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	<title>Mecklenburg-Phase - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T06:23:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mecklenburg-Phase&amp;diff=2860567&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.2</title>
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		<updated>2022-12-14T09:06:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.2&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Linkbox Weichsel-Kaltzeit}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg-Phase&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der letzte Eisvorstoß des [[Fennoskandischer Eisschild|skandinavischen Inlandeises]] am Ende des Pleniglazials der [[Weichsel-Kaltzeit]] bezeichnet. Sie datiert in etwa in den Zeitraum 15.000 bis 13.000 [[v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung und Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Mecklenburg-Phase, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg-Stadium&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg-Vorstoß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jungbaltischer Gletschervorstoß&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt, geht auf [[Archibald Geikie]] zurück, der 1895 in seiner Gliederung des [[Pleistozän]]s ein &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgian&amp;#039;&amp;#039; anführte, welches End- und Grund[[moräne]]n des letzten baltischen Eisstromes kennzeichnen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Litt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Autor=Litt, T. u.&amp;amp;nbsp;a.|Jahr=2007|Titel=Stratigraphische Begriffe für das Quartär des norddeutschen Vereisungsgebietes|Sammelwerk=Eiszeitalter und Gegenwart/Quaternary Science Journal|Band=56 1/2|Seiten=7-65|Online=[http://quaternary-science.publiss.net/issues/54/articles/763 online]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; K. Keilhacks &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburger-Stufe&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1896 war leider eine Fehlzuweisung zu den [[Endmoräne]]n der [[Frankfurt-Phase]]. Erst 1965 erkannte S. Heerdt, dass nach der [[Pommern-Phase]] nochmals ein Eisvorstoß erfolgt war, welcher im Norden [[Mecklenburg]]s eine eigene [[Grundmoräne]] zurückgelassen hatte – korrelierbar mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Rothemühl|Rosenthaler]] Staffel&amp;#039;&amp;#039;, einer Endmoräne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heerdt, S.|Jahr=1965|Titel=Zur Stratigraphie des Jungpleistozäns im mittleren N-Mecklenburg|Sammelwerk=Geologie|Band=14 (5/6)|Seiten=589–609}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1984 lieferte J. Eiermann eine Neudefinition als &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburger Stadium&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eiermann, J.|Jahr=1984|Titel=Ein zeitliches, räumliches und genetisches Modell zur Erklärung der Sedimente und Reliefformen im Pleistozän gletscherbedeckter Tieflandsedimente — Ein Beitrag zur Methodik der mittelmaßstäbigen naturräumlichen Gliederung|Herausgeber=H. Richter und K. Aurada Umweltforschung. Zur Analyse und Diagnose der Landschaft|Seiten=169–183|Verlag=H. Haack|Ort=Gotha}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typusregion der Mecklenburg-Phase ist das nördliche Land Mecklenburg, eine gesonderte [[Typlokalität]] existiert nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographischer Verlauf ==&lt;br /&gt;
