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	<title>Maximilian Kolbe - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maximilian_Kolbe&amp;diff=52005&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Agathenon: /* Anmerkungen */ als Mordopfer nachkategorisiert, trifft unstrittig zu</title>
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		<updated>2026-04-19T00:39:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Anmerkungen: &lt;/span&gt; als Mordopfer nachkategorisiert, trifft unstrittig zu&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Fr.Maximilian Kolbe 1939.jpg|mini|hochkant|Maximilian Kolbe, 1939]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximilian Maria Kolbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [[Minoriten|OFMConv]] ({{plS|&amp;#039;&amp;#039;Maksymilian&amp;#039;&amp;#039;}}, gebürtig &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rajmund Kolbe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; *&amp;amp;nbsp;{{JULGREGDATUM|7|1|1894|Link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|G. Fussenegger|Kolbe, Maximilian|2|6|370}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder {{JULGREGDATUM|8|1|1894|Link=1}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629041333/http://www.bautz.de/bbkl/k/Kolbe.shtml |autor=Christof Dahm|artikel=Kolbe, Maximilian Maria (Ordensname), Rajmund (Taufname)|band=4|spalten=327–331}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;In [[Russland]] erfolgte die Umstellung vom [[Julianischer Kalender|julianischen]] zum [[Gregorianischer Kalender|gregorianischen Kalender]] erst nach der [[Oktoberrevolution]] am {{JULGREGDATUM|14|2|1918|Link=0}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Zduńska Wola]], [[Weichselland|Generalgouvernement Warschau]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[14. August]] [[1941]] im [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Stammlager des KZ Auschwitz]]) war ein polnischer [[Priester (Katholizismus)|katholischer Priester]] und Mitglied des [[Minoriten]]ordens, [[Verleger]] und Publizist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Zwischenkriegszeit]] betrieb Pater Maximilian eine rege [[Mission (Christentum)|Missionsarbeit]], die unter der [[Deutsche Besetzung Polens 1939–1945|deutschen Besetzung Polens]] unterbunden wurde. 1941 wurde er verhaftet und nach Auschwitz [[Deportation|deportiert]], wo er für einen Mithäftling in den [[Stehbunker|Hungerbunker]] ging und dort [[Mord|ermordet]] wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Papst]] [[Johannes Paul II.]] sprach ihn am [[10. Oktober]] [[1982]] [[Heiligsprechung|heilig]]. Er wird von der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] als [[Heiliger]] und [[Märtyrer]] verehrt. Auch der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Amerika|evangelisch-lutherischen Kirche in Amerika]] und der [[Anglikanische Gemeinschaft|anglikanischen Kirche]] gilt er als denkwürdiger Glaubenszeuge. Sein [[Gedenktag]] in der [[Liturgie]] ist der [[14. August]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kolbe trat gegen den [[Kommunismus]], den [[Zionismus]] und die [[Freimaurerei]] ein; bisweilen wurde ihm auch [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|Antisemitismus]] vorgeworfen, dieser [[Vorwurf]] ist bis in die Gegenwart umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Jugend ===&lt;br /&gt;
Rajmund Kolbe wuchs in einer Arbeiterfamilie auf, er war der Sohn des [[Volksdeutsche|deutschstämmigen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Maksymilian M. Kolbe. Für andere leben und sterben&amp;#039;&amp;#039;, S. 6.&amp;lt;/ref&amp;gt; Webers Julius Kolbe und dessen Ehefrau Maria, geborene Dąbrowska. Er hatte vier Geschwister, von denen zwei an [[Tuberkulose]] starben. Der Vater arbeitete erst als Fabrikarbeiter in [[Łódź]] und ab 1897 in [[Pabianice]]. Danach führte er eine Buchhandlung mit religiöser Literatur. 