<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Max_Kierstein</id>
	<title>Max Kierstein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Max_Kierstein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Kierstein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-28T23:04:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Kierstein&amp;diff=1487305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 13. Juni 2025 um 21:23 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Kierstein&amp;diff=1487305&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-13T21:23:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Kierstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. November]] [[1890]] in [[Bernburg (Saale)|Bernburg an der Saale]]; † [[1952]] in [[Mainz]]; auch &amp;#039;&amp;#039;Max Kirstein&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) war gelernter Kaufmann, [[SS-Hauptscharführer]] und [[KZ-Kommandant|Lagerkommandant]] des [[KZ-Außenlager Schillstraße]], eines Außenlagers des [[KZ Neuengamme]], in Braunschweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebenslauf ==&lt;br /&gt;
Kierstein war der Sohn eines Eisenbahnwärters, besuchte acht Jahre lang die Volksschule und erlernte anschließend drei Jahre lang den Kaufmannsberuf. Nach seinem Ausbildungsende arbeitete er als Verkäufer und Dekorateur. Da er nach einem Unfall im Jahre 1913 für nicht kriegsverwendungsfähig gemustert wurde, meldete er sich im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] freiwillig an die [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Dort wurde ihm das [[Eisernes Kreuz|Eiserne Kreuz]] der 2. Klasse verliehen. Er heiratete 1921 und lebte mit seiner Frau in Mecklenburg als Landwirt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lagerkommandant ==&lt;br /&gt;
Am 2. Juli 1937 beantragte Kierstein die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.083.946).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/20060972&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum 31. August 1939 trat er in die [[Waffen-SS]] ein. Er wurde am 1. November 1939 zum [[SS-Scharführer]] und am 1. Juli 1943 zum [[SS-Hauptscharführer]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kierstein war von November 1942 bis zum August 1944 in [[Deutsche Konzentrationslager|Konzentrationslagern]] Kommandoführer. Er war in Lagern einer Zellulose-Fabrik in [[Wittenberge]] sowie später im [[Drägerwerk]] in Hamburg und wurde aufgrund dieser Erfahrungen, nachdem das KZ-Außenlager Schillstraße in Braunschweig am 5. November 1944 fertiggestellt war, zum dortigen Lagerkommandanten bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kierstein war für seine Wutausbrüche gefürchtet und richtete seine Brutalität insbesondere gegen jüdische Häftlinge. Er beschimpfte jüdische KZ-Häftlinge mit 3-F (faul, frech, fett) oder, wie ein anderer Häftling Hirsch Hecht berichtete, auch mit 4-F, wenn er Juden beschrieb: „Wenn ein Jude zu viel frisst, dann wird er fett und faul und schliesslich auch frech“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Liedke: &amp;#039;&amp;#039;Destruction Through Works.&amp;#039;&amp;#039; S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er schlug während seiner Wutausbrüche auf kranke Juden ein, was er mit den französischen, russischen, lettischen und litauischen Häftlingen nicht tat.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Liedke: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung durch Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 228 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Lager Schillstraße wurde das Essen von der Firma [[Büssing AG|Büssing]] gekocht und von den diensthabenden Häftlingen ausgegeben. Dies wurde auf Anweisung von Kierstein geändert, und das Essen gab die SS-Wachmannschaft aus. Diese zweigten einen Großteil des Essens ab. Nach Aussagen eines angestellten Oberingenieurs, Heinrich Kamrad, ging dies so weit, dass die Häftlinge aufgrund ihrer Verfassung nicht in der Lage waren, effektiv zu arbeiten. Hierüber habe er sich bei der Lagerleitung beschwert, so Kamrad. Es liegt nahe, dass die SS-Mannschaft in der Schillstraße das Essen stahl, denn in einem anderen Fall schickten die SS-Wachmänner des [[KZ Vechelde]] nachweislich gestohlenes Essen der Häftlinge an ihre eigenen Familien.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Liedke: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung durch Arbeit.&amp;#039;&amp;#039; S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dortiger Lagerführer war unter dem Kommando Kiersteins [[Helmut Sebrantke]], einer seiner treuesten Gefolgsleute. Der französische Häftling Georges Salan, der das erste französische Buch über Häftlinge in der Schillstraße im Jahre 1946 veröffentlichte,&amp;lt;ref&amp;gt;Georges Salan: &amp;#039;&amp;#039;Prisons de France et bagnes allemandes.&amp;#039;&amp;#039; Nîmes: Impremerie L’Ouvriére, 1946, S. 137.&amp;lt;/ref&amp;gt; schätzte Kierstein als [[Sadist]]en und Kriminellen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswerterweise bildete das KZ-[[Außenlager Schandelah]] in [[Schandelah]] im Ortsteil Wohld zwar ein Außenlager des KZ Neuengamme, das SS-Personal jedoch unterstand Max Kierstein, der in der Region als Stützpunktleiter&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Liedke: Braunschweig (Büssing), S. 358 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; fungierte und nie für seine Taten zur Rechenschaft gezogen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl Liedke: &amp;#039;&amp;#039;Vernichtung durch Arbeit: Juden aus Lodz bei der Büssing-NAG in Braunschweig 1944-1945.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gudrun Fiedler]], [[Hans-Ulrich Ludewig]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwangsarbeit und Kriegswirtschaft im Lande Braunschweig 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. vom [[Braunschweigischer Geschichtsverein|Braunschweigischen Geschichtsverein]]. Appelhans Verlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-930292-78-5.&lt;br /&gt;
* Karl Liedke: &amp;#039;&amp;#039;Braunschweig (Büssing).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]], [[Barbara Distel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ort des Terrors]]. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Hinzert, Auschwitz, Neuengamme.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-52965-8, S. 358.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.yadvashem.org/odot_pdf/Microsoft%20Word%20-%205419.pdf Karl Liedke: Destruction Through Work: Lodz Jews in the Büssing Truck Factory in Braunschweig, 1944-1945, veröff. v. Shoah Resource Center (englisch)] (PDF-Datei; 213 kB)&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/1177 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Kierstein, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personal im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angehöriger der Waffen-SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1890]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kierstein, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Hauptscharführer, Lagerkommandant&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. November 1890&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bernburg (Saale)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1952&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Mainz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>