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	<title>Maximilian Adler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T08:34:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-11-23T00:42:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximilian Adler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren [[21. September]] [[1884]] in [[České Budějovice|Budweis]], [[Österreich-Ungarn]]; gestorben [[16. Oktober]] [[1944]] im [[KZ Auschwitz]]) war ein [[Juden|jüdisch]]-[[Tschechen|tschechischer]] [[Klassische Philologie|Philologe]] und Hochschullehrer, der Opfer des [[Holocaust]] wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Maximilian Adler, der Sohn des Kaufmanns Jakob Adler, studierte Klassische Philologie und Philosophie an der [[Universität Wien]]. 1906 wurde er bei [[Hans von Arnim (Philologe)|Hans von Arnim]] mit einer Dissertation über [[Plutarch]]s Schrift &amp;#039;&amp;#039;De facie in orbe lunae&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Nach dem Studium arbeitete er als Dozent an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Universität Halle (Saale)]] und als Lehrer an einem Mädchengymnasium in Prag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Schuldienst verfolgte Adler eine wissenschaftliche Laufbahn. Er trat durch Studien zu [[Plutarch]] und der [[Stoa|stoischen]] Philosophie hervor. Ein besonderer Schwerpunkt waren die Schriften des jüdisch-griechischen Philosophen und Schriftstellers [[Philon von Alexandria]]. 1930 [[Habilitation|habilitierte]] sich Adler an der [[Karl-Ferdinands-Universität|Universität Prag]] für Klassische Philologie und hielt seitdem Vorlesungen an der Universität ab. Seit 1932 vertrat er den Lehrstuhl des verstorbenen Professors [[Edgar Martini]]. Nach fünf Jahren wurde er 1937 zum außerordentlichen Professor ernannt und hatte damit die Befugnis, das [[Rigorosum]] und das Staatsexamen abzunehmen. Noch im selben Jahr nahm er das Rigorosum seines einzigen Doktorschülers [[Martin Sicherl]] ab, der mit einer Dissertation über griechische Zauberpapyri promovierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Annexion des [[Sudetenland]]es verschärfte sich die Situation für die Juden in Tschechien. Um dem Druck der öffentlichen Meinung nachzugeben, beurlaubte die tschechische Regierung zum 10. Januar 1939 mehrere jüdische Professoren, darunter auch Maximilian Adler. Für die Nationalsozialisten war Adler sowohl wegen seiner jüdischen Herkunft als auch wegen seines Eintretens für den [[Zionismus]] missliebig. Nach der [[Zerschlagung der Rest-Tschechei]] wurde Adler mit minimalen Bezügen in den Ruhestand versetzt. An Emigration dachte er nicht. Selbst als er das Angebot einer Professur in den [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten]] erhielt, lehnte er ab, da er seine alte Mutter in Budweis nicht zurücklassen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So erlebte Adler in Prag alle Demütigungen der nationalsozialistischen Herrschaft. Am 6. März 1943 wurde er nach [[Ghetto Theresienstadt|Theresienstadt]] deportiert. Im Ghetto leitete er das Bildungsreferat und unterrichtete jüdische Kinder. Er beteiligte sich auch an kulturellen Aktivitäten und verkehrte mit anderen prominenten Gefangenen, darunter der Rabbiner [[Leo Baeck]], der Psychiater [[Viktor Frankl]] und der Geograf [[Alfred Philippson]]. Im Oktober 1944 wurde Adler mit einem der letzten Transporte nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] gebracht und dort am 16. Oktober ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
In der Klassischen Philologie war Adler als Lehrer wie als Forscher gleichermaßen anerkannt. Seine Vorlesungen und Seminarübungen behandelten die griechische und lateinische Literatur, wobei er großes Gewicht auf die Erklärung der Dichter legte und seine Studenten vor allem die Methoden des Faches lehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine wissenschaftlichen Veröffentlichungen begannen mit kleineren Beiträgen über den Schriftsteller [[Plutarch]], dessen umfangreiche literarische Hinterlassenschaft Adler unter verschiedenen Aspekten erforschte. Bedeutender und umfangreicher jedoch war Adlers Beschäftigung mit der hellenistischen Philosophie. Er erstellte den Indexband der großen Ausgabe der &amp;#039;&amp;#039;Stoicorum veterum fragmenta&amp;#039;&amp;#039; seines Lehrers Hans von Arnim (1924) und beschäftigte sich im Anschluss daran mit den Schriften des jüdisch-hellenistischen Philosophen und Schriftstellers [[Philon von Alexandria]]. Insbesondere beteiligte er sich an der großangelegten Übersetzung seiner Werke, die von [[Isaak Heinemann]] geleitet wurde. Gemeinsam mit Heinemann verfasste er den sechsten Band der Reihe (1938), den letzten, der vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] erschien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Quibus ex fontibus Plutarchus libellum ‚De facie in orbe lunae‘ hauserit&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1910 (&amp;#039;&amp;#039;Dissertationes philologae Vindobonenses&amp;#039;&amp;#039; 10,2)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stoicorum veterum fragmenta. Vol. 4: Quo indices continentur&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1924&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zu Philon von Alexandreia&amp;#039;&amp;#039;. Breslau 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert]].&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–I.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Österreichische Nationalbibliothek. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8, S. 14.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kulturní adresář ČSR.: Biografický slovník žijících kulturních pracovníků a pracovnic&amp;#039;&amp;#039;. 2. Ausgabe (1936), S. 10&lt;br /&gt;
* Miroslav Kárný: &amp;#039;&amp;#039;Terezínská pamětní kniha&amp;#039;&amp;#039;. Prag 1995, S. 1172&lt;br /&gt;
* Elena Makarova, Sergeĭ Makarov, Victor Kuperman: &amp;#039;&amp;#039;University over the abyss: the story behind 520 lecturers and 2,430 lecturers in KZ Theresienstadt 1942–1944&amp;#039;&amp;#039;. Jerusalem 2000, S. 433&lt;br /&gt;
* [[Martin Sicherl]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Prag (1933–1937)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Eikasmós]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 4, 1993, S. 85–94&lt;br /&gt;
* [[Rudolf M. Wlaschek]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographia Judaica Bohemiae&amp;#039;&amp;#039;. Band 1 (2003), S. 4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Maximilian Adler}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1026395704|TYP=Literatur von}}&lt;br /&gt;
* {{yvng.yadvashem.org|1109013}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klassische Philologie in Prag}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1026395704|LCCN=n85153822|VIAF=266488822}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Adler, Maximilian}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altphilologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Karl-Ferdinands-Universität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schullehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Tschechien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Adler, Maximilian&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Adler, Maximilian Rudolph Johannes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechischer Klassischer Philologe und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. September 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[České Budějovice|Budweis]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;08Linus</name></author>
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