<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Max_Kalcher</id>
	<title>Max Kalcher - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Max_Kalcher"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Kalcher&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-27T23:34:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Kalcher&amp;diff=1742019&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 11. Juni 2024 um 10:23 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Kalcher&amp;diff=1742019&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-06-11T10:23:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
[[Datei:KalcherMax.jpg|hochkant|mini|Max Kalcher (1938 oder früher)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maximilian „Max“ Anton Kalcher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juli]] [[1911]] in [[Deuchendorf]] bei [[Kapfenberg]];&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch, Max&amp;quot;&amp;gt;Taufbuch St. Lorenzen im Mürztal, tom. VIII, fol. 74 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/st-lorenzen-im-muerztal/16404/?pg=76 Faksimile]), abgerufen am 1. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; † [[27. April]] [[1982]] in [[Mödling]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sterbebucheintrag&amp;quot;&amp;gt;Sterbebucheintrag, Standesamt Mödling, Nr. 567/39&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein österreichischer politischer Aktivist. Er wurde bekannt aufgrund seiner Mitwirkung an [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Attentat|Bombenattentaten]] gegen die österreichische Republik sowie als Reichstagsabgeordneter für die ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Kalcher wurde als uneheliches Kind der Wirtschafterin Anna Kalcher (* 30. Jänner 1892 in [[Pötschach]]; † 9. Dezember 1965 in Kapfenberg) geboren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch, Max&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch, Mutter&amp;quot;&amp;gt;Taufbuch St. Lorenzen im Mürztal, tom. VI, fol. 224 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/st-lorenzen-im-muerztal/9029/?pg=226 Faksimile]), abgerufen am 1. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Großeltern waren der Fabrikarbeiter Josef Kalcher und dessen Ehefrau Rosa, geborene Maurer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch, Max&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch, Mutter&amp;quot;/&amp;gt; Kalcher behielt den Mädchennamen seiner Mutter auch nachdem seine Mutter im 1914 den Fabrikarbeiter Anton Krenner (* 17. Jänner 1882 in [[Schnabling (Gemeinde Gutau)|Schnabling]] bei [[Gutau]]; † 20. Juni 1947 in Kapfenberg) heiratete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Taufbuch, Mutter&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Trauungsbuch Kapfenberg-St. Oswald, tom. V, fol. 139 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/graz-seckau/kapfenberg-st-oswald/16447/?pg=140 Faksimile]), abgerufen am 1. März 2024. Die Eheschließungsurkunde enthält keinen Hinweis darauf, dass Krenner der biologische Vater von Kalcher war.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch der [[Volksschule]], der [[Bürgerschule]] und der Gewerbeschule arbeitete Kalcher in wechselnden Berufen als [[Kellner]], Schankbursche, Lohndiener oder Hilfsarbeiter. Bereits in seiner Jugend fiel Kalcher durch kriminelle Aktivitäten auf. So arbeitete er als 16-Jähriger unter anderem als Kellner im Bahnhofsrestaurant von [[Bruck an der Mur]], wo er immer wieder kleinere Reise- und Taschendiebstähle verübte, ehe er Anfang des Jahres 1928 von der [[Bundesgendarmerie|Gendarmerie]] verhaftet und dem [[Bezirksgericht Bruck an der Mur]] vorgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|alp|07|01|1928|18|Obersteiermark. Bruck an der Mur.}}, abgerufen am 1. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teilnahme an den Februarkämpfen 1934 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1934 nahm Kalcher an den bewaffneten Auseinandersetzungen, die zu dieser Zeit zwischen der autoritären österreichischen Regierung unter [[Engelbert Dollfuß]] und dem [[Republikanischer Schutzbund|Republikanischen Schutzbund]] organisierten Kräften der Bevölkerung, die den auf die Errichtung eines diktatorischen [[Ständestaat (Österreich)|Ständestaates]] abzielenden Kurs der Regierung ablehnten, teil (sogenannte [[Februarkämpfe 1934]]). Die Kämpfe begannen in der Stadt [[Linz]], breiteten sich rasch in den ländlichen Raum aus (unter anderem wurde auch [[Kapfenberg]] von ihnen erfasst) und eskalierten, als die [[Sozialdemokratische Partei Österreichs|sozialdemokratische Arbeiterpartei]] in Wien den Generalstreik ausrief und den Schutzbund landesweit alarmierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalcher gehörte zu dem Zeitpunkt, als die Kämpfe begannen, politisch eigentlich dem rechtsgerichteten [[Steirischer Heimatschutz|Steirischen Heimatschutz]] unter [[Walter Pfrimer]] an. Aus Ablehnung der Regierung stellten er und mindestens acht weitere Männer seiner lokalen Heimatschutzgruppe sich nach Ausbruch der Unruhen jedoch dem Schutzbund, konkret der lokalen Schutzbundgruppe in [[Hafendorf (Gemeinde Kapfenberg)|Hafendorf]], zur Verfügung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;/&amp;gt; Die Hafendorfer Schutzbundgruppe erhielt nach ihrer Alarmierung zu Beginn der Kämpfe den Befehl, nach Kapfenberg zu marschieren, um in die dortigen Kämpfe einzugreifen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Hafendorfer Schutzbündler wurde in Kapfenberg gegen die dortigen Vertreter der Staatsmacht eingesetzt, indem die Männer unter anderem den lokalen Gendarmerieposten belagerten und beschossen. Eine andere Gruppe rückte derweil weiter nach Bruck/Mur vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;/&amp;gt; Die Belagerer des Kapfenberger Gendarmeriepostens waren so schwer bewaffnet, dass erst der Eingriff einer mit Artilleriegeschützen bewaffneten Einheit des [[Bundesheer (1. Republik)|österreichischen Bundesheeres]] ihr ein Ende machen und die Schutzbündler zum Abzug zwingen konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GTB, 05.06.1934, S. 14&amp;quot;/&amp;gt; Späteren Feststellungen zufolge waren von den Belagerern über 4000 Schuss auf den Gendarmerieposten abgegeben und zumindest drei Personen verletzt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GTB, 05.06.1934, S. 14&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|gtb|05|06|1934|14|Mordversuch an einem Gendameriebeamten in Bruck a. d. M. – Der Hafendorfer Schutzbundprozeß}}, abgerufen am 2. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Zusammenbruch des Putsches kehrten einige der Männer, die nach Kapfenberg marschiert waren, wieder nach Hause zurück, während andere sich [[Koloman Wallisch]] anschlossen, der die Absicht hatte, über den [[Eisenpass]] und den [[Laufnitzgraben]] weiter nach Süden vorzudringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;/&amp;gt; Aufgrund des starken Schneeaufkommens auf dem Pass löste sich aber auch diese Gruppe allmählich auf und kehrte heim.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1934 wurde Kalcher aufgrund seiner Teilnahme an den Februarkämpfen zusammen mit acht weiteren [[Republikanischer Schutzbund|Schutzbündlern]] (darunter [[Johann Brandl (Widerstandskämpfer)|Johann Brandl]]) in einem Prozess vor dem [[Landesgericht Leoben|Kreisgericht Leoben]] wegen des Vorwurfs des Hochverrats angeklagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|gtb|04|06|1934|2|Außerordentliche Schwurgerichtssession in Leoben – Die Hafendorfer Schutzbündler}}, abgerufen am 2. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Kalcher und die meisten seiner Mitangeklagten waren bezeichnenderweise bereits wegen anderer Delikte vorbestraft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GTB, 05.06.1934, S. 9&amp;quot;/&amp;gt; Kalcher gab den amtlich festgestellten Sachverhalt der Kapfenberger Vorgänge in seiner Vernehmung zu&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anklage, Juni 1934&amp;quot;/&amp;gt;, erklärte aber „von nichts zu wissen [?] und [...] [wie andere] nur aus Neugierde dabeigewesen zu sein“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GTB, 05.06.1934, S. 9&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|gtb|05|06|1934|9|Vor dem Richter – Der Leobener Schutzbundprozeß}}, abgerufen am 2. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende des Prozesses (5. Juni 1934) war Kalcher einer von nur zwei der neun Angeklagten, die freigesprochen wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GTB, 05.06.1934, S. 14&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bombenattentat in Kapfenberg ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 23. zum 24. Juni 1934 ereignete sich in der Gemeinde Kapfenberg ein Sprengstoffanschlag: Im Pfarrhof der Gemeinde wurde eine Bombe gezündet. Bei diesem Anschlag wurde der Stadtkaplan [[Franz Eibel]] tödlich verletzt. Nachdem die Behörden sich zunächst unschlüssig waren, ob die Täter in den Reihen der Nationalsozialisten oder der Sozialdemokraten zu suchen seien, stellten sie sich schnell auf den Standpunkt, dass Max Kalcher, der damals in einem Gasthaus arbeitete, den sie den Nationalsozialisten zurechneten, der Bombenleger war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|19|09|1934|21|Der Sprengstofftod des Kaplans Eibel.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalcher wurde im Juli 1934 in Haft genommen, nachdem mehrere Personen erklärten, dass er ihnen gegenüber geäußert hatte, dass er an kürzlich erfolgten Sprengstoffanschlägen beteiligt gewesen sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWG, 21.07.1934&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|nwg|21|07|1934|22|Verhaftung nationalsozialistischer Sprengstoffattentäter.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter anderem behauptete ein Arbeitskollege von Kalcher namens Reff, dass dieser ihm gegenüber gestanden habe, dass er den Anschlag von Kapfenberg begangen hatte. Außerdem soll er sich über weitere Anschlagspläne geäußert und Reff um eine Alibi und Unterkunft ersucht haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRE, 19.09.1934&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|gre|19|09|1934|11|ALTSEITE=11–12|Gerichtssaal – Der tödliche Sprengstoffanschlag auf Kaplan Eibel in Kapfenberg.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Reff zufolge soll Kalcher sich selbst sogar als den „Terrorführer von Kapfenberg“ bezeichnet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRE, 19.09.1934&amp;quot;/&amp;gt; Die Behörden behaupteten, dass Kalcher zum Zeitpunkt seiner Verhaftung geplant hätte, in der Nacht vom 20. auf den 21.&amp;amp;nbsp;Juli einen Anschlag auf den Gendarmerieposten in Hafendorf auszuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRE, 19.09.1934&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Presseberichten zufolge war Reff es auch, der Kalcher der Polizei übergab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRE, 19.09.1934&amp;quot;/&amp;gt; Durchsuchungen seiner Wohnungen sollen eine Sprengröhre und eine Pistole zutage gefördert haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWG, 21.07.1934&amp;quot;/&amp;gt; Als mutmaßlicher Helfer von Kalcher wurde der Schmiedegehilfe Karl Stromberger festgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWG, 21.07.1934&amp;quot;/&amp;gt; Dieser wurde verdächtigt, Kalcher zu den angeblich von ihm begangenen Sprengstoffanschlägen verleitet und ihm die Schusswaffe und den Sprengstoff besorgt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWG, 21.07.1934&amp;quot;/&amp;gt; Die Verhaftung der beiden fand nach Ablauf der in der Sprengstoffverordnung festgesetzten Schutzfrist statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ibn|23|07|1934|1|Die Standgerichtsprozesse dieser Woche.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kalcher im September 1934 wegen des Vorwurfes, dass er den Anschlag in Kapfenberg begangen hätte, vor Gericht gestellt, wurde stritt er jedoch jede Beteiligung an der Tat ab. Er behauptete, dass seine ihm vorgehaltenen Selbstbezichtigungen gegenüber Dritten wegen dieser Tat, die diese den Behörden mitgeteilt hatten, Falschbehauptungen gewesen seien. Er hätte sich bloß ein wenig wichtig machen wollen, indem er sich vor Bekannten als Täter der dramatischen Anschläge hinstellte, obwohl er in Wirklichkeit mit diesen gar nicht zu tun hatte. Zu seinem politischen Standort erklärte Kalcher vor Gericht, dass er zwar der [[Sturmabteilung]] (SA) angehören würde, aber kein radikaler Nationalsozialist sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GRE, 19.09.1934&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweifaches Todesurteil und Begnadigung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. September 1934 wurden Kalcher und Stromberger wegen Verstoßes gegen das Sprengmittelgesetz zum Tode durch den Strang verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|20|09|1934|26|Zwei Todesurteile in Leoben.