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	<title>Mechlenreuth - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonKatBot: Bot: Kategorie:Dorf im Landkreis Hof umbenannt in Kategorie:Ort im Landkreis Hof: laut Diskussion</title>
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		<updated>2025-05-22T22:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Dorf_im_Landkreis_Hof&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Dorf im Landkreis Hof (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Dorf im Landkreis Hof&lt;/a&gt; umbenannt in &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Ort_im_Landkreis_Hof&quot; title=&quot;Kategorie:Ort im Landkreis Hof&quot;&gt;Kategorie:Ort im Landkreis Hof&lt;/a&gt;: laut &lt;a href=&quot;/index.php?title=Wikipedia:WikiProjekt_Kategorien/Diskussionen/2024/November/27&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wikipedia:WikiProjekt Kategorien/Diskussionen/2024/November/27 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Mechlenreuth&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Münchberg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/10/17/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 11/48/5/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-BY&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 552&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = 202&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2009-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1978-05-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 95213&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 09251&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = Mechlenreuth in Münchbeg.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = Lage von Mechlenreuth im Stadtgebiet Münchberg&lt;br /&gt;
| Bild                   = Schulhaus Mechlenreuth.JPG&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = Ortsansicht des Dorfes mit alter Schule und ehemaliger Gemeindekanzlei&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mechlenreuth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Gemeindeteil]] der [[Stadt]] [[Münchberg]] im [[Landkreis Hof]] ([[Oberfranken]], [[Bayern]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile |val=96553363472 |objekt=Stadt Münchberg |abruf=2024-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geographische Lage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ortskern Mechlenreuth.jpg|mini|Ortskern Mechlenreuth]]&lt;br /&gt;
Die Ortschaft liegt am Rande des [[Naturpark Fichtelgebirge|Naturparks Fichtelgebirge]]. Die Nachbarortschaften sind (im Uhrzeigersinn) [[Münchberg]], [[Weißdorf]], [[Stockenroth]]-Germersreuth, Großlosnitz, [[Kleinlosnitz]] und [[Mussen (Münchberg)|Mussen]]. Das [[Dorf]] liegt auf einer Höhe von {{Höhe|545|DE-NN|link=true}} zwei Kilometer südlich der Stadt Münchberg. Im Süden und Osten ist Mechlenreuth von Wäldern umgeben. Im Nordwesten erhebt sich der Kapellenberg, die höchste Erhebung des Dorfgebiets. Er bildet die Grenze zu dem inzwischen mit Münchberg zusammengewachsenen ehemaligen Gemeindeteil Mechlenreuth Nord. Das Zentrum des Dorfs gruppiert sich um einen baumbestandenen [[Anger]] mit Dorfteich. Zum Dorf Mechlenreuth gehören auch die [[Weiler]] und Einzelhöfe Obere Eiben, Untere Eiben, Umspannwerk Mechlenreuth, Rußhütte, Lohziegelei und Dietelsmühle.&lt;br /&gt;
[[Datei:MUENCHBERG STRAAS nieder.svg|mini|Durchschnittlicher Niederschlag von 1961–1990]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Durch die Lage des Dorfes in einem Mittelgebirgsraum ist das Klima vergleichsweise kühl und feucht. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt etwa 5 bis 6&amp;amp;nbsp;°C. Die mittlere jährliche Niederschlagsmenge liegt bei etwa 926 Millimeter. An der bewaldeten Südseite kommt es durch den Mussenbach in den Herbstmonaten häufig zu Nebelbildung und Überschwemmungen. Da sich Mechlenreuth in Hanglage&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Vermessungsamt: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.geodaten.bayern.de/bayernviewer/index.cgi?rw=4486070&amp;amp;hw=5559390&amp;amp;layer=TK&amp;amp;step=2 |wayback=20160304205702 |text=Bayern Viewer |archiv-bot=2022-03-25 05:59:14 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 19. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; befindet, bleibt das Dorf, mit Ausnahme der Dietelsmühle, meist verschont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Geologisch liegt Mechlenreuth auf der [[Münchberger Gneismasse]], einer Hochebene inmitten des so genannten Alten Gebirges Nordostbayerns. Die Böden dieser Region bestehen in erster Linie aus den Gesteinen [[Amphibolit]], [[Gneis]] und [[Phyllit]]&amp;lt;ref&amp;gt;Bayerisches Landesamt für Umwelt: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.lfu.bayern.de/geologie/hydrogeologie_daten/hydrogeologische_raumgliederung/teilraum/doc/teilraum_muenchberger_gneismasse.pdf |wayback=20140203223311 |text=Hydrogeologische Betrachtung der Münchberger Gneismasse |archiv-bot=2024-03-17 16:49:38 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039; (PDF-Dokument), abgerufen am 19. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;. Sie unterscheiden sich damit von denen des nahen Fichtelgebirges, welche zu etwa 40 %&amp;lt;ref&amp;gt;Universität Erlangen: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.angewandte-geologie.geol.uni-erlangen.de/oberfrk1.htm Geologischer Überblick des Fichtelgebirges]&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 19. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; aus [[Granit]] bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Namensentwicklung ===&lt;br /&gt;
Es ist nicht eindeutig geklärt, wie der Name entstand. In den Urkunden variieren Schreibweise und Aussprache. 1140 soll der Ort „Metilesreut“ genannt worden sein. Eine Namensanalyse der [[Universität Regensburg]] vom 6. März 2009&amp;lt;ref&amp;gt;E-Mail durch Dr. Wolfgang Janka; Bohemicum der Universität Regensburg; 6. März 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; ergab, dass sich aufgrund des fehlenden Dentals &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; nach &amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039; und insbesondere durch die Genitivendung &amp;#039;&amp;#039;es&amp;#039;&amp;#039; auf den Namen eines Mannes schließen lässt. Mechlenreuth hat in späteren Erwähnungen allerdings den weiblichen Grundnamen [[Mechthild]].&amp;lt;ref&amp;gt;vgl.: Auszug aus der &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für bayerische Kirchengeschichte 22&amp;#039;&amp;#039; Autor Matthias Simon 1953 S. 162–164.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Endung &amp;#039;&amp;#039;-reuth&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;-rut&amp;#039;&amp;#039; deutet auf eine [[Rodung]] hin. Aus verschiedenen Beurkundungen gehen folgende Ortsnamens-Varianten hervor:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* 1185 „Methildereute“&lt;br /&gt;
* 1220 „Methildruth“&lt;br /&gt;
* 1323 „Mahilttrütt“&lt;br /&gt;
* 1323 „Mechtildereuth“&lt;br /&gt;
* 1373 „Mechthildenreuth“&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* 1408 „Mechthildenreuth“&lt;br /&gt;
* 1517 „Mechlareuth“&lt;br /&gt;
* 1523 „Mechelereuth“&lt;br /&gt;
* 1720 „Meglareuth“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Man nimmt an, dass es sich bei Mechlenreuth ursprünglich um eine Raststelle von [[Mönche]]n oder [[Hochmittelalterliche Ostsiedlung|ostwärtsstrebenden Kolonisatoren]] handelte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste urkundliche Erwähnung des Dorfes wurde ursprünglich in dem &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die frommen Werke des Bischofs [[Otto von Bamberg]] &amp;#039;&amp;#039; um das Jahr 1140 vermutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietel: &amp;#039;&amp;#039;Münchberg. Geschichte einer Amts- und Industriestadt.&amp;#039;&amp;#039; S. 31–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Quelle&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Relatio de piis operibus Ottonis episcopi Babenbergensis&amp;#039;&amp;#039; (Bericht über die frommen Werke des Bischofs Otto von Bamberg). Diese Quelle liegt als Edition in der Reihe &amp;#039;&amp;#039;Monumenta Germaniae Historica, Scriptores Bd. XV&amp;#039;&amp;#039;, S 1165 Zeile 1 (ed. Oswald Holder-Egger) in der [[Staatsbibliothek Bamberg]] vor.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dort genannten Erwerbungen fanden von 1102 bis zum Tod Ottos 1139 statt. Durch neue Erkenntnisse des Historischen Forums Gefrees im März 2009 wurde die bis dahin geltende Ersterwähnung des Dorfes als „Metilesreuth“ durch eine Namensanalyse widerlegt. Offiziell galt bis dahin das Jahr 1102 als früheste urkundliche Erwähnung.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Münchberg führt die 2002 erfolgte 900-Jahrfeier Mechlenreuths in der offiziellen Stadtchronik&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Münchberg: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.muenchberg.de/index.php?id=326,29 |wayback=20090517022533 |text=Chronik |archiv-bot=2019-04-30 21:26:54 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 19. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Man ging ursprünglich bei der Wahl dieses Jahres davon aus, dass Mechlenreuth bereits vor 1140 seit langem bestanden haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. März 1185 bestätigte der damalige Papst [[Lucius III.]] den [[Zisterzienser]]mönchen des [[Kloster Waldsassen|Klosters Waldsassen]] ihre Besitztümer, wobei auch Mechlenreuth genannt wurde. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings unklar, über welchen Besitz die Mönche im Dorf verfügten. Erst im Jahr 1220 wurde ein Gut bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietel: &amp;#039;&amp;#039;Münchberg. Geschichte einer Amts- und Industriestadt.&amp;#039;&amp;#039; S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses von Waldsassen sehr abgelegene Gut wurde vermutlich den Mönchen von damaligen [[Ministeriale]]n geschenkt und als Raststätte benutzt. Das Mutterkloster von Waldsassen, [[Kloster Volkenroda]], war etwa sieben, das Kloster Waldsassen zwei Tagesmärsche von Mechlenreuth entfernt. Die weiteren Besitzverhältnisse im Dorf sind unbekannt. Der Heimatforscher [[Karl Dietel]] ging davon aus, dass das Gebiet um Münchberg zwischen 1220 und 1240 von den [[Sparneck (Adelsgeschlecht)|Herren von Sparneck]] übernommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietel: &amp;#039;&amp;#039;Münchberg. Geschichte einer Amts- und Industriestadt.&amp;#039;&amp;#039; S. 99–101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vermutlichen Vorbesitzer, die [[Walpoten]], sollen das Gebiet noch vor 1240 verlassen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Urkunde von [[Ludwig IV. (HRR)|König Ludwig IV.]] vom 7. März 1323 wurden erstmals Rechte der [[Sparneck (Adelsgeschlecht)|Sparnecker]] am Dorf bestätigt. Mechlenreuth tritt darin als [[Lehnswesen|Reichslehen]] auf. Eigentümer des Dorfes war König Ludwig, der es den Herren von Sparneck zu Lehen gab. Mit der Urkunde wurde auf Wunsch von Johannes von Sparneck Mechlenreuth an die Brüder Eberhardt und Ulrich von [[Bindlach (Adelsgeschlecht)|Bindlach]] übergeben. Ab dem Jahr 1400 ist das Gut des [[Kloster Waldsassen|Klosters Waldsassen]] in Mechlenreuth nicht mehr in deren &amp;#039;&amp;#039;[[Urbar (Verzeichnis)|Salbuch]]&amp;#039;&amp;#039; vermerkt. Ein burggräfliches &amp;#039;&amp;#039;Register&amp;#039;&amp;#039; über Gericht und Stadt Münchberg zählte im Jahr 1408 zehn Höfe in Mechlenreuth auf,&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietel: &amp;#039;&amp;#039;Münchberg. Geschichte einer Amts- und Industriestadt.&amp;#039;&amp;#039; S. 133–136.&amp;lt;/ref&amp;gt; wovon neun die Sparnecker besaßen. Die Bindlacher Rechte an Mechlenreuth bestanden nicht mehr. Das verbliebene Gut gehörte dem [[Kloster Himmelkron]], wahrscheinlich als Schenkung der Ordensbrüder aus Waldsassen, sofern sie es nicht in Zahlung gegeben hatten. Der Sparnecker Besitz im Dorf war nach wie vor Reichslehen. Durch die Krönung Ludwigs zum Kaiser gingen die Rechte am Dorf später auf [[Sigismund (HRR)|Kaiser Sigmund]] über. Am 16. April 1418 übergab dieser den Herren von Sparneck seine Güter als Lehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch den ab 1523 sinkenden Einfluss des Sparnecker Adelsgeschlechtes und den Verlust ihrer meisten Burgen und Ländereien waren sie zu Verkäufen gezwungen. So beschlossen die Brüder Wolf und Georg von Sparneck Güter, darunter auch Mechlenreuth, an die Markgrafen [[Georg (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)|Georg]] und [[Albrecht II. Alcibiades|Albrecht von Brandenburg-Kulmbach]] ([[Fürstentum Bayreuth]]) zu veräußern, die sie ihrem [[Amt (historisches Verwaltungsgebiet)|Amt]] Münchberg einverleibten. In der Verkaufsurkunde, datiert auf den 13. November 1537, wurden insgesamt zwölf Höfe, eine [[Herberge]], verschiedene [[Teichwirtschaft|Teiche]] sowie eine ehemals [[Einfriedung|eingefriedete]] Edelmannsbehausung erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietel: &amp;#039;&amp;#039;Münchberg. Geschichte einer Amts- und Industriestadt.&amp;#039;&amp;#039; S. 176–177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Reichslehen bestätigte Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl V.]] den Verkauf einige Jahre später am 24. März 1541. Die Lehensherrschaft ging an die [[Markgraf]]en über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Teil des Amtes Münchberg gehörte Mechlenreuth zum Fürstentum Bayreuth. