<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Maximilian_Ronge</id>
	<title>Maximilian Ronge - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Maximilian_Ronge"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximilian_Ronge&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T22:06:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximilian_Ronge&amp;diff=966211&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sanandros: ref korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximilian_Ronge&amp;diff=966211&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-25T20:52:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ref korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximilian Ronge&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. November]] [[1874]] in [[Wien]]; † [[10. September]] [[1953]] ebenda) war als Oberst der [[Gemeinsame Armee|österreichisch-ungarischen Armee]] der letzte Chef des [[Evidenzbüro]]s, des [[Nachrichtendienst|Militärgeheimdienstes]] der [[Kaiserlich und königlich|k.u.k.]] Monarchie.&lt;br /&gt;
[[Datei:Maximilian Ronge by Bruch.jpg|mini|Maximilian Ronge (Zeichnung von [[Oskar Brüch]], 1915)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Bereits in seiner frühen Laufbahn war er ein erfolgreicher Offizier der k.u.k. Armee, der die Offiziersausbildung an der [[Theresianische Militärakademie|Theresianischen Militärakademie]] in [[Wiener Neustadt]] absolvierte und 1896 zum 2. Kaiserjägerregiment, das in Wien und [[Rovereto]] in Garnison lag, ausgemustert wurde. Von 1899 bis 1901 absolvierte er die [[k.u.k. Kriegsschule]] und verrichtete anschließend Truppendienst in [[Graz]], [[Ljubljana|Laibach]] und [[Nisko]]. Ronge wurde 1907 in das [[Evidenzbüro]], der Nachrichtenabteilung des k. u. k. Generalstabs, versetzt, wo er Schüler von Oberst [[Alfred Redl]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Redl 1913 als [[Doppelagent]] enttarnt und zum [[Suizid]] veranlasst wurde, gehörte Ronge zusammen mit [[August Urbański von Ostrymiecz]], [[Franz Höfer von Feldsturm]] und dem Militärrichter [[Wenzel Vorlicek]] jener  Kommission an, die auf Befehl des  Generalstabschefs der k.u.k Armee, [[Franz Conrad von Hötzendorf]], den Fall um Oberst Redl in aller Stille bereinigen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1914 war Ronge der Nachrichtenabteilung des k. u. k. Armeeoberkommandos zugeteilt, wo er während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] „staatsfeindliche“ und „revolutionäre“ Gegner der Doppelmonarchie ausforschte und bekämpfte, aber auch schwerste [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg#Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung|Übergriffe gegen die Zivilbevölkerung]], etwa die durchaus loyalen [[Ruthenen (Habsburgermonarchie)|Ruthenen]] in [[Galizien]], aber nicht nur dort, zu verantworten hatte. Angesichts der katastrophalen Niederlagen der Armee im Krieg gegen das Russische Reich 1914/15 kam es seitens der österreichisch-ungarischen Militärs zu einer regelrechten Spionagehysterie, die in willkürliche, als „&amp;#039;&amp;#039;Kriegsnotwehr&amp;#039;&amp;#039;“ verbrämte Gewaltmaßnahmen gegen die ruthenischen Untertanen der Monarchie ausartete, denen man unterstellte, kollektiv den russischen Gegner zu unterstützen. So standen beispielsweise sämtliche Brieftaubenzüchter Galiziens unter Spionageverdacht und das Fliegenlassen ihrer Tiere wurde mit [[Standrecht]] bedroht. Ronge störte in diesem Zusammenhang aber nicht, dass viele Verhaftete bereits „&amp;#039;&amp;#039;abgeurteilt oder von der Truppe … kurzerhand erledigt worden waren&amp;#039;&amp;#039;“, sondern dass noch immer zahlreiche Verdächtige „&amp;#039;&amp;#039;bei den Militärgerichten des Hinterlandes in umständlicher Untersuchung die Zeit verbrachten, ohne dass es bisher zur Verurteilung und Strafvollstreckung gekommen wäre.