<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Max_Mendel</id>
	<title>Max Mendel - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Max_Mendel"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Mendel&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T04:09:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Mendel&amp;diff=378161&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: überflüssig bei Angabe des Bereichs von Geburts- bis Sterbejahr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Mendel&amp;diff=378161&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-04-11T21:55:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;überflüssig bei Angabe des Bereichs von Geburts- bis Sterbejahr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Max mendel hamburgischer senator.png|mini|Max Mendel als hamburgischer Senator, 1925 bis 1929]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Mendel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Mai]] [[1872]] in [[Hamburg]]; † [[10. August]] [[1942]] im [[Ghetto Theresienstadt]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;TheresMM&amp;quot;&amp;gt;[https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/24582-max-mendel/ &amp;#039;&amp;#039;Max Mendel&amp;#039;&amp;#039;]. In: Institut Terezínské iniciativy, auf: holocaust.cz&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BA-MM&amp;quot;&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de929592 &amp;#039;&amp;#039;Mendel, Max&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bundesarchiv, auf: bundesarchiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;YadVashem-MM&amp;quot;&amp;gt;[https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&amp;amp;itemId=4834479 &amp;#039;&amp;#039;Max Mendel&amp;#039;&amp;#039;]. In: Yad Vashem Internationale Holocaust-Gedenkstätte, auf: yadvashem.org&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein Kaufmann, [[Konsumgenossenschaft]]er, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied sowie [[Sozialdemokratie|sozialdemokratischer]] [[Senator]] in Hamburg. Er war eines der zwei letzten jüdischen Mitglieder des [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg|Senats der Freien und Hansestadt Hamburg]] und der einzige ehemalige hamburgische Senator, der von den [[Nationalsozialisten]] ermordet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martens&amp;quot;&amp;gt;[[Holger Martens (Historiker)|Holger Martens]]: &amp;#039;&amp;#039;Max Mendel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Für Freiheit und Demokratie: Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung und Widerstand 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; SPD Landesorganisation Hamburg (Hrsg.), Hamburg 2003, ISBN 3-8330-0637-4, S. 106f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Meta + ida + frieda + elise + anna lobatz.jpg|mini|Die fünf Schwestern Lobatz um 1910 – Max Mendel war in zweiter Ehe, aus der seine drei Kinder hervorgingen, mit Anna Lobatz (ganz rechts) verheiratet, sechs Jahre nach deren Tod heiratete er 1938 Ida Lobatz (2. v. links)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gertrud + kurt + robert mendel 1919.jpg|mini|Gertrud, Kurt und Robert Mendel, 1919]]&lt;br /&gt;
Moritz Mendel wurde als zweiter Sohn des Importkaufmanns Moritz Mendel (1837–1893) und dessen Ehefrau Rosa (1835–1915), geborene Joelsohn geboren. Er Mendel betrieb einen Großhandel für Steinkohle und Sackleinen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot;&amp;gt;Hildegard Thevs: [https://www.stolpersteine-hamburg.de/?MAIN_ID=7&amp;amp;BIO_ID=1222 &amp;#039;&amp;#039;Max Mendel * 1872&amp;#039;&amp;#039;]. In: Stolpersteine Hamburg, auf: stolpersteine-hamburg.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familie war zum Zeitpunkt von Max Mendels Geburt am Steindamm 118 ansässig.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburgisches Adreßbuch für 1872, Personen- und Firmenverzeichnis, Zweiter Abschnitt, Alphabetteil, S. II – 273, Spalte 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Mendels älterer Bruder war der spätere [[Hauslehrer]] und [[Journalist]] Joseph Mendel (1870–1933), sein jüngerer Bruder der spätere [[Bankier]], Bankvorstand, Kunstsammler und -mäzen [[Paul Michael Mendel]] (1873–1942).