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	<title>Max von Gallwitz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-03T08:43:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt;-a/v&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Max von Gallwitz (1852-1937).jpg|mini|Max von Gallwitz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Karl Wilhelm Gallwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1913 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;von Gallwitz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. Mai]] [[1852]] in [[Breslau]]; † [[18. April]] [[1937]] in [[Neapel]]) war ein [[Königreich Preußen|preußischer]] [[General der Artillerie]], der im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Armee- und Heeresgruppenbefehlshaber an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ost-]] und [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] sowie auf dem Balkan fungierte. Nach dem Krieg war er als Reichstagsabgeordneter für die [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]] politisch tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Familie ===&lt;br /&gt;
Gallwitz entstammte einer bürgerlichen katholischen Familie. Er war der Sohn des preußischen Kreissteuereinnehmers Karl Gallwitz (1823–1875) und dessen Ehefrau Elisabeth, geborene Buchwald (1824–1895). Er verheiratete sich 1891 mit Friederike, geborene Englerth (* 1871). Aus der Ehe gingen eine Tochter und der Sohn [[Werner von Gallwitz|Werner]] (1893–1944) hervor, der ebenfalls eine Militärkarriere einschlug und brachte es im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] bis zum Generalleutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärkarriere ===&lt;br /&gt;
Er trat nach seinem Abitur während des [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieges]] am 13. August 1870 als [[Freiwilliger (Militär)|Freiwilliger]] in das [[Feldartillerie-Regiment „Generalfeldmarschall Graf Waldersee“ (Schleswigsches) Nr. 9|Feldartillerie-Regiment Nr. 9]] der [[Preußische Armee|Preußischen Armee]] ein. 1877 begann er eine dreijährige Ausbildung an der [[Preußische Kriegsakademie|Kriegsakademie]]. 1883 erfolgte die Versetzung in den [[Großer Generalstab|Großen Generalstab]]. Ab 1886 folgten Verwendungen in verschiedenen Truppengeneralstäben, im [[Preußisches Kriegsministerium|Kriegsministerium]] sowie auf Kommandeursposten. Am 16. Januar 1890 wurde er Kommandeur des [[Feldartillerie-Regiment „Oranien“ (1. Nassauisches) Nr. 27|Feldartillerie-Regiments „Oranien“ (1. Nassauisches) Nr. 27]] in Mainz. Am 23. Mai 1890 zum [[Major]] befördert, wurde er am 22. März 1891 Generalstabsoffizier der [[9. Division (Deutsches Kaiserreich)|9. Division]] in Glogau. Am 15. Juli 1893 wurde er Stabsoffizier beim [[VII. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich)|VII. Armee-Korps]] in Münster. Ab 18. Oktober 1895 war er Generalstabsoffizier des [[1. Kurhessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 11|1. Kurhessischen Feldartillerie-Regiments Nr. 11]] in Kassel und wurde am 9. Dezember 1896 [[Oberstleutnant]]. Am 17. Juni 1897 folgte ein neuerlicher Wechsel in das Kriegsministerium nach Berlin. Am 23. März 1899 wurde er zum [[Oberst]] befördert und ab 1. Oktober 1899 als Kommandeur des [[5. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 76|5. Badischen Feldartillerie-Regiments Nr. 76]] in Freiburg verwendet. Am 18. Mai 1901 wurde er Kommandeur der 29. Feldartillerie-Brigade in Karlsruhe und am 18. Oktober 1902 erfolgte seine Ernennung zum [[Generalmajor]]. Am 27. Januar 1903 wurde er Direktor des Armee-Verwaltungs-Departments im Kriegsministerium und stellvertretender Bevollmächtigter zum [[Bundesrat (Deutsches Reich)|Bundesrat]]. Am 16. Oktober 1906 bekam er die Beförderung zum [[Generalleutnant]]. Vom 3. Oktober 1906 bis zum 2. April 1911 war er Kommandeur der [[15. Division (Deutsches Kaiserreich)|15. Division]] in Köln. Am 4. März 1911 erfolgte seine Ernennung zum Inspekteur der Feldartillerie, am 4. April 1911 erhielt er den Rang eines [[General der Artillerie|Generals der Artillerie]]. 1913 wurde Gallwitz anlässlich des 25-jährigen Regierungsjubiläums von [[Deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] in den erblichen preußischen [[Nobilitierung|Adelsstand erhoben]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Militär-Wochenblatt]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 81 vom 19. Juni 1913, Berlin 1913, S. 1863.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Freiherr von Houwald: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918.&amp;#039;&amp;#039; Görlitz 1939, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Weltkrieg ====&lt;br /&gt;
