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	<title>Medard Boss - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T11:35:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:1|0|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Fullsizeoutput 81b.jpg|mini|Handschrift von Medard Boss]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medard Boss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Oktober]] [[1903]] in [[St. Gallen]]; † [[21. Dezember]] [[1990]] in [[Zollikon]]) war Schweizer [[Psychiater]]. Bekanntheit erlangte er durch die Nutzbarmachung der [[Daseinsanalyse]] [[Martin Heidegger]]s für die Psychiatrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Medard Boss studierte Medizin in Wien, wo er sich 1925 einer Analyse bei [[Sigmund Freud]] unterzog, sowie an der [[Burghölzli]]-Klinik in Zürich unter Aufsicht des Psychiaters [[Eugen Bleuler]]. Von 1939 bis 1949 war Boss Mitarbeiter in [[Carl Gustav Jung]]s Arbeitsgemeinschaft.&lt;br /&gt;
Seit 1947 Freundschaft zu Martin Heidegger mit zahlreichem Briefwechsel, Besuchen, gemeinsamen Ferien und den &amp;#039;&amp;#039;Zollikoner Seminaren&amp;#039;&amp;#039;, die Martin Heidegger 1959 bis 1969 im Hause von Medard Boss für Ärzte hielt. Im gleichen Jahre 1947 erfolgte seine Habilitation. Ab 1956 war er Titularprofessor für Psychotherapie an der [[Universität Zürich]].&lt;br /&gt;
Martin Heidegger begleitete das Schaffen von Medard Boss und dessen Gründung der Daseinsanalyse in intensiver Weise. Zugleich war Medard Boss durch seine Reisen 1956, 1958 und 1966 nach Indien in seinem Denken und ärztlichen Handeln bestimmt worden, u.&amp;amp;nbsp;a. durch den indischen Gelehrten Swami Govind Kaul. 1971 Verleihung des &amp;#039;&amp;#039;Great Therapist Award&amp;#039;&amp;#039; durch die [[American Psychological Association]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast zwei Jahrzehnte präsidierte er die Internationale Gesellschaft für ärztliche Psychotherapie.&amp;lt;ref&amp;gt;Medard Boss: &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der Medizin und Psychologie - Ansätze zu einer phänomenologischen Physiologie, Psychologie, Pathologie und Therapie und zu einer daseinsgemäßen Präventiv-Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Hans Huber, Bern-Göttingen-Toronto-Seattle 1999, 3. Auflage, ISBN 3-456-83206-0, Rückseite.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Boss-Ansatz ==&lt;br /&gt;
Boss hat den Ansatz der Daseinsanalyse [[Ludwig Binswanger]]s, der von diesem als wissenschaftliche Fundierung der Psychiatrie gedacht war, für den therapeutischen Kontext fruchtbar gemacht. Boss gelang es, Martin Heidegger für den Ansatz zu gewinnen, nicht mehr nach hinter den Dingen liegenden Erklärungen für psychiatrische Erkrankungen zu suchen, sondern diese ausgehend vom Verstehen des gesunden und kranken Gesamtdaseins des Menschen zu begreifen. Heideggers Analysen des [[Dasein]]s boten hierfür die nötige Erkenntnis, den Menschen in seinem Gesamtsein als verstehendes Ganzes zu betrachten, der die Ursache der [[Subjekt-Objekt-Spaltung]] selber ist und die ihm selber nicht zugrunde liegt, und somit dem traditionellen mechanistisch kausalen Verständnis der modernen Wissenschaften ein neues, dem Wesen des Menschen gerecht werdendes Verstehen entgegenzusetzen. Die Daseinsanalyse von Boss unterscheidet sich letztendlich auch wissenschaftlich vom Ansatz Binswangers, wie Heidegger in den &amp;#039;&amp;#039;Zollikoner Seminaren&amp;#039;&amp;#039; klärte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krankheit wird gemäß diesem Ansatz als Ausdruck der wesensmässigen Endlichkeit des Daseins verstanden. Heilung wird demnach als Begegnung im Sinne des Mit-Seins mit Anderen verstanden; der Arzt oder Therapeut ist als Partner in das Krankheitsgeschehen eingebunden (&amp;#039;&amp;#039;siehe auch&amp;#039;&amp;#039; [[Übertragung (Psychoanalyse)|Übertragung]]) und hilft dem Kranken aus der Enge der durch die Begrenztheit des Daseins vorgegebenen Einschränkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boss lehnte Konstrukte wie ‹Unbewusstes› oder ‹Psyche› ab und erklärte, «… eine phänomenologische Bescheidung auf das faktisch Erfahrbare macht alle jene Hypothesen eines ‹psychischen Unbewussten› … in jeder Beziehung überflüssig:»&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Medard Boss |Titel=Es träumte mirt vergangene Nacht. Sehübungen im Bereiche des Träumens und Beispiele für die praktische Anwendung eines neuen Traumverständnisses. |Verlag=Huber |Ort=Bern |Datum=1975 |Seiten=43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach daseinsanalytischem Traumverständnis ‹vernehmen› wir im Traum ‹verengt› Züge unseres Daseins, die uns im Wachen ‹noch verborgen› sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ulrich Rüth |Titel=Medard Boss: „Es träumte mir vergangene