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	<title>Mechelen-Zwischenfall - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T08:10:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-16706-0: /* Folgen */</title>
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		<updated>2025-08-01T13:50:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Folgen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Me108 Messerschmitt Stiftung.jpg|mini|Bf 108 B Taifun der Messerschmitt-Stiftung]]&lt;br /&gt;
[[File:Plan aleman invasion Belgica capturado enero 1940.JPG|thumb|Angebrannte Unterlagen im [[Musée Royal de l’Armée]] in [[Brüssel]]]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mechelen-Zwischenfall&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Notlandung]] eines deutschen Flugzeugs nordöstlich der [[Belgien|belgischen]] Stadt [[Maasmechelen]] (Stadtteil Vucht) am 10.&amp;amp;nbsp;Januar 1940. Dadurch wurden Teile der deutschen Angriffsplanungen für den [[Westfeldzug]] zunächst dem belgischen [[Generalstab]] und später weiteren Kreisen im Westen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorfall ==&lt;br /&gt;
Am 10.&amp;amp;nbsp;Januar 1940 hatte [[Adolf Hitler]] ein neues Datum für die Offensive („[[Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg|Fall Gelb]]“) festgelegt: Sie sollte am 17.&amp;amp;nbsp;Januar 15 Minuten vor Sonnenaufgang beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Major Helmut Reinberger, ein [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffenoffizier]], der für den Nachschub bei der [[1. Fallschirmjäger-Division (Wehrmacht)|7.&amp;amp;nbsp;Flieger-Division]] zuständig war, sollte die Offensive betreffende Befehle von [[Münster]] zu seinem Stab nach [[Köln]] bringen. Der Winter 1939/40 war sehr kalt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://chroniknet.de/historisches-wetter-nach-monat/3-aachen/januar-1940 chroniknet.de Temperaturchart].&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Straßenverhältnisse waren winterlich.&lt;br /&gt;
Um nicht den [[Nachtzug]] nehmen zu müssen, nahm er befehlswidrig –&amp;amp;nbsp;der [[Oberbefehlshaber]] der [[Luftwaffe (Wehrmacht)|Luftwaffe]] [[Hermann Göring]] hatte den Transport von geheimen Befehlen per Flugzeug verboten&amp;amp;nbsp;– das Angebot des Fliegerhorst-Kommandanten Major Erich Hoenmanns an, ihn mit einer [[Messerschmitt Bf&amp;amp;nbsp;108]] vom Fliegerhorst Münster-[[Loddenheide]] nach Köln zu fliegen. Bei schlechter Sicht überflog Hoenmanns versehentlich den [[Rhein]], der sonst zur Orientierung nach Köln diente, und flog so lange westwärts, bis er die [[Maas]] erreichte. Dann setzte der Motor aus und zwang zu einer Notlandung im [[Neutralität (Internationale Politik)|neutralen]] Belgien. Nach der Landung offenbarte Reinberger dem ahnungslosen Hoenmanns die Brisanz der Papiere. Beide versuchten die Papiere zu verbrennen. Der belgische Korporal Gerard Rubens, der mit dem Fahrrad zur Landestelle geeilt war, verhinderte dies. Die beiden Deutschen wurden zu Verhören nach Maasmechelen gebracht. Hier versuchte Reinberger die Papiere in einen brennenden Kohleofen zu stecken; Kommandant Rodrique holte sie wieder heraus. Diese beiden Vorfälle waren Indizien dafür, dass die Papiere höchst brisant waren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;De eerste Duitse adelaar viel te Vucht&amp;#039;&amp;#039;, Flor Vanloffeld; {{archive.org|DeEersteDuitseAdelaarVielTeVuchtBeveiligdeVersie1 |Blatt=}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der deutschen Botschaft in [[Brüssel]] aus unterrichtete Reinberger den Luftwaffenstab mit dem Verweis, er habe die Unterlagen „zu unbrauchbaren Schnitzeln von Handtellergröße“ zerrissen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Toland (Historiker)|John Toland]]: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Hitler. Sieg im Westen (3. September 1939 bis 25.&amp;amp;nbsp;Juni 1940)&amp;#039;&amp;#039;, Gondrom Verlag, Bindlach, 1989, S. 769.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Hitler machte Göring schwere Vorwürfe,&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Stilla: &amp;#039;&amp;#039;Die Luftwaffe im Kampf um die Luftherrschaft. Entscheidende Einflussgrößen bei der Niederlage der Luftwaffe im Abwehrkampf im Westen und über Deutschland im Zweiten Weltkrieg unter besonderer Berücksichtigung der Faktoren „Luftrüstung“, „Forschung und Entwicklung“ und „Human Ressourcen“&amp;#039;&amp;#039;, Dissertation, Bonn 2005. {{URN|nbn:de:hbz:5-05816}}, S. 76 und Fußnote 347.&amp;lt;/ref&amp;gt; Göring war beunruhigt und ließ Versuche mit einer ähnlich großen Menge Papier anstellen, ob die Darstellung Reinbergers glaubwürdig war. Die Resultate waren so unsicher, dass er –&amp;amp;nbsp;auf den Vorschlag seiner Frau hin&amp;amp;nbsp;– mehrere [[Wahrsagen|Hellseher]] zu Rate zog, die meinten, von den Dokumenten sei nichts übriggeblieben. Hitler ließ sich davon nicht überzeugen und vermutete, der Plan sei „dem Feind“ in die Hände gefallen. Anfänglich, in einem Wutanfall, dachte er darüber nach, den Angriff auf den 14. Januar 1940 vorzuverlegen, um möglichen Gegenmaßnahmen zuvorzukommen; dann verschob er den Einmarschbefehl ein weiteres Mal.