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	<title>Max Sievers - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-02T05:40:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gedenktafel Gneisenaustr 41 (Kreuzb) Max Sievers.JPG|mini|Gedenktafel am Haus Gneisenaustraße 41, in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal Sievers Urnenfriedhof Gerichtstraße.jpg|mini|Grabstein, Gerichtstraße 38, in [[Berlin-Wedding]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Georg Wilhelm Sievers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. Juli]] [[1887]] in [[Berlin-Tempelhof]]; † [[17. Januar]] [[1944]] in [[Brandenburg an der Havel]]) war Vorsitzender des [[Deutscher Freidenker-Verband|Deutschen Freidenker-Verbandes]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer]] gegen den [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sievers wurde am 11. Juli 1887 in der gemeinsamen Tempelhofer Wohnung seiner unverheirateten Mutter, der Handarbeiterin Emmy Amalie Amanda Getrude Sievers, und seiner Großmutter im Schöneberger Weg 4 geboren. Seine Mutter war evangelischer Konfession.&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsurkunde Max Sievers, Standesamt Tempelhof Nr. 70, Jg. 1887, Digitalisat auf ancestry.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Schulbesuch übte er verschiedene Tätigkeiten aus. Im Januar 1915 musste Sievers unwillentlich unter Waffen und erlitt eine schwere Verwundung. Nach dem Krieg wurde er politisch aktiv, unter anderem als Redakteur des &amp;#039;&amp;#039;Arbeiter-Rats&amp;#039;&amp;#039;, schloss sich 1919 der [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] an und wechselte 1920 in die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] über; er war zeitweise der Sekretär ihrer Zentrale. Diese verließ er jedoch nach kurzer Zeit, in Kritik an der &amp;#039;&amp;#039;[[Märzaktion]]&amp;#039;&amp;#039; 1921, und schloss sich der kurzlebigen [[Kommunistische Arbeitsgemeinschaft|Kommunistischen Arbeitsgemeinschaft]] (KAG) an, deren geschäftsführendem Ausschuss er angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 1922 wurde Sievers Geschäftsführer des 1905 in Berlin gegründeten Vereins der Freidenker für Feuerbestattung (VdFfF), der von Sievers zunehmend politisiert wurde. Er startete 1925 die Herausgabe des Freidenker-Zentralorgans &amp;#039;&amp;#039;Der Freidenker&amp;#039;&amp;#039;, wurde 1927 zum Verbandsvorsitzenden der deutschen Freidenker gewählt und schloss sich erneut der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] an. 1930 wurden die Freidenker in „Deutscher Freidenker-Verband“ umbenannt und hatten bereits über 600.000 Mitglieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Reichstagsbrand]] am 27. Februar 1933 wurde Sievers im [[SA-Gefängnis Papestraße]] in „[[Schutzhaft]]“ genommen. Im April 1933 wurde er überraschend freigelassen und emigrierte nach Brüssel. Am 23. August 1933 vollzog Deutschland die [[Ausbürgerung]] Sievers’ –&amp;amp;nbsp;er war eine der 33 Personen, die auf der am 25. August veröffentlichten [[Erste Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933|Ersten Ausbürgerungsliste des Deutschen Reichs von 1933]] standen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Hrsg=Michael Hepp|Titel=Die Ausbürgerung deutscher Staatsangehöriger 1933–45 nach den im Reichsanzeiger veröffentlichten Listen |Band=Band 1: Listen in chronologischer Reihenfolge |Verlag=De Gruyter Saur|Ort=München |Datum=1985 |ISBN=978-3-11-095062-5 |Seiten=3 |Kommentar=Nachdruck von 2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sievers arbeitete unterdessen weiter. Von [[Saarbrücken]] aus erschien weiterhin &amp;#039;&amp;#039;Der Freidenker&amp;#039;&amp;#039;. Nach dem Sieg der [[NSDAP|Nationalsozialisten]] bei der [[Saarabstimmung]] am 13. Januar 1935 gab er von Brüssel aus die &amp;#039;&amp;#039;Sievers-Korrespondenz&amp;#039;&amp;#039; (SIKO) und ab Anfang 1937 die Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Freies Deutschland&amp;#039;&amp;#039; heraus. Alle diese Publikationen wurden illegal in Deutschland verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sievers und seine Mitarbeiter agitierten gegen die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus, bezeichneten das [[Reichskonkordat|Konkordat der katholischen Kirche (1933)]] als Bündnis des Klerus mit den Nationalsozialisten, warben für Widerstand und den Sturz des Regimes. Nach Sievers’ Überzeugung müsste nach dem Sieg über den Nationalsozialismus eine sozialistisch-demokratische Ordnung in Form einer [[Rätedemokratie]] folgen. In seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Unser Kampf gegen das „Dritte Reich“&amp;#039;&amp;#039; (1939) führte er diese Überlegungen aus. Er übte scharfe Kritik an der Politik von SPD und KPD in den Jahren vor 1933.&lt;br /&gt;