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] gab es anfänglich aufgrund der [[Neutralität (internationale Politik)|Neutralitätserklärung]] des [[Christian (Brandenburg-Bayreuth)|Markgrafen Christian]] keine direkten Kriegshandlungen. Schon bald aber wurden [[Musterung]]en abgehalten, um ein Gegengewicht zu den bevorstehenden Truppendurchmärschen zu schaffen. Hierbei waren vermutlich auch die Bürger aus Mechlenreuth in der Pflicht. Die Lage änderte sich erst grundlegend, als im Jahre 1631 die Neutralität aufgegeben wurde. Verschiedene Konfliktparteien zogen in der Folge durch das Gebiet. Sowohl die Verbündeten als auch der Feind gingen mit der örtlichen Bevölkerung gleichermaßen grausam um. Immer wieder war von [[Einquartierung]]en, Raub und Mord die Rede. Aus den [[Kirchenbuch|Kirchenbüchern]] dieser Zeit geht hervor, dass mehrere Todesopfer aus Mechlenreuth zu beklagen waren. Ein Beispiel war der am 11. Februar 1633 vom Feind „beschädigte“ Hans Fischer. Ein Verzeichnis vom September 1635, der &amp;#039;&amp;#039;Spezialextrakt der Hauptmannschaft Hof&amp;#039;&amp;#039;, zählt im Amt Münchberg „40 Witwen und angehörig 13 Kinder, 76 Vollwaisen, 46 abgebrannte Häuser sowie 113 ödliegende Höfe, Häuser und Güter“ auf. Die Zahlen geben auch ungefähr die Situation im Dorf Mechlenreuth wieder. Mit dem [[Westfälischer Friede|Westfälischen Frieden]] endete dieses dunkle Kapitel der Dorfgeschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Fsm-Bayreuth 1791.png|mini|Territorium des Fürstentums Bayreuth (1791)]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1791 wurde das Gebiet mit einem Geheimvertrag an den [[Preußen|preußischen Staat]] verkauft. Während des [[Vierter Koalitionskrieg|Vierten Koalitionskrieges]] drangen am 8.&amp;amp;nbsp;Oktober 1806 Napoléons Truppen auf ihrem Vormarsch nach Nordosten ins Münchberger Gebiet ein, nachdem die Preußen unter General [[Bogislav Friedrich Emanuel von Tauentzien|Bogislav von Tauentzien]] abgezogen waren. Nach vernichtenden Niederlagen Preußens musste 1807 im [[Frieden von Tilsit]] das Fürstentum Bayreuth an das französische Kaiserreich abgetreten werden. Unter Beibehaltung der preußischen Verwaltungsstrukturen wurde es zunächst einer französischen Militärverwaltung unterstellt und im anschließenden [[Fünfter Koalitionskrieg|Fünften Koalitionskrieg]] kurzfristig von Österreich besetzt. In dieser Zeit hatte man erneut unter Truppendurchzügen zu leiden. Nach der Niederlage Österreichs und dem [[Friede von Schönbrunn|Frieden von Schönbrunn]] hatten die Franzosen das Gebiet wieder unter Kontrolle. Am 30. Juni 1810 endete die Existenz des Fürstentums Bayreuth und Mechlenreuth gehörte von da an zum [[Königreich Bayern]]. Vom Jahr 1818 bis 1837 war Mechlenreuth Teil der [[Ruralgemeinde]] [[Kleinlosnitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1837 entstand die [[Ruralgemeinde]] Mechlenreuth. Zu dieser gehörten die Orte [[Dietelmühle]], [[Käshütte]], [[Mussen (Münchberg)|Mussen]], [[Schweinsbach (Münchberg)|Schweinsbach]], [[Obere Eiben]], [[Rußhütte (Münchberg)|Rußhütte]] und [[Untere Eiben]]. In den beiden Weltkriegen starben 57 Menschen aus der Gemeinde, 23 davon im [[Erster Weltkrieg|Ersten]] und 34 im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Im Jahr 1945 marschierten amerikanische Streitkräfte in Mechlenreuth ein. Kurz darauf löste Karl Gräf Karl Wolfrum als Bürgermeister ab. Zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene wurden der Gemeinde, die zur [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen Besatzungszone]] gehörte, zugewiesen. Durch die Gründung der Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1949 gehörte die Gemeinde Mechlenreuth politisch zum Freistaat [[Bayern]]. In dieser Zeit entstand als Neubaugebiet der Gemeindeteil Mechlenreuth-Nord an der ehemaligen Kreisstraße MÜB&amp;amp;nbsp;2 (heute [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Hof#HO 18|HO&amp;amp;nbsp;18]]) von Münchberg nach [[Sparneck]]. Er hat derzeit etwa 330 Einwohner. Umfangreiche Sanierungs- und Verschönerungsmaßnahmen fanden in der Gemeinde in den 1960er-Jahren statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Gebietsreform in Bayern|bayerischen Gebietsreform]] gab es Bestrebungen, die Gemeinde Mechlenreuth nach Münchberg einzugliedern. Der Gemeinderat gab dazu am 22.