Die Mecklenburg-Phase liegt im Norden Mecklenburgs hauptsächlich als Grundmoräne vor. Nur stellenweise wie beispielsweise in der &amp;#039;&amp;#039;Rosenthaler Staffel&amp;#039;&amp;#039; wird der Eisvorstoß auch durch Endmoränen markiert. Im westlichen Mecklenburg tritt er dicht an die &amp;#039;&amp;#039;Pommersche Hauptendmoräne&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) der vorangegangenen Pommern-Phase heran und folgt ihr nach Osten. Erst in [[Vorpommern]] setzt er sich wieder deutlicher ab. Weiter nach Osten bindet er an die &amp;#039;&amp;#039;Stettiner Staffel&amp;#039;&amp;#039; an und soll darüber hinaus mit mehreren Unterbrechungen bis nach [[Masuren]] verfolgbar sein. Seine Fortsetzung nach Westen und Nordwesten ist nicht gesichert, verläuft aber sehr wahrscheinlich über die innerste Randlage der [[Lübecker Bucht]], nach [[Schleswig-Holstein]] über die &amp;#039;&amp;#039;Sehberg-Randlage&amp;#039;&amp;#039; und schließlich nach [[Dänemark]] über die &amp;#039;&amp;#039;Ostjütische Randlage&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Schleswig-Holstein und in Dänemark kam es anschließend zu einem weiteren Vorstoß, der gegenüber dem ersten zurückblieb. Er wird in Schleswig-Holstein als &amp;#039;&amp;#039;Warleberg-Vorstoß&amp;#039;&amp;#039; und in Dänemark als &amp;#039;&amp;#039;Beltsee-Vorstoß&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der Beltsee-Vorstoß kreuzt die [[Flensburger Förde]], die Insel [[Fünen]] in Dänemark und folgt dann einer Linie, die nördlich des [[Großer Belt|Großen Belts]] und der Insel [[Seeland (Dänemark)|Seeland]] verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eisrand der letzten aktiven Phase liegt entlang der [[Darss]]er Schwelle zwischen Nordmecklenburg und [[Falster]], er wendet sich dann nach Norden, umschreibt die [[Fakse Bugt]] und die [[Køge Bugt]] Seelands, durchquert den Süden des [[Öresund]]s und durchzieht schließlich den südwestlichsten Teil [[Schonen]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Smed, P.|Jahr=1994|Titel=Steine aus dem Norden: Geschiebe als Zeugen der Eiszeit in Norddeutschland|Verlag=Borntraeger|Ort=Berlin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er korreliert möglicherweise mit der &amp;#039;&amp;#039;Velgaster Randlage&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stratigraphie und Korrelation ==&lt;br /&gt;
Die Mecklenburg-Phase, auf geologischen Karten mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;qW3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; angegeben, folgt stratigraphisch auf die Pommern-Phase. Sie wird ihrerseits vom Meiendorf-Interstadial des Weichsel-Spätglazials abgelöst. Sie korreliert mit dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grönland-Stadial 2a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;GS-2a&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). In der Typusregion Mecklenburg-Vorpommern kann sie dreigeteilt werden (von jung nach alt):&lt;br /&gt;
* Nordost-Rügener Randlage &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3Rü&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Velgaster Randlage &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Mecklenburg-Rosenthaler Randlage &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Die Fortsetzung der Mecklenburg-Rosenthaler Randlage nach Westen (Schleswig-Holstein) ist nicht eindeutig und eine Korrelation mit dem Sehberg-Vorstoß (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;qw5&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist umstritten, Müller u.&amp;amp;nbsp;a. (1995) verbinden diesen Vorstoß vielmehr mit der Pommern-Phase.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Müller, U. u.&amp;amp;nbsp;a.|Jahr=1995|Titel=The Pleistocene sequence in&lt;br /&gt;
Mecklenburg-Vorpommern|Herausgeber=Ehlers, J., Kozarski, S. &amp;amp; Gibbard, P.: Glacial deposits of North-East Europe|Seiten=626|Ort=Rotterdam (Brookfield: Balkema)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Korrelation mit dem Warleberg- bzw. &amp;#039;&amp;#039;Fehmarn-Vorstoß&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;qw6&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist jedoch wahrscheinlicher. Die Velgaster Randlage setzt sich wie eingangs bereits erwähnt möglicherweise über die Darsser Schwelle nach Dänemark fort. Die Mecklenburg-Phase kann insgesamt dem polnischen &amp;#039;&amp;#039;Gardno-Stadium&amp;#039;&amp;#039; (bzw. Gardno-Phase) zugeordnet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mojski, J.|Jahr=1995|Titel=Pleistocene glacial events in Poland|Herausgeber=Ehlers, J., Kozarski, S, &amp;amp; Gibbard, P.: Glacial deposits in North-East Europe|Seiten=287-292|Ort=Rotterdam}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung ==&lt;br /&gt;
