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	<title>Max Hoffmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Tippfehler korrigiert; Wikilinks aktualisiert; korrekter Apostroph; formale Kleinigkeiten</title>
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		<updated>2025-07-15T17:27:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert; Wikilinks aktualisiert; korrekter Apostroph; formale Kleinigkeiten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:GeneralMaxHoffmann.jpg|mini|Max Hoffmann (vor 1914)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Carl Adolf Maximilian Hoffmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[25. Januar]] [[1869]] in [[Homberg (Efze)|Homberg]]; † [[8. Juli]] [[1927]] in [[Bad Reichenhall]]) war ein deutscher [[Generalmajor]], der im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eine bedeutende militärische und politische Rolle spielte. Nach dem Krieg entwickelte er den „Hoffmannplan“ zur Niederwerfung der [[Sowjetunion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2008-0278, Max Hoffmann.jpg|mini|Hoffmann als [[Generalmajor]] 1917/1918]]&lt;br /&gt;
Max Hoffmann wuchs in Homberg als Sohn des Kreisgerichtsrates Julius Hoffmann und dessen Frau Friederike Charlotte Alwine Hoffmann, geborene du Buisson, auf. Von 1879 bis 1887 besuchte er das Gymnasium in [[Nordhausen]]. Nach dem Abitur war er als [[Dreijährig-Freiwilliger]] [[Musketiere|Musketier]] und [[Fahnenjunker|Avantageur]] im [[4. Thüringisches Infanterie-Regiment Nr. 72|4. Thüringischen Infanterie-Regiment Nr. 72]] in [[Torgau]]. Vom 1. Oktober 1887 bis zum 5. Juli 1888 war er als [[Fähnrich#Portepee-Fähnriche bis 1918|Portepee-Fähnrich]] an der Königlichen Kriegsschule in [[Nysa|Neisse]]. Am 16. August 1888 erhielt er sein Offizierspatent mit „kaiserlicher Belobigung“ und wurde [[Leutnant|Secondeleutnant]].&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Nowak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Aufzeichnungen des Generalmajors Max Hoffmann&amp;#039;&amp;#039;. Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1929, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;XXXV.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1895 bis 1898 studierte er als Premierleutnant an der [[Preußische Kriegsakademie|Preußischen Kriegsakademie]] und verbrachte anschließend ein halbes Jahr als [[Militärattaché]] am [[Zar]]enhof in [[Sankt Petersburg]]. Von 1899 bis 1901 arbeitete Hoffmann in der Russland-Abteilung des deutschen [[Großer Generalstab|Generalstabs]] und wurde zum Spezialisten für russische Angelegenheiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tucker&amp;quot;&amp;gt;Spencer Tucker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Encyclopedia of World War I. A Political, Social and Military History.&amp;#039;&amp;#039; Verlag ABC-Clio, Santa Barbara 2005, ISBN 1-85109-420-2, S.&amp;amp;nbsp;555.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1901 wurde er zum [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] befördert und verblieb nun auf Dauer in der russischen Abteilung des Generalstabs unter [[Alfred von Schlieffen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Russisch-Japanischer Krieg|Russisch-Japanischen Krieg]] 1904/05 war Hoffmann als deutscher militärischer Beobachter bei der 1. Armee des [[Kaiserlich Japanische Armee|japanischen Heeres]] in der [[Mandschurei]]. Als ein japanischer General ihm die Beobachtung eines Gefechts von einem Hügel verwehrte, schrie ihn Hoffmann in Gegenwart ausländischer Gesandter und Korrespondenten wenig diplomatisch mit den Worten an: „Sie sind ein Gelber; wenn Sie mich da nicht hinauf lassen, so sind Sie kein zivilisierter Mensch!“&amp;lt;ref name=&amp;quot;BT75f&amp;quot;&amp;gt;[[Barbara Tuchman]]: &amp;#039;&amp;#039;August 1914.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-596-24440-4, S.&amp;amp;nbsp;75f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1907 wurde Hoffmann zum [[Major]] befördert. Er erhielt den Auftrag den voraussichtlichen russischen Feldzugsplan in einem möglichen Krieg gegen Deutschland auszuarbeiten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BT75f&amp;quot; /&amp;gt; [[Barbara Tuchman]] schildert Hoffmann als&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;groß und kräftig, hatte einen mächtigen runden Schädel und einen preußisch kurzen Haarschnitt, daß er wie ein Kahlkopf wirkte. … obwohl er ein schlechter Reiter und ein noch schlechterer Fechter, dazu ein starker Esser und Trinker war, zeigte er sich doch schnell im Denken und rasch im Urteil. Er war ein liebenswürdiger, glücklicher und schlauer Mensch, der vor niemandem Achtung hatte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;BT75f&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1913 wurde er zum [[Oberstleutnant]] befördert, nachdem er bereits zum Abteilungschef der Ministerialabteilung im [[Preußisches Kriegsministerium|preußischen Kriegsministerium]] berufen worden war. Im Sommer 1914 wurde er zum stellvertretenden Kommandeur des [[4. Badisches Infanterie-Regiment „Prinz Wilhelm“ Nr. 112|4. Badischen Infanterie-Regiments „Prinz Wilhelm“ Nr. 112]] ernannt, denn Truppenverwendung war Voraussetzung zur weiteren Beförderung. Beendet wurde dieses kurze Intermezzo durch die Mobilmachung am 2. August 1914, die ihn zum [[Erster Generalstabsoffizier|Ersten Generalstabsoffizier]] der neuformierten [[8. Armee (Deutsches Kaiserreich)|8. Armee]] machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stab-8.Armee.jpg|mini|Im Stab der 8. Armee (Hoffmann rechts vorne neben Hindenburg und Ludendorff)]]&lt;br /&gt;