[[Datei:BASA-237K-1-361-2-Max von Gallwitz, 1915.jpg|mini|Max von Gallwitz, 1915]]&lt;br /&gt;
Gallwitz wurde zu Kriegsbeginn am 2. August 1914 zum [[Kommandierender General|Kommandierenden General]] des [[Garde-Reserve-Korps]] ernannt und nahm an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] auf dem linken Flügel der [[2. Armee (Deutsches Kaiserreich)|2. Armee]] unter [[Generaloberst]] [[Karl von Bülow]] in zweiter Linie an der Invasion des neutralen Belgiens teil. Als Artilleriespezialist erhielt Gallwitz den Auftrag, die starke Festung [[Namur]] am [[Maas]]übergang zu erobern. Dank des von Gallwitz forcierten, sehr konzentrierten und konsequenten Einsatzes schwerer Artillerie gelang die Einnahme der Festungswerke binnen weniger Tage, wesentlich schneller als aufgrund der Erfahrung bei der [[Eroberung von Lüttich (1914)|Belagerung von Lüttich]] zunächst befürchtet. Das [[Korps]] wurde daraufhin nach [[Ostpreußen]] verlegt und beteiligte sich an der [[Schlacht an den Masurischen Seen]] auf dem linken Flügel der [[8. Armee (Deutsches Kaiserreich)|8. Armee]] unter [[Paul von Hindenburg]]. Im Oktober 1914 stieß sein Korps während der [[Schlacht an der Weichsel (1914)|Schlacht an der Weichsel]] mit der neu gebildeten [[9. Armee (Deutsches Kaiserreich)|9. Armee]] bis [[Dęblin|Iwangorod]] vor, musste sich aber bis Monatsende vor der russischen Übermacht nach Westen zurückziehen. Im Februar 1915 übernahm er das Kommando der mit einigen Ergänzungen gebildeten „Armeegruppe Gallwitz“, die später in [[12. Armee (Deutsches Kaiserreich)|12. Armee]] umbenannt wurde. Vom 20. bis 24. Februar drängte Gallwitz die russische Armee unter General [[Paul von Plehwe|Pawel Plehwe]] in der Ersten [[Schlacht um Przasnysz]] zurück, musste dann aber im März in seine Ausgangsstellung zurückweichen. In der [[Narew-Offensive|Zweiten Schlacht bei Przasnysz]] während des Sommerfeldzuges erreichte er zwischen dem 13. und 15. Juli 1915 den allgemeinen Durchbruch am [[Narew]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. September 1915 wurde Gallwitz Oberbefehlshaber der neu aufgestellten [[11. Armee (Deutsches Kaiserreich)|11. Armee]], um unter dem zum [[Generalfeldmarschall]] beförderten [[August von Mackensen]] den [[Serbienfeldzug der Mittelmächte|Feldzug gegen Serbien]] zu führen. Am 6. Oktober 1915 gelang der Donauübergang bei [[Smederevo|Semendria]]. Zusammen mit der k.u.k. 3. Armee unter General [[Hermann Kövess von Kövesshaza|Hermann Kövess]] gelang am 9. Oktober auch die Eroberung von [[Belgrad]]. Bis Anfang Dezember erreichten seine Truppen im Zusammenwirken mit den verbündeten Bulgaren [[Bitola|Monastir]], danach wurden die meisten deutschen Truppen wieder abgezogen, das Armeeoberkommando verblieb aber in Makedonien. Für seine Verdienste im Osten und am Balkan wurde Gallwitz am 24. Juli 1915 mit dem Orden [[Pour le Mérite]] und am 28. September 1915 mit dem Eichenlaub zum Pour le Mérite ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1916 wurde Gallwitz zurück an die Westfront versetzt, wo er als Befehlshaber der „Angriffsgruppe West“ der [[5. Armee (Deutsches Kaiserreich)|5. Armee]] bei der [[Schlacht um Verdun]] zum Einsatz kam. Nach dem Beginn der [[Schlacht an der Somme]] erhielt er vom 19. Juli bis zum 16. Dezember 1916 den Oberbefehl der [[2. Armee (Deutsches Kaiserreich)|2. Armee]], gleichzeitig war er bis Ende August Oberbefehlshaber der temporären „[[Heeresgruppe]] Gallwitz“, die kurz darauf in die neue „[[Heeresgruppe „Kronprinz Rupprecht“|Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht]]“ überführt wurde, und koordinierte die Verteidigung südlich des Flusses. Im Dezember 1916 übernahm er die [[5. Armee (Deutsches Kaiserreich)|5. Armee]] im Raum Verdun, die er bis kurz vor Kriegsende führte. Seit Januar 1918 befehligte er gleichzeitig eine erneut gebildete „Heeresgruppe Gallwitz“, zu der neben der 5. Armee zusätzlich die [[Armeeabteilung C]] gehörte. Mit dieser kämpfte er unter anderem in der [[Schlacht von St. Mihiel]] und anschließend während der [[Maas-Argonnen-Offensive]] gegen das [[American Expeditionary