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	<title>Max Levien - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Levien&amp;diff=1300736&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sternetaucher: Ort ergänzt um Verwechslungen zu vermeiden</title>
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		<updated>2026-05-01T07:25:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ort ergänzt um Verwechslungen zu vermeiden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Max Levien.PNG|mini|hochkant|Max Levien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Levien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Mai]] [[1885]] in  [[Moskau]]; † [[16. Juni]] oder [[17. Juni]] [[1937]] in der [[Sowjetunion]]) war ein deutsch-russischer [[Kommunismus|Kommunist]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Jahreswechsel 1918/19 war er einer der Mitbegründer der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD). Als erster Parteivorsitzender der KPD in [[Bayern]] war er im April 1919 einer der [[Protagonist]]en der [[Münchner Räterepublik]], die in der Folge der [[Novemberrevolution]] von 1918 entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Anfänge ===&lt;br /&gt;
Max Levien wurde 1885 in Moskau als Sohn des aus einer alten [[Mecklenburg]]er Familie stammenden Großkaufmanns Ludwig Levien geboren. [[Erich Wollenberg]] bezeichnete ihn als „[[Hugenotten|hugenottischer]] Abstammung“ und der „Name seiner französischen Vorfahren Le Vin“ durch das Standesamtregister mit, den in der späteren Literatur aufgegriffenen, „Levin“ als Familiennamen eingedeutscht.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Wollenberg: &amp;#039;&amp;#039;Als Rotarmist vor München&amp;#039;&amp;#039;, Internationale Sozialistische Publikationen, Hamburg 1972, S. VI.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Schullaufbahn begann er 1893 am deutschen Gymnasium in Moskau und setzte sie 1897 in [[Meißen]] fort, wo er 1902 sein Abitur machte. Sein im Herbst 1905 angefangenes naturwissenschaftliches Studium an der [[Universität Halle]] (Saale) brach er ab, weil er sich an der [[Russische Revolution 1905|russischen Revolution von 1905]] beteiligte. Ab 1906 Mitglied der russischen [[Sozialrevolutionäre]], saß er 1907/08 eine Gefängnisstrafe in Moskau ab. Nach seiner Freilassung ging Levien nach [[Zürich]], wo er seine Studien fortsetzte und im Sommer 1913 mit einer Promotion abschloss. In der Schweiz schloss er sich den russischen Sozialdemokraten an, hatte Kontakte zu [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] und wurde Anhänger der [[Bolschewiki]]. Nach der Promotion ging Levien nach Deutschland und nahm die [[deutsche Staatsbürgerschaft]] an. Am 29. Oktober 1913 meldete er sich freiwillig zum [[Königlich Bayerisches Infanterie-Leib-Regiment|bayerischen Infanterie-Leibregiment]] und diente von 1914 bis 1918 als Soldat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Revolution und Räterepublik ===&lt;br /&gt;
In der [[Novemberrevolution]] war Levien in den [[Arbeiter- und Soldatenrat|Soldatenräten]] aktiv und arbeitete dabei eng mit dem anarchistischen Schriftsteller und Aktivisten [[Erich Mühsam]] (1878–1934) zusammen. Levien wurde Vorsitzender des Münchner Soldatenrates und der Münchner [[Spartakusgruppe]]. Als Delegierter Münchens nahm er am Gründungsparteitag der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] teil und übernahm deren Parteivorsitz in Bayern. Zusammen mit seinem Parteigenossen [[Eugen Leviné]] war Levien nach der Niederschlagung des sogenannten [[Palmsonntagsputsch]]s ab 13./14. April 1919 einer der Anführer der [[Münchner Räterepublik#Kommunistische Räterepublik (Zweite Räterepublik)|zweiten Phase der Räterepublik]]. Levien war im Gegensatz zu Leviné nicht jüdischer Herkunft, wurde aber wie dieser von politischen Gegnern als Jude diffamiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Foto in der Bayerischen Staatsbibliothek [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Spartakusbund,_1915-1919 hier]: „Max Levien, antisemitische Propagandapostkarte [Levien war nicht jüdischer Herkunft!] mit der Aufschrift ‚Levin (Jude), ein gefährlicher Demagoge‘.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Inwieweit er die Erschießung von 10 Gefangenen, dem sogenannten „[[Geiselmord im Luitpold-Gymnasium]]“&amp;quot; angestiftet oder gebilligt hat, ist unklar. Nach der Niederschlagung der Räterepublik wurde Levien verhaftet, konnte jedoch im Mai 1919 nach [[Wien]] fliehen. Dort wurde er abermals festgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Retzlaw]], der ihn persönlich kannte und mit ihm zusammengearbeitet hat, schrieb in seiner Biografie: „Max Levien war eine interessante Erscheinung. Etwa 35 Jahre alt, mittelgross, volles dunkles Haar – ‚Künstlermähne‘ – Doktor der Naturwissenschaften und ein großartiger, schlagfertiger Redner.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Retzlaw: &amp;#039;&amp;#039;Spartakus&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Neue Kritik, Frankfurt 1971, S. 143, ISBN 3-8015-0096-9&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die österreichische Regierung ließ Levien Ende 1920 frei; zuvor hatten nach einem Auslieferungsgesuch der bayerischen Justiz lange Verhandlungen stattgefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetisches Exil ===&lt;br /&gt;