Als Chef der Operationsabteilung sah Hoffmann sich aufgrund der Unfähigkeit des Oberbefehlshabers [[Maximilian von Prittwitz und Gaffron]] und der Rekonvaleszenz des Stellvertreters [[Georg von Waldersee (Offizier, 1860)|Georg von Waldersee]] als eigentlichen Oberbefehlshaber der für die Verteidigung [[Ostpreußen|Ost-]] und [[Provinz Westpreußen|Westpreußens]] zuständigen 8. Armee.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Tuchman: &amp;#039;&amp;#039;August 1914.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-596-24440-4, S.&amp;amp;nbsp;288f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hoffmann erarbeitete die Operationspläne für die Schlachten [[Schlacht bei Gumbinnen|bei Gumbinnen]], [[Schlacht bei Tannenberg (1914)|bei Tannenberg]] und [[Schlacht an den Masurischen Seen|an den Masurischen Seen]]. Nach der überraschenden Ablösung von Prittwitz’, der nach Gumbinnen gegen Hoffmanns Widerstand die 8. Armee hinter die [[Weichsel]] zurückziehen wollte, wurde dieser von Generalstabschef [[Helmuth Johannes Ludwig von Moltke|Moltke]] durch den reaktivierten [[Paul von Hindenburg]] ersetzt, dem [[Erich Ludendorff]] als Stabschef beigestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Barbara Tuchman: &amp;#039;&amp;#039;August 1914.&amp;#039;&amp;#039; Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-596-24440-4, S.&amp;amp;nbsp;297ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hoffmann war mit der Region wohlvertraut und diente Ludendorff in der Folge als Ideengeber, den er aus [[Posen]] und Berlin gut kannte, wo sie im selben Haus gewohnt hatten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tucker&amp;quot; /&amp;gt; Beide beanspruchten die Urheberschaft für die Benennung der Tannenbergschlacht. In seinen Erinnerungen widerspricht Hoffmann der Auffassung, die Schlacht sei durch Ludendorff geplant worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Tannenberg wie es wirklich war.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1926, S.&amp;amp;nbsp;312.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Trio Hindenburg-Ludendorff-Hoffmann erreichte an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] durch Hoffmanns taktisches Geschick große militärische Erfolge. Dennoch konnten die Versprechungen des „Feldherrnduos“ Hindenburg-Ludendorff auf einen Entscheidungssieg gegen Russland nicht erfüllt werden. Hoffmann erkannte: „Vollständig niederzuwerfen ist das russische Heer nicht, das könnten wir nur, wenn wir eben nur mit Rußland allein Krieg führten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Nowak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Aufzeichnungen des Generalmajors Max Hoffmann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1929, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;64.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Holger Afflerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Die militärische Planung des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Michalka (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Erste Weltkrieg. Wirkung – Wahrnehmung – Analyse.&amp;#039;&amp;#039; Seehamer Verlag, Weyarn 1997, ISBN 3-932131-37-1, S.&amp;amp;nbsp;280–318, hier: S.&amp;amp;nbsp;290f.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gerhard Paul Gross: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Krieges. Die Ostfront des Ersten Weltkriegs in den jahren 1914 und 1915.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerhard Paul Gross (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die vergessene Front. Der Osten 1914/15. Ereignis, Wirkung, Nachwirkung.&amp;#039;&amp;#039; (=Zeitalter der Weltkriege, Band 1) [[Militärgeschichtliches Forschungsamt]], Schöningh, Paderborn 2006, ISBN 3-506-75655-9, S.&amp;amp;nbsp;59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hindenburg wurde von Hoffmann allerdings sehr kritisch betrachtet: „Der Kerl ist ein zu trauriger Genosse, dieser große Feldherr und Abgott des Volkes … Mit so wenig eigener geistiger und körperlicher Anstrengung ist noch nie ein Mann berühmt geworden“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Heinz Janßen]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kanzler und der General. Die Führungskrise um Bethmann Hollweg und Falkenhayn (1914–1916).&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1967, S.&amp;amp;nbsp;245.