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	<title>Maximilian Stadler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:17:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximilian_Stadler&amp;diff=237946&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2026-02-08T08:45:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abbé Stadler 1813 J. B. Pfitzer.png|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Abbé Stadler&amp;#039;&amp;#039; (J. B. Pfitzer, 1813)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Maximilian Stadler Wien.jpg|miniatur|Stadlers Grabstätte auf dem Sankt Marxer Friedhof in Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximilian Johann Karl Dominik Stadler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, später &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abbé Stadler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. August]] [[1748]] in [[Melk]]; † [[8. November]] [[1833]] in [[Wien]]) war ein [[österreich]]ischer [[Komponist]], [[Musikhistoriker]], [[Organist]] und [[Pianist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biographie ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit ===&lt;br /&gt;
Am 4. August 1748 wurde Johannes Karl Dominik Stadler als zweites von neun Kindern des Bäckermeisters und Marktrichters (entspricht dem heutigen [[Bürgermeister]]) Karl Stadler und seiner Frau Eleonora geboren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/st-poelten/melk/01-03/?pg=324 |titel=Taufbuch - 01-03, S. 210 {{!}} Melk {{!}} Niederösterreich (Westen): Rk. Diözese St. Pölten {{!}} Österreich {{!}} Matricula Online |abruf=2021-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Vornamen Maximilian sollte er erst bei seinem Eintritt ins Kloster erhalten. Das Geburtshaus ist noch heute erhalten und befindet sich am heutigen Rathausplatz 9 in [[Melk]]. Erste musikalische Ausbildung erhielt er von dem am [[Benediktiner]]stift [[Stift Melk|Melk]] angestellten Bassisten [[Johann Franz Leuthner]]. So kam es, dass er bereits als Kind in der [[Mariä-Himmelfahrt-Kirche (Melk)|Melker Pfarrkirche]] sang. 1758 wurde Stadler Schüler in [[Stift Lilienfeld]], wo sein Onkel [[Zisterzienser]] war. Dort übte er anfangs [[Clavichord]] und [[Orgel]] allein, erhielt jedoch bald Unterricht. Auch seine ersten Kompositionen stammen aus der Lilienfelder Zeit: eine verschollene Sopranarie und ein ebenfalls heute verschollenes, damals jedoch öfters im Stift aufgeführtes [[Salve Regina]]. Ab 1762 besuchte Stadler in Wien bei den [[Jesuiten]] die vierte bis sechste lateinische Schulstufe.&lt;br /&gt;
In Wien knüpfte er mit zahlreichen in Wien tätigen Musikern Kontakte, darunter [[Giuseppe Bonno|Bonno]], [[Florian Leopold Gassmann|Gassmann]], [[Georg Reutter der Jüngere|Reutter]], [[Johann Baptist Vanhal|Vanhal]] und [[Joseph Haydn|J. Haydn]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Kloster ===&lt;br /&gt;
Am 4. November 1766 trat er in das Stift Melk ein, wobei mit ihm noch vier weitere ehemalige Sängerknaben eintraten, darunter [[Marian Paradeiser]] und [[Ulrich Petrak]]. 1767 legte Stadler die [[Profess]] ab, 1772 empfing er die Priesterweihe. Nach dem Tod von Paradeiser übernahm Stadler 1775 den Lehrstuhl für Theologie in Melk. Als die Theologische Hochschule nach Wien verlegt wurde, erhielt Stadler 1783 das Amt des [[Kooperator]]s in der Stiftspfarre [[Wullersdorf]], blieb dort jedoch nur ein Jahr, da er 1784 zum [[Prior]] gewählt wurde. In diesem Amt folgte der als gemäßigt geltende Stadler dem strengen Pater [[Damian Rusko]] nach. Nach dem Tod des Abts [[Urban Hauer]] 1785 oblag Stadler die Administration des Stiftes. Um die Erlaubnis einer Abtwahl einzuholen, erhielt Stadler eine Audienz bei [[Joseph II.|Kaiser Joseph II.]] Dieser verweigerte Stadler jedoch die Erlaubnis. Stattdessen beschloss der Kaiser, Stadler zum [[Kommendatarabt]] zu ernennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Lilienfeld und Kremsmünster ===&lt;br /&gt;