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrich Bauche]]: [https://www.stolpersteine-hamburg.de/index.php?&amp;amp;MAIN_ID=7&amp;amp;r_name=Mendel&amp;amp;r_strasse=&amp;amp;r_bezirk=&amp;amp;r_stteil=&amp;amp;r_sort=Nachname_AUF&amp;amp;recherche=recherche&amp;amp;submitter=suchen&amp;amp;BIO_ID=1126 &amp;#039;&amp;#039;Paul Michael Mendel * 1873&amp;#039;&amp;#039;]. In: Stolpersteine Hamburg, auf: stolpersteine-hamburg.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Mendels erste Ehefrau Sophie starb früh. Aus seiner zweiten Ehe mit Anna (* 1878), geborene Lobatz, gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor, Kurt (1903–1997),&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Mendel (* 1903), der älteste Sohn Max Mendels aus zweiter Ehe mit Anna Mendel (* 1878), geborene Lobatz, erlebte den alltäglichen [[Antisemitismus]] bereits während seiner Schulzeit in der Realschule am Brekelbaumspark von 1909 bis 1915 und anschließend im Kirchenpauer-Realgymnasium in [[Hamburg-Hamm|Hamm]] ab 1915. 1916 schloss er sich dem zionistischen [[Blau-Weiß (jüdischer Wanderbund)|Jugend-Wanderbund &amp;#039;&amp;#039;Blau-Weiß&amp;#039;&amp;#039;]] an, der sich bis 1927 auflöste. – Zitiert nach: Kurt Mendel: &amp;#039;&amp;#039;Besuch der Realschule am Brekelbaumspark 1909–1915&amp;#039;&amp;#039;, autobiografischer Essay, datiert 1991, unveröffentlicht, im Besitz von Ulrich Bauche, Hamburg. – Zitiert nach:  Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Tuch – Max Mendel – Arie Goral-Sternheim.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Maajan – Die Quelle.&amp;#039;&amp;#039; Hefte 84 (3. Quartal 2007), S. 3015–3021. – 1926 trat Kurt Mendel der 1922 in Deutschland gegründeten zionistischen Jugendorganisation &amp;#039;&amp;#039;[[Hechaluz]]&amp;#039;&amp;#039; bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte zunächst an der [[Universität Hamburg]], später an der [[Universität Breslau]] Chemie, Botanik, Physiologie, Pathologie und Pflanzengenetik. In den Jahren von 1927 bis 1929 war er am Institut für gärtnerische Forschung und Studien (später: Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau) in [[Berlin-Dahlem]] tätig und hielt sich für Lehr- und Forschungszwecke in [[Boston]], [[Massachusetts]], auf. Sein Studium schloss er als diplomierter Ingenieur ab. Im Jahr 1930 wanderte er ins [[Mandatsgebiet Palästina]] aus. Dort wurde er als wissenschaftlicher Assistent bei einer Forschungsstelle der Versuchsstation in [[Rehovot]] tätig, aus der sich später die landwirtschaftliche Forschungsstation des [[Volcani]]-Instituts in [[Ben Shemen (Siedlung)|Ben Shemen]] entwickelte. Ab 1940 absolvierte er an der Fakultät für Naturwissenschaften der [[Hebräische Universität Jerusalem|Hebräischen Universität]] in [[Jerusalem]] ein Zweitstudium zum [[Botanik]]er, das er 1942 mit dem akademischen Grad eines [[M.Sc.]] abschloss. Danach lehrte er als Senior Assistant an der Landwirtschaftlichen Fakultät in Rehovot, ab 1947 als Chief Assistant. 1951 promovierte er mit der [[Dissertation]] „Untersuchungen über die Vitalität von Zitrusbaumzweigen“ zum [[Ph.D.]], für die er 1950 mit dem Preis des [[Weizmann-Institut für Wissenschaften|Weizmann-Instituts für Wissenschaften]] geehrt wurde. Im Jahr 1953 wurde er zum Leiter (Head) der Abteilung Zitrusforschung (Citriculture) der Staatlichen Landwirtschaftlichen Versuchsanstalt ernannt, eine Funktion, in der er bis 1968 wirkte. 1956 wurde Kurt Mendel Privatdozent für das Fachgebiet Pflanzenvermehrung. Von 1959 bis 1964 wurde er zum stellvertretenden Direktor des Volcani-Instituts berufen. Von 1963 bis 1966 koordinierte er auch deren Abteilung Plantagen (Horticulture, Plant Propagation). 1965 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. 