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Walter Rauscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Hindenburg. Feldmarschall und Reichspräsident.&amp;#039;&amp;#039; Ueberreuter, Wien 1997, ISBN 3-8000-3657-6, S.&amp;amp;nbsp;73 und 95.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Hajo Holborn]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Geschichte in der Neuzeit. Das Zeitalter des Imperialismus (1871 bis 1945).&amp;#039;&amp;#039; (=Deutsche Geschichte in der Neuzeit, Band 3), Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1971, ISBN 3-486-43251-6, S.&amp;amp;nbsp;258.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese abfälligen Äußerungen wurden bei der Veröffentlichung seiner &amp;#039;&amp;#039;Aufzeichnungen&amp;#039;&amp;#039; 1929 allerdings schonend unterdrückt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jesko von Hoegen: &amp;#039;&amp;#039;Der Held von Tannenberg. Genese und Funktion des Hindenburg-Mythos (1914–1934).&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Köln/Wien 2007, ISBN 978-3-412-17006-6, S.&amp;amp;nbsp;169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Hindenburg und Ludendorff nach der Ablösung [[Erich von Falkenhayn|Falkenhayns]] 1916 die Führung der [[Oberste Heeresleitung|Obersten Heeresleitung]] (OHL) übernahmen und sich der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]] zuwandten, wurde Oberst Hoffmann, im Oktober 1917 zum [[Generalmajor]] befördert, zum Chef des Generalstabes beim [[Ober Ost|Oberbefehlshaber Ost]], dem Prinzen [[Leopold von Bayern]], ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tucker&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Friedensverhandlungen von Brest-Litowsk ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Hoffman czernin talaat kuhlman brest litovsk.jpg|miniatur|Hoffmann (links) mit [[Ottokar Czernin|Czernin]], [[Talât Pascha|Talaat]], [[Richard von Kühlmann|Kühlmann]] während einer Verhandlungspause in Brest-Litowsk]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-R92623, Brest-Litowsk, Waffenstillstandsabkommen.jpg|miniatur|Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Deutschland und seinen Verbündeten und Russland am 15. Dezember 1917 in Brest-Litowsk (Hoffmann als Vierter von links sitzend)]]&lt;br /&gt;
Hoffmann war als Generalstabschef Ober Ost der Beobachter der OHL bei den [[Friedensvertrag von Brest-Litowsk|Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk]] Ende 1917/Anfang 1918. Als Chef des Generalstabs an der [[Ostfront (Erster Weltkrieg)|Ostfront]] war er der Initiator und Gastgeber der Friedenskonferenz. Obwohl mit keiner Verhandlungsvollmacht ausgestattet, konnte er großen Einfluss auf das Geschehen nehmen. Am 26. Dezember 1917 erklärte er dem russischen Delegationsleiter [[Adolf Abramowitsch Joffe|Joffé]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|es seien keine gewaltsamen Annexionen, wenn die Mittelmächte das Schicksal von [[Polen]], [[Litauen]] und [[Kurland]] unter Ausschluss des russischen Staates im Einvernehmen mit den zuständigen politischen Vertretungen dieser Gebiete, die ihren Austritt aus dem russischen Staatsverbande bereits erklärt hätten, bestimmten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfdieter Bihl]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreich-Ungarn und die Friedensschlüsse von Brest-Litovsk.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien/Köln/Graz 1970, ISBN 3-205-08577-9, S.&amp;amp;nbsp;47.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Vielmehr wollte er durch Zerstückelung des westlichen Russlands eine deutsche Einflusssphäre in Osteuropa gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg der versäumten Gelegenheiten.&amp;#039;&amp;#039; München 1923, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;205.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese „fragwürdige Überdehnung“ des „[[Selbstbestimmungsrecht der Völker|Selbstbestimmungsrechts der Völker]]“ wollte Hoffmann als „Mittel der Loslösung der Völker von Russland“ verstanden wissen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gunther Mai: &amp;#039;&amp;#039;Das Ende des Kaiserreichs. Politik und Kriegführung im Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1997, ISBN 3-423-04510-8, S.&amp;amp;nbsp;138.&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon Ende Mai 1917 hatte er ganz im Sinne der „Frisierpolitik“ von Reichskanzler [[Theobald von Bethmann Hollweg|Bethmann Hollweg]] (indirekte Beherrschung zur Vermeidung offener Annexionen) bei Hindenburg angeregt, offiziell auf Annexionen zu verzichten, aber die Gestaltung der von Russland aus seinem Staatsverband zu entlassenden Gebiete durch Deutschland zu regeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fritz Fischer (Historiker)|Fritz Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7700-0902-9, S.&amp;amp;nbsp;396.