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	<title>Max Wilhelm Meyer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-06-14T21:53:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Max Wilhelm Meyer.jpg|mini|Max Wilhelm Meyer]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Wilhelm Meyer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Februar]] [[1853]] in [[Braunschweig]]; † [[17. Dezember]] [[1910]] in [[Untermais]] bei [[Meran]]) war deutscher [[Astronom]], [[Naturforscher]] und [[Schriftsteller]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Max Wilhelm Meyer war der Sohn des Glasermeisters Georg Meyer (* um [[1810]], † um [[1870]] in Braunschweig). Er verbrachte einige Jahre seiner Jugend in der Familie von dessen Bruder Heinrich Carl Georg Meyer, einem Bahnmeister in Mainholzen bei Braunschweig. Dieser war für seine Sammlung von rund 2.000 [[Fossil|Petrefakten]] bekannt und regte vermutlich das wissenschaftliche Interesse seines Neffen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Meyer |Hrsg=Eigenverlag |Titel=Ahnentafel Meyer |Ort=Dinkelsbühl |Datum=1986 |Seiten=68}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Meyer verließ 1867 die Schule ohne Abschluss. Er machte anschließend die Lehre als Buchhändler. 1871 hatte er eine Stelle an der [[Sternwarte]] in [[Göttingen]] und zog wegen seines Studiums der [[Astronomie]] nach [[Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1875 wurde Meyer in [[Zürich]] an der Universität über [[Doppelstern]]e promoviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=50945}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nun bereiste er [[Neapel]], [[Pompeji]] und [[Capri]]. Von 1877 bis 1882 arbeitete er als Assistent an der [[Genf]]er Sternwarte. Meyer plante seine Zukunft als Schriftsteller. Zu dieser Zeit erschien sein erstes [[Feuilleton]] in der [[Frankfurter Zeitung]]. Eine weitere Station war 1883 [[Wien]] (dort berechnete er die Daten von einigen tausend [[Sonnenfinsternis]]sen). Meyer heiratete in Wien im Mai 1884, zog 1885 nach [[Berlin]], wo im Juni 1886 sein Sohn Ernst geboren wurde. Meyer schrieb über zwei Jahre monatlich fünf Feuilletons für die Zeitung [[Berliner Tageblatt]]. Zusammen mit dem Erfinder [[Werner von Siemens]] und dem Astronomen [[Wilhelm Foerster]] gründete er 1888 die astronomische Gesellschaft [[Urania (Berlin)|Urania]], deren Direktor er bis 1897 war. Im Urania-Gebäude in Berlin-Moabit realisierte Meyer seine Idee von einem „Wissenschaftlichen Theater“, für das er auf Theatertechniken zurückgriff, die er bereits in der Wiener Gartenbau-Ausstellung erprobte und mit dem Theatertechniker [[Carl Lautenschläger (Bühnentechniker)|Carl Lautenschläger]] entwickelte. Im Jahr 1890 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&lt;br /&gt;
Zudem leitete er &amp;#039;&amp;#039;Himmel und Erde&amp;#039;&amp;#039;, die „Illustrierte Naturwissenschaftliche Monatsschrift“ der Urania.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas W. Daum]]: &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftspopularisierung im 19. Jahrhundert. Bürgerliche Kultur, naturwissenschaftliche Bildung und die deutsche Öffentlichkeit, 1848–1914.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg, München 1998, ISBN 3-486-56337-8, S. 179–182, 389–391, 501 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch einen Streit mit Wilhelm Foerster verlor er seine Anstellung bei der Urania und zog nach Capri und Zürich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Max Wilhelm Meyer mit seiner Tochter Mercedes.jpg|mini|Max Wilhelm Meyer mit seiner Tochter Mercedes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meyer schrieb zeit seines Lebens [[Gedicht]]e, [[Novelle]]n und [[Theaterstück]]e. Das Schöpfungs[[Dramatik|drama]] &amp;#039;&amp;#039;Bis ans Ende der Welt&amp;#039;&amp;#039; wurde in vielen deutschen Städten aufgeführt. Er besaß eine sehr umfangreiche Naturaliensammlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textauszug eines Reiseberichts ==&lt;br /&gt;
Max Wilhelm Meyer arbeitete auch als Reisejournalist, wie 1906 für die Zeitschrift [[Kosmos (Zeitschrift)|Kosmos]].&amp;lt;ref&amp;gt;Max Wilhelm Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Wandern und Reisen. Am glücklichen Nil.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Handweiser für Naturfreunde, III. Jahrgang 1906, S. 25 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er beschreibt darin als &amp;#039;&amp;#039;Dr. M. Wilh. Meyer (Urania-Meyer)&amp;#039;&amp;#039; Erlebnisse seiner (vermutlich primär aus astronomischem Interesse unternommenen) Reise nach Ägypten und liefert auch die Fotos zu seinem Text. Der fünfseitige Artikel nimmt die für damals typische [[Kolonialismus|kolonialistische]] Grundperspektive ein, die die Araber als freundliche, lebenslustige, aber rückständige Menschen betrachtet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Die Araber, oder was hier sonst herumwimmelt an Menschenrassen, schreien sich zwar beständig fürchterlich an, aber sie streiten sich nicht.