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	<title>Max Frauendorfer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:40:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Frauendorfer&amp;diff=1681394&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: Normdaten ergänzt</title>
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		<updated>2025-01-04T10:52:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Normdaten ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. Juni]] [[1909]] in [[München]]; † [[25. Juli]] [[1989]] in [[Tutzing]]) war ein deutscher Jurist, [[SS-Obersturmbannführer]], Reichsschulungsleiter im [[Amt Rosenberg]] sowie Präsident des Hauptamtes Arbeit im [[Generalgouvernement]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Frauendorfer, Sohn eines Rechtsanwaltes, schloss seine Schullaufbahn am humanistischen [[Ludwigsgymnasium (München)|Ludwigsgymnasium München]] 1928 mit dem [[Abitur]] ab. Danach absolvierte er an den [[Universität]]en [[Universität München|München]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Universität Erlangen|Erlangen]] ein Studium der [[Nationalökonomie]], [[Zeitungswissenschaft|Zeitungs-]] sowie [[Rechtswissenschaft]]en, welches er im Oktober 1931 abschloss.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer677f&amp;quot;&amp;gt;[[Thomas Schlemmer]]: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 677f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach war er als Rechtsreferendar am Amtsgericht München tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diensttagebuch948&amp;quot;&amp;gt;Werner Präg / Wolfgang Jacobmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Diensttagebuch des deutschen Generalgouverneurs in Polen 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 1975, S. 948&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfang 1933 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er mit seiner [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;„Notwehr gegen Vollstreckungsbeamte“&amp;#039;&amp;#039; zum [[Doktor der Rechtswissenschaften|Dr.&amp;amp;nbsp;jur.]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer677f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Frauendorfer trat zum 1. Mai 1928 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 85.562)&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/9460468&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr der [[Schutzstaffel|SS]] bei (SS-Nummer 1.281).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee162&amp;quot;&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 2007, S. 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zeitgleich wurde er Mitglied im [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund]] (NSDStB). Bereits 1929 war er ehrenamtlich in der wirtschaftspolitischen Abteilung der Reichsleitung der NSDAP tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer677f&amp;quot; /&amp;gt; Frauendorfer war Anfang der 1930er Jahre Geschäftsführer unter dem Leiter der Nachrichtenabteilung [[Karl Leon Du Moulin-Eckart]] in der [[Oberste SA-Führung|Obersten SA-Führung]] (OSAF).&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Rösch: &amp;#039;&amp;#039;Die Münchner NSDAP 1925–1933. Eine Untersuchung zur inneren Struktur der NSDAP in der Weimarer Republik&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2002, S. 253&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem fungierte er als [[Reichsredner|Gauredner]] in München und arbeitete ehrenamtlich als Schriftleiter beim &amp;#039;&amp;#039;[[Illustrierter Beobachter]]&amp;#039;&amp;#039;. [[Heinrich Himmler]], der auf Frauendorfer aufmerksam wurde, nahm den jungen Offizier im Frühjahr 1932 z.&amp;amp;nbsp;b.&amp;amp;nbsp;V. in den Stab [[Reichsführer SS]] auf, wo er bis Mitte der 1930er Jahre eingesetzt war. Von Mitte März 1933 bis Mitte Mai 1933 war Frauendorfer schließlich [[Adjutant]] des Münchner [[Polizeipräsident]]en Heinrich Himmler.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer677f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der NSDAP wurde er im November 1931 Referent für Innenpolitik („Referat Ständischer Aufbau“) in der Reichsleitung und leitete ab Juni 1933 das Amt für [[Ständegesellschaft|ständischen]] Aufbau der [[Deutsche Arbeitsfront|Deutschen Arbeitsfront]] (DAF).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee162&amp;quot; /&amp;gt; In der DAF war er ab Mai 1934 zudem stellvertretender Leiter im Organisationsamt und ab Ende 1934 Leiter im Schulungsamt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer677f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September 1934 folgte Frauendorfer, nun Hauptamtsleiter, zudem auf Betreiben von [[Robert Ley]] als Reichsschulungsleiter im [[Amt Rosenberg]] [[Otto Gohdes]] nach. Im &amp;#039;&amp;#039;Amt Schulung&amp;#039;&amp;#039; umfassten Frauendorfers Aufgaben:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer680f&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 680f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schulung der [[Politischer Leiter|Politischen Leiter]]&lt;br /&gt;