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sven Oliver Müller: &amp;#039;&amp;#039;Die Nation als Waffe und Vorstellung. Nationalismus in Deutschland und Grossbritannien im Ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band 158). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2002, ISBN 3-525-35139-9, S.&amp;amp;nbsp;201.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Verhandlungen wegen der deutschen Forderungen stockten und [[Ottokar Czernin]] mit einem Sonderfrieden [[Österreich-Ungarn]]s drohte, antwortete Hoffmann, er fände die „Idee glänzend“, da er dadurch 25 Divisionen aus der österreichischen Front herausziehen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7700-0902-9, S.&amp;amp;nbsp;431.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Max Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg der versäumten Gelegenheiten.&amp;#039;&amp;#039; München 1923, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;202.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Max Hoffmann Rede.JPG|mini|Hoffmann bei seiner „Faustschlag“-Rede in Brest, gezeichnet von [[Felix Schwormstädt]]]]&lt;br /&gt;
Am 12. Januar 1918 hielt Hoffmann, nach Czernins Eindruck wohl auf Befehl der OHL, in Brest „eine äußerst scharfe Rede, in welcher er den Machtstandpunkt der ‚siegreichen deutschen Armee‘ in die Welt schrie und erklärte, eine Räumung der besetzten Gebiete sei für immer ausgeschlossen“ (Bericht Czernins an Kaiser Karl&amp;amp;nbsp;I.).&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfdieter Bihl: &amp;#039;&amp;#039;Österreich-Ungarn und die Friedensschlüsse von Brest-Litovsk.&amp;#039;&amp;#039; Böhlau, Wien/Köln/Graz 1970, ISBN 3-205-08577-9, S.&amp;amp;nbsp;58.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Miklós Komjáthy: &amp;#039;&amp;#039;Die Friedensverhandlungen von Brest-Litovsk.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichisches Staatsarchiv#Veröffentlichungen|Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs]]&amp;#039;&amp;#039; 41 (1990), S.&amp;amp;nbsp;264–318, hier: S.&amp;amp;nbsp;269.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er erklärte, „das siegreiche deutsche Heer steht in Ihrem Gebiet“, die OHL verbiete jegliche Einmischung in die Angelegenheiten der besetzten Territorien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ullrich&amp;quot;&amp;gt;[[Volker Ullrich (Historiker)|Volker Ullrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die nervöse Großmacht. Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs 1871–1918.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-596-11694-5, S.&amp;amp;nbsp;541.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Auftreten wurde in Deutschland bald berühmt als (verbaler) „Faustschlag“ oder wurde als „auf den Tisch schlagen“ auf direkten Befehl Ludendorffs bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gottfried Niedhart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Gustav Mayer (Historiker)|Gustav Mayer]]. Als deutsch-jüdischer Historiker in Krieg und Revolution, 1914–1920. Tagebücher, Aufzeichnungen, Briefe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, München 2009, ISBN 978-3-486-59155-2, S.&amp;amp;nbsp;173.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Werner Hahlweg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Diktatfrieden von Brest-Litowsk 1918 und die bolschewistische Weltrevolution.&amp;#039;&amp;#039; Aschendorff, Münster 1960, S.&amp;amp;nbsp;37.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gunther Mai: &amp;#039;&amp;#039;Das Ende des Kaiserreichs. Politik und Kriegführung im Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 1997, ISBN 3-423-04510-8, S.&amp;amp;nbsp;135.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Ernst Rudolf Huber]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Weltkrieg, Revolution und Reichserneuerung 1914–1919.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-001055-7, S.&amp;amp;nbsp;125.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Hoffmann selbst hat die Wirkung, die von seiner Rede ausging, nie ganz verstanden.“ Er habe nach eigener Aussage auch nicht mit der Faust auf den Tisch geschlagen, sondern Trotzki nur auf Widersprüche in seiner Haltung hingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Ribhegge: &amp;#039;&amp;#039;Frieden für Europa. Die Politik der deutschen Reichstagsmehrheit 1917/18.&amp;#039;&amp;#039; Reimar Hobbing, Essen 1988, ISBN 3-920460-44-8, S.&amp;amp;nbsp;284.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Karl Friedrich Nowak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Aufzeichnungen des Generalmajors Max Hoffmann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1929, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;320.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte in Brest zwar mehr Augenmaß und politisches Verständnis als Ludendorff gezeigt, dennoch wurde seine harte Verhandlungsführung sprichwörtlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Afflerbach&amp;quot;&amp;gt;[[Holger Afflerbach]]: &amp;#039;&amp;#039;Hoffmann, Max.