1914 trat Julius Kolbe in die [[Polnische Legionen (1914–1918)|polnische Legion]]&amp;lt;ref&amp;gt;Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Maksymilian M. Kolbe. Für andere leben und sterben&amp;#039;&amp;#039;, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Józef Piłsudski|Piłsudskis]] ein, kämpfte mit Unterstützung der [[Mittelmächte]] gegen die russischen Besatzer im ehemaligen [[Kongresspolen]] und wurde dafür hingerichtet. Auch Rajmunds Brüder Joseph und Franz waren aktive Mitglieder einer polnischen Geheimorganisation zur Befreiung Polens von der [[Zarismus|zaristischen]] [[Russisches Kaiserreich|russischen Herrschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Maksymilian M. Kolbe. Für andere leben und sterben&amp;#039;&amp;#039;, S. 7f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischenzeitlich spielte Kolbe mit dem Gedanken, ebenfalls Soldat zu werden. Die Mutter führte einen kleinen Laden und arbeitete gleichzeitig als Hebamme. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie [[Benediktinerinnen|Benediktinerin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rajmund Kolbe, bei dem früh eine Begabung für [[Naturwissenschaft]]en festgestellt wurde, war in seiner Jugendzeit sehr an der [[Physik]] interessiert. Tief geprägt von einer [[Marienerscheinung]] im Kindesalter, trat er am 4. September 1910 in den [[Ordensgemeinschaft|Orden]] der Franziskaner-[[Minoriten]] ein, wo er den [[Ordensname]]n Maximilian erhielt, dem er bei seinen [[Ordensgelübde|Ewigen Gelübden]] 1914 den Namen Maria hinzufügte. Auch sein Bruder Franz trat dort ins [[Noviziat]] ein, verließ den Orden einige Zeit später jedoch. Am 28. April 1918 wurde Maximilian Kolbe von [[Kardinal]] [[Basilio Pompili|Basilio Pompilj]] in der Kirche [[Sant’Andrea della Valle]] in Rom zum [[Priesterweihe|Priester geweiht]]. Am nächsten Tag feierte er in der römischen Kirche [[Sant’Andrea delle Fratte]] am Altar der [[Maria (Mutter Jesu)|Jungfrau Maria]] seine [[Primiz|erste heilige Messe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeit und Wirken ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Todeszelle Pater Maximilian Kolbes, KZ Auschwitz I, Block 11.jpg|miniatur|hochkant|Kerze in der Todeszelle Maximilian Kolbes, ein Geschenk von Papst Johannes Paul II. (2004)]]&lt;br /&gt;
Pater Kolbe gründete 1917 zusammen mit anderen Minoriten, darunter der ehrwürdige [[Antonio Mansi]], die katholische Organisation &amp;#039;&amp;#039;[[Marianische Initiative – Pater Kolbe|Militia Immaculatae]]&amp;#039;&amp;#039; („Ritterschaft der Unbefleckten“), die nach dem Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] ein eigenes Missionszentrum erbaute: [[Niepokalanów]] in der Nähe von [[Warschau]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Militia Immaculatae&amp;#039;&amp;#039; widmete sich vornehmlich der Jugend und der Pressearbeit und war durch eine starke [[Marienverehrung]] gekennzeichnet. In Niepokalanów entstand ein katholisches [[Pressehaus]], das heute noch besteht. Im Jahr 1930 fuhr Maximilian Kolbe auf einer Missionsreise nach [[Japan]], wo er weitere Verlage, Missionsstationen und mehrere [[Kloster|klösterliche]] Gemeinschaften gründete. Zu seiner Missionstätigkeit nutzte er auch den Funk; von Niepokalanów fand Funkaktivität unter dem [[Amateurfunkrufzeichen]] SP3RN statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.saintmaxnet.org/ |zugriff=2020-10-30 |titel=Saint Maximilian Kolbe Radio Net}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Rückkehr aus Japan im Jahr 1936 baute Kolbe Niepokalanów weiter aus. Nach dem [[Überfall auf Polen|deutschen Überfall auf Polen]] wurde die Stadt besetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positionen ===&lt;br /&gt;
Kolbe war nicht nur überzeugter Katholik und betätigte sich im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]] gegen den [[Nationalsozialismus]], sondern auch ein erklärter [[Antikommunist]] sowie [[Antizionismus|Gegner des Zionismus]] und der [[Freimaurerei|Freimaurer]], die er für „eine organisierte Clique fanatischer [[Juden]], die die Kirche zerstören wollen“, hielt. Er bezeichnete die Freimaurerei als „verbrecherische [[Organisierte Kriminalität|Mafia]]“ und den internationalen [[Zionismus]] als „die Hand, welche all das auf ein klares Ziel lenkt“, weshalb ihm von Kritikern bis in die Gegenwart [[Judenfeindlichkeit]] vorgeworfen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www1.wdr.de/stichtag/stichtag-maximilian-kolbe-100.html Stichtag: &amp;#039;&amp;#039;14. August 1941 – Maximilian Kolbe stirbt im KZ Auschwitz.&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR 2]] 14.