&amp;#039;&amp;#039;“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leidinger&amp;quot;&amp;gt;Zit. nach Moritz, Leidinger und Jagschitz (2007), S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Ronges Karriere wirkte sich dieses Vorgehen förderlich aus. 1917 wurde er zum [[Oberst]] befördert und Chef der Nachrichtenabteilung des [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|Armeeoberkommandos]] und des Evidenzbüros. Seine Stellung sollte es ihm bei Kriegsende auch ermöglichen, zahlreiche Kisten mit eventuell belastendem Material zu vernichten, weswegen viele Fragen im Zusammenhang mit Ronges Dienststelle und Tätigkeit unbeantwortet bleiben müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Moritz, Leidinger und Jagschitz (2007), S. 171f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung der [[Erste Republik (Österreich)|Ersten Republik]] wurde er stellvertretender Leiter des „Kriegsgefangenen- und [[Internierung|Zivilinternierten]]-Amtes“ in Wien. Gleichzeitig war er Mitglied einer Geheimgesellschaft, bestehend aus diversen monarchistisch, [[Legitimismus|legitimistisch]] und [[Deutschnationale Bewegung|deutschnational]] gesinnten Gruppierungen, die zunächst einen Sturz der von den Sozialdemokraten geführten Regierung, später dann der demokratischen Republik überhaupt anstrebten. Ronge bot sich diesen Gruppierungen, zu denen auch die [[Frontkämpfervereinigung Deutsch-Österreichs|Frontkämpfervereinigung]] [[Hermann Hiltl]]s zählte, primär als „Vermittler“ an. Letztlich scheiterten alle diese Bestrebungen aber an programmatischen Fragen sowie an den Rivalitäten und Eifersüchteleien der beteiligten Organisationen und ihrer Protagonisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Tätigkeit dieser Gruppierungen vgl. Moritz, Leidinger und Jagschitz (2007), S. 184–198 und 224–235.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1932 wurde Ronge pensioniert. 1933 reaktivierte man ihn jedoch wieder als Leiter des staatspolizeilichen Sonderbüros, 1934 war er im [[Bundeskanzleramt (Österreich)|Bundeskanzleramt]] im [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaat]] des [[Engelbert Dollfuß]], seine Spionageabwehr konnte aber den Mord am christlich-sozialen Bundeskanzler nicht verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maximilian Ronge Dachau Arolsen Archives.jpg|mini|Registrierungskarte von Maximilian Ronge als Gefangener im nationalsozialistischen Konzentrationslager Dachau]]&lt;br /&gt;
Als Ronge am Tag nach dem „[[Anschluss Österreichs]]“ an das [[NS-Staat|Deutsche Reich]] nicht der [[Schutzstaffel|SS]] beitreten wollte, wurde er von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] in Wien inhaftiert, dann mit anderen Politikern im Rahmen des „[[Prominententransport]]s“ ins [[KZ Dachau]] deportiert. Aus seiner Haft im [[München]]er Polizeigefängnis ließ er [[Wilhelm Canaris]] eine [[Ergebenheitsadresse]] anlässlich dessen Beförderung zum [[Vizeadmiral]] zukommen. Ronge wurde daraufhin im August 1938 freigelassen und erlebte den [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] in Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst als 71-Jähriger nahm er noch Kontakt zu den amerikanischen Besatzungstruppen in Österreich auf, um sie beim Aufbau eines neuen Geheimdienstes zu „beraten“. 1953, noch vor Gründung des neuen [[Heeres-Nachrichtenamt]]es, starb Maximilian Ronge. Er wurde am [[Gersthofer Friedhof]] bestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |autor=Herbert Lackner&lt;br /&gt;
 |url=https://www.profil.at/home/zeitgeschichte-der-spion-167643&lt;br /&gt;
 |titel=Zeitgeschichte: Der erste Spion&lt;br /&gt;
 |titelerg=&lt;br /&gt;
 |werk=&lt;br /&gt;
 |hrsg=&lt;br /&gt;
 |datum=17.03.2007&lt;br /&gt;
 |abruf=2024-03-24&lt;br /&gt;
 |abruf-verborgen=&lt;br /&gt;
 |kommentar=&lt;br /&gt;
 |zitat=&lt;br /&gt;
 |CH=&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeit ==&lt;br /&gt;