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Hirschfeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Erster Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2003, ISBN 3-506-73913-1, S.&amp;amp;nbsp;562.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die „auftrumpfende Sprache des Siegers“, die „Gewaltpolitik der Mittelmächte“ im Gegensatz zu ihren „Lippenbekenntnissen zum Frieden“ lieferte den Bolschewiki schließlich willkommenes Propagandamaterial und hatte direkte Auswirkungen auf den [[Januarstreik]] in Deutschland bzw. den [[Jännerstreik]] in Österreich-Ungarn.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ullrich&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Kriegsziele und Entmachtung ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Max Hoffmann.jpg|miniatur|Porträt Hoffmanns gemalt 1915 von [[Oskar Brüch]]]]&lt;br /&gt;
Auch weitergehende [[Kriegsziele im Ersten Weltkrieg#Deutsches Reich|Kriegsziele]] Ludendorffs – Hoffmann bezeichnete die [[Krim]] bereits als „deutsche Riviera“ – unterstützte er: Die Krim sollte ein permanent besetzter Kolonialstaat mit deutscher Besiedlung werden, als Flottenstützpunkt wichtig für den deutschen Einfluss im [[Kaukasus]] und im [[Mittlerer Osten|Mittleren Osten]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Winfried Baumgart]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ostpolitik 1918. Von Brest-Litowsk bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, Wien/München 1966, S.&amp;amp;nbsp;153.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oleh S. Fedyshyn: &amp;#039;&amp;#039;Germany’s Drive to the East and the Ukrainian Revolution 1917–1918.&amp;#039;&amp;#039; New Brunswick/New Jersey 1971, ISBN 0-8135-0677-8, S.&amp;amp;nbsp;258.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martin Kitchen: &amp;#039;&amp;#039;The Silent Dictatorship. The politics of the German High Command under Hindenburg and Ludendorff, 1916–1918.&amp;#039;&amp;#039; Croom Helm, London 1976, ISBN 0-85664-301-7, S.&amp;amp;nbsp;241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch gehörte Hoffmann zu den wenigen deutschen Generälen, die gemäßigte Kriegsziele, vor allem in Bezug auf [[Belgien]] und den „polnischen Grenzstreifen“, vertraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Baumgart (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Zeitalter des Imperialismus und des Ersten Weltkrieges (1871–1918)&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;Quellenkunde zur deutschen Geschichte der Neuzeit von 1500 bis zur Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Teil 2). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1982, ISBN 3-534-07633-8, S.&amp;amp;nbsp;53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Annexion von großen Gebieten des russischen Polens („polnischer Grenzstreifen“) durch das Deutsche Reich lehnte Hoffmann, im Gegensatz zur OHL, entschieden ab:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Einen breiten Grenzstreifen mit beinah zwei Millionen Polen an Deutschland anzugliedern, wie es die Oberste Heeresleitung verlangte, daraus konnten nach meines Erachtens nur Nachteile für das Reich erwachsen. Für noch schlimmer hielt ich die sogenannte ‚germano-polnische Lösung‘.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg der versäumten Gelegenheiten.&amp;#039;&amp;#039; München 1923, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;204.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Winfried Baumgart, [[Konrad Repgen]]: &amp;#039;&amp;#039;Brest-Litovsk.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1969, S.&amp;amp;nbsp;28.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Januar 1918 gelang es Hoffmann, die Zustimmung Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelms]], der ihn für den größten Fachmann in Ostfragen hielt,&amp;lt;ref&amp;gt;Lamar Cecil: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm II.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Emperor and exile, 1900–1941.&amp;#039;&amp;#039; UNC Press Books, Chapel Hill 1996, ISBN 0-8078-2283-3, S.&amp;amp;nbsp;265.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu einem stark reduzierten „polnischen Grenzstreifen“ zu erhalten, bei dem der Zuwachs an polnischer Bevölkerung nur etwa 100.000 betragen hätte. Aber im [[Preußisches Staatsministerium|Kronrat]] musste der Kaiser am 2. Januar 1918 wieder einmal vor der OHL zurückweichen und den Vorschlag zurückziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfdieter Bihl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Quellen zur Geschichte des Ersten Weltkrieges.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 1991, ISBN 3-534-08570-1, S.&amp;amp;nbsp;338f. (Dok. Nr.&amp;amp;nbsp;169).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Martin Kitchen: &amp;#039;&amp;#039;The Silent Dictatorship. The politics of the German High Command under Hindenburg and Ludendorff, 1916–1918.&amp;#039;&amp;#039; Croom Helm, London 1976, ISBN 0-85664-301-7, S.&amp;amp;nbsp;167.