&amp;amp;nbsp;August 2016, 9:40 Uhr&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Leiter des Pressehauses verantwortete er auch [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitische]] Artikel in der Tageszeitung [[Mały Dziennik]] und in der von ihm 1922 gegründeten Monatszeitung [[Rycerz Niepokalanej]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Götz Aly]]: &amp;#039;&amp;#039;Europa gegen die Juden 1880–1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 2017, S. 261 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So behauptete er, die Juden versuchten, durch eine jüdisch-freimaurerische Verschwörung Kontrolle über die Welt zu erlangen, und deshalb sollten die Juden aus Polen entfernt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Trond Berg Eriksen, Hakon Harket, Einhart Lorenz |Titel=Judenhass |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2019 |ISBN=978-3-525-36743-8 |Seiten=431}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorwürfe des Antisemitismus wurden jedoch von Holocaust-Forschern wie Daniel L. Schlafly Jr. und Warren Green sowie anderen zurückgewiesen. Mehrere Autoren wiesen darauf hin, dass die ‚Judenfrage‘ in Kolbes Denken und Werk nur eine sehr untergeordnete Rolle spielte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jta.org/archive/scholars-reject-charge-st-maximilian-was-anti-semitic |titel=Scholars Reject Charge St. Maximilian Was Anti-semitic |werk=Jewish Telegraphic Agency |datum=2015-03-20 |sprache=en-US |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur einunddreißig von über 14.000 seiner Briefe beziehen sich auf das jüdische Volk oder das [[Judentum]], und die meisten drücken einen missionarischen Eifer und Sorge um ihr geistliches Wohl aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ewtn.com/catholicism/library/was-st-maximilian-kolbe-an-antisemite-1068 |titel=Was St. Maximilian Kolbe an Anti-Semite? {{!}} EWTN |sprache=en |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Historiker [[Ronald Modras]] kommt zum Schluss, dass der Redakteur Kolbe ein typischer Vertreter des katholischen Mainstream-Antisemitismus war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ronald Modras |Titel=The Catholic Church and Antisemitism. Poland 1933–1939 |Ort=Amsterdam |Datum=2000 |Seiten=398}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkriegs bot Kolbes Kloster in Niepokalanów jüdischen Flüchtlingen Schutz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Laut dem Zeugnis eines Einheimischen: „Als Juden zu mir kamen und um ein Stück Brot baten, fragte ich Pater Maximilian, ob ich es ihnen mit gutem Gewissen geben könne, und er antwortete mir: ‚Ja, es ist notwendig, dies zu tun, weil alle Menschen unsere Brüder sind.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20050408014803/http://www.ewtn.com/library/ANSWERS/KOLANTI.HTM |titel=Becky Ready |datum=2005-04-08 |abruf=2024-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftungen und Hinrichtung ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1939 wurde Pater Kolbe mit vierzig Ordensbrüdern von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet, aber bald auf freien Fuß gesetzt. Am 14. Februar 1941 wurde er erneut festgenommen. Hauptgrund war, dass er in Niepokalanów 2300 Juden und dazu anderen, polnischen und [[Ukrainische griechisch-katholische Kirche|ukrainischen griechisch-katholischen]] Flüchtlingen Zuflucht gewährt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wurde in das Warschauer Zentralgefängnis [[Pawiak]] gebracht und im Mai desselben Jahres in das [[Konzentrationslager]] [[KZ Auschwitz I (Stammlager)|Auschwitz]] verlegt, wo er weiter als Priester und Seelsorger im Geheimen wirkte. Am 29. Juli 1941 wurden Männer als Vergeltungsmaßnahme für die nur vermutete Flucht eines anderen Häftlings, dessen Leiche später gefunden wurde, zur Ermordung aussortiert. Als einer der Männer, [[Franciszek Gajowniczek]], der eine Frau und zwei Söhne hatte, in lautes Wehklagen um sich und seine Familie ausbrach, bat Pater Kolbe den [[Schutzhaftlagerführung|Führer des Häftlingslagers]] [[Karl Fritzsch]] darum, den Platz von Gajowniczek einnehmen zu dürfen, und wurde am 31. Juli 1941 in den berüchtigten „Hungerbunker“ des [[Block 11 (KZ Auschwitz)|Blocks 11]] gesperrt. Dort betete er mit seinen Leidensgenossen und tröstete sie. Am 14. August wurden Pater Kolbe und drei andere Verurteilte, die noch nicht verhungert waren, durch [[Phenol]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;spritzen, die der [[Funktionshäftling]] [[Hans Bock (Funktionshäftling)|Hans Bock]] injizierte, umgebracht und im [[Krematorium#Die Krematorien in den nationalsozialistischen Vernichtungslagern|Krematorium]] verbrannt. Gajowniczek überlebte das Konzentrationslager und starb 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung und Fortwirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:WestminsterAbbey-Martyrs.jpg|miniatur|Statue Maximilian Kolbes (links) am Großen Westportal von [[Westminster Abbey]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M.Kolbe.jpg|miniatur|hochkant|Sondermarke Polens anlässlich der Heiligsprechung Maximilian Kolbes 1982]]&lt;br /&gt;