[[Thermolumineszenzdatierung|Thermoluminiszenzdaten]] an [[Kame]]sedimenten aus der Lübecker Bucht haben ein Durchschnittsalter von 13000 v. Chr. geliefert. Görsdorf und Kaiser (2001) hingegen geben für die Abgrenzung des Weichsel-Spätglazials noch ein recht hohes Alter von 14.060 ± 220 Kohlenstoffjahren v. h. an, kalibriert entspricht dies 15.356 v. Chr. (15.526 bis 15.110 v. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Görsdorf, J. &amp;amp; Kaiser, K.|Jahr=200|Titel=Radiokohlenstoffdaten aus dem Spätpleistozän und Frühholozän von Mecklenburg-Vorpommern|Sammelwerk=Meyniana|Band=53|Seiten=91-118|Ort=Kiel}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die erste spätweichselzeitliche Erwärmung (Übergang vom Pleniglazial zum [[Meiendorf-Interstadial]]) wird mit 12.700 v. Chr. datiert. Dem vergleichbar setzen auch Lowe u.&amp;amp;nbsp;a. (2008) den Beginn des Spätglazials mit 12.692 v. Chr. an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lowe, J.J. u.&amp;amp;nbsp;a.|Jahr=2008|Titel=Synchronisation of palaeoenvironmental events in the North Atlantic region during the Last Termination: a revised protocol recommended by the INTIMATE group|Sammelwerk=[[Quaternary Science Reviews]]|Band=27 (1–2)| Seiten=6–17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Litt u.&amp;amp;nbsp;a. (2007) jedoch definieren das Ende des Weichsel-Hochglazials etwas später mit 12.500 v. Chr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Litt&amp;quot; /&amp;gt; Insgesamt dürfte die vorangehende Abkühlung während der Mecklenburg-Phase somit in etwa in den Zeitraum 15.000 bis 13.000 v. Chr. zu stellen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Für das Land [[Mecklenburg-Vorpommern]] lässt sich anhand der Anordnung der Eisrandlagen des Weichsel-Hochglazials eine zeitliche Abfolge erkennen, die ein von Südwest nach Nordost abnehmendes Alter aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Börner, A. u.&amp;amp;nbsp;a.|Jahr=2011|Titel=Geowissenschaftliche Untersuchungen an der OPAL-Trasse in Mecklenburg-Vorpommern – Geländearbeiten und erste Ergebnisse|Sammelwerk=Brandenburg. geowiss. Beitr.|Band=18, 1/2|Seiten=9-28|Ort=Cottbus}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So folgt beispielsweise in etwa parallel auf die von [[Schwerin]] nach Südosten ziehende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W1B&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-Randlage der [[Brandenburg-Phase]] in nur wenigen Kilometern Abstand die Randlage der Frankfurt-Phase &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W1F&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Morphologisch herausragendstes Element ist die in Loben gegliederte &amp;#039;&amp;#039;Pommersche Haupteisrandlage&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der zweigliedrigen Pommern-Phase mit einem ungefähren Alter von 15.600 Jahren v. Chr. Die Pommersche Haupteisrandlage beginnt östlich von [[Lübeck]], umläuft den Süden [[Wismar]]s, biegt dann in südöstliche Richtung und passiert 20 Kilometer südlich von [[Neubrandenburg]]. Ihre zugehörige Grundmoräne ist im nordöstlichen Rückland flächenhaft und auch in größeren Mächtigkeiten verbreitet, hiervon ausgenommen sind jedoch Rinnen- und Beckenareale. Die sich nördlich anschließende, von Grundmoränen dominierte Landschaft Vorpommerns wird zu den &amp;#039;&amp;#039;flachwelligen nordmecklenburgischen Lehmplatten&amp;#039;&amp;#039; gezählt, in denen sich der während des Pommerschen Hauptvorstoßes zusammenhängende Rand des Inlandeises aufgrund klimatischer Schwankungen auflöste bzw. nachfolgend oszillierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hurtig, T.