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dies führte zum endgültigen Bruch zwischen Hoffmann und Ludendorff, der, zusammen mit Hindenburg, unter Rücktrittsdrohung am 4. Januar vergeblich die Abberufung Hoffmanns forderte.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kitchen: &amp;#039;&amp;#039;The Silent Dictatorship. The politics of the German High Command under Hindenburg and Ludendorff, 1916–1918.&amp;#039;&amp;#039; Croom Helm, London 1976, ISBN 0-85664-301-7, S.&amp;amp;nbsp;167f.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Max Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg der versäumten Gelegenheiten.&amp;#039;&amp;#039; München 1923, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;206.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludendorff initiierte daraufhin eine rufschädigende Pressekampagne gegen Hoffmann, die ihm Schwäche vorhielt. Er sei ein „Agent [[Richard von Kühlmann|Kühlmanns]]“ und seine Frau eine Liberale mit Verbindungen zu „jüdischen Kreisen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Kitchen: &amp;#039;&amp;#039;The Silent Dictatorship. The politics of the German High Command under Hindenburg and Ludendorff, 1916–1918.&amp;#039;&amp;#039; Croom Helm, London 1976, ISBN 0-85664-301-7, S.&amp;amp;nbsp;168.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walter Rauscher: &amp;#039;&amp;#039;Hindenburg. Feldmarschall und Reichspräsident.&amp;#039;&amp;#039; Ueberreuter, Wien 1997, ISBN 3-8000-3657-6, S.&amp;amp;nbsp;146.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaiser gab unter dem Druck der Öffentlichkeit nach und Hoffmann wurde für die weiteren Kriegsereignisse an der Ostfront politisch weitgehend kaltgestellt. Die Eroberung der in Brest geforderten Gebiete in der [[Operation Faustschlag]] ab dem 18. Februar 1918 war dann für Hoffmann nur mehr eine militärische „Spazierfahrt“ mit der Eisenbahn und dem Auto.&amp;lt;ref&amp;gt;Fritz Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1984, ISBN 3-7700-0902-9, S.&amp;amp;nbsp;443.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Helmut Wolfgang Kahn: &amp;#039;&amp;#039;Die Deutschen und die Russen. Geschichte ihrer Beziehungen vom Mittelalter bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Pahl-Rugenstein, Köln 1984, ISBN 3-7609-0858-6, S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dafür nötigen Truppen gingen laut Hoffmann bei der [[Deutsche Frühjahrsoffensive 1918|Deutschen Frühjahrsoffensive 1918]] an der Westfront nicht ab, weil diese dort gegen die Machtmittel der Westmächte ohnehin nicht mehr offensiv einsetzbar gewesen wären.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philipp Scheidemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Memoiren eines Sozialdemokraten.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Severus Verlag, Hamburg 2010, ISBN 978-3-942382-54-0, S.&amp;amp;nbsp;177.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem [[Waffenstillstand von Compiègne (1918)|Waffenstillstand Ende 1918]] sorgte Hoffmann noch für die Rückführung des deutschen Ostheeres.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Afflerbach&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hoffmannplan ===&lt;br /&gt;
Max Hoffmann war der geistige Urheber des 1922 erstmals formulierten „Hoffmannplans“. Zusammen mit dem Industriellen [[Arnold Rechberg]] plante er einen antisowjetischen Feldzug. Deutschland sollte gemeinsam mit [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Großbritannien]] und [[Frankreich]] in [[Sowjetrussland]] intervenieren. Man müsse durch „gemeinsame militärische Intervention die Sowjetregierung stürzen, an deren Stelle eine verfassungsmäßige russische Regierung setzen und Russland wirtschaftlich wiederherstellen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Friedrich Nowak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Aufzeichnungen des Generalmajors Max Hoffmann.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1929, Band 2, S.&amp;amp;nbsp;366.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Lew Alexandrowitsch Besymenski|Lev Bezymenskiĭ]]: &amp;#039;&amp;#039;Sonderakte „Barbarossa“. Dokumente, Darstellung, Deutung.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek 1973, ISBN 3-499-16838-3, S.&amp;amp;nbsp;15f.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Gerhard Kade]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedrohungslüge. Zur Legende von der „Gefahr aus dem Osten“.&amp;#039;&amp;#039; Pahl-Rugenstein, Köln 1980, ISBN 3-7609-0428-9, S.&amp;amp;nbsp;99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 und 1927 fanden in [[London]] unter der Federführung des niederländischen Industriellen [[Henri Deterding]] diesbezüglich Besprechungen statt, bei denen der Plan und dessen Umsetzung heftig diskutiert wurden. Henri Detering unterstützte die mögliche Ausführung durch Geldzuweisungen an Max Hoffmann.&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Russia’s road from peace to war. Soviet foreign relations, 1917–1941.