Bereits Mitte 1948 hatten die Bemühungen zur Einleitung von Kolbes Seligsprechungsprozesses begonnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|lvb|28|06|1948|2|Auschwitzer Opfer im Seligsprechungsprozeß}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1971 wurde Pater Kolbe von Papst [[Paul VI.]] [[Seligsprechung|seliggesprochen]] und 1982 von Papst Johannes Paul II. als [[Märtyrer]] [[Heiliger|heiliggesprochen]]. Bei beiden Feiern war Franciszek Gajowniczek anwesend. Der liturgische [[Gedenktag]] Maximilian Kolbes in der katholischen und der anglikanischen Kirche sowie der in der evangelisch-lutherischen Kirche in Amerika ist der 14. August.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Ehrung Kolbes ist seine Aufnahme als Märtyrer des 20. Jahrhunderts am Westportal der [[Westminster Abbey]] in London. Die Statuen wurden 1998 von Königin [[Elisabeth II.]] eingeweiht. Der Haupteingang befindet sich an der Westseite. Das Portal wird von Darstellungen der vier christlichen Tugenden Wahrheit, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Friede sowie von zehn Märtyrern des 20. Jahrhunderts gerahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. September 1979 besuchte Papst Johannes Paul II.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/homilies/1979/documents/hf_jp-ii_hom_19790607_polonia-brzezinka.html |titel=Apostolische Pilgerreise nach Polen |abruf=2022-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, am 28. Mai 2006 Papst [[Benedikt XVI.]] und am 29. Juli 2016 Papst [[Franziskus (Papst)|Franziskus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesschau.de/ausland/papst-auschwitz-111.html Besuch von Papst Franziskus in Auschwitz] auf der Seite der Tagesschau&amp;lt;/ref&amp;gt; die Todeszelle Pater Kolbes in Auschwitz. Maximilian Kolbe ist [[Schutzpatron]] der Journalisten und [[Funkamateur]]e (er selbst war Funkamateur mit dem [[Amateurfunkrufzeichen]] SP3RN) sowie Patron der [[Internationale Katholische Esperanto-Vereinigung|Internationalen katholischen Esperanto-Vereinigung]] und Namenspatron der Komturei Pater Maximilian Kolbe Frankfurt des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Zahlreiche [[Maximilian-Kolbe-Kirche|Kirchen]] und Schulen (zum Beispiel die [[Maximilian-Kolbe-Schule]] in [[Neumarkt in der Oberpfalz]] oder die [[Maximilian-Kolbe-Schule (Rottweil)|Maximilian-Kolbe-Schule]] in [[Rottweil]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.mks-rottweil.de |titel=Website der Maximilian-Kolbe-Schule in Rottweil |werk=www.mks-rottweil.de  |abruf=2023-04-02 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;) sind seinem [[Patrozinium]] unterstellt. Das [[Maximilian-Kolbe-Haus (Danzig)|Maximilian-Kolbe-Haus]] in [[Danzig]], eine deutsch-polnische Jugendbegegnungsstätte, ist ebenfalls nach ihm benannt. In [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Gatow|Berlin-Gatow]] erinnert seit 1980 die Maximilian-Kolbe-Straße an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Militia Immaculatae&amp;#039;&amp;#039; wurde am 6. Mai 2000 in Polen im Geist und gemäß dem Wortlaut seiner ursprünglichen Statuten wiedererweckt. Die traditionelle MI wurde mittlerweile in zahlreichen Ländern gegründet und zählt über 120.000 Mitglieder (Stand 2022).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://m-i.info/de/erweckung-der-mi-in-der-katholischen-tradition/ |titel=Erweckung der MI in der katholischen Tradition |hrsg=Militia Immaculatae Switzerland |sprache=de |abruf=2023-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rolf Hochhuth]] widmete sein Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stellvertreter]]&amp;#039;&amp;#039; Maximilian Kolbe, dem Auschwitz-Häftling Nr. 16670. Die an Maximilian Kolbe und den Berliner [[Dompropst]] [[Bernhard Lichtenberg]] angelehnte Figur Riccardo Fontana trägt im Stück die gleiche Häftlingsnummer. Im dritten Aufzug des fünften Akts berichtet Jacobson vom Tod Kolbes im Bunker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2018 wurde in einem Seitenaltar der [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] [[San Francesco (Ravenna)|San Francesco]] von [[Ravenna]], [[Italien]], eine lebensgroße, betont realistisch gestaltete Statue Kolbes aufgestellt, die ihn in der Kutte eines Franziskaner-Paters zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfilmungen ===&lt;br /&gt;
