;&amp;#039;, 30. November 2011, Anlage A3 2.1 und 2.2&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz bei dem Betrieb von Röntgeneinrichtungen in der Medizin oder Zahnmedizin&amp;#039;&amp;#039;, 22. Dezember 2005, Anlage 1, 4 und 5&amp;lt;/ref&amp;gt; angeboten werden, und der Sachkunde-Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein alleiniges [[Fernstudium]] ersetzt die Sachkunde-Zeit nicht, enthält aber häufig die für die Fachkunde nötigen Kurse. [[Medizinische Physik#Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Deutschland|Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten]] werden von verschiedenen Universitäten und anderen Hochschulen angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach kann die [[Fachkunde im Strahlenschutz]] beantragt werden. Dies geschieht bei der zuständigen Aufsichtsbehörde (Landesbehörde: z.&amp;amp;nbsp;B. Regierungspräsidium, Landesamt für Umwelt, Arbeitsschutz o.&amp;amp;nbsp;ä.). Die Fachkunde ist alle fünf Jahre mit einem zwölfstündigen staatlich zugelassenen Kurs aufzufrischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fachanerkennung und staatliche Anerkennung als Medizinphysiker ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Fachanerkennung als Medizinphysiker&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik|Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik]] ist optional und setzt 3 Jahre fachlicher Berufstätigkeit voraus und eine Weiterbildung von etwa 360 Unterrichtsstunden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dgmp.de/de-DE/134/weiterbildungsordnung Deutsche Gesellschaft für Medizinische Physik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Weiter- und Fortbildungsordnung.&amp;#039;&amp;#039; 9. Februar 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt Bestrebungen, aus Gründen eines besseren Ausbildungsniveaus, zum Patientenschutz und im Rahmen der Harmonisierung mit EU-Bestimmungen, in Deutschland ein sogenanntes Medizinphysiker-Gesetz zu verabschieden. Die [[Strahlenschutzkommission]] hat bereits 1998 die staatliche Anerkennung der Weiterbildung zum Medizinphysiker empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;Strahlenschutzkommission (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aus- und Weiterbildung zum Medizinphysiker.&amp;#039;&amp;#039; Bundesanzeiger Nr. 38, 25. Feb. 1998&amp;lt;/ref&amp;gt; Derzeit ist nur im Land Berlin die Berufsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Medizinphysiker&amp;#039;&amp;#039; geschützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterbildung zum Medizinphysiker in der Schweiz ==&lt;br /&gt;
In der Schweiz ist die Fachanerkennung in Medizinischer Physik der [[Schweizerische Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik|Schweizerischen Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik]] (SGSMP) oder eine gleichwertige Ausbildung der gesetzlich geforderte Weiterbildungsrahmen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163016/index.html Art. 36 und 182 der Strahlenschutzverordnung (StSV) in der Fassung vom 1. Februar 2019, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163019/index.html Eintrag MP1 und MP2 in Anhang 2 Tabelle 1 der Verordnung des EDI über die Aus- und Fortbildungen und die erlaubten Tätigkeiten im Strahlenschutz (Strahlenschutz-Ausbildungsverordnung) in der Fassung vom 12. Juni 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erwerb der Fachanerkennung SGSMP ===&lt;br /&gt;
Die Weiterbildungsordnung der SGSMP sieht zwei Fachrichtungen vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Medizinische Strahlenphysik&amp;quot; mit den Fachgebieten Radio-Onkologie, Nuklearmedizin sowie diagnostische Radiologie mit Röntgenstrahlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Medizinische Bildgebung&amp;quot; mit den Fachgebieten Nuklearmedizin sowie diagnostische Radiologie mit und ohne Röntgenstrahlen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein verantwortlicher Medizinphysiker in der Strahlentherapie muss nach der Schweizerischen Strahlenschutzgesetzgebung die Fachrichtung &amp;quot;Medizinische Strahlenphysik&amp;quot; aufweisen. Strahlentherapeutische Betriebe benötigen pro Beschleuniger mindestens einen Medizinphysiker mit Fachanerkennung SGSMP&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163022/index.html Art. 18 der Verordnung des EDI über den Strahlenschutz bei medizinischen Teilchenbeschleunigeranlagen (Beschleunigerverordnung, BeV) in der Fassung vom 1. Januar 2018, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die gesetzlichen Anforderungen an einen Medizinphysiker in den Disziplinen Radiodiagnostik und Nuklearmedizin werden auch von den Vertretern der Fachrichtung Medizinische Bildgebung erfüllt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20163016/index.html Art. 36 der Strahlenschutzverordnung (StSV) in der Fassung vom 1. Februar 2019, Bundesamt für Gesundheit, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterbildungsverfahren ===&lt;br /&gt;