&amp;#039;&amp;#039; Harper &amp;amp; Row, New York 1969, S.&amp;amp;nbsp;168.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Führung der [[Reichswehr]] fanden Hoffmanns Pläne allerdings keinen Widerhall; man setzte damals vielmehr auf [[Reichswehr#Heimliche Rüstungskooperation mit der Sowjetunion|Kooperation mit der Sowjetunion im militärischen Bereich]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rolf-Dieter Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;An der Seite der Wehrmacht. Hitlers ausländische Helfer beim „Kreuzzug gegen den Bolschewismus“ 1941–1945.&amp;#039;&amp;#039; Links, Berlin 2007, ISBN 978-3-86153-448-8, S.&amp;amp;nbsp;204f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über das Ziel des Feldzuges schrieb er, am Ende seines 1925 erschienenen Buches &amp;#039;&amp;#039;An Allen Enden Moskau&amp;#039;&amp;#039;, über das „Schlussergebnis“ seiner Betrachtungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Je mehr sich die europäischen Großmächte in von Moskau entfachte, niemals wirklich endende [[Kolonialkrieg]]e engagieren und sich darin erschöpfen, anstatt auf die Zentrale – auf Moskau – zu marschieren, umso mehr tun sie, was die Moskauer Sowjetregierung will. Je weiter die europäische Erschöpfung fortschreitet, weil die europäische Militärgewalt in Kolonialkriege verzettelt und aufgerieben wird, weil gleichzeitig durch diese Kolonialkriege die Märkte in Asien und Afrika schwinden und weil infolgedessen die wirtschaftliche Not in Europa steigt, um so schwieriger wird allmählich der wirklich entscheidende Feldzug auf Moskau. Wird dagegen die Zentrale in Moskau rechtzeitig zerschlagen, dann werden die Erhebungen der Kolonialvölker gegen die Europäer, der zentralen Leitung entbehrend, in sich zusammenbrechen. Außerdem wird der Bolschewismus jedes Prestige unter Asiaten und Afrikanern verlieren, sobald sich Europa zu dem Entschluß aufrafft, die Hochburg der asiatischen Herrscher, Moskau, zu nehmen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;General Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;An Allen Enden Moskau. Das Problem des Bolschewismus in seinen jüngsten Auswirkungen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1925, S. 76 f. [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11128293?page=5 Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er-Jahren waren Hoffmann und Rechberg in eine Affäre um Fälschungen russischer [[Tscherwonez]]-Geldscheine verwickelt, mit denen man die [[Sowjetischer Rubel|sowjetische Währung]] untergraben wollte. Rechberg wurde 1930 allerdings freigesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Dornheim]]: &amp;#039;&amp;#039;Röhms Mann fürs Ausland. Politik und Ermordung des SA-Agenten Georg Bell.&amp;#039;&amp;#039; Lit, Münster 1998, ISBN 3-8258-3596-0, S.&amp;amp;nbsp;35, 44 und 222.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Die Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1970, S.&amp;amp;nbsp;187.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Johanna Lutteroth: [https://www.spiegel.de/geschichte/legendaere-falschgeld-affaere-der-schein-des-anstosses-a-947488.html &amp;#039;&amp;#039;Legendäre Falschgeld-Affäre: Der Schein des Anstoßes.&amp;#039;&amp;#039;] Der Spiegel vom 17. Februar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weimarer Republik ===&lt;br /&gt;
1919 bis 1927 lebte Hoffmann in Berlin und war mit der Malerin Corinna-Irena Hoffmann verheiratet. In seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg der versäumten Gelegenheiten&amp;#039;&amp;#039; rechnete er mit Falkenhayn und Ludendorff ab, Hindenburg schilderte er als unfähig. Vor allem betonte er seinen eigenen Anteil an Tannenberg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Afflerbach&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Invalidenfriedhof, Grabmal Max Hoffmann.jpg|mini|Grabmal auf dem Invalidenfriedhof in Berlin]]&lt;br /&gt;
Hoffmann starb unerwartet am 8. Juli 1927 an einem [[Schlaganfall]] bei einem Kuraufenthalt in Bad Reichenhall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|aze|10|07|1927|5|General Hoffmann}} [[Arbeiter-Zeitung]] vom 10. Juli 1927, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sein Leichnam wurde 1927 auf dem [[Invalidenfriedhof#Grabmal Max Hoffmann|Invalidenfriedhof]] in Berlin beigesetzt. Dieser wurde nach dem [[Berliner Mauer|Mauerbau 1961]] zu über 90 Prozent zerstört. Zu den wenigen sachgemäß versetzten Grabmalen gehörte das von Max Hoffmann. Sein Grabmal wurde von Grabfeld E in Grabfeld C verlegt. Der Erwerber der Grabstätte, Hoffmanns Freund [[Arnold Rechberg]], hatte für ein bis zum Jahr 2100 andauerndes Liegerecht bezahlt, dies auch mit der dann durch die politischen Ereignisse nach 1945 verhinderten Absicht, dort sich selbst beisetzen zu lassen. Das Grabmal, mit einer schon 1906 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;La Résignation humaine&amp;#039;&amp;#039; ausgestellten und 1927 von H. Noack in Berlin