Im Februar 1939 emigrierte das Ehepaar Sievers in die USA, kehrte aber im selben Jahr zurück nach Belgien, nachdem die Schweiz ihm das Visum verweigert hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Mai 1940 [[Fall Gelb|besetzte die Wehrmacht Brüssel]], und Sievers wurde verhaftet. Er konnte fliehen und versteckte sich mit seiner belgischen Frau unter falschem Namen in [[Chéreng]] in Nordfrankreich. Er wurde am 3. Juni 1943 durch die Gestapo verhaftet, am 17. November 1943 vom [[Volksgerichtshof]] unter dem Vorsitz von [[Roland Freisler]] wegen „Vorbereitung zum [[Hochverrat]] mit Feindbegünstigung“ zum Tod verurteilt und am 17. Januar 1944 im [[Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel|Zuchthaus Brandenburg-Görden]] durch das Fallbeil hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1996 wurde das Urteil auf Betreiben des Humanistischen Verbandes Deutschlands aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helga Grebing]], [[Siegfried Heimann]] (Hg.): Arbeiterbewegung in Berlin, Links Verlag, Berlin 2012, S. 82&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 10. Februar 1952 – Errichtung eines [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrabes der Stadt Berlin]] auf dem [[Urnenfriedhof Gerichtstraße]] in [[Berlin-Wedding]], Gerichtstraße&lt;br /&gt;
* 17. Januar 1984 – Anbringung einer Gedenktafel in der Gneisenaustraße 41 in Berlin-Kreuzberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Max Sievers Unser Kampf 1939 Titel.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Unser Kampf gegen das Dritte Reich&amp;#039;&amp;#039; (1939)]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unser Kampf gegen das Dritte Reich – von der nazistischen Diktatur zur sozialistischen Demokratie.&amp;#039;&amp;#039; Holmströms Förlag, Stockholm 1939.&lt;br /&gt;
** im Anhang: [[Leo Friedmann|L. F. Manfred]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ökonomie des Dritten Reiches&amp;#039;&amp;#039;, S. 141–227&lt;br /&gt;
* Gernot Bandur: &amp;#039;&amp;#039;Max Sievers. Freidenker-Sozialist-Kämpfer gegen den Faschismus.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freidenker [Spezial]&amp;#039;&amp;#039;, Köln, 63. Jhrg., Nr. 3, Abb.&lt;br /&gt;
* Volker Mueller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Max Sievers: Warum Feuerbestattung?&amp;#039;&amp;#039; Historische Reihe freigeistiger Texte. Band 1. A. Lenz Verlag, Neustadt am Rbge 1998. ISBN 978-3-933037-03-9.&lt;br /&gt;
* Volker Mueller und Pierre-Yves Modicom (Hg.): Max Sievers. Was will der Deutsche Freidenkerverband? Historische Reihe freigeistiger Texte. Band 9. A. Lenz Verlag. Neu-Isenburg 2025. ISBN 978-3-943624-95-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/recherche/kataloge-datenbanken/biographische-datenbanken/max-sievers Sievers, Max]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2.,bearb. und stark erw. Auflage. Karl Dietz Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* [[Jochen-Christoph Kaiser]]: &amp;#039;&amp;#039;Max Sievers in der Emigration 1933-1944.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung (IWK),&amp;#039;&amp;#039; 1980, H. 1, S.&amp;amp;nbsp;33–57.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kühn]]: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand und Emigration. Die Jahre 1928–1945&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 1980, ISBN 3-455-08842-2, S. 198–208&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sievers, Max&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur 1980, S. 698&lt;br /&gt;
* [[Heiner Jestrabek]]: &amp;#039;&amp;#039;Max Sievers (1887-1944) Freidenker, Sozialist, Antifaschist,&amp;#039;&amp;#039; in: Heiner Jestrabek: &amp;#039;&amp;#039;Freidenker-innen. Lehren aus der Geschichte. Porträts und Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;. Reutlingen 2012, ISBN 978-3-922589-52-5, S. 137–156&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|129962406}}&lt;br /&gt;
* [http://www.inidia.de/sievers.htm Kurze Biografie auf &amp;#039;&amp;#039;inidia.de&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://hpd.de/node/910 &amp;#039;&amp;#039;Max Sievers.&amp;#039;&amp;#039;] Und: [https://hpd.de/artikel/12647 &amp;#039;&amp;#039;Gedenken an Max Sievers.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Humanistischer Pressedienst]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Januar 2016.&lt;br /&gt;
* {{GDW|max-sievers}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129962406|LCCN=n90704679|VIAF=52771336}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sievers, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KAG-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hingerichtete Person (NS-Opfer)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freireligiöse, freigeistige und Freidenkerbewegung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sievers, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Sievers, Max Georg Wilhelm&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. Juli 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Tempelhof]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Januar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Brandenburg an der Havel]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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