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|dsp|04|10|1934|20|Der Bombenanschlag auf den Kapfenberger Pfarrhof.}}, abgerufen am 7. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalcher legte eine [[Nichtigkeitsbeschwerde]] gegen das Urteil ein, die von einem untergeordneten Gericht angenommen, dann aber vom [[Oberster Gerichtshof (Österreich)|Obersten Gerichtshof]] verworfen worden wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APT, 28.12.1934&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|apt|28|12|1934|2|Aus Nah und Fern. Leoben.}}, abgerufen am 7. Februar 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWG, 20.12.1934&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|nwg|20|12|1934|11|Gerichtssaal – Der Bombenanschlag auf den Kapfenberger Pfarrhof.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Neuverfahren [?] wurde er dann am 24.&amp;amp;nbsp;Januar 1935 von einem Schwurgericht in [[Leoben]] abermals zum Tode verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|gre|24|01|1935|13|Gerichtssaal – Zum zweitenmal zum Tode verurteilt.}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Bundespräsident (Österreich)|Bundespräsident]] Strombergers Strafe bereits im Dezember 1934 von der Todesstrafe auf 20 Jahre schweren [[Kerker]] reduziert hatte&amp;lt;ref name=&amp;quot;APT, 28.12.1934&amp;quot;/&amp;gt;, hatte er sich in Kalchers Fall entschieden, mit der Entscheidung über die Vollstreckung des Todesurteiles abzuwarten, bis nachdem das Kreisgericht Leoben eine rechtskräftige Entscheidung über den von seinen Verteidigern eingereichten Wiederaufnahmeantrag gefällt haben würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APT, 28.12.1934&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;NWG, 20.12.1934&amp;quot;/&amp;gt; Anfang März 1935, nach dem Abschluss des Wiederaufnahmeverfahrens, setzte der Bundespräsident Kalchers Strafe ebenfalls auf zwanzig Jahre schwerem Kerkers herab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KRZ, 09.03.1935&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|krz|09|03|1935|8|(Begnadigung eines zum Tod Verurteilten.)}}, abgerufen am 4. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausschlaggebend hierfür war wahrscheinlich, dass die zuständige Staatsanwaltschaft erklärt hatte, die Einstellung bzw. den Abbruch des Strafverfahrens gegen Kalcher wegen des Anschlags auf den Kapfenberger Pfarrhof aufgrund der Sachlage für angemessen zu halten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KRZ, 09.03.1935&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Annexion Österreichs und Kriegsjahre ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] an das Deutsche Reich im März 1938 wurde Kalcher mit einer auf drei Jahre ausgesetzten Bewährungsfrist frühzeitig aus der Haft entlassen. Kurz danach beantragte er am 19.&amp;amp;nbsp;Mai 1938 die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1.&amp;amp;nbsp;Mai desselben Jahres aufgenommen ([[Liste von NSDAP-Parteimitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 6.135.447).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/19041177&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde außerdem Mitglied der [[Sturmabteilung]] (SA), der er als einfacher SA-Sturmmann angehörte. Einem nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen Artikel in der &amp;#039;&amp;#039;[[Obersteirische Zeitung|Obersteirischen Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; zufolge erhielt er außerdem von der NSDAP für seine ihm als Verdienste angerechneten Aktivitäten gegen die Regierungen Dollfuß und Schuschnigg während der Jahre von 1934 bis 1938 den [[Blutorden]] der NSDAP und eine Wiedergutmachung für seine erlittene Haft in Höhe von 4000 [[Reichsmark]] zugesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Er war bereits zum Tode verurteilt…&amp;quot;, in: &amp;#039;&amp;#039;Obersteirische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 25. Februar 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anlässlich der [[Reichstagswahl 1938]] wurde er als Vertreter des Landes Österreich in den [[Reichstag (Zeit des Nationalsozialismus)|Reichstag]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;Lilla: Statisten, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser war zu jener Zeit politisch längst entmachtet und zu einem reinen [[Akklamation]]sorgan herabgesunken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalcher schied bereits am 18.