1966 war er im Auftrag der [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen]] (FAO) als Gastdozent in Kenia. Er war Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften, nahm an wissenschaftlichen Konferenzen in Israel und im Ausland teil und veröffentlichte etwa 150 Fachartikel und Bücher. Im Jahr 1968 ging Kurt Mendel aus dem Staatsdienst in Pension, blieb jedoch weitere fünf Jahre an der Abteilung Zitrusforschung tätig und lehrte an der Rupin Midrash, an der Mikveh Israel (מִקְוֵה יִשְׂרָאֵל) im [[Bezirk Tel Aviv]] und am Center for International Cooperation, von dem er zum Koordinator für landwirtschaftliche Forschung berufen wurde und als wissenschaftlicher Berater in Afrika wirkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit Santa Whiteman verheiratet. Aus der Ehe ging eine Tochter, Naomi Smulyan (* 1934), hervor, eine in [[Houston]], [[Texas]], lebende Künstlerin. Kurt Mendels Kurzbiographie findet sich in der hebräischen Wikipedia und auf der Website der israelischen Regierung. – Zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Mendel, Kurt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Hebrew University of Jerusalem – General Information and Development 1972–1973.&amp;#039;&amp;#039; – Zitiert nach: Amalia Barzilai: [https://www.agri.gov.il/he/pages/453.aspx &amp;#039;&amp;#039;קורט מנדל Kurt Mendel 1997–1903&amp;#039;&amp;#039;], auf: gov.il&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RobertMendelBio&amp;quot;&amp;gt;Amalia Barzilai: [https://www.agri.gov.il/he/pages/453.aspx &amp;#039;&amp;#039;קורט מנדל Kurt Mendel 1997–1903&amp;#039;&amp;#039;], auf: gov.il&amp;lt;/ref&amp;gt; Gertrud (geboren am 26. Mai 1905 in Hamburg) und Robert (geboren am 24. Juli 1907 in Hamburg; gestorben 2009).&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaucheMaajan84&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Tuch – Max Mendel – Arie Goral-Sternheim.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Maajan – Die Quelle.&amp;#039;&amp;#039; Hefte 84 (3. Quartal 2007), S. 3015–3021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Drei waren als Jugendliche aktive Mitglieder des 1913 gegründeten [[Zionismus|zionistischen]] [[Blau-Weiß (jüdischer Wanderbund)|Jugend-Wanderbundes &amp;#039;&amp;#039;Blau-Weiß&amp;#039;&amp;#039;]] (Vorbild: &amp;#039;&amp;#039;[[Wandervogel]]&amp;#039;&amp;#039;). Insbesondere der Älteste, Kurt Mendel, war früh am Zionismus interessiert. Dazu stand er in engem Kontakt mit seinem zionistisch engagierten Onkel, dem  Philosoph und Nationalökonom [[Ernst Tuch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaucheMaajan84&amp;quot; /&amp;gt; Kurt Mendel (קורט מנדל) und sein jüngerer Bruder Robert emigrierten,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot; /&amp;gt; Kurt bereits 1930 ins [[Mandatsgebiet Palästina]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;RobertMendelBio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gertrud Mendel heiratete im Jahr 1926 den Gebrauchsgraphiker [[Adolf Max Wilhelm Bauche]].&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Romey: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Wandsbek 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Bezirksversammlung Wandsbek (Hrsg.), Hamburg 2021, ISBN 978-3-00-067283-5, S. 214–217.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Enkel Max Mendels war der Kulturhistoriker und Volkskundler [[Ulrich Bauche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Mendel und Ernst Tuch waren seit ihrer gemeinsamen Schulzeit im Realgymnasium der [[Gelehrtenschule des Johanneums]] am [[Steintor (Hamburg)|Steintor]] eng befreundet und heirateten Töchter der Bertha Beile Lobatz (1851–1942).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de917393 &amp;#039;&amp;#039;Lobatz, Bertha Berta Beile&amp;#039;&amp;#039;]. In: Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945, Bundesarchiv, auf: bundesarchiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt; geborene Schüler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Mendels zweite Ehefrau Anna verstarb 1932. Danach lebte Max Mendel mit seiner Schwiegermutter Bertha Beile Lobatz und seiner Schwägerin Ida Lobatz (geboren am 3. August 1880 in [[Schwedt/Oder]]; gestorben am 18. Juni 1943 im Ghetto Theresienstadt)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.holocaust.cz/de/opferdatenbank/opfer/24571-ida-mendel/ &amp;#039;&amp;#039;Ida Mendel&amp;#039;&amp;#039;]. In: Institut Terezínské iniciativy, auf: holocaust.cz&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://yvng.yadvashem.org/nameDetails.html?language=de&amp;amp;itemId=14500517&amp;amp;ind=1 &amp;#039;&amp;#039;Ida Mendel&amp;#039;&amp;#039;]. In: Yad Vashem Internationale Holocaust-Gedenkstätte, auf: yadvashem.org&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/de929537 &amp;#039;&amp;#039;Mendel, Ida&amp;#039;&amp;#039;]. In: Gedenkbuch Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945, Bundesarchiv, auf: bundesarchiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Hirtenstraße 10 zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaucheMaajan84&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburger Adreßbuch für 1932, Personen- und Firmenverzeichnis, Zweiter Abschnitt, Alphabetteil, S. II – 816, Spalte 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ida Lobatz, die um zwei Jahre jüngere Schwester der verstorbenen zweiten Ehefrau Max Mendels, war bis 1933 Büroangestellte der [[Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten]] (BAAB), genannt „Arbeiterbank“. Max Mendel heiratete sie im Jahr 1938 in dritter Ehe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaucheMaajan84&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schule und Ausbildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg, Gebäude am Steintorplatz.jpg|mini|hochkant|Ehemaliges Realgymnasium der [[Gelehrtenschule des Johanneums]]]]&lt;br /&gt;
Max Mendel besuchte das Realgymnasium des &amp;#039;&amp;#039;[[Gelehrtenschule des Johanneums|Johanneums]]&amp;#039;&amp;#039;, das er 1886 als 14-Jähriger wegen einer Hüftgelenkserkrankung vorzeitig verlassen musste. Durch seinen älteren Bruder Joseph, der ihn u. a. mit sozialistischem Gedankengut vertraut machte, erhielt er Privatunterricht. Von seiner Erkrankung behielt Max Mendel zeitlebens eine Gehbehinderung zurück, die im Alter zu einer Lähmung führte. 1889 trat er 17-jährig als [[Handlungsgehilfe]] ins väterliche Geschäft ein und erhielt dort eine kaufmännische Ausbildung. Dem sozialdemokratischen &amp;#039;&amp;#039;[[Zentralverband der Handlungsgehilfen]]&amp;#039;&amp;#039; trat er als Mitglied bei. An der [[Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin]] studierte er einige Semester [[Nationalökonomie]] und [[Sozialwissenschaften]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaucheMaajan84&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am &amp;#039;&amp;#039;Johanneum&amp;#039;&amp;#039; hatte er sich eng mit [[Ernst Tuch]] (geboren am 11. April 1872 in Hamburg; gestorben am 29. Dezember 1922 ebda.) angefreundet, mit dem er von 1892 bis 1895 in der Reichshauptstadt studierte. Beide lernten während der Studienzeit in Berlin ihre späteren Ehefrauen kennen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BaucheMaajan84&amp;quot; /&amp;gt; Ernst Tuch gründete 1910 den jüdischen Turn- und Sportverein &amp;#039;&amp;#039;[[Bar Kochba#Namensverwendung|Bar-Kochba]]&amp;#039;&amp;#039; in Hamburg,&amp;lt;ref&amp;gt;Ivonne Meybohm: [https://juedische-geschichte-online.net/beitrag/meybohm-bar-kochba &amp;#039;&amp;#039;Gründung des jüdischen Sportvereins Bar Kochba, 1910&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; auf: juedische-geschichte-online.net&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen gleichnamiges Vorbild, dessen Vorsitzender Tuch bis 1905 gewesen war, bereits seit 1898 in Berlin bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Gründung eines neuen Jüdischen Turnvereins „Bar Kochba“ in Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Turnzeitung.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3/4 (März/April 1910), S. 48, 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://juedische-geschichte-online.net/organisation/gnd/2105162-8 &amp;#039;&amp;#039;Jüdischer Turn- und Sportverein Bar-Kochba Berlin&amp;#039;&amp;#039;].  In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Schlüsseldokumente zur deutsch-jüdischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; auf: juedische-geschichte-online.net&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufsichtsrat der Produktion von 1908 .jpg|mini|Aufsichtsrat der &amp;#039;&amp;#039;Konsumgenossenschaft Produktion&amp;#039;&amp;#039; von 1908, stehend 2. von links: Max Mendel]]&lt;br /&gt;