Forces|amerikanische Expeditionskorps]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Gallwitz befürwortete noch am 28. Oktober 1918 bei einer Anhörung in Berlin die Fortsetzung des aussichtslos gewordenen Krieges&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;, nachdem die [[Oberste Heeresleitung#Dritte OHL|Oberste Heeresleitung]] (OHL) unter Führung von Generalfeldmarschall [[Paul von Hindenburg|von Hindenburg]] und General [[Erich Ludendorff|Ludendorff]] einen Monat zuvor, am 29. September, die [[Reichsregierung#Erster Weltkrieg (1914–1918)|Reichsregierung]] damit beauftragt hatte, Waffenstillstandsverhandlungen einzuleiten, was diese am 4. Oktober auf erneutes Drängen der OHL den Alliierten vorschlug&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundeszentrale für politische Bildung |url=https://www.bpb.de/themen/erster-weltkrieg-weimar/ersterweltkrieg/155331/das-ende-des-kaiserreichs-militaerischer-zusammenbruch-und-revolution/ |titel=Das Ende des Kaiserreichs: Militärischer Zusammenbruch und Revolution |datum=2013-05-06 |sprache=de |abruf=2024-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ebenfalls am 28. Oktober 1918 erfolgte eine Abänderung der Verfassung ([[Oktoberreformen]]), die das Reich in eine parlamentarische Monarchie umwandelte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.geschichte-abitur.de/quellenmaterial/quellen-erster-weltkrieg/gesetz-zur-aenderung-der-reichsverfassung-oktoberreformen |titel=Gesetz zur Änderung der Reichsverfassung (Oktoberreformen) |werk=Geschichte kompakt |sprache=de-DE |abruf=2024-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundeszentrale für politische Bildung |url=https://www.bpb.de/themen/erster-weltkrieg-weimar/weimarer-republik/275834/vom-kaiserreich-zur-republik-1918-19/ |titel=Vom Kaiserreich zur Republik 1918/19 – Weimarer Republik |datum=2011-12-23 |sprache=de |abruf=2024-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am nächsten Tag, verließ Kaiser Wilhelm II. seinen Beratern folgend Berlin in Richtung des [[Großes Hauptquartier#Ende des Kaiserreichs im Großen Hauptquartier|OHL-Hauptquartiers im belgischen Spa]], um sich so unter dem Beistand der Heerführer den Rücktrittsforderungen entgegensetzen zu können. Am Abend des 29. erfolgte der Einsatzbefehl zum Angriff auf die englische Flotten, was die [[Gehorsamsverweigerung#Meutereien im Ersten Weltkrieg|Meuterei von Besatzungen der deutschen Hochseeflotte]] auslöste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw44-revolutionskalender-27-291018-574062 |titel=Deutscher Bundestag – 29. Oktober 1918: Wilhelm II. verlässt überraschend Berlin |sprache=de |abruf=2024-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesem Zeitpunkt, Ende Oktober 1918, sprach Ludendorff schon von der zur [[Dolchstoßlegende]] führenden Idee, den linken Regierungsparteien „das Odium dieses Friedensschlusses“ anzulasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Auch von Gallwitz machte sich das Wort von Hindenburgs von der „im Felde unbesiegt[en]“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Boris Barth |url=https://www.das-parlament.de/2018/30-31/themenausgaben/legende-vom-dolchstoss |titel=Legende vom Dolchstoß |werk=Das Parlament |datum=2018-07-23 |sprache=de |abruf=2024-10-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Armee zu eigen und vertrat dies später als [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]-Abgeordneter&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Abwehrerfolge während der [[Schlacht an der Somme]] erhielt Gallwitz auch das [[Roter Adlerorden|Großkreuz des Roten Adlerordens]] sowie am 23. Dezember 1917 den [[Schwarzer Adlerorden|Schwarzen Adlerorden]]. Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] ordnete außerdem 1918 an, dass einer der acht Wehrtürme des alten Ordensschlosses [[Marienburg (Malbork)|Marienburg]] nach General von Gallwitz zu benennen sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Nach seinem Abschied in den Ruhestand war Max von Gallwitz von 1920 bis 1924 als Abgeordneter der [[Deutschnationale Volkspartei|Deutschnationalen Volkspartei]] Mitglied des [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstages]]. Im Oktober 1931 nahm er an der Gründungsversammlung der [[Harzburger Front]] teil.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Kreuzzeitung|Neue Preußische Kreuzzeitung]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 234 vom 11. Oktober 1931, S.