|Jahr=1957|Titel=Physische Geographie von Mecklenburg|Seiten=252|Ort= Berlin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Maximalvorstoß der Pommern-Phase verläuft parallel zur Hauptrandlinie und ist ihr nur einige Kilometer gen Südwest vorgelagert; er biegt aber mit Erreichen der [[Warnow (Fluss)|Warnow]] nach Westen ab in Richtung Schwerin und nähert sich dort dem Rand der Frankfurt-Phase.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf die Pommersche Haupteisrandlage folgt die &amp;#039;&amp;#039;Rosenthaler Randlage&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3R&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; der Mecklenburg-Phase mit ihren modellhaften Stauchwällen und einzelnen [[Sander]]&amp;amp;shy;schüttungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bremer, F.|Jahr=2004|Titel=Glaziale Morphologie|Herausgeber=Katzung, G.: Geologie von Mecklenburg-Vorpommern|Seiten=284 – 291|Ort=Stuttgart|Verlag=E. Schweizerbart}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der W3R- bzw. W3-Endmoränenzug beginnt im Osten an der Grenze zu Polen bei [[Blankensee (Vorpommern)|Pampow]]/[[Mewegen]] und setzt sich über den [[Pasewalk|Pasewalker Kirchenforst]] nach Westen fort. Im Endmoränenkomplex der [[Brohmer Berge]] (bis 148 m NHN) zwischen [[Jatznick]] und [[Wittenborn]] mit der Typlokalität Rosenthal erreicht die W3R-Randlage ihre markanteste Ausprägung und wird im weiteren Verlauf nach Westen morphologisch unauffällig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Schulz, W.|Jahr=1965|Titel=Die Stauchmoräne der Rosenthaler Staffel zwischen Jatznick und Brohm in Mecklenburg und ihre Beziehung zum Helpter Berg|Sammelwerk=Geologie|Band=14, 5/6|Seiten=564 – 588|Ort=Berlin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nördlich der Rosenthaler Randlage wird die oberflächennahe W2-Grundmoräne durch einen zumeist geringmächtigen und sandig ausgeprägten [[Geschiebemergel|Till]] mit charakteristischer lithologischer Zusammensetzung geprägt, der einem W3-Vorstoß zuzuordnen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rühberg, N.|Jahr=1987|Titel=Die Grundmoräne des jüngsten Weichselvorstoßes im Gebiet der DDR|Sammelwerk=Z. geol. Wiss.|Band=15, 6|Seiten=759 – 767|Ort=Berlin}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die im Rückland der W3R-Randlage liegenden, überwiegend reliefarmen Grundmoränenebenen werden in Vorpommern durch morphologisch eher unauffällige Rückzugsstaffeln sowie Täler und weite Becken, wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem &amp;#039;&amp;#039;Haffstausee-Becken&amp;#039;&amp;#039;, weiter untergliedert. Die westlich von [[Stralsund]] über [[Wolgast]] bis [[Usedom]] verlaufende &amp;#039;&amp;#039;Velgaster Randlage&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;W3V&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat über größere Strecken den Charakter einer Stauchendmoräne. Die Velgaster Randlage findet möglicherweise ihre Fortsetzung über die Darsser Schwelle nach Fünen. Eine in ihrem Status und Verlauf umstrittene Endmoräne stellt die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Spantekower Randlage&amp;#039;&amp;#039; dar. Diese nur lokal kartierte W3-Rückzugsstaffel tritt im Bereich der Hellberge bei [[Drewelow]] morphologisch in Erscheinung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Krienke, H.-D.|Jahr=2001|Titel=Karte der quartären Bildungen – Oberfläche bis fünf Meter Tiefe, 1 : 200 000, Blatt Neubrandenburg/Torgelow|Herausgeber=Geologisches Landesamt Mecklenburg-Vorpommern|Ort=Schwerin}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eisstrom ==&lt;br /&gt;