1897, kurz nach dem großen [[Hamburger Hafenarbeiterstreik 1896/97|Hafenarbeiterstreik]], traf Max Mendel mit [[Adolph von Elm]] zusammen. Von ihm erhielt er Anregungen zur Bedeutung des [[Genossenschaftswesen]]s in der Volkswirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch seine Mitgliedschaft im &amp;#039;&amp;#039;Zentralverband der Handlungsgehilfen&amp;#039;&amp;#039;, für den er Vorträge hielt, freundete er sich mit dessen Aufsichtsratsmitglied [[Max Josephsohn]] an. Durch ihn wurde er an den [[Präliminarien]] zur Gründung der &amp;#039;&amp;#039;[[Konsum-, Bau- und Sparverein „Produktion“]]&amp;#039;&amp;#039; beteiligt und im Jahr 1900 in der Funktion des Schriftführers in deren Aufsichtsrat gewählt, als Nachfolger Josephsohns. Dem Aufsichtsrat gehörte er bis 1909 an, als er als Finanzgeschäftsführer in den Vorstand der Genossenschaft berufen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m.b.H. GEG. Zum 25jährigen Bestehen 1894–1919.&amp;#039;&amp;#039; Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine (Hrsg.), Hamburg 1919, {{OCLC|174399651}}, S. 241f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;RiegerMendelPostelt&amp;quot;&amp;gt;Josef Rieger, Max Mendel, Walter Postelt: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Konsumgenossenschaft „Produktion“. 1899–1949. Geschichte einer genossenschaftlichen Verbrauchervereinigung von der Gründung bis zum fünfzigsten Geschäftsabschluss und ihrer Vorläufer.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1949, {{OCLC|1099563658}}, S. 256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Hamburger Bürgerschaft im Jahr 1911 eine Sondersteuer für Konsumgenossenschaften beschlossen hatte, gründete Max Mendel als Gegenmaßnahme die für jedermann offene &amp;#039;&amp;#039;Handelsgesellschaft Produktion&amp;#039;&amp;#039;. Die Gebäude der &amp;#039;&amp;#039;Pro&amp;#039;&amp;#039;-Betriebe, wie Genossenschaft und Handelsgesellschaft im Volksmund genannt wurden, sind bis heute in [[Hamburg-Hamm|Hamm]]-Süd erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1913, als er in den Aufsichtsrat der &amp;#039;&amp;#039;[[Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine]]&amp;#039;&amp;#039; berufen wurde, listete ihn die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsch-Israelitischer Gemeindebund|Deutsch-Israelitische Gemeinde]]&amp;#039;&amp;#039; (DIG) Hamburgs als „Bankdirektor“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot; /&amp;gt; Zu dieser Zeit wohnte er in der Hammerlandstraße 54.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburgisches Adreßbuch für 1913, Personen- und Firmenverzeichnis, Abschnitt II, Alphabetteil: Zweiter Abschnitt, S. II – 549.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Mendel aufgrund seiner Gehbehinderung als kriegsuntauglich gemustert wurde, blieb er während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] in seinen Ämtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoher Besuch im Gruppenbild vor dem Kinder- Erholungsheim Produktion in Haffkrug an der Ostsee im Juli 1919.jpg|mini|Im Juli 1919 besuchten [[Reichspräsident]] [[Friedrich Ebert]] (3. von rechts) und [[Reichswehrminister]] [[Gustav Noske]] (ganz rechts) mit Mitgliedern des Vorstandes der &amp;#039;&amp;#039;Konsumgenossenschaft Produktion&amp;#039;&amp;#039; das Kinder- und Erholungsheim der &amp;#039;&amp;#039;Pro&amp;#039;&amp;#039; in [[Haffkrug]]; 3. von links: Max Mendel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Straßenschild Mendelstraße in Hamburg-Lohbrügge.JPG|mini|Straßenschild Mendelstraße in [[Hamburg-Lohbrügge]]]]&lt;br /&gt;
Am 16. Juli 1919 besuchten [[Reichspräsident]] [[Friedrich Ebert]] und [[Reichswehrminister]] [[Gustav Noske]] mit Mitgliedern des Vorstandes der &amp;#039;&amp;#039;Genossenschaft Produktion&amp;#039;&amp;#039; wie [[Henry Everling]] und Max Mendel das Kinder-Erholungsheim der &amp;#039;&amp;#039;Pro&amp;#039;&amp;#039; in [[Haffkrug]] an der [[Ostsee]]. Dieses Heim war aus Gewinnen der Kriegsproduktion der Konsumgenossenschaft finanziert worden und sollte durch die Visite als vorbildliche soziale Einrichtung gewürdigt werden. Der Besuch ging in die nationale Geschichte ein – ein Foto des Reichspräsidenten in Badehose mit Vergleich zum stets uniformierten [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm II.]] wurde zum Aufreger [[Deutschnationalismus|deutsch-nationaler]] Medien.