&amp;amp;nbsp;Februar 1972 sein prinzipielles Einverständnis. Wegen der guten finanziellen Lage wurde aber beschlossen, mit diesem Schritt noch einige Jahre zu warten, um bereits begonnene oder geplante Aufgaben abzuschließen. Am 1.&amp;amp;nbsp;Mai 1978 erfolgte dann die [[Eingemeindung]] nach Münchberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3170032631 | Seiten = 687}} &amp;lt;!--Gemeindeverzeichnis--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt hatte die Gemeinde eine Fläche von 982&amp;amp;nbsp;Hektar. Vom 27. bis 28.&amp;amp;nbsp;Juli 2002 feierte Mechlenreuth das 900-jährige Bestehen des Dorfes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schweinsbach Turmhügel.jpg|mini|Beispielhafter Rekonstruktionsversuch eines Turmhügels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kapelle und Turmhügel ===&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] stand auf dem Nordosthang des Kapellenbergs vermutlich eine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Der Überlieferung nach wurde sie auf einer ehemaligen Wasserquelle erbaut. Über ihren [[Schutzpatron]] ist nichts bekannt. Die Kapelle soll nach [[Zell im Fichtelgebirge|Zell]] gehört haben und von dort bei [[Prozession]]en aufgesucht worden sein. Eine Bodenmulde in der Nähe des heutigen [[Kriegerdenkmal]]s kennzeichnet noch den ehemaligen Standort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;Karl Dietel: Aus der Geschichte des Dorfes Mechlenreuth: Das Dorf und seine Bewohner&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals urkundlich genannt wurde eine Befestigung in Mechlenreuth am 19. April 1533. Wahrscheinlich handelte es sich um einen [[Motte (Burg)|Turmhügel]] ([[Turmhügel Mechlenreuth]]), der damals eine beliebte Befestigungsform darstellte. Das Verzeichnis der Herren von Sparneck spricht vom „Wall im Dorf“. Dieser Turmhügel war vermutlich ein runder Erdhügel mit [[Palisade]]nwall und [[Burggraben#Wasser- und Trockengräben|Wassergraben]]. In der Mitte des Hügels stand ein Turmhaus. Die Anlage diente dem Schutz des Dorfes und der Straße oder als [[Fronhof]]. Einige Jahre später, am 20. Oktober 1537, und auch in der Kaufurkunde von 1537 über die eingefriedete Edelmannsbehausung wurde die [[Befestigung]] erneut erwähnt. Zur Zeit der Beurkundung hatte der Turmhügel seinen wehrhaften Charakter bereits lange verloren und war vermutlich schon stark verfallen. Für diese Annahme spricht, dass in den späteren Verzeichnissen die Befestigung wiederholt als „bei den Teichanlagen“ geführt wurde. Der Hügel wurde etwa im 17. oder 18. Jahrhundert abgetragen, um aus dem bestehenden Wassergraben einen Teich zu bilden und diesen für die Fischzucht zu erweitern. Der Teich besteht noch als Dorfteich.&amp;lt;ref&amp;gt;Freiwillige Feuerwehr Mechlenreuth: {{Webarchiv |url=http://www.feuerwehr-mechlenreuth.de/Geschichte.htm |wayback=20050310125918 |text=Geschichtlicher Überblick Mechlenreuth}}, abgerufen am 19. Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietel: &amp;#039;&amp;#039;Turmhügel im Herzen der Münchberger Senke. Das Wal in Mechlenreuth.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Die ersten gesicherten Einwohnerzahlen für Mechlenreuth stammen aus dem 1792 geschriebenen Bericht &amp;#039;&amp;#039;Gegenwärtiger Zustand der Landeshauptmannschaft Hof&amp;#039;&amp;#039;. Durch den Ersten Weltkrieg (1914–1918) sank die Zahl der Einwohner von Mechlenreuth, erholte sich aber bis zu den Volkszählungen 1933 und 1939 wieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde ein drastischer Anstieg der Einwohnerzahlen durch Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verzeichnet. In den ersten Nachkriegsjahren verminderte sich die Einwohnerzahl aber wieder. Seit 1986 pendelt die Einwohnerzahl von Mechlenreuth um etwa 200.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;10&amp;quot;| Einwohnerentwicklung von Mechlenreuth (Dorf)&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Einwohnerzahlen laut Einwohnermeldeamt Münchberg und Aufzeichnungen des Stadtarchivs Münchberg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;9&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;9&amp;quot;|&lt;br /&gt;
! Jahr || Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1792 || 112&lt;br /&gt;
| 1951 || 379&lt;br /&gt;
| 2004 || 199&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1880 || 184&lt;br /&gt;
| 1961 || 580**&lt;br /&gt;
| 2005 || 210&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1895 || 194&lt;br /&gt;
| 1970 || 578**&lt;br /&gt;
| 2007 || 200&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 || 218&lt;br /&gt;