* 1991: [[Leben für Leben – Maximilian Kolbe]], deutsch-polnische [[Filmbiografie]] von [[Krzysztof Zanussi]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maximilian-Kolbe-Werk ===&lt;br /&gt;
Das [[Maximilian-Kolbe-Werk]] ist ein [[eingetragener Verein]], der aus der Begegnung einer Gruppe von Christen der deutschen Sektion von [[Pax Christi]] mit ehemaligen Häftlingen 1964 in Auschwitz hervorging. Offizielle Gesten der Wiedergutmachung, partielle Entschädigung oder andere Leistungen von Seiten der [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] waren damals nicht in Sicht. Hauptgedanke dieser Gruppe war der Ausdruck von Sympathie und Solidarität mit den Opfern der deutschen Konzentrationslager. Trotz der schlechten politischen Beziehungen zwischen [[Westdeutschland]] und der [[Volksrepublik Polen]], vor allem zu den Themen [[Vertreibung]], [[Heimatvertriebene]] und [[Kommunismus]]&amp;lt;ref&amp;gt;Strzelecka: &amp;#039;&amp;#039;Maksymilian M. Kolbe. Für andere leben und sterben.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;, entstand daraus 1973 das Maximilian-Kolbe-Werk durch einen gemeinsamen Beschluss des [[Zentralkomitee der deutschen Katholiken|Zentralkomitees der deutschen Katholiken]] und 13 weiterer katholischer Verbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pater Maximilian Kolbe war in Polen schon damals sehr bekannt und verehrt. Auf deutscher Seite war [[Alfons Erb]], der damalige Vizepräsident von Pax Christi, besonders aktiv. Die Verständigung mit und Unterstützung von ehemaligen KZ- und Ghetto-Häftlingen aus der damaligen [[Volksrepublik Polen]] und anderen Ländern erfolgt unabhängig von ihrer Religion, Konfession oder politischer [[Weltanschauung]]. Das Werk wollte auch zur Versöhnung der Völker beitragen. Das weitgehend von privaten Spenden getragene Werk konnte seit seiner Gründung bis 2013 über 70 Millionen Euro in verschiedenen Bereichen einsetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Maximilian-Kolbe-Stiftung ===&lt;br /&gt;
Die Maximilian-Kolbe-Stiftung wurde 2007 mit Zustimmung der Deutschen und der Polnischen Bischofskonferenz von der Mitgliederversammlung des Maximilian-Kolbe-Werks gegründet. Die international zusammengesetzte Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, konkrete Beiträge zur Weiterentwicklung und Förderung der Versöhnungsarbeit in Europa zu leisten. Die Deutsche Bischofskonferenz hat dafür die nicht verwendeten Mittel aus der Entschädigung der Zwangsarbeiter in kirchlichen Einrichtungen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zur Verfügung gestellt. Die Polnische Bischofskonferenz hat sich die gemeinsame Herausforderung unterstreichend ebenfalls mit einem namhaften finanziellen Beitrag an der Stiftungsgründung beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlag Hl. Pater Maximilian Kolbe ===&lt;br /&gt;
Die [[Katholische Pfadfinderschaft Europas]] betrieb in den 1990er Jahren in [[Langen (Hessen)|Langen]] einen Verlag, der dem Patrozinium des hl. Maximilian unterstellt wurde. An seine Stelle trat in den 2000er Jahren der [[SJM-Verlag]], der seit 2004 in [[Neusäß]] ansässig ist. Er wird von der [[Ordensgemeinschaft]] der [[Diener Jesu und Mariens]] betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://sjm-verlag.de/shop/shop_content.php/coID/4/content/Impressum |wayback=20111010220522 |text=Impressum des SJM-Verlags    }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[André Frossard]]|Titel= Maximilian Kolbe. Vergesst die Liebe nicht. Eine Biografie|TitelErg=|Ort=Illertissen|Jahr=2023|Verlag=Media Maria|ISBN=978-3-945401-05-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Andreas Murk, Konrad Schlattmann |Titel=Maximilian Kolbe. Märtyrer der Nächstenliebe|Verlag=Echter|Ort=Würzburg|Jahr=2011|ISBN=978-3-429-03421-4}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Walter Heinrich|Titel=Die Stunde des Pelikans. Die Lebensgeschichte