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	<title>Maximilian Lambertz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximilian_Lambertz&amp;diff=1592560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tolanor: + RE genauer</title>
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		<updated>2026-02-05T19:26:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ RE genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximilian Lambertz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Juli]] [[1882]] in [[Wien]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[26. August]] [[1963]] in [[Markkleeberg]], [[DDR]]) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Albanologie|Albanologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 1900 bis 1905 studierte er vergleichende Sprachwissenschaft und Altphilologie an der [[Universität Wien]] und wurde 1906 mit einer Dissertation über &amp;#039;&amp;#039;Die griechischen Sklavennamen&amp;#039;&amp;#039; promoviert. Ein staatliches Stipendium ermöglichte es ihm, Italien und Griechenland zu bereisen, wo er, als er die Gespräche von Fischern aus Attika und Hirten aus Theben belauschte, zum ersten Mal die Gelegenheit hatte, das [[Albanische Sprache|Albanische]] zu hören. Nach seiner Rückkehr wurde er Schullehrer am [[Bundesgymnasium]] in Wien, wechselte aber 1907 nach [[München]] über, wo er Mitarbeiter am &amp;#039;&amp;#039;[[Thesaurus Linguae Latinae]]&amp;#039;&amp;#039; wurde. Im Jahre 1911 kehrte er nach Wien zurück und nahm seine Laufbahn als Schullehrer wieder auf. Seine erste Veröffentlichung im Bereich der Albanologie – zusammen mit [[Georg Pekmezi]] – war ein Lehr- und Lesebuch des Albanischen (Wien 1913). In den Jahren 1913 und 1914 bereiste er für je einige Wochen Süditalien, um die dort gesprochenen albanischen Mundarten zu erforschen. Insbesondere widmete er sich den weniger bekannten nördlichen Dialekten des [[Arbëresh#Sprache|Arbëresh]] ([[International Phonetic Association|IPA]]: [[Internationales Phonetisches Alphabet|&amp;lt;nowiki&amp;gt;[&amp;lt;/nowiki&amp;gt;ar&amp;#039;bəreʃ&amp;lt;nowiki&amp;gt;]&amp;lt;/nowiki&amp;gt;]]), und zwar in den [[Abruzzen]] und in [[Molise]], vor allem der Mundart von [[Villa Badessa]] (in Arbëresh: &amp;#039;&amp;#039;Badhesa&amp;#039;&amp;#039;). Auf dieser Reise entstand eine erste Fotosammlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://lambertz.albanianphotography.net/photos1913-1914de.htm |titel=Die Fotosammlung des Maximilian Lambertz Süditalien 1913 - 1914 |hrsg=Lambertz.albanianphotography.net |zugriff=2017-10-06 |sprache=de |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140127022659/http://lambertz.albanianphotography.net/photos1913-1914de.htm |archiv-datum=2014-01-27   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Mai bis Juli 1916 bereiste Max Lambertz im Rahmen einer Expedition der Balkankommission der [[Österreichische Akademie der Wissenschaften|Österreichischen Akademie der Wissenschaften]] zum ersten Mal Nord- und Mittelalbanien, um sich wissenschaftlich mit der [[Albanische Sprache|albanischen Sprache]] und der Folklore zu beschäftigen. Auf dieser Reise besuchte er [[Gruda (Dalmatien)|Gruda]], [[Shkodra]], [[Lezha]], [[Kruja]], [[Tirana]], [[Durrës]], das [[Kir (Fluss)|Kir-Tal]], Shoshi, [[Shala (Fluss)|Shala]], die Täler des [[Drin]] und der [[Valbona (Fluss)|Valbona]] und insbesondere die [[Mirdita]], wo er sich der [[Gegisch|dortigen Mundart]] widmete und Folklorematerial sammelte. Auf dieser Reise wurden einige einmalige Fotoaufnahmen gemacht. Im Dezember 1916 kehrte er nach Albanien zurück, diesmal mit den [[Österreich-Ungarns Heer im Ersten Weltkrieg|k.u.k.-Truppen]], die im Rahmen der [[Erster Weltkrieg|Weltkrieges]] Nord- und Mittelalbanien besetzt hatten. Er wurde mit der Leitung des albanischen Schulsystems beauftragt und wurde als erster Ausländer Mitglied der Albanischen Literarischen Kommission, die von den k.u.k.-Behörden eingesetzt worden war, um eine für das Schulwesen normierte Standardsprache zu schaffen. In Shkodra war er zusammen mit [[Gjergj Fishta]] Redakteur der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Posta e Shypnisë&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Die Albanische Post.&amp;#039;&amp;#039; 1916–1918), in der er einige Beiträge veröffentlichte. Das von ihm gesammelte Volkskundematerial wurde im Band &amp;#039;&amp;#039;Volkspoesie der Albaner: eine einführende Studie&amp;#039;&amp;#039; (Sarajevo 1917) veröffentlicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg kehrte Lambertz nach Österreich zurück, wo er bis 1934 unterrichtete. Gleichzeitig verfasste er Bücher und Artikel zu den verschiedensten Aspekten albanischer Kultur, insbesondere zur Volkskunde. Nachdem er 1934 nach der Machtübernahme von [[Engelbert Dollfuß]] als langjähriges Mitglied der [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|Österreichischen Sozialdemokratischen Partei]] aus dem Schuldienst scheiden musste, schrieb er sich im Alter von dreiundfünfzig Jahren wieder an der Universität ein und studierte diesmal [[evangelische Theologie]], doch wurde seine [[Dissertation]] von der Fakultät aus rassischen Gründen abgelehnt, weil seine Mutter einer jüdischen Familie entstammte. Im Jahre 1939 siedelte Lambertz nach München um, wo er wieder bis zum Jahre 1942 am &amp;#039;&amp;#039;Thesaurus&amp;#039;&amp;#039; arbeitete. Im Jahre 1943 ging er nach [[Leipzig]], wo er an der Leipziger Fremdsprachenschule [[Französische Sprache|Französisch]] und [[Italienische Sprache|Italienisch]] unterrichtete und an &amp;#039;&amp;#039;[[Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; (RE) mitarbeitete, für die er 167 Artikel schrieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:s:Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft/Register/Max Lambertz|Register aller RE-Artikel von Lambertz]] (mit Digitalisaten) in der Online-Version der RE auf [[Wikisource]], abgerufen am 5. Februar 2026.