&amp;amp;nbsp;Januar 1939 wieder aus dem Reichstag aus. Grund hierfür war, das der 1938 zum Reichskommissar für die Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich ernannte Gauleiter der Pfalz, [[Josef Bürckel]], darauf aufmerksam gemacht worden war, dass Kalcher zwischen 1927 und 1933 vier Mal wegen Diebstahl bestraft worden war, also vierfach aus nicht-politischen Gründen vorbestraft war, weshalb Bürckel beantragt hatte, Kalcher als unwürdig für die Repräsentationsstellung eines Abgeordneten aus dem Reichstag zu entfernen, woraufhin Kalcher aus der Reichstagsfraktion der NSDAP (der einzigen Fraktion im Reichstag) ausgeschlossen worden war, was den Verlust seines Mandates nach sich zog.&amp;lt;ref&amp;gt;Lilla: Statisten, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Leben Kalchers während der Kriegsjahre ist nur wenig bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1948 wurde Kalcher erneut wegen seiner Aktivitäten in der illegalen NS-Bewegung in Österreich vor Gericht gestellt. Ihm wurden strafbare Taten nach dem [[Verbotsgesetz 1947|Verbotsgesetz]] zur Last gelegt. Er wurde noch einmal schuldig gesprochen, bekam aber keine zusätzlichen Strafen auferlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Er war bereits zum Tode verurteilt…&amp;quot;, in: Obersteirische Zeitung vom 25. Februar 1948.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend lebte Kalcher als Privatmann in Österreich, zuletzt in [[Wiener Neudorf]]. Er starb am 27. April 1982 [[Landesklinikum Mödling|LKH Mödling]] an den Folgen eines Lungenkarzinoms und an [[Kachexie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sterbebucheintrag&amp;quot;/&amp;gt; Er wurde am 5. Mai 1982 am Friedhof der Marktgemeinde Wiener Neudorf im Grab der Eltern seiner Ehefrau (Grab A 131) beigesetzt. Nach dem Auslaufen der Grabstelle im Jahr 2015 wurden Kalchers sterbliche Überreste in das Schachtgrab M 94 des Friedhofs überführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Friedhof&amp;quot;&amp;gt;Laut schriftlicher Auskunft der Marktgemeinde Wiener Neudorf am 5. März 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehe und Familie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalcher war seit dem 2. September 1939 mit Anna Schneider verheiratet (* 21. Mai 1912; †&amp;amp;nbsp;19. Dezember 1997).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sterbebucheintrag&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Taufbuch Wiener Neudorf, tom. XVI, fol. 19 ([https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien/wiener-neudorf/01-16/?pg=23 Faksimile]), abgerufen am 5. März 2024&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archivische Überlieferung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bundesarchiv Berlin]] wird eine Akte des Reichsjustizministeriums über Kalcher verwahrt, die Unterlagen des Kreisgerichts Leoben zu in den Jahren 1928 bis 1935 wegen Diebstahl und Verbrechen gegen das Sprengstoffgesetz gegen ihn geführten Strafprozessen enthält (R 3001/132275).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Joachim Lilla]], Martin Döring, Andreas Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933–1945. Ein biographisches Handbuch. Unter Einbeziehung der völkischen und nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten ab Mai 1924.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7700-5254-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|130552321}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130552321|VIAF=62658751}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kalcher, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPÖ-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zum Tode verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1911]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1982]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kalcher, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kalcher, Maximilian Anton (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Politiker (NSDAP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juli 1911&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Deuchendorf]] bei [[Kapfenberg]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. April 1982&lt;br /&gt;
|STERBEORT= [[Mödling]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>