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	<title>Me&#039;a Sche&#039;arim - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Goesseln am 18. August 2025 um 21:48 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-18T21:48:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mea Schearim.jpg|mini|Tradition und Moderne (Aufnahme aus dem Jahr 2006)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mea Shearim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, in aschkenasischer und jiddischer Aussprache &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meye Schorim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Meye Scheorim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|מאה שערים&amp;amp;lrm;}}, deutsch „hundertfach“, oft als „hundert Tore“ übersetzt), ist eines der ältesten Stadtviertel [[Jerusalem]]s außerhalb der [[Altstadt (Jerusalem)|Altstadt]]. Es wird hauptsächlich von [[Ultraorthodoxes Judentum|ultraorthodoxen Juden]] bewohnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der vom deutschen [[Architekt]]en [[Conrad Schick]] entworfenen Wohnanlage Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim wurde 1874 begonnen. Fromme [[Juden]] Jerusalems wollten den engen Verhältnissen in der Stadt entkommen und ließen vor den Toren der Stadt eine als autarke Kooperative angelegte eigene Siedlung errichten. Namensgebend war ein Wort aus dem Wochenabschnitt der [[Tora]], der zum Zeitpunkt der Gründung der Mea Schearim-Gesellschaft gelesen wurde: „Und Isaak säte in seinem Lande und erntete in jenem Jahre hundertfach, denn der Herr segnete ihn.“ ([[1. Buch Mose|Gen]] 26,12)&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. genauere Erklärungen in: Wolfgang Scheel, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon biblischer Ortsbenennungen im modernen Israel&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Hammerbrücke 2003, ISBN 3-933750-32-6, S. 102&amp;lt;/ref&amp;gt; 1880 waren die ersten hundert kleinen Wohnungen bezugsbereit, die sich um einen offenen bepflanzten Hof, der später durch Kuhställe ersetzt wurde, gruppierten. Bis zur Jahrhundertwende entstand eine komplexe eigene Kleinstadt mit rund 300 Wohneinheiten innerhalb Jerusalems.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lili Eylon]]: [http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Archaeology/jerott.html &amp;#039;&amp;#039;Jerusalem: Architecture in the late Ottoman Period&amp;#039;&amp;#039;] JewishVirtualLibrary (englisch) abgerufen am 6. September 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen Juden]] aus anderen Teilen [[Palästina (Region)|Palästinas]] siedelten sich vor allem [[Halacha|halachisch]] lebende Juden aus [[Polen]] und [[Ungarn]] in Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim und seiner unmittelbaren Umgebung an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mea shearim.jpg|mini|Hauptstraße in Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim, 2012]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panneau mea shearim.jpg|mini|Schild in Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim ist heute ein Viertel im Westteil Jerusalems, wo die Alltagssprache vornehmlich [[Jiddisch]] ist. Die Bewohner, welche verschiedenen [[Ultraorthodoxes Judentum|charedischen]], also teils [[Chassidisch|chassidischen]] und teils [[Mitnagdim|misnagdischen]] Gemeinschaften angehören, halten sich an die traditionelle Auslegung der Tora und an die [[Mitzwa|Mitzwos]], die schon seit mehr als 3300 Jahren von Lehrer zu Schüler, Vater zu Sohn und Mutter zu ihren Kindern weitergegeben wird. In Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim gilt die strikte Einhaltung der [[Sabbat|Schabbatruhe]], der [[Jüdische Feiertage|jüdischen Feiertage]] und der [[Nidda (Judentum)|Familienreinheit]]. Es gilt als bekannt, dass hier die politische Opposition zum [[Zionismus]] und zum Staat [[Israel]] vorherrscht. Hierzu sei die [[Antizionismus|antizionistische]] Organisation [[Neturei Karta]] aus Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mea Schearim ist eine Touristenattraktion geworden und findet zunehmend in Reiseführern Erwähnung, denn sein heutiges Erscheinungsbild ist ein guter Einblick in die während des Zweiten Weltkriegs zerstörte Welt der [[Osteuropäisches Judentum|osteuropäischen]] [[Schtetl|Stetlech]]. Mit mehrsprachigen Hinweisschildern wird an den Eingängen zum Viertel auf die de-facto herrschenden Verhaltens- und Kleidungsvorschriften hingewiesen, die auch von Besuchern zu beachten sind. Am Schabbat können Autos im Viertel nicht verkehren, sämtliche von Menschen bediente elektrische Anlagen sind auszuschalten, und das Benutzen von Fotoapparaten, Mobiltelefonen etc. auf der Straße wird von den streng orthodoxen Juden nicht geduldet. Hintergrund dafür ist die Schabbatruhe, in der kein Feuer gemacht werden darf. Im Hinblick auf dieses Gebot der [[Tora]] werden der elektrische Funke und der gestartete Automotor dem Anzünden von Feuer gleichgesetzt. Diese Art der Einhaltung der jüdischen Gebote, der [[Halacha]], wurde bis zum Auftreten des [[Reformjudentum]]s im 19. Jahrhundert von praktisch allen jüdischen Gemeinden praktiziert. Das „Schalten“ elektrischer Anlagen jeder Art, bis hin zum Einschalten der Zimmerbeleuchtung oder dem Funken der Zündkerze eines Autos, ist die Weiterführung dieser alten Tradition in der Moderne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Amos Elon]]: &amp;#039;&amp;#039;Jerusalem, Innenansichten einer Spiegelstadt&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 1992, ISBN 3-499-12652-4.&lt;br /&gt;
* Ute Frings, Rolly Rosen: &amp;#039;&amp;#039;Israel und Palästina&amp;#039;&amp;#039;. Rowohlt, Reinbek 1998, ISBN 3-499-60406-X.&lt;br /&gt;
* Amos Schliack, [[Henryk M. Broder]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Juden von Mea Shearim&amp;#039;&amp;#039;. Ellert &amp;amp; Richter Verlag, 1999, ISBN 3-89234-765-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mea Shearim|Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim}}&lt;br /&gt;
* [http://www.jerusalemshots.com/cat_en19.html Fotos von Me&amp;#039;a Sche&amp;#039;arim]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4192192-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtviertel von Jerusalem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Israel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ultraorthodoxes Judentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Goesseln</name></author>
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