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	<title>Maxim Maximowitsch Litwinow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dmicha: ZU</title>
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		<updated>2026-01-06T13:46:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ZU&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Litvinoff Profile.jpg|mini|Maxim Litwinow um 1920]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maxim Maximowitsch Litwinow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Максим Максимович Литвинов}}, wiss. [[Transliteration]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|ru-Latn|Maksim Maksimovič Litvinov}}&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Max (Meir) Wallach&amp;#039;&amp;#039;; *&amp;amp;nbsp;{{JULGREGDATUM|17|7|1876|Link=1}} in [[Białystok|Belostok]], [[Gouvernement Grodno]], [[Russisches Kaiserreich]]; † [[31. Dezember]] [[1951]] in [[Moskau]]) war ein [[Sowjetunion|sowjetischer]] Revolutionär, Außenpolitiker und Diplomat. Er war von 1930 bis 1939 [[Volkskommissar]] für Auswärtige Angelegenheiten und während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] Botschafter in den [[Vereinigte Staaten|USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vor 1918 ==&lt;br /&gt;
Litwinow wurde 1876 in Białystok, das damals zum [[Weichselland|russischen Teil Polens]] gehörte, als Meir Henoch Mojszewicz Wallach-Finkelstein, Sohn einer wohlhabenden [[Juden in Russland|jüdischen]] Bankiersfamilie, geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Białystok diente er von 1893 bis 1898 in der [[Kaiserlich Russische Armee|russischen Armee]] und war in [[Baku]] stationiert. Möglicherweise lernte er schon im [[Kaukasus]] [[Josef Stalin]] kennen. Litwinow schloss sich 1898 der [[Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands|Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands]] (SDAPR) an und wurde 1900 Mitglied eines Parteiausschusses in [[Kiew]], doch 1901 wurde der ganze Ausschuss verhaftet. Nach 18-monatiger Gefangenschaft führte Litwinow einen Ausbruch von elf Insassen aus einem Kiewer Gefängnis an und lebte im Exil in der Schweiz, wo er Redakteur für die Zeitung [[Iskra (russische Zeitung)|&amp;#039;&amp;#039;Iskra&amp;#039;&amp;#039;]] war. 1903 schloss er sich dem [[Bolschewiki|bolschewistischen]] Flügel der SDAPR an und kehrte nach Russland zurück, wo er während der [[Russische Revolution 1905|Russischen Revolution 1905]] in [[Sankt Petersburg]] für die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Nowaja Schisn (1905)|Nowaja Schisn]]&amp;#039;&amp;#039; (Neues Leben) tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1906 musste er zum zweiten Mal ins Exil gehen und war danach bis 1918 in Westeuropa tätig, wo er Waffen und Geld für die bolschewistische Bewegung beschaffte. Dabei arbeitete er mit [[Leonid Borissowitsch Krassin|Leonid Krassin]] und Stalin zusammen, mit dem er 1907 ein Zimmer in [[Whitechapel (London)|Whitechapel]] in [[London]] teilte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In London war er für das [[Internationales Sozialistisches Büro|Internationale Sozialistische Büro]] tätig und hatte Kontakt zu [[Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin|Georgi Tschitscherin]], [[Iwan Michailowitsch Maiski|Iwan Maiski]], [[Fjodor Aronowitsch Rotstein|Fjodor Rotstein]] und [[Alexandra Michailowna Kollontai|Alexandra Kollontai]], die später alle wichtige Rollen in der sowjetischen Außenpolitik spielen sollten. Außerdem lernte er hier seine spätere Ehefrau [[Ivy Litwinow|Ivy Lowe]] kennen, die er 1916 heiratete. Sie wurde später als Schriftstellerin bekannt. Sie stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie, die nach dem erfolglosen [[Ungarische Revolution 1848/1849|Aufstand in Ungarn 1848]] nach England geflohen war. 1907 wurde er zum Sekretär der sozialdemokratischen Delegation am [[Internationaler Sozialistenkongress (1907)|Internationalen Sozialistenkongress]] in [[Stuttgart]] ernannt. 1908 wurde er wegen seiner illegalen Geldbeschaffungen in [[Paris]], später auch in London verhaftet. Er hatte versucht, das Geld aus dem [[Überfall auf die Bank von Tiflis|Raubüberfall auf die Reichsbank]] in [[Tiflis]] einzutauschen. Im Jahre 1918 wurde er von der britischen Regierung gegen den in Moskau inhaftierten englischen [[Konsul]] [[Robert Hamilton Bruce Lockhart]] ausgetauscht und in das bolschewistische Russland ausgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1918 bis 1930 ==&lt;br /&gt;