&amp;amp;nbsp;5; &amp;#039;&amp;#039;[[Vorwärts (Deutschland)|Vorwärts]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 477 vom 11. Oktober 1931, S.&amp;amp;nbsp;2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Laut dem Historiker [[Holger Afflerbach]] war er „[a]ls Vertreter eines politischen Katholizismus rechts vom Zentrum (…) ein ausgeprägter Antisemit.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Holger Afflerbach]]: Art. &amp;#039;&amp;#039;Gallwitz, Max von.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerd Krumeich]], [[Gerhard Hirschfeld]], [[Irina Renz]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Erster Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage (UTB-Studienausgabe), Ferdinand Schöningh, Paderborn 2014, S.&amp;amp;nbsp;519.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb während einer Erholungsreise in Italien. Er liegt auf dem [[Hauptfriedhof Freiburg im Breisgau]] begraben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Max von Gallwitz.jpg|mini|Grab Max von Gallwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitat ===&lt;br /&gt;
Einer Überlieferung zufolge soll Gallwitz nach der [[Schlacht an der Somme]] folgenden Ausspruch über die tapfer kämpfenden britischen Soldaten getätigt haben: „Nirgendwo sonst habe ich solch tapfere Löwen gesehen, die von solchen Lämmern angeführt wurden.“ Diese Aussage fand Eingang in den Titel des 2007 erschienenen Spielfilms &amp;#039;&amp;#039;[[Von Löwen und Lämmern]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses angebliche Zitat findet sich aber weder in den veröffentlichten Memoiren von Gallwitz (&amp;#039;&amp;#039;Erleben im Westen 1916–1918&amp;#039;&amp;#039;) noch in seinen Tagebüchern und ist somit wahrscheinlich ins Reich der Legende einzuordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kommentar von Jakob Jung, Autor der Biographie &amp;#039;&amp;#039;Max von Gallwitz. General und Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Osnabrück 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg für Max von Gallwitz 1034412612 1.jpg|mini|Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg für Max von Gallwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Max von Gallwitz wurden Kasernen in [[Aachen]] (Gallwitz-Kaserne, seit 2014 [[Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne]]), [[Bonn]] ([[Gallwitz-Kaserne (Bonn)|Gallwitz-Kaserne]], seit 2004 stillgelegt), [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] (heute Breisacher Hof), [[Hildesheim]] (seit 2003 stillgelegt) und [[Ulm]] (1944/45 teilweise zerstört) benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 30. November 1915 erhielt von Gallwitz die Ehrendoktorwürde der [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Albert-Ludwigs-Universität zu Freiburg]] (Dr. phil. h. c.). Ebenfalls 1915 wurde er zum [[Ehrenbürger]] der Stadt [[Freiburg im Breisgau]] ernannt. Eine Straße im sogenannten Heldenviertel&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Freiburg im Breisgau: „Kommission überprüft Straßennamen. Neue Namen für zwölf Freiburger Straßen“, https://www.freiburg.de/pb/1017982.html.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1934 nach ihm benannt. Dadurch sollte damals eine Militärperson geehrt werden, die die „Wiederwehrhaftmachung“ im nationalsozialistischen Sinn unterstützte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;Freiburg im Breisgau (Kulturamt, Abteilung Stadtarchiv): „Abschlussbericht der Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen“, Anlage 2 zur DRUCKSACHE G-16/212, https://www.freiburg.de/pb/1019147.html, PDF: https://www.freiburg.de/pb/site/Freiburg/get/params_E1158482621/1028363/Strassennamen_Abschlussbericht.pdf, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 2012 berufene &amp;#039;&amp;#039;Kommission zur Überprüfung der Freiburger Straßennamen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; sprach sich für eine Umbenennung der Straße zugunsten einer Person aus, die den Ersten Weltkrieg nicht heroisierte; die Wahl fiel auf [[Matthias Erzberger]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unterwiehre-international.de/gemeinwesenarbeit/rundbrief/article/gallwitzstrasse-soll-kunftig-matthias-erzberger-strasse-heissen |titel=Gallwitzstraße soll künftig Matthias-Erzberger-Straße