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Stark: [https://www.welt.de/geschichte/article198998169/Friedrich-Eberts-Badehose-erschuetterte-die-Weimarer-Republik.html &amp;#039;&amp;#039;Diese Badehosen erschütterten die Demokratie&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt.&amp;#039;&amp;#039; 23. März 2021, auf: welt.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1920 war Max Mendel einer der Mitbegründer des &amp;#039;&amp;#039;[[GBI Großhamburger Bestattungsinstitut]]s&amp;#039;&amp;#039;. Von 1920 bis 1930 gehörte Mendel dem Aufsichtsrat der Versicherung &amp;#039;&amp;#039;[[Volksfürsorge]]&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburger-persoenlichkeiten.de/hamburgerpersoenlichkeiten/login/person.asp &amp;#039;&amp;#039;Mendel, Max&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Persönlichkeiten.&amp;#039;&amp;#039; auf: hamburger-persoenlichkeiten.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1925 bis 1929 saß Max Mendel für die SPD im [[Senat der Freien und Hansestadt Hamburg]] und war für Wirtschaftsfragen zuständig. Er wurde von verschiedenen Seiten, auch aus den eigenen Reihen, wegen seiner gemeinwirtschaftlichen Aktivitäten und seiner Zugehörigkeit zum [[Judentum]] angegriffen. Die [[Deutschnationale Volkspartei]] hatte im Verlauf ihrer Wahlpropaganda 1927 und 1928 ausdrücklich die große &amp;#039;&amp;#039;Konsumgenossenschaft Produktion&amp;#039;&amp;#039; als „jüdisch gelenkten [[Moloch (Religion)|Moloch]]“ diffamiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Genau hinsehen – Beiträge zur Gesellschaftsgeschichte Hamburgs.&amp;#039;&amp;#039; Jürgen Bönig, Rolf Bornholdt und Wolfgang Wiedey (Hrsg.). VSA-Verlag, Hamburg 2019, ISBN 978-3-96488-019-2, S. 116–130.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deshalb trat er freiwillig von seinem Amt zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kultur.uni-hamburg.de/volkskunde/Texte/Vokus/2000-1/baucherede.html |text=Universität Hamburg, Inst. f Volkskunde/Kulturanthropologie. |wayback=20130902075652}} Abruf am 9. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Senatoren Max Mendel von der SPD und [[Carl Cohn]] von der [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]] schieden vier Jahre vor der Machtabtretung an die Nationalsozialisten die beiden letzten jüdischen Politiker aus dem Hamburgischen Senat aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martens&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tätigkeiten im Privatgeschäft setzte Max Mendel fort. Er galt als Finanzexperte und war  von 1920 bis 1928 Vorsitzender des vierköpfigen Genossenschaftsvorstandes. Dort unterlag er 1928 einem Richtungsstreit mit [[Ferdinand Vieth]], bei dem auch [[antisemitisch]]e Tendenzen eine Rolle spielten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;martens&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Bickelmann: &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand Vieth 1869–1946. Leben und Wirken eines Genossenschafters in Selbstzeugnissen und Beiträgen.&amp;#039;&amp;#039; Heinrich-Kaufmann-Stiftung (Hrsg.), Books on Demand, Norderstedt 2018, ISBN 978-3-7460-5925-9, S. 120, 196–201.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Sache ging es um Investitionsentscheidungen, über eine Konzentration der Betriebsstellen, um die Aufgabe einer eigenen Schiffsproviantgesellschaft und die Aufgabe der Beteiligung an einer Brauerei.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Rieger, Max Mendel; Walter Postelt: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Konsumgenossenschaft „Produktion“ 1899–1949. Geschichte einer genossenschaftlichen Verbrauchervereinigung von der Gründung bis zum fünfzigsten Geschäftsabschluss und ihrer Vorläufer.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1949, {{OCLC|1099563658}}, S. 166f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mendel arbeitete im Vorstand lange Jahre mit Henry Everling zusammen, dessen Rolle bei der beruflichen und politischen Isolierung Mendels noch ungeklärt erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten im Januar 1933 wurde am 17. Mai 1933 der Kreisleiter der [[NSDAP]] des Stadtteils [[Hamburg-Hamm|Hamm]]-Süd, Otto Becker, zum Staatskommissar für den &amp;#039;&amp;#039;Konsum-, Bau- und Sparverein Produktion&amp;#039;&amp;#039; ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Nette, Stefan Romey: [https://www.gew-hamburg.de/themen/aktionen-und-kampagnen/ulrich-bauche-genau-hinsehen-beitraege-zur-gesellschaftsgeschichte Rezension des Buches von Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Genau hinsehen. Beiträge zur Gesellschaftsgeschichte Hamburgs&amp;#039;&amp;#039;], 27. August 2019. In: Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Hamburg, auf: gew-hamburg.