* Zuständigkeit für die Parteischulen&lt;br /&gt;
* Herausgabe der „Schulungsbriefe“ von DAF und NSDAP&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Vorgesetzter, der Parteiideologe [[Alfred Rosenberg]], erfuhr erst aus der Zeitung von dem Personalwechsel im Amt Schulung. Frauendorfer selbst wurde später durch Ley mitgeteilt, dass der Grund für Gohdes Ablösung in dessen Verbundenheit zu Rosenberg liege.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bollmus121f.&amp;quot;&amp;gt;Reinhard Bollmus: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt Rosenberg und seine Gegner&amp;#039;&amp;#039;. S. 85&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauendorfer der im Verlauf seiner Tätigkeit als Schulungsleiter im Amt Rosenberg zunehmend zwischen die Fronten der innerparteilichen Gegner Ley und Rosenberg geriet, musste schließlich Mitte Mai 1936 seine Funktion als Reichsschulungsleiter im Amt Rosenberg aufgeben. Sein Nachfolger wurde [[Friedrich Schmidt (Politiker, 1902)|Friedrich Schmidt]]. Im selben Monat endete auch sein Dienstverhältnis mit der DAF. Bereits im Februar 1936 war auch seine Beschäftigung im „Amt für ständischen Aufbau“ abgeschlossen, da der [[Ständegesellschaft|Ständegedanke]] innerhalb der Partei zunehmend an Bedeutung verlor und das Amt daher aufgelöst wurde. Diese Ereignisse schadeten der Frauendorfers Karriere jedoch nicht, da er nun durch [[Hans Frank]] im parteieigenen Reichsrechtsamt weiterhin als Reichshauptamtsleiter tätig werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer684f&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 684f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;„Deutsche Verwaltung“&amp;#039;&amp;#039;, einer Publikation des [[Nationalsozialistischer Rechtswahrerbund|Nationalsozialistischen Rechtswahrerbundes]] (NSRB), fungierte er nun als Hauptschriftleiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klee162&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Dienst für vier Monate beurlaubt, konnte Frauendorfer unter Anrechnung von Dienstzeiten sein zweites Staatsexamen als Jurist im Mai 1938 ablegen und war anschließend als Rechtsanwaltsanwärter tätig. Im Schwerpunkt beschäftigte er sich dabei mit Lohn- und Arbeitspolitik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer684f&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Frauendorfer gemeinsam mit Staatssekretär [[Johannes Krohn]] ins [[Generalgouvernement]] versetzt. Dort sollten Krohn und Frauendorfer die Sozialverwaltung aufbauen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Diensttagebuch948&amp;quot; /&amp;gt; Durch den [[Generalgouverneur]] Hans Frank wurde Frauendorfer als Nachfolger Krohns am 18. November 1939 als Leiter des Hauptamtes Arbeit im Generalgouvernement eingesetzt, wo er im Wesentlichen für die Koordination der Registrierung, Zwangsrekrutierung und den Arbeitseinsatz von polnischen und jüdischen Arbeitskräften zuständig war. Die Zentrale des Hauptamtes Arbeit mit sieben angegliederten Abteilungen war in [[Krakau]] angesiedelt. Insgesamt waren in dieser Arbeitsbehörde, der neben 75 Zweigstellen auch 20 Arbeitsämter im Generalgouvernement angegliedert waren, 4.300 Angestellte beschäftigt, darunter 700 deutsche Staatsbürger. Frauendorfer setzte zunächst auf die Anwerbung von „freiwilligen“ Arbeitskräften aus dem Generalgouvernement und lehnte diesbezügliche Zwangsmaßnahmen ab. Da sich aber nicht ausreichend polnische Freiwillige für den Arbeitseinsatz im Deutschen Reich meldeten, wurden ab Frühjahr 1940 die polnischen Gemeinden verpflichtet, ein bestimmtes Kontingent von Arbeitskräften für den Arbeitseinsatz ins [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutsche Reich]] abzustellen. Da Frauendorfer die beamtenrechtlichen Voraussetzungen für den Titel [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] nicht erfüllte, wurde er Ende September 1941 zum „Reichstreuhänder für Arbeit“ und ein Jahr später zum Präsidenten des Hauptamtes Arbeit im Generalgouvernement ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer689ff&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 689ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauendorfer, dem spätestens seit Mitte Dezember 1941 die „[[Endlösung der Judenfrage|Endlösungs]]“-Pläne bekannt waren, präferierte die Ausnutzung der Arbeitskraft polnischer Juden und geriet darüber in Konflikt mit den „Endlösungsfanatikern“ des [[Reichssicherheitshauptamt]]es. Die Zuständigkeit für den Arbeitseinsatz der jüdischen Bevölkerung wurde schließlich im Juni 1942 wieder den SS- und Polizeibehörden des [[SS- und Polizeiführer|Höheren SS- und Polizeiführer]] (HSSPF Ost) im Generalgouvernement [[Friedrich-Wilhelm Krüger]] unterstellt. Frauendorfer vereinbarte mit [[Heinrich Himmler]] im Oktober 1942 ein ehrenvolles Ausscheiden aus dem Amt Arbeit und die Versetzung zur [[Waffen-SS]] nach einem Erholungsurlaub. Kurze Zeit darauf versuchte [[Fritz Sauckel]] Frauendorfer als persönlichen Beauftragten für die Niederlande abzuwerben, was Himmler jedoch mit Hinweis auf einen möglichen Ausschluss Frauendorfers aus der SS, sollte dieser Sauckels Angebot annehmen, ablehnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer696ff&amp;quot;&amp;gt;Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 696ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Frauendorfer neben seinem Gehalt als Leiter der Arbeitsverwaltung im Generalgouvernement trotz Verbot zeitweise Bezüge als Vorstandsvorsitzender einer Aktiengesellschaft bezog, wurden nach Intervention von Krüger bei der SS-Gerichtsbarkeit Ermittlungen gegen Frauendorfer angestrengt, die jedoch nicht zu wesentlichen Ergebnissen führten. Das Verfahren wurde durch Himmler noch im März 1945 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer696ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 1942 wurde Frauendorfer von seinem Posten als Präsident des Hauptamtes Arbeit durch Frank beurlaubt. Nach einem krankheitsbedingten Klinikaufenthalt erfolgte im Februar 1943 die durch ihn betriebene Einberufung zur [[Wehrmacht]] und nicht wie geplant zur Waffen-SS, wo er bei einer [[Flugabwehrkanone|Flakbatterie]] in [[Landsberg am Lech]] seinen Militärdienst ableistete. Seine Entlassung aus der Wehrmacht erfolgte am 26. April 1945.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schlemmer696ff&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dem Widerstands-Zirkel um den SS-Gruppenführer [[Arthur Nebe]] hatte Frauendorfer, der sich vom [[Nationalsozialismus]] zunehmend distanzierte, lose Verbindungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3893505490|Seite=474}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ulrich von Hassell]] schrieb im Dezember 1942 folgendes in sein Tagebuch:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
|Text=Frauendorfer, SS-Mann und Inhaber des [[Goldenes Parteiabzeichen|goldenen Abzeichens]], war im übrigen höchst beeindruckend durch seine unbegrenzte Verzweiflung über das, was er stündlich und täglich in Polen erlebt, und was so furchtbar ist, daß er es nicht mehr aushält und sich als einfacher Soldat an die Front [melden] will. Dauernde unaussprechliche Judenmorde in großen Gebinden. SS-Leute fahren mit Maschinenpistolen nach der Stunde, die als Aufhören der Ausgehfreiheit festgesetzt ist, durchs Ghetto und schießen auf alles, was sich zeigt, zum Beispiel spielende Kinder, die sich unglücklicherweise etwas länger auf der Straße befinden.&lt;br /&gt;
|Autor=Ulrich von Hassell&lt;br /&gt;
|Quelle=Tagebucheintrag vom 20. Dezember 1942&lt;br /&gt;
|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich von Hassell: &amp;#039;&amp;#039;Die Hassell-Tagebücher 1938–1944. Aufzeichnungen vom andern Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Hg. [[Friedrich Hiller von Gaertringen]], Siedler, Berlin 1988, ISBN 3-88680-017-2, S. 340 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende tauchte Frauendorfer inkognito alias &amp;lt;!-- sic! --&amp;gt;„Dr.