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über einen kleinen Jungen, der Meyer in Kairo die Schuhe putzt, schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Hier sind es flinke Kerlchen von sechs bis acht Jahren, und in allen Farben (weiß ausgenommen), in denen heute die Stiefel variieren. Rings um seinen kleinen Kasten, den er auf dem Rücken trägt, hat unser Bürschchen, je nach seiner Wohlhabenheit, bis zu einem Dutzend verschiedene Flaschen angehängt für die verschiedenen Lederfarben. [...] Was macht nun so ein Bengel mit dem Gelde? [...] Verhungern kann hier überhaupt kein Mensch. Sie könnten sich den ganzen Tag irgendwo unter eine schöne Palme legen und als einzige Beschäftigung immer ihrem Schatten nachkriechen. Ein paar Datteln fallen ihnen von selbst fast in den Mund. [...] Er spart und arbeitet, um sich den höchsten Genuß des Lebens, eine Frau, zu erwerben, oder gar mehrere, damit er sich sein gemütliches Heim, seinen Harem gründen kann. Schon von vierzehn Jahren an kann er das haben, wenn er fleißig war.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbstbiographisches vom Himmel.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Auf der Sternwarte oder Wie der Astronom zu den Resultaten seiner Forschung gelangt.&amp;#039;&amp;#039; 1887 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Reclams Universal-Bibliothek]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 2305).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Erde und des Irdischen.&amp;#039;&amp;#039; 1888.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mußestunden eines Naturfreundes. Skizzen und Studien über himmlische und irdische Dinge.&amp;#039;&amp;#039; 1891.&lt;br /&gt;
* Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;[http://vlp.mpiwg-berlin.mpg.de/references?id=lit38641 Illustrirter Leitfaden der Astronomie, Physik und Mikroskopie in Form eines Führers durch die Urania zu Berlin].&amp;#039;&amp;#039; 1892.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Weltgebäude. Eine gemeinverständliche Himmelskunde.&amp;#039;&amp;#039; 1898.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bis ans Ende der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Theaterstück, 1900.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Untergang der Erde und die kosmischen Katastrophen. Betrachtungen über die zukünftigen Schicksale unserer Erdenwelt.&amp;#039;&amp;#039; 1902.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Naturkräfte.&amp;#039;&amp;#039; 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Amateurphotograph auf Reisen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Velhagen &amp;amp; Klasings Monatshefte&amp;#039;&amp;#039;. Jg. 17 (1902/03), Bd. 2, Nr. 10, Juni 1903, S. 433–448.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Mond. Unsere Nachbarwelt.&amp;#039;&amp;#039; 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Ägyptische Finsternis.&amp;#039;&amp;#039; (Erfahrungsbericht der Sonnenfinsternis am 30. August 1905 in Ägypten), 1905.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Bannkreise der Vulkane. Ihre Entwicklungsgeschichte in Reiseschilderungen dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; 1907.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bewohnte Welten.&amp;#039;&amp;#039; 1909. [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr19803-0 Digitalisat]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Welt der Planeten.&amp;#039;&amp;#039; 1910 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr21020-3 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119551667}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL7116725A}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160304211217/http://www.urania-potsdam.de/texte/seite.php?id=354 Biographie von Meyer] auf urania-potsdam.de&lt;br /&gt;
* Mehrere Veröffentlichungen von M. W. Meyer im [[Astrophysics Data System]]&lt;br /&gt;
* H. A. Kobold: [https://articles.adsabs.harvard.edu/full/1911AN....187...47K &amp;#039;&amp;#039;Anzeige des Todes von M. Wilhelm Meyer.&amp;#039;&amp;#039;] Astronomische Nachrichten, Bd. 187 (1911), S. 47&lt;br /&gt;
* [https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Zeitungsarchiv/Seite/Zeitung/1/1/21.12.1910/44617/4 Nachruf in der &amp;#039;&amp;#039;Meraner Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 21. Dezember 1910]  Digitalisat der [[Landesbibliothek „Dr. Friedrich Teßmann“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119551667|LCCN=n86860250|VIAF=30349428}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Meyer, Max Wilhelm}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronom (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reiseliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Braunschweig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Meyer, Max Wilhelm&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Astronom, Naturforscher und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Februar 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Dezember 1910&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Untermais]] bei [[Meran]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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