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Um Max Mendel als Juden zu diskreditieren, wurde er sofort der [[Untreue (Deutschland)|Veruntreuung]] bezichtigt und angeklagt. Der folgende Strafprozess vor dem [[Landgericht Hamburg]] endete jedoch mit einem Freispruch.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Genau hinsehen – Beiträge zur Gesellschaftsgeschichte Hamburgs&amp;#039;&amp;#039;. Jürgen Bönig, Rolf Bornholdt und Wolfgang Wiedey (Hrsg.). VSA-Verlag, Hamburg 2019, ISBN 978-3-96488-019-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskriminierung, Ausgrenzung, Deportation ==&lt;br /&gt;
Max Mendel wurden schrittweise alle Pensionen gekürzt und schließlich gestrichen. Ihm blieb nur die Rente aus der Pensionskasse des &amp;#039;&amp;#039;[[Zentralverband deutscher Konsumvereine|Zentralverbands deutscher Konsumvereine]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thevs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Juli 1942 wurde der bereits gelähmte Max Mendel mit seiner dritten Frau Ida Mendel, geb. Lobatz, seinem jüngeren Bruder [[Paul Michael Mendel]], dessen Ehefrau und weiteren Familienangehörigen der Familie Lobatz in das [[Ghetto Theresienstadt]] deportiert, in dem er 22 Tage später starb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TheresMM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nekrolog ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Mendel 3.jpg|mini|links|Stolperstein vor dem Hamburger Rathaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Max Mendel - Hammer Landstraße 59 (Hamburg-Hamm).Stolperstein.nnw.jpg|mini|160px|Stolperstein [[Hammer Landstraße]] 59]]&lt;br /&gt;
Die musische und sprachliche Begabung Max Mendels beschrieb sein Neffe [[Arie Goral-Sternheim]]: „Onkel Max konnte alles. Er konnte ganze Wagner-Opern mit seinem vollen [[Bassbariton]] singen und sich dazu auf dem Klavier begleiten. Er konnte [[Gorch Fock (Schriftsteller)|Gorch Fock]] und [[Rudolf Kinau]] so originalgetreu [[platt]] vortragen, dass in jenen Augenblicken so etwas aufkam wie eine plattdeutsch-jüdische Symbiose.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hagalil.com/archiv/2005/03/stolpersteine.htm Arie Goral-Sternheim in seinen Jugenderinnerungen &amp;#039;&amp;#039;Jeckepotz&amp;#039;&amp;#039;], auf: hagalil.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1964 wurde die Mendelstraße in [[Hamburg-Lohbrügge]] nach Max Mendel benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.hamburgwiki.de/wiki/Mendelstra%C3%9Fe |text=&amp;#039;&amp;#039;Mendelstraße&amp;#039;&amp;#039; |archive-is=20120804082920}} Abruf am 9. April 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Hamburg-Hamm]] wurde ein Stolperstein für Max Mendel verlegt, an der Stelle des im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zerstörten Wohnhauses der Familie Mendel in der [[Hammer Landstraße]] 59.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamburger Adreßbuch für 1942, Personen- und Firmenverzeichnis, Namen, Einwohner und Firmen des Stadtbezirks und anschließend des Landbezirks der Hansestadt Hamburg, Alphabetteil, S. II – 956, Spalte 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stadtteilarchiv Hamm, &amp;#039;&amp;#039;Wir zogen in die Hammer Landstraße - Leben und Sterben einer jüdischen Familie&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2001, ISBN 3-9807953-0-6, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. März 2005 wurde schließlich der 1000. der [[Stolpersteine]] zur Erinnerung an den hamburgischen Senator Max Mendel vor dem [[Hamburger Rathaus]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stolperstein erinnert an Max Mendel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Welt.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 67, 21. März 2005, S. 33.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Kaufmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m.b.H. Zum 25jährigen Bestehen 1894–1919.&amp;#039;&amp;#039; Großeinkaufs-Gesellschaft Deutscher Consumvereine m.b.H. (Hrsg.), Hamburg 1919, {{OCLC|174399651}}.&lt;br /&gt;