Der spätere NS-Parteigänger [[Edmund Glaise-Horstenau]], der Gelegenheit hatte, Ronge während des Ersten Weltkrieges besser kennenzulernen, kam zum Schluss, dass dieser „in jedem Menschen zuerst den Schurken“ sah, der „das Gegenteil erst nachweisen musste“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leidinger&amp;quot; /&amp;gt; Ronges Enkel, der Historiker [[Gerhard Jagschitz]], beschäftigte sich nach seiner [[Emeritierung]] mit den 80 Kisten aus dem Nachlass seines Großvaters. Gemeinsam mit [[Verena Moritz]] und [[Hannes Leidinger]] schrieb Jagschitz ein Buch über Ronge unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Im Zentrum der Macht&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Schiedsrichter&amp;#039;&amp;#039;, Sonderabdruck aus „Streffleurs Militärische Zeitschrift“, Wien 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Werk des Feldmarschalls Conrad&amp;#039;&amp;#039;, in: Militärwissenschaftliche und Technische Mitteilungen, Heft 11/12, 1924, S. 481 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Kriegsgefangenen- und Zivilinternierten-Amt und der Heimtransport der österreichischen Kriegsgefangenen&amp;#039;&amp;#039;, in: Bundesvereinigung der ehemaligen österreichischen Kriegsgefangenen (Hrsg.), In Feindesland. Die Gefangenschaft im Weltkriege in Einzeldarstellungen, Band 2, Wien 1931, S. 336 ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwölf Jahre Kundschaftsdienst: Kriegs- und Industrie-Spionage&amp;#039;&amp;#039;. Amalthea-Verlag, Zürich 1933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meister der Spionage&amp;#039;&amp;#039;. Payne Verlag, Leipzig 1935.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Goll Nicole-Melanie: &amp;#039;&amp;#039;„…Dass wir es mit zwei Kriegen zu tun haben, der eine ist der Krieg nach aussen, der andere nach innen“. Die Ruthenen und das k.k. Zivilinterniertenlager Thalerhof bei Graz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Jahrbuch der Stadt Graz.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2010, S. 277–303.&lt;br /&gt;
* [[Verena Moritz]], [[Hannes Leidinger]], [[Gerhard Jagschitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Zentrum der Macht. Die vielen Gesichter des Geheimdienstchefs Maximilian Ronge.&amp;#039;&amp;#039; Residenz-Verlag, Wien 2007, ISBN 978-3-7017-3038-4.&lt;br /&gt;
* Albert Pethö: &amp;#039;&amp;#039;Agenten für den Doppeladler. Österreich-Ungarns Geheimer Dienst im Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; [[Leopold Stocker Verlag]], Graz 1998, ISBN 3-7020-0830-6.&lt;br /&gt;
* [[Georg Markus]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Redl. Mit unveröffentlichten Geheimdokumenten zur folgenschwersten Spionage-Affaire des Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Amalthea, Wien/München 1984, ISBN 3-85002-191-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12840633X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.diepresse.at/home/kultur/literatur/291577/ Rezension des Buches 2007 von Bettina Balàka (Die Presse)]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2007/13/OE-Jagschitz?page=all/ Rezension des Buches 2007 von Martin Staudinger (Die Zeit)]&lt;br /&gt;
* [http://oe1.orf.at/highlights/76302.html Spionage für Österreich] auf ORF&lt;br /&gt;
* [http://www.profil.at/articles/0711/560/167643/zeitgeschichte-der-spion Zeitgeschichte: Der erste Spion] im Profil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12840633X|LCCN=nr00038308|VIAF=23191626}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ronge, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberst (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachrichtendienstliche Person (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Theresianischen Militärakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1953]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ronge, Maximilian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Offizier, Leiter des Geheimdienstes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. November 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. September 1953&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sanandros</name></author>
	</entry>
</feed>