| 1984 || 226&lt;br /&gt;
| 2009 || 202&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 || 228&lt;br /&gt;
| 1986 || 208&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 || 182&lt;br /&gt;
| 1991 || 215&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || 247*&lt;br /&gt;
| 1995 || 212&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || 294*&lt;br /&gt;
| 2000 || 193&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt;* Volkszählung&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;small&amp;gt;** Volkszählung: Gemeinde Mechlenreuth&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Der ehemalige [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] bestand aus acht Gemeinderäten und dem Bürgermeister. Letzter Bürgermeister war der Bauunternehmer Alfred Lottes. Nach der Kommunalwahl im März 2020 ist das Dorf mit drei Räten im Stadtrat von Münchberg vertreten (zwei aus dem Dorf und einer aus Mechlenreuth-Nord).&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Münchberg: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.muenchberg.de/index.php?id=0,23#fraktion_4 |wayback=20140430061546 |text=Gegenwärtiger Stadtrat |archiv-bot=2022-03-25 05:59:14 InternetArchiveBot }}&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 19. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stimmbezirk Mechlenreuth hatte dabei das amtliche Wahlergebnis 50,78 % CSU, 36,06 % SPD und 13,16 % MWG (Münchberger Wählergemeinschaft).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemaligen Gemeindevorsteher und Bürgermeister waren, soweit bekannt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1782 Adam Kayser (Dorf[[schultheiß]])&lt;br /&gt;
* 1867–1876: Wolfrum&lt;br /&gt;
* 1876–1882: Kielmann&lt;br /&gt;
* 1882–1894: Johann Renner&lt;br /&gt;
* 1894–1904: Balthasar Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1904–1912: Nikol Schatz&lt;br /&gt;
* 1912–1925: Balthasar Kielmann, parteilos&lt;br /&gt;
* 1925–1934: Karl Wolfrum, parteilos ([[Mussen (Münchberg)|Mussen]]) [[Datei:GüntherBecksteinMechlenreuth.jpg|mini|Günther Beckstein bei seinem Firmenbesuch in Mechlenreuth]]&lt;br /&gt;
* 1934–1945: Karl Wolfrum, NSDAP (Mechlenreuth)&lt;br /&gt;
* 1945–1952: Karl Gräf, parteilos&lt;br /&gt;
* 1952–1978: Alfred Lottes, parteilos&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. August 2008 besichtigte Ministerpräsident [[Günther Beckstein]] in Begleitung eines sicherheitstechnischen und medialen Großaufgebots einen Betrieb in Mechlenreuth. Unter den Gästen befanden sich neben Kommunalpolitikern und dem Münchberger Bürgermeister Thomas Fein der Bundestagsabgeordnete [[Hans-Peter Friedrich]] und der Landtagsabgeordnete [[Alexander König (Politiker)|Alexander König]]. Die öffentliche Veranstaltung besuchten etwa 200 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Frankenpost: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.frankenpost.de/nachrichten/mhtz/art2441,891338 Zeitungsbericht vom 27. August 2008].&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 19. Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mechlenreuth Kriegerdenkmal.jpg|mini|Kriegerdenkmal auf dem Kapellenberg]]&lt;br /&gt;
* In Mechlenreuth bestehen noch zwei historische [[Fachwerkhaus|Fachwerk-Bauernhäuser]] mit Krüppel-[[Walmdach|Walmdächern]] im fränkischen Stil.&lt;br /&gt;
* Auf dem Kapellenberg befindet sich ein [[Kriegerdenkmal]] aus dem Jahre 1926, das sich durch seine markante Form von anderen Denkmälern dieser Zeit abhebt. Auf einem zweistufigen sechseckigen [[Granit]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;block stehen sechs Säulen, auf denen eine Granitkuppel mit einem wuchtigen Steinkreuz ruht, das dem Bayerischen Verdienstkreuz ähnelt. Auf dem Granitblock sind in dunkelroter Schrift die Gefallenen und Vermissten der früheren Gemeinde Mechlenreuth aus beiden [[Weltkrieg]]en verzeichnet. Die Namen der Opfer des Zweiten Weltkriegs wurden nach 1945 angebracht. Die Granitkuppel trägt die Inschrift: „Ihren gefallenen Helden – Gemeinde Mechlenreuth – Mussen – Schweinsbach“.&lt;br /&gt;
