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	<title>Meckel-Divertikel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Meckel-Divertikel&amp;diff=135169&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;WikiHelper232: Infobox ergänzt.</title>
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		<updated>2025-09-12T12:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = Q43.0&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Meckel-Divertikel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = LB15.0&lt;br /&gt;
| Data-01 = Meckel-Divertikel&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Meckel-Divertikel.jpg|mini|Meckel-Divertikel]]Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meckel-Divertikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meckelsches Divertikel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Diverticulum ilei&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) – benannt nach dem deutschen [[Anatomie|Anatom]] [[Johann Friedrich Meckel der Jüngere|Johann Friedrich Meckel]] (der Jüngere, 1781–1833) – ist eine Ausstülpung des Leerdarms ([[Jejunum]]) bzw. Krummdarms ([[Ileum]]), das einen Rest des [[Embryologie|embryonalen]] [[Dottergang]]s (&amp;#039;&amp;#039;Ductus omphaloentericus&amp;#039;&amp;#039;, die Verbindung zum [[Dottersack]]) darstellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bettex&amp;quot;&amp;gt;Marcel Bettex (Hrsg.), Max Grob (Begr.), D. Berger (Bearb.), N. Genton, M. Stockmann: &amp;#039;&amp;#039;Kinderchirurgie. Diagnostik, Indikation, Therapie, Prognose.&amp;#039;&amp;#039; 2., neubearbeitete Auflage, Thieme, Stuttgart / New York 1982, 7.80, ISBN 3-13-338102-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim menschlichen Neugeborenen ist dieses [[Divertikel]] ca. 30–50&amp;amp;nbsp;cm, bei Erwachsenen 60–90&amp;amp;nbsp;cm vor dem Eintritt des Krummdarms ([[Ileum]]) in den [[Blinddarm]] (getrennt durch die [[Ileozäkalklappe]]), in der dem [[Mesenterium|Mesenterialansatz]] abgewandten Seite der Darmwand, lokalisiert.&amp;lt;ref name=bettex/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erstbeschreibung stammt von [[Wilhelm Fabry]] (Fabricius Hildanus) aus dem Jahre 1598. Johann Friedrich Meckel erkannte die embryonale Abstammung des Divertikels.&amp;lt;ref&amp;gt;J. F. Meckel: &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zur vergleichenden Anatomie.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Leipzig, 1808.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit ==&lt;br /&gt;
Je nach Blickwinkel wird die Häufigkeit unterschiedlich angegeben. Laut [[Pädiatrie|pädiatrischen]] [[Obduktion|Sektionsstudien]] wird es in 1,5 % aller Fälle gefunden; Chirurgen sehen es mit 3,2–4,5 % häufiger, wenn sie z.&amp;amp;nbsp;B. anlässlich einer [[Appendektomie|Blinddarmoperation]] danach suchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer sind mit 70 % der Fälle wesentlich häufiger betroffen als Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gehäuftes Vorkommen findet sich bei [[Omphalozele]]n, [[Malrotation]], [[Atresie]] des Darmes, angeborenen Herzfehlern und [[Trisomie 18]].&amp;lt;ref name=bettex/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Knapp die Hälfte der Divertikel verursacht in den ersten beiden Lebensjahren Symptome.&lt;br /&gt;
Später machen Meckel-Divertikel in der Regel keine Beschwerden. Besteht jedoch eine Öffnung zwischen Dünndarm und Divertikel, kann Darminhalt in das Divertikel hineingelangen und sich dort aufstauen. Dies kann zu einer [[Entzündung]] führen. Die Symptome unterscheiden sich dann kaum von der akuten [[Appendizitis|Blinddarmentzündung]]: Fieber, Brechreiz und heftige rechtsseitige Bauchschmerzen. Eine Operation ist in solchen akuten Fällen die einzig sinnvolle Therapie.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans von Haberer]]: &amp;#039;&amp;#039;Lebenswichtige, dringliche Operationen in der Bauchhöhle!&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Münchener Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. 61–69, hier: S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=bettex/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In über 30–50 % der Fälle kann das Divertikel statt der üblichen Dünndarmschleimhaut auch [[Magenschleimhaut]] – meist vom Corpus-Typ – oder seltener (ca. 5 %) Zellen der [[Bauchspeicheldrüse]] enthalten. Die Säurebildung solcher Zellen kann dazu führen, dass [[Ulkus|Geschwüre]] und Blutungen auftreten. Durch die Magensäure kann die Blutung als schwarz gefärbter [[Teerstuhl|Meläna]] auffallen. Die Geschwüre sind meist an der Divertikelbasis gelegen. Selten kann es zu einem [[Perforation|Durchbruch]] und einer Bauchfellentzündung ([[Peritonitis|Perforationsperitonitis]]) kommen.&amp;lt;ref name=bettex/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursache für [[Gastrointestinale Blutung|Blutungen im Verdauungstrakt]] ist das Meckel-Divertikel selten verantwortlich zu machen: 3–5 % der Blutungen stammen aus dem Dünndarm, 30 % davon aus einem Meckel-Divertikel. Blutungen bei Kleinkindern sind jedoch bei fehlenden Verletzungsspuren am häufigsten durch ein Meckel-Divertikel bedingt. Verdacht auf ein [[Ektopie|ektopes]] Geschwür kann die Diagnose vor allem bei Kindern durch die Natrium-&amp;lt;sup&amp;gt;99m&amp;lt;/sup&amp;gt;Technetium-Pertechnetat-[[Szintigrafie]] gesichert werden, da sich das verwendete Isotop insbesondere in der Magenschleimhaut anreichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selten kann sich das Divertikel als [[Intussuszeption|Invagination]] ins [[Lumen (Biologie)|Lumen]] des Ileums oder des Colons vorstülpen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Schuster, D. Färber (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Kinderradiologie. Bildgebende Diagnostik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. II, S.