Im Juni 1786 trat Stadler seine Stelle als [[Kommendatarabt]] des [[Zisterzienser]]stifts [[Stift Lilienfeld|Lilienfeld]] an. Das Kloster befand sich damals durch Misswirtschaft in finanziell prekärer Lage und wurde 1789 aufgelöst. Darauf beorderte der Kaiser Stadler in das [[Benediktiner]]stift [[Stift Kremsmünster|Kremsmünster]], um dort ebenfalls Kommendatarabt zu werden. Die Stiftschronik lässt kein gutes Haar an Stadler und warf ihm Lustreisen nach Linz und Wien vor, erwähnt jedoch auch, dass Stadler ein vortrefflicher Musiker war. Als Stadler jedoch die Sternwarte in Kremsmünster beließ, die Graf [[Heinrich Franz von Rottenhan|Rottenhahn]] nach Linz schaffen wollte, besserte sich sein Verhältnis zum Kloster schlagartig. Wenig bekannt sind Stadlers musikalische Tätigkeiten in Lilienfeld und Kremsmünster, belegt ist jedoch, dass er den Kremsmünster Benediktiner [[Placidus Fixlmillner]] (Violine) und Graf Rottenhan (Violoncello) am Klavier begleitet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In Linz, Wien und Böhmischkrut ===&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Kaiser Joseph II. wurde der alte Abt wieder eingesetzt und Stadler begab sich nach Linz. Zum Abschied erhielt er von [[Georg Pasterwitz]] ein Heft mit Fugen.&lt;br /&gt;
Der Linzer Bischof ernannte Stadler zum [[Bischöfliche Ehrentitel|Konsistorialrat]]. Stadler verbrachte viel Zeit mit dem Bischof, begleitete ihn auf Reisen nach Garsten und Mondsee. Auch nach Wien reiste Stadler und besuchte dort [[Wolfgang Amadeus Mozart]]. Nach mehreren erfolglosen Bewerbungen um Kanonikate und Pfarren zog Stadler 1796 nach Wien um. Dort widmete er sich ganz der Musik, komponierte weltliche Werke, besuchte häufig die kaiserliche Bibliothek und arrangierte unter anderem Opern von Mozart ([[Der Schauspieldirektor]], [[Così fan tutte]], [[Die Zauberflöte]], [[Idomeneo]]), [[Christoph Willibald Gluck|Gluck]] ([[Orfeo ed Euridice]]) und [[Luigi Cherubini|Cherubini]] ([[Médée (Cherubini)|Médée]], [[Lodoïska (Cherubini)|Lodoïska]] und [[Eliza, ou le voyage aux glaciers du Mont Saint-Bernard|Elisa]]) für Streichsextett.&lt;br /&gt;
1803 wird Stadler schließlich Pfarrer von Altlerchenfeld. Ein Jahr später wurde er säkularisiert (also von den drei monastischen Gelübden befreit und somit den [[Weltpriester]]n gleichgestellt); dies hatte vor allem finanzielle Gründe. Jedenfalls hatte es nichts mit einer Entfremdung von seinem Heimatkloster Melk zu tun, wofür einige autographe Kompositionen sprechen, die später, aber noch zu Lebzeiten Stadlers ins Stift Melk gelangten.&lt;br /&gt;
1809 bewarb sich Stadler um die Pfarre [[Großkrut|Böhmischkrut]]. 1810 wurde er dort als Pfarrer eingesetzt. Die Seelsorge in der großen Pfarre (mit drei Filialen) überforderte den 60-jährigen Priester jedoch. So reichte er 1815 seine Resignation ein und begab sich nach Wien.&lt;br /&gt;
Dort erholte er sich bald und konnte sich in seiner Pension nun ganz der Musik widmen. Etwa sammelte er Materialien zu einer österreichischen Musikgeschichte, die jedoch zu Lebzeiten nicht gedruckt wurden und nach seinem Tod bald in Vergessenheit gerieten. So kam es, dass diese erste Musikgeschichte Österreichs erst 1974 veröffentlicht wurde (siehe Literaturverzeichnis!). Während seiner letzten Lebensjahre feierte Stadler täglich die heilige Messe, &amp;#039;&amp;#039;promenierte mehrere Stunden im Freien und versäumte nie, musikalische Kreise zu besuchen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Schilling: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften, oder Universal-Lexikon der Tonkunst&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Bd. 5, Franz Heinrich Köhler, Stuttgart 1838, S. 464.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Stadler starb am 8. November 1833 in seiner Wohnung in Wien und wurde einige Tage später wie Mozart auf dem [[Sankt Marxer Friedhof]] beigesetzt. Dort besteht sein Grab mit dem von Freiherr von Trattner gestifteten Grabmal und der Grabinschrift von [[Ignaz Franz Castelli]] bis heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Stadler zählte zu den prominentesten Persönlichkeiten des Wiener Musiklebens an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert; er war mit [[Wolfgang Amadeus Mozart]], [[Joseph Haydn]], [[Ludwig van Beethoven]] und [[Franz Schubert]] befreundet und verfasste zahlreiche Schriften über Mozart. Er tat sich vor allem im Streit um die Echtheit von [[Requiem (Mozart)|Mozarts Requiem]] energisch hervor (1825: &amp;#039;&amp;#039;Verteidigung der Echtheit des Mozartschen Requiems&amp;#039;&amp;#039;). Auch an der Ordnung von Mozarts musikalischem Nachlass und am allerersten Mozart-Werkverzeichnis (als Anhang der Biographie von [[Georg Nikolaus Nissen]] erschienen) war er beteiligt. Ferner verkehrte er im sog. Vaterländischen Kreis rund um [[Moritz Joseph Johann von Dietrichstein]] und [[Ignaz Franz von Mosel]] sowie in mehreren musikalischen Zirkeln, etwa jenem von [[Nikolaus Joseph von Jacquin]].&lt;br /&gt;