Die Zulassungsvoraussetzungen für die Aufnahme in das Weiterbildungsverfahren sind ein Bachelorabschluss auf universitärer Stufe in Physik (180 [[European Credit Transfer System|ECTS]]) oder eine gleichwertige Ausbildung sowie ein Masterabschluss auf universitärer Stufe in Naturwissenschaften (90 [[European Credit Transfer System|ECTS]]) oder eine gleichwertige Ausbildung&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ssrpm.ch/certification-for-medical-physicists/rules/ Website über die Fachanerkennung in Medizinischer Physik, SGSMP, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Die Weiterbildung hat einen praktischen und einen theoretischen Zweig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Im praktischen muss der Kandidat in Begleitung eines Mentors in einer klinischen Einrichtung der entsprechenden Fachrichtung mindestens 3 Jahre vollzeittätig sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der theoretische umfasst mindestens 280 Stunden Weiterbildung auf verschiedenen Gebieten der Medizinphysik&amp;lt;ref&amp;gt;https://ssrpm.ch/wp-content/uploads/2015/12/Stoffkataloge_Vorstand_2015-11-13.pdf Anhang II der Richtlinien für die Erlangung der Fachanerkennung SGSMP für Medizinische Physik, SGSMP, abgerufen am 4. Juni 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;. Für Interessenten an einer strukturierten Weiterbildung führt die [[ETH Zürich]] einen zweijährigen berufsbegleitenden Master of Advanced Studies (MAS) in Medical Physics (67 [[European Credit Transfer System|ECTS]])&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.phys.ethz.ch/continuing-education/medical-physics.html Website des MAS Programms Medical Physics, ETH Zürich, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt; durch. Alle zwei Jahre schließen 15 bis 25 Studierende diesen postgraduierten Kurs ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzt wird die Weiterbildung durch einen mehrwöchigen Strahlenschutzkurs und die Anfertigung einer schriftlichen Arbeit, in der vertiefte Kenntnisse des Faches belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Abschluss bildet eine obligatorische Prüfung mit einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Die schriftliche Prüfung kann unter bestimmten Voraussetzungen erlassen werden. Das Verfahren vereinfacht sich für Kandidaten, die bereits einen einschlägigen ausländischen Weiterbildungstitel aufweisen. In jedem Fall müssen aber auch diese zu einer mündlichen Prüfung antreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhalt der Fachanerkennung und Fortbildung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit halten etwa 200 Medizinphysiker die Fachanerkennung in Medizinischer Physik SGSMP.[[Datei:Fachanerkennungen SGSMP seit 1988.png|mini|Anzahl der erteilten Fachanerkennungen in Medizinphysik SGSMP seit 1988]] Sie muss in einem fünfjährigen Zyklus durch den Nachweis einer ausreichenden beruflichen Praxis (mindestens 20 %) und Fortbildungstätigkeit (mindestens 250 Fortbildungspunkte) erneuert werden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ssrpm.ch/certification-for-medical-physicists/rules/ Website über die Fachanerkennung in Medizinischer Physik, SGSMP, abgerufen am 4. Juni 2020]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach dem ersten Fortbidungszyklus wird in Anlehnung an die entsprechende Richtlinie der EFOMP der erweiterte Weiterbildungstitel Medizinphysik-Experte verliehen, der mindestens vier Jahre klinischer Praxis vorsieht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.efomp.org/uploads/policy_statement_nr_12.1.pdf European Federation of Organisations for Medical Physics (EFOMP), Policy Statement 12.1: Recommendations on Medical Physics Education and Training in Europe 2014, EFOMP, abgerufen am 24. September 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenseitige Anerkennung der Weiterbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:WeiterbildungÜbersicht AT-CH-D 2021-09-21 Wikipedia.gif|mini|Vergleich der Verfahren zur Weiterbildung D - AT - CH, 2021]]Zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es nur auf Stufe der Fachanerkennung Regelungen zur gegenseitigen Anerkennung. Diese sehen gegenwärtig eine Einzelfallprüfung vor, bei der sowohl die Zulassungsvoraussetzungen als auch die einzelnen Elemente der Weiterbildung bewertet werden. Auskünfte geben hier die jeweiligen Kommissionen der einzelnen Fachgesellschaften DGMP&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dgmp.de/de-DE/11/fachanerkennung-dgmp/ Website über die Fachanerkennung, DGMP, abgerufen am 24. September 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;, ÖGMP&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oegmp.at/fachanerkennung/ Website über die Fachanerkennung, ÖGMP, abgerufen am 24. September 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt; und SGSMP&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ssrpm.ch/the-society/board/committee-educational-affairs/ Website der Ausbildungskommission, SGSMP, abgerufen am 24. September 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://medizinphysik.wiki/ Informationen für Medizinphysiker in der Enzyklopädie für Medizinische Physik]&lt;br /&gt;
* [http://www.dgmp.de/de-DE/179/material Materialien zur Medizinischen Physik der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Physik]&lt;br /&gt;
* [https://www.berlin.de/lageso/gesundheit/berufe-im-gesundheitswesen/akademisch/medizinphysiker-in/ Medizinphysiker in Berlin, Information des Landesamtes für Gesundheit und Soziales]&lt;br /&gt;
* [https://www.ssk.de/SharedDocs/Beratungsergebnisse_PDF/1997/Weiterbildung_zum_Medizinphysiker.pdf Empfehlung der Strahlenschutzkommission zur Aus- und Weiterbildung zum Medizinphysiker]&lt;br /&gt;
* [https://cdn.drg.de/media/document/18801/SSK-2017-09-25-Empf-MPE.pdf Hinzuziehung eines Medizinphysik-Experten bei medizinisch-radiologischen Tätigkeiten – Umsetzung der Anforderungen der Richtlinie 2013/59/Euratom Empfehlung der Strahlenschutzkommission]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nuklearmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Radiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strahlentherapie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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