<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Maximum-Entropie-Methode</id>
	<title>Maximum-Entropie-Methode - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Maximum-Entropie-Methode"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximum-Entropie-Methode&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T20:27:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximum-Entropie-Methode&amp;diff=241727&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximum-Entropie-Methode&amp;diff=241727&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-15T02:33:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximum-Entropie-Methode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MEM&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode der [[Bayessche Statistik|Bayesschen Statistik]], die erlaubt, trotz mangelhafter problemspezifischer Information eine [[A-priori-Wahrscheinlichkeit]] zuzuweisen. Sie ersetzt frühere Ansätze, wie etwa das von [[Pierre-Simon Laplace|Laplace]] formulierte „[[Prinzip vom unzureichenden Grund]]e“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung und Vorgehensweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode wurde 1957 von [[Edwin Thompson Jaynes]] in Anlehnung an Methoden der [[statistische Mechanik|statistischen Mechanik]] und der [[Claude Elwood Shannon|Shannonschen]] [[Informationstheorie]] eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Edwin Thompson Jaynes |Titel=Information Theory and Statistical Mechanics |Sammelwerk=The Physical Review |Band=106 |Nummer=4 |Seiten=620–630 |Datum=1957-05-15 |Online=[https://bayes.wustl.edu/etj/articles/theory.1.pdf bayes.wustl.edu] |Format=PDF |KBytes=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundidee des Maximum-Entropie-Verfahrens ist es, in Situationen ohne spezifische Informationen, die Unsicherheit der [[A-priori-Wahrscheinlichkeit|A-priori-Wahrscheinlichkeiten]] so zu maximieren, dass keine willkürlichen Annahmen über die gegebene Situation gemacht werden müssen. Die Maximum-Entropie-Methode legt sich so wenig wie möglich fest. Jaynes zufolge&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Persi Diaconis |Titel=A Frequentist Does This, A Bayesian That |Datum=2004-03-13 |Sammelwerk=SIAM News |Online=[http://www.siam.org/news/news.php?id=81 volltext] |Abruf=2007-12-28 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist dies aber nur der letzte Schritt, um nach Einfüllen aller vorhandenen Information etwaige noch bestehende Lücken zu schließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der statistischen Physik bedeutet dies: „&amp;#039;&amp;#039;Unter allen Zuständen eines physikalischen Systems, die kompatibel mit dem vorhandenen Wissen über das System sind, ist jener zu wählen, welcher die Entropie maximiert.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Methode wird zur optimalen Extraktion von [[Information]] aus [[Rauschen (Physik)|verrauschten]] [[Signal]]en in Abhängigkeit vom [[Signal-Rausch-Verhältnis]] verwendet. Sie findet auch in der [[Fourieranalyse|Spektralanalyse]] und der digitalen [[Bildverarbeitung]] Anwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
[[Entropie (Informationstheorie)|Entropie]] ist ein Maß für den [[Informationsgehalt]] einer [[Zufallsvariable]] &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt;. Ein weniger wahrscheinliches Ergebnis vermittelt mehr Informationen als ein wahrscheinlicheres Ergebnis. Entropie ist also ein Maß für die Unsicherheit eines Ergebnisses. Wenn das Ziel darin besteht, eine möglichst „unwissende“ [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]] zu finden, sollte die Entropie folglich maximal sein. Formal ist Entropie wie folgt definiert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[diskrete Zufallsvariable]] mit der [[Wahrscheinlichkeitsverteilung]] &amp;lt;math&amp;gt;P(X = x_i) = p_i&amp;lt;/math&amp;gt; ist, dann ist die [[Entropie (Informationstheorie)|Entropie]] von &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; definiert als&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Eta(X) = -\sum_i p_i \log_2 p_i&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; eine [[stetige Zufallsvariable]] mit der [[Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion|Wahrscheinlichkeitsdichte]] &amp;lt;math&amp;gt;p(x)&amp;lt;/math&amp;gt; ist, dann ist die [[differentielle Entropie]] von &amp;lt;math&amp;gt;X&amp;lt;/math&amp;gt; definiert als&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Michael Franke: [https://michael-franke.github.io/intro-data-analysis/the-maximum-entropy-principle.html The Maximum Entropy Principle]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Eta(X) = - \int_{-\infty}^{+\infty} p(x) \log p(x) \, \mathrm dx&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wallis-Verteilung ==&lt;br /&gt;
Ein Ansatz zur Berechnung der [[Entropie (Informationstheorie)|Entropie]] wurde von Graham Wallis vorgeschlagen. Es sind Informationen gegeben, die [[Wahrscheinlichkeit]]en &amp;lt;math&amp;gt;p_1, \ldots, p_m&amp;lt;/math&amp;gt; verschiedenen [[Zufallsvariable]]n zuweisen. Die Gesamtwahrscheinlichkeit wird unter ihnen aufgeteilt, also gilt &amp;lt;math&amp;gt;\sum_{i=1}^{m} p_i = 1&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wählt man einige [[Ganze Zahl|ganze Zahlen]] &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt;, die wesentlich größer als &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; sind, und nimmt an, man hat &amp;lt;math&amp;gt;n&amp;lt;/math&amp;gt; kleine Mengen von [[Wahrscheinlichkeit]]en, jeweils von der Größe &amp;lt;math&amp;gt;\delta = \tfrac{1}{n}&amp;lt;/math&amp;gt;, um sie auf richtige Weise zu verteilen. Angenommen, man soll diese Mengen unter &amp;lt;math&amp;gt;m&amp;lt;/math&amp;gt; Möglichkeiten zufällig verteilen. Wenn man diese Wahrscheinlichkeiten so verteilt, dass jede Box die gleiche Wahrscheinlichkeit hat, erhält man, dass das [[Zufallsexperiment]] folgende Wahrscheinlichkeiten hat: &amp;lt;math&amp;gt;p_i = n_i \cdot \delta = \tfrac{n_i}{n}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschehen wird, ist die [[Multinomialverteilung]] &amp;lt;math&amp;gt; \frac{n!