Nacht,…“- wiedergelesen. Über daseinsanalytisches Traumverständnis. |Sammelwerk=Dynamische Psychiatrie |Band=40 |Verlag=Pinel |Ort=München |Datum=2007 |Seiten=134-139 |Online=[https://www.researchgate.net/publication/326380835_Medard_Boss_Es_traumte_mir_vergangene_Nacht_-_wiedergelesen_Uber_daseinsanalytisches_Traumverstandnis_Medard_Boss_I_was_dreaming_last_night_-_read_again_On_the_approach_towards_dreams_according_to_the researchgate.net]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Phänomenologie]], [[Psychotherapie]] und [[Psychoanalyse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Körperliches Kranksein als Folge seelischer Gleichgewichtsstörungen&amp;#039;&amp;#039; (1940), 6. Aufl. Bern 1978&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sinn und Gehalt der sexuellen Perversionen&amp;#039;&amp;#039; (1947), München 1967&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Traum und seine Auslegung&amp;#039;&amp;#039;. (1953)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die psychosomatische Medizin&amp;#039;&amp;#039;. (1954)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Analysis of Dreams&amp;#039;&amp;#039;. (1957)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Daseinsanalyse und Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;. (1957)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Indienfahrt eines Psychiaters&amp;#039;&amp;#039;. (1959)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lebensangst, Schuldgefühle und psychotherapeutische Befreiung&amp;#039;&amp;#039;. (1962)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundriss der Medizin. Ansätze zu einer phänomenologischen Physiologie, Psychologie, Pathologie, Therapie und zu einer daseinsgemässen Präventiv-Medizin in der modernen Industrie-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Hans Huber, Bern u.&amp;amp;nbsp;a. 1971.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Es träumte mir vergangene Nacht&amp;#039;&amp;#039;. (1975)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Psychosomatik – Krankheit und Lebensschicksal&amp;#039;&amp;#039;, Bern 1978&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Psychoanalyse zur Daseinsanalyse.&amp;#039;&amp;#039; Wien/München/Zürich 1979.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Spannweite der Seele&amp;#039;&amp;#039;. (1982)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Martin Heidegger: Zollikoner Seminare&amp;#039;&amp;#039; (Herausgeber). (1987)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Medard Boss&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie in Selbstdarstellungen&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Ludwig J. Pongratz, Würzburg 1973, S. 75–106&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gion Condrau]]: &amp;#039;&amp;#039;Medard Boss zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Huber Verlag, Bern 1973.&lt;br /&gt;
* [[Josef Rattner]]: &amp;#039;&amp;#039;Medard Boss&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Psychoanalyse&amp;#039;&amp;#039;. 2. Aufl. Beltz Verlag, Weinheim 1995, S. 700–725, ISBN 3-621-27276-3 (früherer Titel: &amp;#039;&amp;#039;Klassiker der Tiefenpsychologie&amp;#039;&amp;#039;), S. 700–725.&lt;br /&gt;
* [[Markus Porsche-Ludwig]]: &amp;#039;&amp;#039;Boss, Medard&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon]]&amp;#039;&amp;#039; (BBKL), Bd. 35. Bautz, Nordhausen 2014, ISBN 978-3-88309-882-1, Sp. 122–139.&lt;br /&gt;
* [[Ludwig J. Pongratz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Psychotherapie in Selbstdarstellungen&amp;#039;&amp;#039;, Huber, Bern 1973.&lt;br /&gt;
* {{HLS|31023|Boss, Medard|Autor=Christian Müller}}, 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.medardboss.ch Website Medard Boss Archiv]&lt;br /&gt;
* [http://www.daseinsanalyse.com/sfdp/da-allg.html Daseinsanalyse]&lt;br /&gt;
* {{Helveticat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118662120}}&lt;br /&gt;
* [https://cfcdn.aerzteblatt.de/bilder/75570-800-0 Fotografie von Medard Boss]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118662120|LCCN=n/50/48245|NDL=00433931|VIAF=76347135}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Boss, Medard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Daseinsanalyse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1990]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Boss, Medard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Schweizer Psychiater&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Oktober 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[St. Gallen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Dezember 1990&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zollikon]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArneHar</name></author>
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