heißen. – Unterwiehre International |zugriff=2019-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; U. a. wurde von Gallwitz vorgeworfen, noch Ende Oktober 1918 die Weiterführung des Krieges befürwortet, sowie maßgeblich dem Nationalsozialismus Vorschub geleistet zu haben, indem er die Losung von der „im Felde unbesiegten“ deutschen Armee, und damit die [[Dolchstoßlegende]] propagierte, als deutsch-nationaler Revisionist den [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrag]] als „Schanddiktat“ denunzierte und 1931 an der Gründungsversammlung der [[Harzburger Front]] teilnahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Eine erklärende Tafel wurde dem neuen Straßenschild hinzugefügt.&amp;lt;ref&amp;gt;Text des neuen Schildes und der Zusatztafel: „Mathias-Erzberger-Straße: &amp;#039;&amp;#039;Matthias Erzberger. 1875–1921. Zentrumspolitiker. Unterzeichner des Waffenstillstandsvertrags von 1918 zur Beendigung des Ersten Weltkrieges. Wurde von rechtsradikalen Gegnern ermordet&amp;#039;&amp;#039;.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&amp;#039;&amp;#039;Diese Straße war von 1934–2018 nach Max von Gallwitz benannt – General im Ersten Weltkrieg. Die Umbenennung erfolgte aufgrund seiner Mitverantwortung für die Fortsetzung des aussichtslosen Krieges. Später unterstützte er die nationalsozialistische Bewegung&amp;#039;&amp;#039;.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; In [[Berlin-Lankwitz]] bekam die 1937 so benannte &amp;#039;&amp;#039;[[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Lankwitz#Gallwitzallee*|Gallwitzallee]]&amp;#039;&amp;#039; keinen neuen Namen, sondern es wurde eine informierende Stele aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-woche.de/lankwitz/c-politik/die-linke-fordert-die-umbenennung-der-gallwitzallee_a205951 Berliner Woche – Die Linke fordert die Umbenennung der Gallwitzallee], 22. März 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Woche, „Gallwitz bleibt, Maercker kommt weg. Bezirksverordnete streiten um Straßenumbenennungen“, 27 Mai 2020, https://www.berliner-woche.de/lankwitz/c-politik/bezirksverordnete-streiten-um-strassenumbenennungen_a273787.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Abendblatt, „Steglitz-Zehlendorf: Maerckerweg erhält neuen Namen“, 12, Juni 2020, https://berliner-abendblatt.de/service/steglitz-zehlendorf-maerckerweg-erhaelt-neuen-namen-id95780.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Gallwitzufer&amp;#039;&amp;#039; in Köln-Riehl wurde schon 1946 in &amp;#039;&amp;#039;Niederländer Ufer&amp;#039;&amp;#039; umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;KuLaDig – Kultur. Landschaft. Digital. (LVR – Landschaftsverband Rheinland), „Artillerie-Denkmal in Neustadt-Nord. &amp;#039;Reichsehrenmal der deutschen Feldartillerie&amp;#039;“, https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-307540.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Verband der Vereine Deutscher Studenten|Verein Deutscher Studenten]] Freiburg&amp;#039;&amp;#039; ernannte Gallwitz zu seinem Ehrenmitglied. Als während des [[Zeit des Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] alle [[Studentenverbindung]]en ihren Aktivenbetrieb einstellen und stattdessen [[Kameradschaft (Studentenorganisation)|Kameradschaften]] des [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|NS-Studentenbundes]] aufstellen mussten, bildete der vormalige &amp;#039;&amp;#039;VDSt Freiburg&amp;#039;&amp;#039; die nach seinem Ehrenmitglied benannte &amp;#039;&amp;#039;Kameradschaft von Gallwitz&amp;#039;&amp;#039;. Diese nahm aber später den Namen &amp;#039;&amp;#039;Kameradschaft [[Erwin von Steinbach]]&amp;#039;&amp;#039; an, da nach den Bestimmungen des NSDStB Kameradschaften nicht nach lebenden Personen benannt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Grün: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Fronteinsatz und Freiheitsklang. Studententum und Kameradschaftswesen im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historia academica – Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des Coburger Convents.&amp;#039;&amp;#039; Band 57). Würzburg 2019, ISBN 978-3-930877-52-2, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Führertätigkeit im Weltkriege 1914–1916. Belgien–Osten–Balkan.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1929.