Eine Auswertung eingeregelter und gekritzter Geschiebe, [[Gletscherschrammen]] und anderer Strukturdaten ergibt, dass während der Mecklenburg-Phase die Eismassen des skandinavischen [[Eisschild]]es aus dem Gebiet der heutigen östlichen Ostsee heraus zwischen Südschweden und der südlichen Ostseeküste hindurch weit nach Westen vordrangen und sich fächerförmig im westlichen Ostseeraum ausbreiteten. Ihre räumliche Ausdehnung blieb aber gegenüber der vorangegangenen Pommern-Phase zurück. Die östliche Herkunft des Eisstromes wird durch die Zusammensetzung des glazigen verfrachteten Materials bewiesen. So sind beispielsweise im W3-Grundmoränenmaterial verhältnismäßig hohe Anteile paläozoischer [[Kalk (Gestein)|Kalke]] ([[Gotland]]) und roter, frühkambrischer [[Sandstein]]e ([[Bornholm]]) enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan, H.-J.|Jahr=1994|Titel=Der jungbaltische Gletschervorstoß in Norddeutschland|Sammelwerk=Schr. Naturwiss. Ver. Schlesw.-Holst.|Band=64|Seiten=1-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist wahrscheinlich, dass das Vordringen nach Westen durch ein recht rasches Abschmelzen der bisher blockierend wirkenden Eiszentren in Norwegen und Schweden ermöglicht wurde. Die Bewegung des Eisstromes erfolgte eventuell sehr rasch und ruckartig ([[Englische Sprache|engl.]] &amp;#039;&amp;#039;surge&amp;#039;&amp;#039;) bedingt durch wasserübersättigtes Sediment,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Boulton, G. S. und Jones, A. S.|Jahr=1979|Titel=Stability of temperate ice caps and ice sheets resting on beds of deformable sediment|Sammelwerk=J. Glaciol|Band=24|Seiten=29–43}}&amp;lt;/ref&amp;gt; einen dünnen Wasserfilm an der Basis&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Piotrowski, J. A. and Tulaczyk, S.|Jahr=1999|Titel=Ice-bed separation and enhanced basal sliding under the last ice sheet in north-west Germany?|Sammelwerk=Quatern. Sc. Rev.|Band=18|Seiten=737–751}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. durch einen Kontaktverlust zur Unterlage.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Stephan, H.-J.|Jahr=2001|Titel=The Young Baltic advance in the western Baltic depression|Sammelwerk=Geological Quarterly|Band=45 (4)|Seiten=359–363}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umweltparameter ==&lt;br /&gt;
=== Sauerstoffisotopen ===&lt;br /&gt;
Während der Mecklenburg-Phase schwankten die [[Δ18O|δ&amp;lt;sup&amp;gt;18&amp;lt;/sup&amp;gt;-Werte]] zwischen – 42 und – 39 ‰ [[Vienna Standard Mean Ocean Water|SMOW]] um einem Mittelwert von – 40,5 ‰ SMOW. Sie lagen damit um mehr als 5 ‰ tiefer als zu Beginn des Meiendorf-Interstadials. Gegenüber der vorangehenden Pommern-Phase waren sie um knapp 3 ‰ niedriger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Björck, S. u.&amp;amp;nbsp;a.|Jahr=1998|Titel=An event stratigraphy for the Last Termination in the North Atlantic region based on the Greenland ice-core record: a proposal by the INTIMATE group|Sammelwerk=Journal of Quaternary Science|Band=13|Seiten=283-292|Ort=New York}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Temperaturen ===&lt;br /&gt;
Gemäß Renssen und Isarin (2001) waren die Wintertemperaturen der Mecklenburg-Phase im Vergleich zum spätglazialen Meiendorf-Interstadial um bis zu 20 °C niedriger, sie dürften sich zwischen – 25 und – 15 °C bewegt haben. Die Sommertemperaturen waren mit 10 bis 15 °C gegenüber 13 bis 17 °C jedoch nur geringfügig kühler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Renssen, H. und Isarin, R. F. B.|Jahr=2001|Titel=The two major warming phases of the last deglaciation at similar to 14.7 and similar to 11.5 ka cal BP in Europe: climate reconstructions and AGCM experiments|Sammelwerk=Global and Planetary Change|Band=3 (1–2)|Seiten=117–153}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturgeschichte ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende der Mecklenburg-Phase entstand im [[Norddeutschland|norddeutschen]] Raum die [[Altsteinzeit|jungpaläolithische]] [[Hamburger Kultur]] (13.500 bis 11.100 v. Chr.), die vorwiegend auf der [[Ren]]&amp;amp;shy;tierjagd basierte. [[Süddeutschland]] gehörte dem Kulturkreis des [[Magdalénien|Mittleren Magdaléniens]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Meiendorf-Interstadial]]&lt;br /&gt;
* [[Weichsel-Kaltzeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quartär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kälteanomalie]]&lt;/div&gt;</summary>
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