* Die Dietel[[mühle]] befindet sich abseits des Dorfes, erreichbar über den Wirtschaftsweg Mechlenreuth–Kleinlosnitz. Den Bauern war früher der Weg von Mechlenreuth zur Obermühle in Münchberg zu weit, so dass &amp;#039;&amp;#039;Nickel Diettel zu Mechlareuth&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1568 am Mussenbach eine Getreide- und Schneidmühle einrichtete. Der Mahl- und Schneidbetrieb wurde vor 1958 eingestellt. Der letzte [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]] war Karl Gräf.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilfried Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Mühlen in Münchberg und im alten Landkreis Münchberg. Dietelsmühle.&amp;#039;&amp;#039; S. 67–68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereine ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Feuerwehrhaus Mechlenreuth.JPG|mini|Feuerwehrhaus Mechlenreuth]]&lt;br /&gt;
* Die [[Freiwillige Feuerwehr]] Mechlenreuth wurde 1873 gegründet. Als Löschgerät stand damals eine Handdruckspritze zur Verfügung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde eine Motorspritze beschafft, die 1965 durch einen [[Tragkraftspritzenanhänger]] ersetzt wurde. Dieser ist noch im Einsatz. Bereits 1963 wurde ein neues [[Feuerwehrhaus]] in Betrieb genommen und 1966 konnte der Kreisfeuerwehrtag des Landkreises Münchberg begangen werden. Im selben Jahr brannte die Ziegelei bis auf die Grundmauern nieder. Weitere Großbrände suchten die Ortschaft 1988 und 2004 heim.&lt;br /&gt;
* Der Geflügelzuchtverein Münchberg 1888 e.&amp;amp;nbsp;V. besitzt ein Vereinsheim mit Ausstellungshalle. Seit der Corona-Pandemie und dem Tod des ehrenamtlichen Wirtes wird es nur noch sporadisch bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
* Der Reit- und Fahrverein Münchberg hat seinen Sitz in Mechlenreuth auf der Reitanlage in der Oberen Eiben mit Reithalle und Stallungen. Diese befindet sich seit 2022 in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Jedes Jahr gegen Ende Juli findet in Mechlenreuth ein zweitägiges Dorffest am Dorfteich statt.&lt;br /&gt;
* Der Reit- und Fahrverein veranstaltet regelmäßig Turniere auf der Reitanlage im Ortsteil Obere Eiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Dampfziegelei Mechlenreuth.jpg|mini|Ehemalige Dampfziegelei Mechlenreuth]]&lt;br /&gt;
Mechlenreuth war wie die meisten Dörfer zuerst landwirtschaftlich ausgerichtet und durch Bauernhöfe geprägt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden eine [[Ziegelei]] und eine Fleischwarenfabrik. Dadurch setzte in der Gemeinde vergleichsweise früh eine Industrialisierung ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es wegen der Nähe zur Industriestadt Münchberg einen wirtschaftlichen Aufschwung mit der Gründung einer Weberei und einer Skifabrik. Einige Jahre später (1973/1974) wurde im Gemeindeteil Eiben ein [[Umspannwerk]] errichtet, das noch in Betrieb ist. Gegenwärtig bestehen im Dorf noch vier landwirtschaftliche Vollerwerbs- und zwei Nebenerwerbsbetriebe. Außerdem gibt es eine Schreinerei, ein Architekturbüro und seit 2024 eine Ferienhaussiedlung. In der Oberen Eiben befindet sich ein Solarpark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Raiffeisenkasse Mechlenreuth, die sich hauptsächlich mit dem Warengeschäft befasste, diente der vorwiegend ländlichen Bevölkerung als Selbsthilfeeinrichtung. Die Eintragung als [[Genossenschaft]] mit unbeschränkter Haftung erfolgte am 10. Juni 1919. Ihr damaliger Name lautete Mechlenreuter Spar- und Darlehenskassen-Verein. 1954 erfolgte der Bau eines Lagerhauses in [[Mussen (Münchberg)|Mussen]], das später mit einer Gemeinschaftstiefkühlanlage ausgestattet wurde. Die Genossenschaft besaß auch eine Eindosmaschine, einen Beizapparat und eine Wiesenwalze. Zwischen 1939 und 1965 fanden insgesamt 56 Mitgliederversammlungen statt. Die einzige außerordentliche Generalversammlung ordnete die alliierte Militärverwaltung am 18. März 1946, nach der Entlassung aller bisherigen Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, zur Durchführung von Neuwahlen an. Die Existenz der Raiffeisenkasse Mechlenreuth eGmbH endete 1966 durch den Zusammenschluss mit der Kasse Poppenreuth und mit der Neugründung der Raiffeisenkasse Münchberg und Umgebung eGmbH.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen aus &amp;#039;&amp;#039;Die Raiffeisenkasse Mechlenreuth&amp;#039;&amp;#039;, einer schriftlichen Aufzeichnung von Klaus Foerster, verfasst am 25. April 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Mechlenreuth ist erreichbar über die [[Liste der Kreisstraßen im Landkreis Hof#HO 18|Kreisstraße HO&amp;amp;nbsp;18]] Münchberg–[[Sparneck]], die [[Bundesstraße 289|B 289]] Münchberg–[[Schwarzenbach an der Saale]], die ehemalige [[Bundesstraße 2|B 2]], den Wirtschaftsweg mit Radweg Mechlenreuth – Kleinlosnitz und dem Radweg Münchberg – Stockenroth. Anschluss an die [[Bundesautobahn 9|A 9]] besteht durch die Anschlussstellen Münchberg-Süd bzw. Münchberg-Nord. Der nächstgelegene [[Bahnhof]] befindet sich in Münchberg, erreichbar per [[Linienbus]] oder [[Anruf-Sammel-Taxi]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.stadtwerke-muenchberg.de/parken.htm |wayback=20071027172808 |text=Genauere Informationen}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schulhaus Mechlenreuth.jpg|mini|Ehemaliges Schulhaus und [[Gemeindekanzlei]] Mechlenreuth]]&lt;br /&gt;