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1945 wurde er, nachdem er sich der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei]] angeschlossen hatte, Direktor der Leipziger Fremdsprachenschule und im Oktober 1946 Ordinarius für vergleichende Sprachwissenschaft und bis 1949 [[Dekan (Hochschule)|Dekan]] der neuen Pädagogischen Fakultät der [[Universität Leipzig|Karl-Marx-Universität]]. Bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1957 war er auch Direktor des Indogermanischen Instituts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lambertz besuchte Albanien im Juni 1954 und im Jahre 1957. Auch nach dem Bruch der engen politischen Beziehungen zwischen Albanien und dem [[Warschauer Pakt]] weigerte er sich, seine Verbindungen mit dem Lande völlig aufzugeben. An Empfängen der albanischen Botschaft in Ostberlin nahm er weiterhin teil, was damals politisch nicht unbedenklich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ordinarius für vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität Leipzig wohnte Lambertz mit seiner Ehefrau Josepha in einer Villa im nahe gelegenen [[Markkleeberg]]. Er starb am 26. August 1963 und wurde auf dem [[Döblinger Friedhof]] in Wien begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigene Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die griechischen Sklavennamen.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1907–1908.&lt;br /&gt;
** 1. Teil. 1907. In: &amp;#039;&amp;#039;LVII. Jahresbericht über das k. k. Staatsgymnasium im VIII. Bezirke Wiens für das Schuljahr 1906/1907.&amp;#039;&amp;#039; {{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-410717}}&lt;br /&gt;
** 2. Teil. 1908. In: &amp;#039;&amp;#039;LVIII. Jahresbericht über das k. k. Staatsgymnasium im VIII. Bezirke Wiens für das Schuljahr 1907/1908.&amp;#039;&amp;#039; {{ULBDD|urn:nbn:de:hbz:061:1-410746}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Albanische Märchen und andere Texte zur albanischen Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Drin und Vojusa: Märchen aus Albanien.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1922.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gjergj Fishta und das albanische Heldenepos &amp;quot;Lahuta e Malcís,&amp;quot; Laute des Hochlandes: eine Einführung in die albanische Sagenwelt.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1949.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geflügelte Schwester und die Dunklen der Erde: albanische Volksmärchen.&amp;#039;&amp;#039; Eisenach 1952.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Albanien erzählt: ein Einblick in die albanische Literatur.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1956.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Volksepik der Albaner.&amp;#039;&amp;#039; Halle 1958.&lt;br /&gt;
* Gjergj Fishta: &amp;#039;&amp;#039;Die Laute des Hochlandes.&amp;#039;&amp;#039; übersetzt, eingeleitet und mit Anmerkungen versehen, im Auftrag des Südost-Institutes München herausgegeben von Fritz Valjavec, Verlag R. Oldenbourg, München 1958.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|439|440|Lambertz, Maximilian|[[Gerhard Grimm (Historiker)|Gerhard Grimm]]|121916731}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lambertz, Maximilian&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert]]&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 771&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
Bestand in den Katalogen der Österreichischen Nationalbibliothek Wien:&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038235&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038156&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038236&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038465&lt;br /&gt;
* http://data.onb.ac.at/rec/AL00038237&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|121916731}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://lambertz.albanianphotography.net/index_de.htm |titel=Maximilian Lambertz |hrsg=Lambertz.albanianphotography.net |zugriff=2017-10-06 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=121916731|LCCN=n/82/6685|VIAF=116236961}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lambertz, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Albanologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer aus dem Albanischen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersetzer ins Deutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Austrofaschismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1963]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lambertz, Maximilian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lambertz, Max; Lambertz, Maximilian Paul&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Albanologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Juli 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=26. August 1963&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Markkleeberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tolanor</name></author>
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