}{n_1! \cdot \dots \cdots n_m!}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für große &amp;lt;math&amp;gt; n&amp;lt;/math&amp;gt; folgt aus der [[Stirlingformel]]&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;n! \sim \sqrt{2 \pi n} \; \left(\frac{n}{\mathcal{e}}\right)^{n}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Logarithmieren]] ergibt&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\log(n!) \sim \log \left(\sqrt{2 \pi n}\right) + n \log \left(\tfrac{n}{e}\right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\log(n!) \sim \log \left(\sqrt{2 \pi n}\right) + n \log(n) - n&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nimmt man den Logarithmus von &amp;lt;math&amp;gt;W&amp;lt;/math&amp;gt; und ersetzt &amp;lt;math&amp;gt;\log(n!)&amp;lt;/math&amp;gt; durch die Näherung der [[Stirlingformel]], erhält man schließlich die Definition der [[Informationsentropie]], wie sie durch den [[Satz von Shannon]] abgeleitet wird:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;-\sum_{i=1}^{m} p_i \log_2 p_i = \Eta(p_1, \ldots, p_m)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagrange-Multiplikatoren ==&lt;br /&gt;
Anstatt die Einschränkungsgleichungen zu verwenden, um die Anzahl der Unbekannten zu verringern, kann man die Anzahl der Unbekannten erhöhen. Man definiert die [[Lagrange-Multiplikator]]en &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt; und dann die Lagrange-Funktion&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;L = S - (\alpha - \log_2 e) \left(\sum_{i} p(A_i) - 1\right) - \beta \left(\sum_{i} g(A_i)p(A_i) - G\right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
wobei &amp;lt;math&amp;gt;\log_2 e \approx 1{,}4427&amp;lt;/math&amp;gt;. Der Lagrange-Multiplikator &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; wird wie [[Entropie (Informationstheorie)|Entropie]] in [[Bit]] gemessen, und &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt; wird in Bit pro Einheit &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; gemessen. Wenn &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; in Joule pro Kelvin ausgedrückt wird und [[Natürlicher Logarithmus|natürliche Logarithmen]] in der Entropiedefinition verwendet werden, ist die Formel für &amp;lt;math&amp;gt;L&amp;lt;/math&amp;gt; etwas anders:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;L = S - k_B(\alpha - 1) \left(\sum_{i} p(A_i) - 1\right) - k_B\beta \left(\sum_{i} g(A_i)p(A_i) - G\right)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und die Einheiten für &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt; sind nicht mehr in Bits: &amp;lt;math&amp;gt;\alpha&amp;lt;/math&amp;gt; ist dimensionslos und &amp;lt;math&amp;gt;\beta&amp;lt;/math&amp;gt; wird mit dem Inversen der Einheiten von &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt; ausgedrückt.&amp;lt;ref&amp;gt;Massachusetts Institute of Technology: [https://mtlsites.mit.edu/Courses/6.050/2003/notes/chapter10.pdf Principle of Maximum Entropy]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen in den Wirtschaftswissenschaften ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein relativ neues Anwendungsgebiet der MEM stellt die Makroökonomik dar. Im Rahmen der [[Ökonophysik|ökonophysikalischen Strömung]], die abseits des wirtschaftswissenschaftlichen Mainstreams verschiedene Methoden der statistischen Mechanik auf die Modellierung der Wirtschaft anwendet, kam es zur Verwendung der MEM.&amp;lt;ref&amp;gt;Duncan K. Foley: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://homepage.newschool.edu/~foleyd/stateqnotes.pdf | wayback=20060908212638 | text=Statistical Equilibrium in Economics: Method, Interpretation, and an Example}}&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;XII Workshop on „General Equilibrium: Problems, Prospects and Alternatives“&amp;#039;&amp;#039; 07-1999 New School University, New York.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen in der Ökologie ==&lt;br /&gt;
In der [[Biogeographie]] wird die Maximum-Entropie-Methode zur [[Modell]]ierung von [[Verbreitungsgebiet]]en verwendet. Ein Beispiel dafür ist die Software [[Maxent (Software)|Maxent]].&amp;lt;ref&amp;gt;Steven J. Phillips, Miroslav Dudík, Robert E. Schapire (2006): &amp;#039;&amp;#039;Maximum entropy modeling of species geographic distributions&amp;#039;&amp;#039;. Ecological Modelling 190, 231-259. [http://www.cs.princeton.edu/~schapire/papers/ecolmod.pdf pdf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Edwin Thompson Jaynes |Titel=Information Theory and Statistical Mechanics |Sammelwerk=The Physical Review |Band=106 |Nummer=4 |Seiten=620–630 |Datum=1957-05-15 |Online=[https://bayes.wustl.edu/etj/articles/theory.1.pdf bayes.wustl.edu] |Format=PDF |KBytes=}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Nailong Wu |Titel=The Maximum Entropy Method |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=1997 |ISBN=978-3-540-61965-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://cmm.cit.nih.gov/maxent/ Eine Einführung (auf Englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://aips2.nrao.edu/docs/glossary/m.html#Maximum_Entropy_Method Kurzerklärung (auf Englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayessche Statistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematische Statistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>