Stadler genoss einen hervorragenden Ruf als Musikgelehrter und Kontrapunktiker. Auch wenn er nicht direkt als Lehrer tätig war, so legten ihm doch zahlreiche junge Komponisten ihre Werke zur Begutachtung vor, darunter [[Simon Sechter]] und [[Franz Lachner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Stadlergasse&amp;#039;&amp;#039; in Wien-[[Hietzing]] nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* [[Oratorium]]: „&amp;#039;&amp;#039;Die Befreyung von Jerusalem&amp;#039;&amp;#039;“ (Wien, 1813)&lt;br /&gt;
* [[Kantate]]n&lt;br /&gt;
* [[Lied]]er und Chöre&lt;br /&gt;
* [[Kirchenmusik]], darunter zwei [[Requiem|Requien]] vier lateinische [[Messe (Musik)|Messen]], eine deutsche Messe sowie zahlreiche kleinere Werke.&lt;br /&gt;
* Werke für Tasteninstrumente&lt;br /&gt;
* Bearbeitungen von Opern für Streichsextett: „Cosi fan tutte“, „Idomeneo“, „Zauberflöte“ von Mozart, sowie Werke von Gluck und Cherubini.&lt;br /&gt;
* Theoretische und musikhistorische Schriften, darunter &amp;#039;&amp;#039;Die Vertheidigung der Echtheit des Mozart’schen Requiem&amp;#039;&amp;#039; (Wien, 1826)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten seiner Werke befinden sich in der Musiksammlung der [[Österreichische Nationalbibliothek|Österreichischen Nationalbibliothek]] sowie im Archiv der [[Gesellschaft der Musikfreunde in Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Stadler, Maximilian|37|60|69|}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|54|429|431|Stadler, Maximilian|E. Mandyczewski|ADB:Stadler, Maximilian}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|10||Stadler, Maximilian|Marion Brück|11875243X}}&lt;br /&gt;
* K. Wagner (Hg.), &amp;#039;&amp;#039;Abbé M. Stadler, seine Materialien zur Geschichte der österreichischen Musik unter den österreichischen Regenten&amp;#039;&amp;#039;, 1974. Artikel in der [[Die Musik in Geschichte und Gegenwart|MGG]] und im [[Grove Dictionary of Music and Musicians]].&lt;br /&gt;
* {{OeML|Stadler_Abbe||ChF}}&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|13|75|76|Stadler Maximilian (Johann Karl Dominik)|J. Prominczel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{IMSLP|id=Stadler, Maximilian}}&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Stadler,_Maximilian}}&lt;br /&gt;
* {{Nömuseum|person|stadler|Maximilian „Abbé“ Stadler}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|11875243X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11875243X|LCCN=n/83/177400|VIAF=12570802}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stadler, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Wolfgang Amadeus Mozart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Ludwig van Beethoven]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person um Franz Schubert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Klassik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Kirchenmusik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist (Chor)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommendatarabt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kremsmünster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Habsburgermonarchie vor 1804)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1748]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1833]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stadler, Maximilian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stadler, Maximilian Johann Karl Dominik (vollständiger Name); Stadler, Abbé&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Komponist, Musikhistoriker und Pianist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. August 1748&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Melk]], Niederösterreich&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. November 1833&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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