&amp;lt;ref&amp;gt;[[John Toland (Historiker)|John Toland]]: &amp;#039;&amp;#039;Adolf Hitler&amp;#039;&amp;#039;, Sieg im Westen (3. September 1939 bis 25.&amp;amp;nbsp;Juni 1940), Gondrom Verlag, Bindlach, 1989, S. 770.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hitler verschob diesen insgesamt 29-mal.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Gunkel: [https://www.spiegel.de/geschichte/westfeldzug-1940-a-946444.html &amp;#039;&amp;#039;Schwindelig vom Blitzkrieg&amp;#039;&amp;#039;] ([[Spiegel Geschichte (Zeitschrift)|Spiegel Geschichte]] 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Belgier, die den Überbleibseln der Dokumente entnehmen konnten, dass eine Offensive unter Missachtung der belgischen und niederländischen [[Neutralität (Internationale Politik)|Neutralität]] geplant war, gaben ihre Ergebnisse an [[Vereinigtes Königreich|Briten]], [[Frankreich|Franzosen]] und [[Niederlande|Niederländer]] weiter, wo sie zunächst auf Misstrauen stießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge änderte sich die belgische Politik gegenüber Deutschland, das seinerseits die Angriffsstrategie überdachte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mechelen-Zwischenfall&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Enzyklopädie des Nationalsozialismus]].&amp;#039;&amp;#039; Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 580.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hitler verschob den Angriff im Westen, während seine Generäle die Auswirkungen des Zwischenfalls erwogen. Den französischen Generalstabschef [[Maurice Gamelin]] bestärkten die Unterlagen in seiner Erwartung, dass der deutsche Angriff mit dem Schwerpunkt auf deren rechtem Flügel durch die Niederlande und Belgien erfolgen würde. Er konzentrierte daher seine Truppen schwerpunktmäßig weiterhin an seinem linken Flügel, um bei einem deutschen Angriff auf die neutralen Beneluxländer schnell mit einem Vorrücken auf die [[Dyle-Breda-Stellung|Linie Dyle-Breda]] reagieren zu können. Hitler befahl aber seinem Generalstabschef [[Franz Halder]] auf Anregung von [[Erich von Manstein]], den Aufmarschplan zu ändern und den Angriffsschwerpunkt nach dem [[Sichelschnittplan]] mit starken Panzerkräften durch die für unwegsam gehaltenen [[Ardennen]] vorzubereiten (Aufmarschanweisung Nr. 3 für den Fall Gelb).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrew Sangster |Titel=The Agony of France |Verlag=Cambridge Scholars |Datum=2016 |ISBN=978-1-4438-9438-8 |Seiten=73 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Denkmal ==&lt;br /&gt;
Am Ort des Geschehens wurde in den 1950er Jahren ein Denkmal (eine kleine Mauer mit Gedenkplatte) eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;am Winterdeich der Maas, am Ende der „Invasiestraat“ (Invasionsstraße). Am 10. Juni jedes Jahres findet eine kleine Dankprozession zum Denkmal statt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 6. Dezember 2005 wurde die alte Gedenkmauer abgerissen, am 13. Dezember 2005 nahebei dafür eine Säule eingeweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Skulptur „Wasserevent“ des Künstlers Rik Blumen ist eine ca. 3,3&amp;amp;nbsp;m hohe Säule. In dieser sind Nachrichten der lokalen Zeitungen und die Geschichte der Bf&amp;amp;nbsp;108 eingemauert. Am Ort der Notlandung ist ein Betonfundament in Form des Flugzeuges gegossen worden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Vucht Monument Messerschmitt Bf 108 13-8-2017 12-29-19.jpg|Gedenkstätte im August 2017&lt;br /&gt;
   Vucht Monument Messerschmitt Bf 108 13-8-2017 12-29-53.JPG|Text der Gedenktafel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jean Vanwelkenhuyzen]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Mechelener Zwischenfall: Die Niederlande und der „Alarm“ im Januar 1940.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 8 (1960), Heft 1, S. 17–36. [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1960_1.pdf ifz-muenchen.de] (PDF; 5,6&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50.972914 |EW=5.715809 |type=landmark |region=BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westfeldzug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgien im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maasmechelen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgisch-deutsche Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgisch-französische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Belgisch-britische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ereignis 1940]]&lt;/div&gt;</summary>
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