des Maximilian Kolbe. Roman|Verlag=Diogenes|Ort=Zürich|Jahr=2009|ISBN=978-3-257-06714-9}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=P. Karl Stehlin|Titel=Die Immaculata – unser Ideal. Der Geist der Militia Immaculatae nach P. Maximilian Kolbe|Ort=Stuttgart|Jahr=2004|ISBN=3-932691-45-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Gianfranco Grieco|Titel=Maximilian Kolbe – Sein Leben|Ort=Würzburg|Jahr=2002|ISBN=3-429-02472-2}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Franz Xaver Lesch, Meinrad Sehi|Titel=Pater Maximilian Kolbe – Leben, Wirken, Selig- und Heiligsprechung|Ort=Würzburg|Jahr=1982|ISBN=3-429-00792-5}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Walter Nigg]]|Titel=Maximilian Kolbe – Der Märtyrer von Auschwitz|Ort=Freiburg im Breisgau|Verlag=Herder|Jahr=1982|ISBN=3-451-18966-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Kinga Strzelecka|Titel=Maksymilian M. Kolbe. Für andere leben und sterben|TitelErg=Mit einem Vorwort von Gerhart Streicher|Ort=Leipzig|Jahr=1982|Verlag=St. Benno-Verlag GmbH}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Kinga Strzelecka|Titel=Maksymilian M. Kolbe. Für andere leben und sterben|TitelErg=Mit einem Vorwort von Bischof [[Georg Moser]]|Ort=Freiburg–Basel–Wien|Jahr=1981}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=[[Jan Dobraczyński]]|Titel=Maximilian Kolbe|TitelErg=Mit einer Ansprache von [[Julius Kardinal Döpfner]]|Verlag=Herder|Ort=Freiburg–Basel–Wien|Jahr=1979}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Maria Winowska|Titel=Hl. Pater Maximilian Kolbe – Ritter der Immaculata 1894–1941|Ort=Feldkirch|Verlag=Lins|Kommentar=Nachdruck der Ausgabe von 1952}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629041333/http://www.bautz.de/bbkl/k/Kolbe.shtml |autor=[[Christof Dahm]]|artikel=Kolbe, Maximilian Maria (Ordensname), Rajmund (Taufname)|band=4|spalten=327–331}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Maksymilian Kolbe|Maximilian Kolbe}}&lt;br /&gt;
* [https://www.maximilian-kolbe-werk.de/index.php/ueber-uns/maximilian-kolbe Information beim Maximilian-Kolbe-Werk]&lt;br /&gt;
* [http://www.internetpfarre.de/blog/archives/284-HEILIGER-MAXIMILIAN-KOLBE-70-JAHRE-MARTYRIUM-IN-AUSCHWITZ.html Alexander Pytlik, Heiliger Maximilian Kolbe – 70 Jahre Martyrium in Auschwitz]&lt;br /&gt;
* [[Uwe Schulz (Moderator)|Uwe Schulz]]: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/maximilian-kolbe-franziskaner-100.html &amp;#039;&amp;#039;14.08.1941 - Todestag von Maximilian Kolbe.&amp;#039;&amp;#039;] [[WDR]] [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]] vom 14. August 2016 (Podcast, 14:53 min).&lt;br /&gt;
* [[ZeitZeichen (Hörfunksendung)|ZeitZeichen]]: [https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/maximilian-kolbe-102.html 07.01.2019 – Geburtstag von Maximilian Kolbe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11856479X|LCCN=n/79/65287|NDL=00446055|VIAF=44302147}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kolbe, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (polnischer Widerstand 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maximilian Kolbe| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minorit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des evangelischen Namenkalenders]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Anti-Freimaurerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertreter einer Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antizionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Märtyrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pole]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1894]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1941]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kolbe, Maximilian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kolbe, Maximilian Maria (vollständiger Name); Kolbe, Raimund (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Franziskaner-Minorit, Märtyrer, Heiliger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1894 oder 8. Januar 1894&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Zduńska Wola]], Polen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. August 1941&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz-Birkenau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agathenon</name></author>
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