In [[Sowjetrussland]] trat Litwinow in den diplomatischen Dienst ein. Er wurde sehr schnell enger Mitarbeiter und die rechte Hand des [[Liste der russischen Außenminister#Volkskommissar für Auswärtiges des sowjetischen Russland 1918–1922|Volkskommissars für Auswärtige Angelegenheiten]] (Außenminister) [[Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin]] und kümmerte sich vor allem um das Verhältnis zu den [[Westmächte]]n. 1920/1921 leitete er die sowjetische Delegation in den Verhandlungen mit [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], die im März 1921 in einem Handelsvertrag und einer De-facto-Anerkennung der Sowjetunion durch London mündeten. Am 20. August 1921 unterzeichnete er in [[Riga]] einen Vertrag mit der [[American Relief Administration]], der die Hilfslieferungen wegen der im gleichen Jahr akut gewordenen [[Hungersnot in Sowjetrussland 1921–1922|Hungersnot]] in Gang setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wurde Litwinow stellvertretender Volkskommissar für Auswärtiges der Sowjetunion. In dieser Funktion übernahm er wegen der Krankheit Tschitscherins immer mehr die Führung der laufenden Geschäfte. Wie Tschitscherin lehnte er die Aktivitäten der [[Kommunistische Internationale|Komintern]] ab, die [[Revolution]]en in den kapitalistischen Staaten auslösen wollte, und setzte sich lieber [[Realpolitik|realpolitisch]] für eine Verbesserung von deren Beziehungen zur Sowjetunion ein. 1923 etwa verlangte er in einem [[Sarkasmus|sarkastischen]] Brief an [[Grigori Jewsejewitsch Sinowjew|Grigori Sinowjew]], alle Komintern-Agenten aus der [[Weimarer Republik]] abzuziehen, dem einzigen wichtigen Staat in Europa, der einigermaßen gute Beziehungen zur Sowjetunion unterhielt. 1925 schrieb er einen ähnlichen Brief an [[Alexander Gawrilowitsch Schljapnikow|Schljapnikow]], den [[Geschäftsträger]] in Paris, dessen bolschewistische Rhetorik der Verbesserung der Beziehungen zu [[Dritte Französische Republik|Frankreich]] im Wege stand.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Jabara Carley: &amp;#039;&amp;#039;Soviet foreign policy in the West, 1936–1941. A review article.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Europe Asia Studies.&amp;#039;&amp;#039; 56, Heft 7 (2004), S. 1081–1100, hier S. 1082&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Litwinows Außenpolitik zielte vor allem auf die Etablierung eines Systems der [[Kollektive Sicherheit|Kollektiven Sicherheit]] in Ostmitteleuropa.&amp;lt;ref&amp;gt;Aleksandr Cubarjan: &amp;#039;&amp;#039;Die UdSSR und der Beginn des Zweiten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Hildebrand]], [[Jürgen Schmädeke]] und [[Klaus Zernack]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;1939 – An der Schwelle zum Weltkrieg: Die Entfesselung des Zweiten Weltkrieges und das internationale System.&amp;#039;&amp;#039; Walter de Gruyter, Berlin 1990, ISBN 3-11-012596-X, S. 279 u.ö.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu strebte er [[Nichtangriffspakt]]e mit den Nachbarländern der Sowjetunion an. Der erste dieser Art wurde am 28. September 1926 mit [[Litauen]] unterzeichnet. Am 9. Februar 1929 folgte das [[Litwinow-Protokoll]] zwischen der Sowjetunion, [[Rumänien]], [[Polen]], [[Lettland]] und [[Estland]], das den [[Briand-Kellogg-Pakt]] zur Ächtung des Krieges vorfristig in Kraft setzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1930 bis 1939 ==&lt;br /&gt;