* Josef Rieger, Max Mendel; Walter Postelt: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Konsumgenossenschaft „Produktion“. 1899–1949. Geschichte einer genossenschaftlichen Verbrauchervereinigung von der Gründung bis zum fünfzigsten Geschäftsabschluss und ihrer Vorläufer.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1949, {{OCLC|1099563658}}, S. 166f, 203.&lt;br /&gt;
* Friedrich-Wilhelm Witt: &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Sozialdemokratie in der Weimarer Republik unter besonderer Berücksichtigung der Jahre 1929/30–1933.&amp;#039;&amp;#039; Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.), Verlag f. Literatur u. Zeitgeschehen, Hannover 1971, S. 51.&lt;br /&gt;
* [[Arno Herzig]], Saskia Rohde: &amp;#039;&amp;#039;Die Juden in Hamburg 1590 bis 1990. Wissenschaftliche Beiträge der Universität Hamburg zur Ausstellung „Vierhundert Jahre Juden in Hamburg“.&amp;#039;&amp;#039; Dölling und Galitz, Hamburg 1991, ISBN 3-926174-25-0, S. 19.&lt;br /&gt;
* [[Holger Martens (Historiker)|Holger Martens]]: &amp;#039;&amp;#039;Max Mendel.&amp;#039;&amp;#039; In: Christel Oldenburg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für Freiheit und Demokratie: Hamburger Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Verfolgung und Widerstand 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; SPD-Landesorganisation, Arbeitskreis Geschichte, Hamburg 2003, ISBN 3-8330-0637-4, S. 106–107.&lt;br /&gt;
* [[Institut für die Geschichte der deutschen Juden]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das jüdische Hamburg. Ein historisches Nachschlagewerk.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein-Verlag, Göttingen 2006, ISBN 3-8353-0004-0, S. 156.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Bauche]]: &amp;#039;&amp;#039;Max Mendel (1872–1942).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Peter Freimark]], Arno Hertzig (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hamburger Juden in der Emanzipationsphase (1780–1870).&amp;#039;&amp;#039; Christians, Hamburg 1989, ISBN 3-7672-1085-1, S. 201–202.&lt;br /&gt;
* Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Tuch – Max Mendel – Arie Goral-Sternheim.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Maajan – Die Quelle.&amp;#039;&amp;#039; Hefte 84, 85, 86 (2007/2008), S. 3015f., 3053f., 3093f.&lt;br /&gt;
* Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Der Genossenschaftskaufmann Max Mendel.&amp;#039;&amp;#039; In: Heinrich-Kaufmann-Stiftung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg: „Miteinander geht es besser“. Genossenschaftliche Traditionen und Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;. Norderstedt 2011, ISBN 978-3-8423-4957-5, S. 86.&lt;br /&gt;
* Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Hoher Besuch im Gruppenbild vor dem Kinder-Erholungsheim  „Produktion“ in Haffkrug/Ostsee Ende Juli 1919. Fragen zu diesem Fotodokument.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;125 Jahre Genossenschaftsgesetz. 100 Jahre Erster Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Books on Demand, Norderstedt 2015, ISBN 978-3-7392-2219-6, S. 79–88.&lt;br /&gt;
* Ulrich Bauche: &amp;#039;&amp;#039;Genau hinsehen: Beiträge zur Gesellschaftsgeschichte Hamburgs.&amp;#039;&amp;#039; Jürgen Bönig, Ralf Bornholdt, Wolfgang Wiedey (Hrsg.). VSA-Verlag, Hamburg 2018, ISBN 978-3-96488-019-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-12-03}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mendel, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Senator (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Konsumgenossenschaftswesen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Hamburg-Altstadt ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mendel, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kaufmann, Genossenschafter, Politiker, hamburgischer Senator&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Mai 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. August 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
	</entry>
</feed>