gegossenen Bronzefigur von Arnold Rechberg geschmückt, konnte 2002 durch den Förderverein Invalidenfriedhof und das [[Landesdenkmalamt Berlin]], die ein Gutachten zur Feststellung der historischen Situation bei dem Berliner [[Sepulkralkultur|Sepulkral]]&amp;amp;shy;forscher [[Jörg Kuhn]] in Auftrag gegeben hatten, wieder über der an historischer Stelle erhaltenen Gruft aufgestellt werden. Auf der 2002 erneuerten Rückseite des die Plastik tragenden Muschelkalksteinblocks stehen als [[Epitaph]] drei Schlachten: [[Schlacht bei Tannenberg (1914)|Schlacht bei Tannenberg]], [[Schlacht an den Masurischen Seen]], [[Winterschlacht in Masuren|Winterschlacht von Lyck und Augustów]], darunter drei Orte: [[Stochid|Stochod]], [[Solotschiw|Zlozcow]], (Orte, an denen 1916 die [[Brussilow-Offensive]] zum Stehen gebracht wurde) und [[Riga]] (Eroberung im September 1917). Auf der rechten Seite findet sich die Inschrift mit einem Vers aus der [[1. Buch der Chronik]]: „und ich habe Dir einen Namen gemacht wie die Großen auf Erden Namen haben“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[1. Buch der Chronik]] [https://www.bibleserver.com/EU/1.Chronik17%2C8 1.Chronik 17.8.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde zum Ehrenbürger der Stadt Homberg an der Efze ernannt, ein Porträt Hoffmanns von Corinna-Irena Hoffmann erinnert im Rathaus an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg der versäumten Gelegenheiten.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, München 1923.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;An allen Enden Moskau. Das Problem des Bolschewismus in seinen jüngsten Auswirkungen.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1925 ([https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11128293?page=5 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Tannenberg wie es wirklich war.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1926.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Aufzeichnungen des Generalmajors Max Hoffmann.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Karl Friedrich Nowak]]. Verlag für Kulturpolitik, Berlin 1929 (alle veröffentlichten Schriften sowie posthume Veröffentlichung seines Tagebuchs und seiner Feldnotizen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|9|401|402|Hoffmann, Max|Thilo Vogelsang|124376355}}&lt;br /&gt;
* [[Vejas Gabriel Liulevicius]]: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsland im Osten. Eroberung, Kolonisierung und Militärherrschaft im Ersten Weltkrieg 1914–1918.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen übersetzt von Jürgen Bauer. Hamburger Edition, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-81-6.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang J. Mommsen]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Urkatastrophe Deutschlands. Der Erste Weltkrieg 1914–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der deutschen Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Band 17). 10. Auflage, Klett-Cotta, Stuttgart 2002, ISBN 3-608-60017-5 (enthält Quellen- und Forschungsüberblick).&lt;br /&gt;
* [[John Zimmermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Generalmajor Max Hoffmann.&amp;#039;&amp;#039; In: Lukas Grawe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die militärische Elite des Kaiserreichs. 24 Lebensläufe.&amp;#039;&amp;#039; wbg Theiss, Darmstadt 2020, ISBN 978-3-8062-4018-4, S. 152–162.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/008028}}&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/df253d88-e22a-49a0-a332-a2345e27477c/ Nachlass Bundesarchiv N 37]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124376355|LCCN=nb2003032763|VIAF=62479621}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hoffmann, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalmajor (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Militärattaché]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Preußischen Kriegsakademie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritter des Ordens Pour le Mérite mit Eichenlaub]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommandeur II. Klasse des Militär-St.-Heinrichs-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Nordhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Schwalm-Eder-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Homberg/Efze)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1927]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hoffmann, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hoffmann, Carl Adolf Maximilian (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher General&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=25. Januar 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Homberg (Efze)|Homberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Juli 1927&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Reichenhall]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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