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	<title>Mediante - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T11:58:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mediante&amp;diff=101042&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Symphonesis: Link eingefügt</title>
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		<updated>2025-04-27T01:50:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Begriff der Harmonielehre. Zur Mittelkadenz in der Psalmodie siehe [[Psalmodie]]. Zum mathematischen Begriff siehe [[Mediante (Mathematik)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mediante&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (über lateinisch &amp;#039;&amp;#039;medians&amp;#039;&amp;#039; von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;medius&amp;#039;&amp;#039; „der Mittlere“) bezeichnete ursprünglich die dritte Stufe ([[Terz (Musik)|Terz]]) einer [[Tonleiter]] als Mitte zwischen [[Grundton]] ([[Tonika]]) und [[Quinte]] ([[Dominante]]). Heute gibt es hauptsächlich zwei verschiedene Definitionen zum Begriff Mediante. Bei der ersten versteht man darunter jeden Dreiklang, der mit einem anderen Dreiklang &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;terzverwandt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist. Auf einen C-Dur-Akkord, innerhalb der Tonart C-Dur bezogen wären dies a-Moll, A-Dur, As-Dur, as-Moll, e-Moll, E-Dur, Es-Dur und es-Moll. In anderen Harmonielehren dafür werden mit einer Mediante nur explizit die Akkorde gemeint, welche nicht-diatonisches, also nicht Leiter-eigenes Material beinhalten. Somit wären nach letzterer Definition z.&amp;amp;nbsp;B. A-Dur oder Es-Dur innerhalb der Tonart C-Dur und auf dessen tonikales Zentrum bezogen zwar Medianten, nicht aber a-Moll oder e-Moll, da sie ohne weitere Alteration aus Stammtönen der Skala C-Dur gebildet werden können. Was beide Definitionen gemein haben ist, dass man zur genaueren Bestimmung zwischen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ober-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Untermediante&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Submediante&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) unterscheidet, je nachdem ob der Grundton des terzverwandten Dreiklangs über oder unter dem Grundton des Bezugsdreiklangs liegt. Der nun folgende Abschnitt widmet sich allerdings ausschließlich der ersten Definition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erläuterung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Dreiklang, dessen Grundton im Abstand einer Terz  zum Grundton eines anderen Dreiklangs steht, kann als dessen Mediante gesehen werden. Man unterscheidet dabei zwischen &amp;#039;&amp;#039;Kleinterz-&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Großterzverwandtschaft&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinterzverwandt sind alle [[Dur]]- und [[Moll (Musik)|Molldreiklänge]], deren Grundton eine kleine Terz über oder unter dem Grundton des Ausgangsdreiklanges liegen.&lt;br /&gt;
Dabei ist es unerheblich, ob die benötigten Dreiklangstöne in der Ausgangstonart enthalten ([[leitereigen]]) sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für C-Dur sind dies:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KleinterzMedianten.PNG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großterzverwandt sind demnach all diejenigen Dreiklänge, deren Grundton eine große Terz über oder unter dem Grundton des Ausgangsdreiklanges liegen. Auch hier sind alle [[Variantklang|Varianten]] in Dur und Moll möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:GroßterzMedianten.PNG]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besondere Bedeutung kommt dabei denjenigen Medianten zu, die ausschließlich aus dem Material der Ausgangstonleiter bestehen:&lt;br /&gt;