&amp;amp;nbsp;Schreiter“ mit seiner Ehefrau im [[Allgäu]] und in München unter. Über Mittelsmänner ließ er im Oktober 1950 bei den amerikanischen Behörden in der [[Bundesrepublik Deutschland]] vorfühlen, ob er noch eine Auslieferung nach [[Polen]] zu fürchten hätte. Nachdem dies von amerikanischer Seite verneint wurde, führte Frauendorfer wieder seinen echten Namen. Er unterzog sich einem [[Spruchkammerverfahren]], bei dem er neben [[Persilschein]]en auch die Tagebuchaufzeichnungen von Hassels anführte. Dennoch wurde Frauendorfer im Januar 1951 als Hauptbelasteter eingestuft, daher erhielt er eine Geldstrafe, den Verlust seiner Altersbezüge und das Verbot der Ausübung eines öffentlichen Amtes. Nach einer [[Revision (Recht)|Revision]] wurde das Verfahren eingestellt und die zuvor verhängte Strafe aufgehoben. Anschließend nahm er seine Berufstätigkeit wieder auf und wurde leitender Angestellter der [[Allianz SE|Allianz-Versicherung]], wo er zuletzt die Position eines Direktors für den Bereich Industrie innehatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 701ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Beitritt zur [[Christlich-Soziale Union|CSU]] erfolgte am 13. Dezember 1956. Dort stieg er bald zum zweiten Schatzmeister der Partei auf und war Kandidat der CSU für die [[Landtagswahl in Bayern 1958|Bayrische Landtagswahl im November 1958]]. Aufgrund von Kritik an Frauendorfers NS-Vergangenheit innerhalb und außerhalb der CSU scheiterte jedoch seine Kandidatur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45142006|Titel=Milde Gaben|Jahr=1963|Nr=1|Seiten=41}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus demselben Grund scheiterte Anfang 1963 auch sein geplanter Einzug in den [[Deutscher Bundestag|Bundestag]] als Nachrücker für den Abgeordneten [[Gerhard Wacher]]. Der CSU-Parteivorsitzende [[Franz Josef Strauß]] protegierte Frauendorfer, Kritik an dem geplanten Einzug Frauendorfers in den Bundestag kam unter anderem von dem Landwirtschaftsminister [[Alois Hundhammer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=45142326|Titel=Der SPIEGEL berichtete …|Jahr=1963|Nr=6|Seiten=86}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto v. Loewenstern: [https://www.zeit.de/1963/25/max-frauendorfers-tarnkuenste &amp;#039;&amp;#039;Max Frauendorfers Tarnkünste – Zeitgeschichtliche Studien der CSU – Forderung nach Generalamnestie München&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 25/1963&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgte noch ein 1963 eröffnetes und später eingestelltes Ermittlungsverfahren bezüglich seiner Tätigkeiten zur [[Zeit des Nationalsozialismus]]. Zudem wurden in einem Verfahren etwaige Rentenanwartschaften aus seiner Tätigkeit im Generalgouvernement nicht anerkannt. Frauendorfer starb Ende Juli 1989 zurückgezogen in Tutzing.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. München 2000, S. 717.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;silver&amp;quot;&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Frauendorfers SS-Ränge&lt;br /&gt;
|- bgcolor=&amp;quot;silver&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Datum&lt;br /&gt;
!Rang&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|März 1932&lt;br /&gt;
|SS-Untersturmführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|November 1933&lt;br /&gt;
|SS-Hauptsturmführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Dezember 1934&lt;br /&gt;
|SS-Sturmbannführer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|April 1935&lt;br /&gt;
|SS-Obersturmbannführer&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;Grenzen der Integration. Die CSU und der Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit – Der Fall Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 48. Jahrgang, Heft 4 / 2000, S. 675–742 ([https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2000_4.pdf online]; PDF; 8,5&amp;amp;nbsp;MB) {{ISSN|0042-5702}}&lt;br /&gt;
* Thomas Schlemmer: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Nationalsozialistischer Karrierist und verhinderten CSU-Mandatsträger: Dr. Max Frauendorfer&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter Helfer Trittbrettfahrer&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 16. NS-Belastete aus München. Kugelberg Verlag, Gerstetten 2023, ISBN 978-3-945893-24-1, S. 160–173.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783596160488}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3486545019}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|122684885}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122684885|LCCN=no2020095664|VIAF=8275150}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Frauendorfer, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson (Heer der Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Frauendorfer, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und SS-Obersturmbannführer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. Juni 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[München]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Juli 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Tutzing]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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