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldcat.org/title/meine-fuhrertatigkeit-im-weltkriege-1914-1916-belgien-osten-balkan/oclc/250272592 Worldcat-Nachweis]: Erinnerungen von General der Artillerie Max von Gallwitz: &amp;#039;&amp;#039;Meine Führertätigkeit im Weltkriege 1914/1916: Belgien-Osten-Balkan. Mit einem Titelbild und 37 Textskizzen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Paris u.&amp;amp;nbsp;a. 1929.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erleben im Westen 1916–1918.&amp;#039;&amp;#039; Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1932.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nikolas Dörr: &amp;#039;&amp;#039;General der Artillerie Max von Gallwitz.&amp;#039;&amp;#039; In: Lukas Grawe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; wbg Theiss, Darmstadt 2020, S. 77–87. ISBN 978-3-8062-4018-4.&lt;br /&gt;
* Karl-Friedrich Hildebrand, Christian Zweng: &amp;#039;&amp;#039;Die Ritter des Ordens Pour le Mérite des I. Weltkriegs.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–G.&amp;#039;&amp;#039; Biblio Verlag, Osnabrück 1999, ISBN 3-7648-2505-7, S. 465–467.&lt;br /&gt;
* Jakob Jung: &amp;#039;&amp;#039;Max von Gallwitz (1852–1937). General und Politiker&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Soldatenschicksale des 20. Jahrhunderts als Geschichtsquelle.&amp;#039;&amp;#039; Band 12). Biblio-Verlag, Osnabrück 1995, ISBN 3-7648-2435-2.&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|56||Gallwitz, Max von|Hanns Möller|119286327}}&lt;br /&gt;
* [[Gothaischer Hofkalender|Gothaisches Genealogisches Taschenbuch]] der Adeligen Häuser 1941, Jg. 33. Zugleich Adelsmatrikel der [[Deutsche Adelsgenossenschaft|Deutschen Adelsgenossenschaft]]. Justus Perthes, Gotha 1940, S.&amp;amp;nbsp;174–175.&lt;br /&gt;
* Hanns Möller: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Ritter des Ordens pour le mérite im Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;A–L.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Bernard &amp;amp; Graefe, Berlin 1935, S. 355–359.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119286327}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/005806}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|119286327}}&lt;br /&gt;
* Stephan Klink: {{Webarchiv | url=http://www.dffv.de/Verdun/Gallwitz/Gallwitz.htm | wayback=20150210230613 | text=&amp;#039;&amp;#039;General der Artillerie Max von Gallwitz. Sein Leben und sein Wirken vor Verdun.&amp;#039;&amp;#039;}} ([http://dffv.weebly.com/verein.html Deutsch-Französische Forschungsgesellschaft Verdun e.&amp;amp;nbsp;V.])&lt;br /&gt;
* [http://www.euregio-aktuell.eu/archives/18242-Neujahrsempfang-der-Bundeswehr.html/ Rede des Aachener Oberbürgermeisters] [[Marcel Philipp]] zur Umbenennung der Gallwitz-Kaserne vom 22. Januar 2014, abgerufen am 4. November 2016&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/6595305b-df88-4ed1-8c90-33f6f4f61b76/ Nachlass Bundesarchiv N 710]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119286327|LCCN=n98013277|VIAF=74659760}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gallwitz, Max von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:General der Artillerie (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Deutsch-Französischen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Armee (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Schwarzen Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großkreuzes des Roten Adlerordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens Pour le Mérite mit Eichenlaub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Militär-St.-Heinrichs-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stellvertretender Bevollmächtigter zum Bundesrat (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer Studentenverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1852]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gallwitz, Max von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gallwitz, Max Karl Wilhelm von (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer General der Artillerie und Politiker (DNVP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Mai 1852&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Breslau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neapel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;NDG</name></author>
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