Am 21. Juli 1930 folgte Litwinow Tschitscherin offiziell als Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten nach. In dieser Funktion setzte er seine Politik der Annäherung an die Westmächte und die [[Kleine Entente]] fort und schloss Nichtangriffspakte mit [[Sowjetisch-finnischer-Nichtangriffspakt|Finnland]] (21. Januar 1932), [[Lettland]] (5. Februar 1932), [[Estland]] (4. Mai 1932), [[Polen]] (25. Juli 1932), [[Frankreich]] (29. November 1932) und [[Italien]] (2. September 1933); am 21. August 1937 folgte ein Nichtangriffspakt mit [[China]]. Auf diese Weise wollte er der Sowjetunion Sicherheit vor den kapitalistischen Mächten verschaffen, mit denen sie sich im [[Polnisch-Sowjetischer Krieg|Polnisch-Sowjetischen Krieg]] und im [[Russischer Bürgerkrieg#Intervention der Entente-Mächte|Bürgerkrieg]] hatte auseinandersetzen müssen. Litwinows Fokus änderte sich aber 1933, als sich die Beziehungen zum [[NS-Staat|Deutschen Reich]] nach der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Machtergreifung]] rapide verschlechterten. Um eine internationale Isolierung zu vermeiden, bemühte er sich um eine Verbesserung der Beziehungen zu Frankreich. Am 18. September 1934 trat die Sowjetunion dem [[Völkerbund]] bei, den die sowjetische Propaganda bis dahin noch als „Kommandozentrale des Welt[[imperialismus]]“ geschmäht hatte – die Sowjetunion erhielt sogar einen Sitz in dessen Ständigem Rat. Am 2. Mai 1935 schloss Litwinow einen [[Sowjetisch-französischer Beistandsvertrag|Beistandsvertrag mit Frankreich]] ab. Einige Tage später wurde ein vergleichbarer Vertrag mit der [[Tschechoslowakei]] unterzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Viktor Iščenko: [Einführung: Vertrag über den gegenseitigen Beistand zwischen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken und der Republik Frankreich, 2. Mai 1935]. [[1000dokumente.de]], Zugriff am 19. April 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beide Verträge knüpften eine gegenseitige Beistandsverpflichtung allerdings an ein vorheriges Völkerbundmandat und schlossen damit eine unmittelbare militärische Reaktion aus. Zu Verhandlungen zwischen den militärischen Strukturen beider Staaten kam es folgerichtig nicht. Zudem lehnte Frankreich es in den Verhandlungen ab, eine Sicherheitsgarantie für die [[Baltikum|baltischen Staaten]] in diesem Pakt zu verankern, weshalb Litwinow seinerseits das sowjetische Gegenseitigkeitsangebot, eine Sicherheitsgarantie für [[Belgien]], die [[Schweiz]] und das entmilitarisierte [[Rheinland]] zu geben, ebenfalls zurückzog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Jabara Carley |Titel=Who Betrayed Whom? Franco-Anglo-Soviet Relations, 1932–1939 |Ort=Berlin |Datum= |Seiten=6 ff |Kommentar=Gab es einen Stalin-Hitler Pakt? – Freie Universität Berlin, Berlin, conférence, février 2014 |Online=[https://www.academia.edu/9608960/_Who_Betrayed_Whom_Franco-Anglo-Soviet_Relations_1932_1939_Gab_es_einen_Stalin-Hitler_Pakt_-_Freie_Universit%C3%A4t_Berlin_Berlin_conf%C3%A9rence_f%C3%A9vrier_2014 academia.edu] |Abruf=2018-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1933 Soviet Envoy Talks With Roosevelt.ogv|mini|Universal Newsreel berichtet über den Besuch von Litwinow in den USA, 1933]]&lt;br /&gt;
Dem Ziel, eine Koalition gegen Hitler zu bilden, war auch der Versuch gewidmet, die Isolation der Sowjetunion zu überwinden und die Anerkennung der Sowjetunion als Staat durch die Vereinigten Staaten zu erringen. Nachdem die Vorgänger [[Franklin D. Roosevelt]]s als Präsidenten die Anerkennung immer abgelehnt hatten, gelang Litwinow die Anerkennung der Sowjetunion als Staat in der ersten Amtszeit Roosevelts, der in der Sowjetunion ein Gegengewicht zu Deutschland und [[Japan]] sah. Nach einem Treffen Litwinows mit Roosevelts Vertrauten [[Bernard Baruch]] im Juli 1933 in Vichy wurden von [[William C. Bullitt]], [[Cordell Hull]] und [[Henry Morgenthau]] ein Memorandum zur Anerkennungsfrage erstellt, worauf im Oktober 1933 der Briefwechsel zwischen Roosevelt und [[Michail Iwanowitsch Kalinin|Kalinin]] erfolgte.