&amp;amp;nbsp;397ff, Springer 1996, ISBN 3-540-60224-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleibt zwischen Meckel-Divertikel und [[Bauchnabel]] ein [[Bindegewebe|bindegewebiger]] Strang bestehen – in der Regel löst sich dieser mit der Rückbildung des Dottergangs auf –, kann dies die Ursache für einen [[Bride (Medizin)|Bridenileus]] sein. Bleibt dieser Strang komplett offen, spricht man von einem „persistierenden Ductus omphaloentericus“; verschließt sich dagegen der innen offene Strang sowohl an Nabel als auch Darmansatz spricht man von einer „Dottergangzyste“.&amp;lt;ref name=bettex/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnose ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meckel&amp;#039;s Diverticulum by Technetium-99m Pertechnetate Scan.jpg|mini|Technetium-99m – Szintigrafie mit Anreicherung im rechten Unterbauch.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Meckel-Divertikel mit akut-entzuendlichen Veraenderungen 80W - CT KM pv - 001 - Annotation.jpg|mini|Meckel-Divertikel mit akut-entzündlichen Veränderungen in der Computertomografie.]]&lt;br /&gt;
In der Regel wird ein Meckel-Divertikel zufällig bei einer [[Laparoskopie]] oder [[Laparotomie]] entdeckt, da es sich klinisch meist stumm verhält.&lt;br /&gt;
Aufgrund der in etwa 50 % vorhandenen [[Ektopie|ektopen]] Magenschleimhaut lässt es sich am besten mittels [[Meckel-Divertikel-Szintigraphie|Szintigrafie]] mit [[Natrium]]-[[Technetium|&amp;lt;sup&amp;gt;99m&amp;lt;/sup&amp;gt;Technetium-Pertechnetat]] (Na&amp;lt;sup&amp;gt;99m&amp;lt;/sup&amp;gt;TcO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;) darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Schuster, D. Färber (Herausgeber): &amp;#039;&amp;#039;Kinderradiologie. Bildgebende Diagnostik.&amp;#039;&amp;#039; Bd. I, S.&amp;amp;nbsp;73, Springer 1996, ISBN 3-540-60224-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei negativem Befund kann, falls kein [[akutes Abdomen]] vorliegt, ein [[Kontrastmittel-Einlauf]] durchgeführt werden. Eine vielversprechende Methode scheint die [[Push-Endoskopie]] zu sein. [[Computertomografie]] und [[Abdomen-Sonografie]] können in der Akutsituation Hinweise geben, sind aber oft nicht eindeutig.&lt;br /&gt;
:[[Charles Horace Mayo]]: „Ein Meckel-Divertikel wird häufig vermutet, oft gesucht und selten gefunden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Bei der Operation wird in der Regel die eigenständige Gefäßversorgung des Divertikels unterbunden und dieses an der Basis entfernt (reseziert). Die so entstehende Öffnung des Darms wird quer vernäht. Bei sehr großen Divertikeln kann eine [[Segmentresektion]] notwendig werden.&amp;lt;ref name=bettex/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Problematik ==&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
Wird ein Meckel-Divertikel zufällig befundet (gynäkologische, Gallen- oder Blinddarm-Laparoskopien), so muss dieser Befund dokumentiert werden. Tritt kurze Zeit nach der Befunderhebung eine Komplikation dieses Divertikels&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Hans von Haberer]]: &amp;#039;&amp;#039;Beobachtungen über Komplikationen von seiten des Meckelschen Divertikels.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Zeitschrift für Chirurgie.&amp;#039;&amp;#039; Band 225, 1930.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein, so wurden in der Vergangenheit, vor allem in den [[USA]], Operateuren ein [[Kunstfehler]] unterstellt und dies zur Schadensersatzklage gebracht. Wenn der Operateur das Divertikel jedoch reseziert und dabei eine Komplikation auftritt, kann dies zu seinen Lasten ausgelegt werden (eigenmächtiges Handeln mit nachteiligen Folgen für den Patienten) beziehungsweise muss es nicht vom Patienten bezahlt werden, so keine anderslautende Vereinbarung getroffen wurde. Eine Lösung dieses Dilemmas steht weiter aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zenker-Divertikel]]&lt;br /&gt;
* [[Meckel-Knorpel]]&lt;br /&gt;
* [[Divertikulose]]&lt;br /&gt;
* [[Divertikulitis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lauren M. Allister, Ruth Lim, Allan M. Goldstein, Jochen K. Lennerz: &amp;#039;&amp;#039;Case 10-2017: A 6-month-old Boy with gastrointestinal bleeding and abdominal pain.&amp;#039;&amp;#039; [[New England Journal of Medicine]] 2017; Band 376, Ausgabe 13 vom 30. März 2017, Seiten 1269–1277; [[doi:10.1056/NEJMcpc1616020]] (Klinische Fallbeschreibung eines Meckel-Divertikels bei einem sechsmonatigen Baby mit Blut im Stuhl und Bauchschmerzen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/006-035.htm | wayback=20070929124637 | text=Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie zum Meckel-Divertikel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehlbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Kinderchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Viszeralchirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Gastroenterologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dünndarm]]&lt;/div&gt;</summary>
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