* Der (Dur- oder Moll-) [[Parallelklang]] ist die kleinterzverwandte Mediante; bei Dur eine kleine Terz unter, bei Moll eine kleine Terz über dem Grundton.&amp;lt;br /&amp;gt;Beispiele: C-Dur ↔ a-Moll; f-Moll ↔ As-Dur; E-Dur ↔ cis-Moll; h-Moll ↔ D-Dur&lt;br /&gt;
* Der [[Gegenklang]] (= Gegenparallele: siehe Grafik unten) ist eine großterzverwandte Mediante; in Dur eine große Terz über, in Moll eine große Terz unter dem Grundton.&amp;lt;br /&amp;gt;Beispiele: C-Dur ↔ e-Moll; f-Moll ↔ Des-Dur; E-Dur ↔ gis-Moll; h-Moll ↔ G-Dur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter war &amp;#039;&amp;#039;Mediante&amp;#039;&amp;#039; neben &amp;#039;&amp;#039;Mediatio&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pausa&amp;#039;&amp;#039; eine weitere Bezeichnung für die Mittelkadenz in der [[Psalmodie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die neuere Musiktheorie fand der Terminus Eingang durch [[Charles Masson (Musiker)|Charles Masson]], der ihn in seinem &amp;#039;&amp;#039;Nouveau traité des règles pour la composition&amp;#039;&amp;#039; (1694) für die 3.&amp;amp;nbsp;Stufe der Tonleiter (die Terz als Mitte zwischen Grundton und Quinte) benutzte. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mediante&amp;#039;&amp;#039; wurde von anderen Theoretikern übernommen und war im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert weit verbreitet. Die Mediante galt als der über das [[Tongeschlecht]] entscheidende Ton ([[Jean-Jacques Rousseau|Rousseau]]: „...qui détermine le mode“). [[Jean-Philippe Rameau|Rameau]] gebraucht den Terminus – gleichgewichtig neben &amp;#039;&amp;#039;note tonique&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;dominante&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;note sensible&amp;#039;&amp;#039; – nur in seinem &amp;#039;&amp;#039;Traité de l&amp;#039;harmonie&amp;#039;&amp;#039; (1722).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mediante&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete ursprünglich die 3.&amp;amp;nbsp;Stufe als Einzelton, wurde jedoch in neuerer Zeit auch für den über diesem Ton aufgebauten Dreiklang verwendet und zugleich auf alle zu einer [[Funktionstheorie#Hauptfunktionen|Hauptfunktion]] terzverwandten [[Funktionstheorie#Nebenfunktionen|Nebendreiklänge]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mediante&amp;#039;&amp;#039;, der sich zunächst eher auf leitereigene Dreiklänge bezogen hatte, auch auf solche ausgeweitet, die leiterfremde Töne enthalten (z.&amp;amp;nbsp;B. E-Dur als Ober-, As-Dur als Untermediante von C-Dur). Fortan wurde der Begriff zunehmend auf diese leiterfremden Akkorde (und Tonarten) spezialisiert, so dass man z.&amp;amp;nbsp;B.  von a-Moll kaum noch als &amp;#039;&amp;#039;Untermediante&amp;#039;&amp;#039; zu C-Dur sprach, sondern dieses schlicht &amp;#039;&amp;#039;Tonikaparallele&amp;#039;&amp;#039; nannte, während die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Untermediante&amp;#039;&amp;#039; dem leiterfremden As-Dur (as-Moll) vorbehalten blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Klassik spielte die Terzverwandtschaft im Vergleich zur [[Quintverwandtschaft]] eine eher untergeordnete Rolle und beschränkte sich weitgehend auf die terzverwandten Parallelklänge/-tonarten. Der klangliche Reiz der leiterfremden Medianten wurde dann zunehmend von den [[Romantik (Musik)|Romantikern]] entdeckt und ausgekostet, was [[Ernst Kurth (Musikwissenschaftler)|Ernst Kurth]] veranlasste, von der Romantik als dem „Zeitalter der Terzen“ zu sprechen. Einer der Ersten (wenn nicht sogar &amp;#039;&amp;#039;der&amp;#039;&amp;#039; Erste), der in der Exposition eines in Dur stehenden [[Sonatenhauptsatz]]es den [[Seitensatz]] statt in der konventionellen Dominanttonart in der Obermedianttonart vorstellte, war [[Beethoven]] (Beispiele: erster Satz der Klaviersonate [[Klaviersonate Nr. 16 (Beethoven)|op. 31,1]] und erster Satz der [[Klaviersonate Nr. 21 (Beethoven)|Waldsteinsonate]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medianten aus funktionstheoretischer