&amp;lt;ref&amp;gt;Donald Gordon Bishop: &amp;#039;&amp;#039;The Roosevelt-Litvinov Agreements: The American View&amp;#039;&amp;#039;, S. 253 (FN 33 und 34)&amp;lt;/ref&amp;gt; Noch im Oktober begann Litwinow seine Reise in die Vereinigten Staaten. Am 16. November wurde der Abschluss der Verhandlungen von Roosevelt und Litwinow in Washington bekanntgegeben. Die beiden Staaten verpflichteten sich, sich gegenseitig nicht in die Innenpolitik des anderen einzumischen. Die Schuldenrückzahlung, die ein wichtiger Grund für die Nichtanerkennung der Sowjetunion gewesen war, wurde jedoch nicht geregelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Litwinows Politik der Annäherung an die Westmächte muss, gemessen an seinen Zielen, als erfolglos betrachtet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Who Betrayed Whom?13&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Jabara Carley |Titel=Who Betrayed Whom? Franco-Anglo-Soviet Relations, 1932–1939 |Ort=Berlin |Datum= |Seiten=13 |Kommentar=Gab es einen Stalin-Hitler Pakt? – Freie Universität Berlin, Berlin, conférence, février 2014 |Online=[https://www.academia.edu/9608960/_Who_Betrayed_Whom_Franco-Anglo-Soviet_Relations_1932_1939_Gab_es_einen_Stalin-Hitler_Pakt_-_Freie_Universit%C3%A4t_Berlin_Berlin_conf%C3%A9rence_f%C3%A9vrier_2014 academia.edu] |Abruf=2018-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Litwinow war von 1934 bis 1941 Mitglied des [[Zentralkomitee|ZK]] der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|KPdSU]], er gehörte jedoch nicht dem [[Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion|Politbüro]] an, das nach außen das Machtzentrum der Sowjetunion darstellte. Er war Stalins Kontaktmann zu Roosevelt und [[Winston Churchill]]. Möglicherweise bewahrte ihn das vor innerparteilichen „Säuberungen“ z.&amp;amp;nbsp;B. während der Zeit des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Mai 1939 wurde Litwinow abgesetzt und [[Wjatscheslaw Michajlowitsch Molotow|Wjatscheslaw Molotow]], bereits ab 1930 [[Ministerrat der UdSSR#Die Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare, ab 1946 Ministerrats der UdSSR|&amp;#039;&amp;#039;Vorsitzender des Rates der Volkskommissare&amp;#039;&amp;#039;]] (Regierungschef), zum Außenminister der UdSSR ernannt. Molotow hatte damit zwei Ämter zu bekleiden, bis Stalin am 7. Mai 1941 von ihm die Regierungsführung übernahm. Einige Historiker bewerten dies vor allem als Stalins Versuch, sich zusätzlich zu den laufenden sowjetischen Verhandlungen über einen Pakt mit den Westmächten eine Hintertür für Verhandlungen mit Deutschland offenzuhalten. Andere Historiker kommen zu dem Schluss, dass Stalin Litwinows Bemühungen, mit den Westmächten ein System kollektiver Sicherheit gegen das Deutsche Reich zu entwickeln, zu diesem Zeitpunkt als gescheitert ansah.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Who Betrayed Whom?13&amp;quot; /&amp;gt; Die in der Folge von Molotow verfolgte Linie führte schließlich kurz vor Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] zum Abschluss des [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts]]. Nach der [[Sowjetische Besetzung Ostpolens|sowjetischen Besetzung Ostpolens]] wurde Litwinow (laut Tagebuch-Notiz von [[Willy Cohn]]) am 7. Dezember 1939 Vorsitzender der russischen Austauschkommission in Krakau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1939 ==&lt;br /&gt;
Im November 1941 wurde er zum neuen Botschafter in Washington ernannt, wo er am 7. Dezember, dem Tag des japanischen [[Angriff auf Pearl Harbor|Angriffs auf Pearl Harbor]], eintraf. Er unterzeichnete am 1. Januar 1942 für die Sowjetunion die [[Deklaration der Vereinten Nationen]], die die Grundlage der [[Anti-Hitler-Koalition]] bildete, und im Juni 1942 ein gegenseitiges Hilfsabkommen mit den USA. Von 1942 bis 1943 übte er gleichzeitig das Amt des Gesandten in [[Kuba]] aus. Im August 1943 wurde er, wie auch gleichzeitig [[Iwan Michailowitsch Maiski|Iwan Maiski]] aus London, aus Washington abberufen, um den Posten als stellvertretender Außenkommissar zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war