Levien übersiedelte im Juni 1921 nach Moskau, wo er zunächst in der Hungerhilfe für Sowjetrussland tätig war. 1922 in das [[Exekutivkomitee der Kommunistischen Internationale|Exekutivkomitee der Komintern]] (EKKI) kooptiert, arbeitete er in dessen Apparat und nahm 1924 am 5. Komintern-Weltkongress teil. Levien war außerdem als Redakteur der Komintern-Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Unter dem Banner des Marxismus&amp;#039;&amp;#039; tätig und unterrichtete an der [[Kommunistische Universität der nationalen Minderheiten des Westens|Kommunistischen Universität der nationalen Minderheiten des Westens]]. 1925 wurde er Mitglied der [[Kommunistische Partei der Sowjetunion|Russischen Kommunistischen Partei]]. In dieser Zeit war Levien eng mit dem in Ungnade gefallenen KPD-Führer [[Arkadi Maslow]] verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren hatte er zuletzt einen Lehrstuhl für Geschichte und Philosophie der Naturwissenschaften an der [[Lomonossow-Universität|Moskauer Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich fiel Levien dem [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terror]] zum Opfer: Am 10. Dezember 1936 wurde er vom [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]] verhaftet und zunächst im März 1937 zu fünf Jahren [[Gulag|Lagerhaft]] verurteilt. Das Urteil wurde am 16. Juni 1937 in ein [[Todesstrafe|Todesurteil]] umgewandelt, welches am folgenden Tag [[Hinrichtung|vollstreckt]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Alexander Jurjewitsch Watlin|Alexander Vatlin]]: &amp;#039;&amp;#039;„Was für ein Teufelspack“: Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-090-5, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Levien wird von dem russischen Historiker [[Alexander Jurjewitsch Watlin|Alexander Vatlin]] als Opfer der [[Deutsche Operation des NKWD|Deutschen Operation des NKWD]]&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Vatlin: &amp;#039;&amp;#039;„Was für ein Teufelspack“: Die Deutsche Operation des NKWD in Moskau und im Moskauer Gebiet 1936 bis 1941.&amp;#039;&amp;#039; Metropol, Berlin 2013, ISBN 978-3-86331-090-5, S. 313&amp;lt;/ref&amp;gt; klassifiziert, obwohl er bereits vor dem Anlaufen der Operation (Ende Juli 1937) verurteilt und erschossen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin H. Geyer: &amp;#039;&amp;#039;Verkehrte Welt. Revolution, Inflation und Moderne. München 1914–1924&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1998, S. 82.&lt;br /&gt;
* Branko Lazitch, Milorad M. Drachkovitch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographical Dictionary of the Comintern&amp;#039;&amp;#039;. Hoover Institution Press, Stanford CA 1986, S. 259 f.&lt;br /&gt;
* Natalia Mussienko, [[Ulla Plener]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Verurteilt zur Höchststrafe. Tod durch Erschießen. Todesopfer aus Deutschland und deutscher Nationalität im Großen Terror in der Sowjetunion 1937/1938&amp;#039;&amp;#039;. Dietz, Berlin 2006, S. 58.&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3b-1424.html?ID=4715 &amp;#039;&amp;#039;Levien, Max&amp;#039;&amp;#039;.] In: {{BibISBN|978-3-320-02130-6}}&lt;br /&gt;
* Hermann Weber: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Beziehungen zwischen der KPD und der Kommunistischen Internationale&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 1968, 16, 2, S. 177–208, hier: S. 188; [https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1968_2_5_weber.pdf ifz-muenchen.de] (PDF; 1,5&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44390 Friedbert Mühldorfer, Spartakusbund, 1915–1919.] In: &amp;#039;&amp;#039;Historisches Lexikon Bayerns&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=132269392|VIAF=249873316}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Levien, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Novemberrevolution]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Münchner Geschichte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Großen Terrors (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPdSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rätekommunist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Lomonossow-Universität)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigration (Zürich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1885]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Levien, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-russischer Kommunist und Protagonist der Münchner Räterepublik&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Mai 1885&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Moskau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Juni 1937 oder 17. Juni 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sternetaucher</name></author>
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