Sicht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Mediante“ ist im eigentlichen Sinn kein Funktionsbegriff. Meistens kommen Akkorde, die leiterfremde Töne enthalten, im Zusammenhang von Ausweichungen und Modulationen vor, so dass sie sich in der Regel auf ein vorübergehend „neues“ tonales Zentrum beziehen lassen. Zum Beispiel hat der mediantische A-Dur-Dreiklang in einem C-Dur-Zusammenhang meist die Funktion einer [[Zwischendominante]] zur Subdominantparallele d-Moll (Funktionssymbol: &amp;#039;&amp;#039;(D)Sp&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;). Oder der Mediantklang As-Dur etwa erscheint funktional als Parallele der vermollten Subdominante (Symbol: &amp;#039;&amp;#039;sP&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;nbsp;). Nur wenn der zu bestimmende Akkord (z.&amp;amp;nbsp;B. es-Moll in C-Dur) als reiner Farbwechsel erscheint und nicht funktional zu deuten ist, kann der Begriff „Mediante“ anstelle einer Funktionsbezeichnung verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Funktionstheorie|funktionstheoretischen]] Interpretation von großterzverwandten und kleinterzverwandten Akkorden eine Übersicht am Beispiel von C-Dur:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mediantverwandschaft(Dur).jpg|center]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff [[Variantklang|Variante]] bezeichnet die Umwandlung des Tongeschlechts (die Variante von A-Dur ist also a-Moll und umgekehrt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Beispiel ist&lt;br /&gt;
* As-Dur die Tonikavariant-Gegenparallele (auch „Tonikavariant-Gegenklang“) von C-Dur,&lt;br /&gt;
* A-Dur die Tonikaparallel-Variante von C-Dur,&lt;br /&gt;
* C-Dur die Tonika,&lt;br /&gt;
* Es-Dur die Tonikavariant-Parallele von C-Dur,&lt;br /&gt;
* E-Dur die Tonikagegenparallel-Variante (auch „Tonikagegenklang-Variante“) von C-Dur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel von A-Dur soll dies erläutert werden: Die Parallele der Tonika C-Dur ist a-Moll. Die Variante von a-Moll ist A-Dur. Somit ist A-Dur die Tonikaparallel-Variante von C-Dur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dementsprechend ist&lt;br /&gt;
* as-Moll die Tonikavariant-Gegenparallel-Variante von C-Dur;&lt;br /&gt;
* es-Moll die Tonikavariant-Parallel-Variante von C-Dur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit der Klassifizierung von Medianten ist, sie nach der Zahl der mit dem Bezugsklang gemeinsamen Töne in drei Grade einzuteilen:&lt;br /&gt;
* Medianten 1. Grades sind demnach Akkorde mit zwei gleichen Tönen, das sind Parallel- und Gegenklang, von C-Dur also a-Moll und e-Moll.&lt;br /&gt;
* Medianten 2. Grades sind Akkorde mit nur einem gemeinsamen Ton, das sind einerseits die Varianten von Parallel- und Gegenklang, von C-Dur also A-Dur und E-Dur, sowie andererseits Parallel- und Gegenklang der Mollvariante, von C-Dur also As-Dur und Es-Dur.&lt;br /&gt;
* Medianten 3. Grades sind Akkorde mit keinem gemeinsamen Ton, von C-Dur also as-Moll und es-Moll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Paralleltonart]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Willibald Gurlitt]], [[Hans Heinrich Eggebrecht]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Riemann Musik Lexikon. Sachteil.&amp;#039;&amp;#039; 12., völlig neubearbeitete Auflage. Schott, Mainz 1967.&lt;br /&gt;
* Marc Honegger, [[Günther Massenkeil]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das große Lexikon der Musik. In 8 Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Aktualisierte Sonderausgabe. Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 1987, ISBN 3-451-20948-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Everard Sigal: [https://www.mu-sig.de/Theorie/Tonsatz/Tonsatz29.htm Terzverwandtschaft]. Abgerufen am 16. September 2015.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Symphonesis</name></author>
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