an der Vorbereitung der [[Konferenz von Moskau#Außenministerkonferenz 1943|Moskauer Außenministerkonferenz]] im Oktober 1943 beteiligt, bei der erstmals die Frage der territorialen Aufteilung Deutschlands nach dem Krieg besprochen wurde. Zusätzlich wurde er zum Leiter der Sonderkommission des Ministeriums über die Nachkriegsordnung und die Vorbereitung der Friedensverträge ernannt. Am 15. November 1944 legte Litwinow im Memorandum der Kommission vor, dass er für eine Verständigung mit Großbritannien über die freundschaftliche Abgrenzung von Sicherheitssphären in Europa einstehe, wobei er gleichzeitig die sowjetische Interessenssphäre in Europa auf folgende Länder begrenzen wollte: Finnland, Schweden, Polen, Ungarn, Tschechoslowakei, Rumänien, Türkei und die Balkanländer.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;The big three after World War II.&amp;#039;&amp;#039; Washington 1995, S. 10&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem 70. Geburtstag 1946 ging er in Pension; nach einem dritten [[Herzinfarkt]] starb Maxim Maximowitsch Litwinow 1951 im [[Zentralkrankenhaus (Moskau)|Kremlkrankenhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Darstellung Litwinows in der bildenden Kunst (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Emil Stumpp]]: &amp;#039;&amp;#039;Maxim Maximowitsch Litwinow&amp;#039;&amp;#039; (Kreide-Lithographie, 1931)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Emil Stumpp]]: &amp;#039;&amp;#039;Über meine Köpfe.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Kurt Schwaen]]. Buchverlag Der Morgen, Berlin, 1983, S. 33, 210.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NordFamilje |Lemma=Litvinov, Maxim Maxim, eg. Meier Hennoch Wallach, även Grünspan och Finkelstein |Auflage=4 |Band=13 |Spalte=826 |SpalteBis=827}}&lt;br /&gt;
* Hugh D. Phillips: Between &amp;#039;&amp;#039;The Revolution And The West. A Political Biography Of Maxim M. Litvinov&amp;#039;&amp;#039;. Routledge, New York 2019, ISBN 978-0-429-71897-7.&lt;br /&gt;
* Albert Resis: &amp;#039;&amp;#039;The Fall of Litvinov. Harbinger of the German-Soviet Non-Aggression Pact&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Europe-Asia Studies&amp;#039;&amp;#039; 52, Heft 1 (2000), S. 33–56.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Maxim Litvinov|Maxim Litwinow}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118890700}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/011549}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bpb.de/popup/popup_druckversion.html?guid=BZTRDI Litwinow und die Teilung Deutschlands]&lt;br /&gt;
* {{GSE|070721}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|AMT=[[Liste der russischen Außenminister|Sowjetischer Außenminister]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1930–1939&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Georgi Wassiljewitsch Tschitscherin|Grigori Tschitscherin]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow|Wjatscheslaw Molotow]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118890700|LCCN=n88196429|NDL=001230759|VIAF=12366644}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Litwinow, Maxim Maximowitsch}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkskommissar]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenminister (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetischer Botschafter in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sowjetbürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1951]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Litwinow, Maxim Maximowitsch&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Max Meier Wallach&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=sowjetischer Revolutionär, Außenpolitiker und Diplomat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Białystok]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Dezember 1951&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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