Etwa ab dem Jahre 1836 existierten in der Gemeinde Schulhäuser in Mechlenreuth und [[Mussen (Münchberg)|Mussen]]. Nach der Zunahme der Schülerzahl wurde in Mechlenreuth 1908 ein neues Schulhaus errichtet, in dem auch die [[Gemeindekanzlei]] und eine Lehrerwohnung untergebracht waren. Die Schule in Mussen konnte daraufhin geschlossen werden. In den 1950er-Jahren gab es Planungen, ein neues Schulhaus zu errichten, die jedoch nicht realisiert wurden. Im Rahmen der bayerischen [[Landschulreform]] beschloss der Gemeinderat, zusammen mit den damaligen Gemeinden Sauerhof, Poppenreuth, Straas, Markersreuth und Meierhof einen [[Schulverband]] zu gründen und in Poppenreuth eine Verbandsschule einzurichten, woraufhin die Volksschule Mechlenreuth 1968 geschlossen wurde. Das Schulzimmer diente dann bis 1978 für Sitzungen des Gemeinderates, Wahlen und Bürgerversammlungen. Die Schüler aus Mechlenreuth besuchen heute die [[Grundschule]] am Kreuzberg in Münchberg, in Poppenreuth ist die Hauptschule der Stadt Münchberg untergebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen aus &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Schulen der Gemeinde Mechlenreuth&amp;#039;&amp;#039;, einer schriftlichen Aufzeichnung der Volksschule Mechlenreuth.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Karl Dietel]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Aus der Geschichte des Dorfes Mechlenreuth&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Zeitungsbericht bestehend aus mehreren Serien&lt;br /&gt;
   |Verlag=Münchberger Helmbrechtser Zeitung ([[Frankenpost]])&lt;br /&gt;
   |Ort=Münchberg&lt;br /&gt;
   |Datum=1954&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Heimatbeilage der Münchberger Helmbrechtser Zeitung}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Dietel&lt;br /&gt;
   |Titel=Münchberg. Geschichte einer Amts- und Industriestadt&lt;br /&gt;
   |Band=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Stadtverwaltung Münchberg&lt;br /&gt;
   |Ort=Münchberg&lt;br /&gt;
   |Datum=1963&lt;br /&gt;
   |Seiten=578 mit 43 Abb., 20 Taf, 1 Titelbild&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Bis zum Übergang an Bayern 1810}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Dietel&lt;br /&gt;
   |Titel=Zwischen Waldstein und Döbraberg – Die geschichtliche Entwicklung des Landkreises Münchberg&lt;br /&gt;
   |Verlag=Münchberger Bezirksschulamt&lt;br /&gt;
   |Ort=Münchberg&lt;br /&gt;
   |Datum=1964&lt;br /&gt;
   |Seiten=87}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Karl Dietel&lt;br /&gt;
   |Titel=Turmhügel im Herzen der Münchberger Senke&lt;br /&gt;
   |Band=41&lt;br /&gt;
   |Verlag=Archiv für Geschichte von Oberfranken&lt;br /&gt;
   |Ort=Bayreuth&lt;br /&gt;
   |Datum=1963}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Wilfried Kluge&lt;br /&gt;
   |Titel=Mühlen in Münchberg und im alten Landkreis Münchberg&lt;br /&gt;
   |Verlag=Münchberg-Helmbrechtser Zeitung ([[Frankenpost]])&lt;br /&gt;
   |Ort=Münchberg&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-938463-02-3&lt;br /&gt;
   |Seiten=156}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Heinrich Gradl]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Monumenta Egrana. Denkmäler des Egerlandes als Quelle für dessen Geschichte&lt;br /&gt;
   |Band=1&lt;br /&gt;
   |Verlag=Witz&lt;br /&gt;
   |Ort=Eger&lt;br /&gt;
   |Datum=1886&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Vom Jahr 805–1322}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Bavarikon Ort|objekt=Mechlenreuth |ID= ODB_S00040509}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Quelle&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeindeteile der Stadt Münchberg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|8. September 2008|50512658}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Münchberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Hof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1185]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1978]]&lt;/div&gt;</summary>
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