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	<title>Max Flesch-Thebesius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Flesch-Thebesius&amp;diff=2679211&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-01-31T08:07:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Flesch-Thebesius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Juli]] [[1889]] in [[Frankfurt am Main]]; † [[6. April]] [[1983]] in [[Kronberg im Taunus|Kronberg]] im [[Taunus]]) war ein deutscher [[Medizin]]er, [[Chirurg]], [[Kommunalpolitik]]er, Kunstfreund und [[Mäzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Biographie, Erster Band, S. 213–214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
=== Schule und Studium ===&lt;br /&gt;
Max Flesch wurde als Sohn des Frankfurter [[Rechtsanwalt]]es, [[Kommunalpolitik]]ers und [[Stadtrat]]es [[Karl Flesch|Karl Ferdinand Moritz Flesch]] (1853–1915) und dessen Frau Ida, geborene Ebeling, geboren. Max hatte vier Geschwister; sein jüngster Bruder war der Mediziner und [[Rundfunk]]pionier [[Hans Flesch]]. Nach seiner Schulzeit am Frankfurter [[Goethe-Gymnasium (Frankfurt am Main)|Goethe-Gymnasium]] studierte Max Medizin in Heidelberg, Berlin, Jena, Freiburg und München. 1913 [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er in Heidelberg, danach wurde er als Assistenzarzt an der [[Universitätsklinikum Frankfurt|Chirurgischen Universitätsklinik]] im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Sachsenhausen|Sachsenhausen]] tätig. Zu seinen akademischen Lehrern gehörten [[Ludwig Rehn (Mediziner)|Ludwig Rehn]] und [[Victor Schmieden]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 bis 1918 nahm er am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] teil. Wie viele seiner Zeitgenossen empfand er deutsch-national, war [[Patriotismus|Patriot]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr nach dem Tod seines Vaters, 1916, heiratete er Amalie Thebesius (1894–1984), Tochter eines promovierten [[Justizrat]]es, und nahm deren Familiennamen als zweiten Nachnamen an. Im Jahr 1920 wurde die Tochter [[Marlies Flesch-Thebesius]] geboren. Innerhalb der Familie wurde striktes Schweigen über die jüdische Herkunft der seit 1530 in Frankfurt am Main angesiedelten Fleschs geübt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-is=20130212000607 |url=http://www.roemer9.de/gemeinden/glaube-und-leben.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Reden über das Schweigen. Die Botschaft der Marlies Flesch-Thebesius aus Frankfurt.&amp;#039;&amp;#039;}} auf: roemer9.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medizin und Politik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Flesch-thebesius family members frankfurt hesse germany 1930s.jpg|mini|Max Flesch-Thebesius (links) hinter seiner Ehefrau Amelie (sitzend)]]&lt;br /&gt;
1923 ließ sich Flesch-Thebesius als Facharzt für Chirurgie in Frankfurt am Main nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf seiner medizinischen Laufbahn war Flesch-Thebesius Mitbegründer des Privatkrankenhauses Frankfurt-Sachsenhausen und war von 1928 bis 1933 Chefarzt der Chirurgischen Abteilung dieser Klinik. Die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] sorgten nach ihrer [[Machtergreifung]] wegen der jüdischen Wurzeln der Großeltern für seine Entlassung als „Nicht-[[Arier]]“. Deren [[Christentum|christliche]] ([[Evangelisch-lutherische Kirchen|evangelisch-lutherische]]) [[Taufe]] erkannten die Nazis nicht an, das Schweigegelübde der Fleschs zu ihrer jüdischen Herkunft wurde von außen durchbrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juedische-pflegegeschichte.de/index.php?dataId=173112608672233&amp;amp;id=131724555879435 &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. med. Dr. med. dent. h.c. Max Flesch-Thebesius.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;juedische-pflegegeschichte.de&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach war er zunächst noch in seiner Privatpraxis und bis etwa 1938 als Belegarzt chirurgisch am Frankfurter Viktoria-Institut (Sanatorium Westendstraße) tätig.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Bauer, Roland Hoede: &amp;#039;&amp;#039;In guten Händen. Vom Bockenheimer Diakonissenverein zum Frankfurter Markuskrankenhaus. 1876–2001.&amp;#039;&amp;#039; Kramer, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-7829-0516-4, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er von 1945 bis 1958 Direktor der Chirurgie des [[Klinikum Frankfurt Höchst|Städtischen Krankenhauses Frankfurt-Höchst]]. Daneben engagierte er sich kommunalpolitisch für die [[CDU]], so als Mitglied des Gesundheits- und des Kulturausschusses. Von 1946 bis 1964 war er Mitglied der [[Stadtvertretung|Stadtverordnetenversammlung]] Frankfurts, die letzten Jahre von 1960 bis 1964 stellvertretender [[Stadtpräsident|Stadtverordnetenvorsteher]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er gilt als Hauptinitiator der Bemühungen um den Wiederaufbau der Kriegsruine der [[Alte Oper|Alten Oper]] und begründete in diesem Kontext die Aktion „Rettet das Opernhaus“.&amp;lt;ref&amp;gt;Bestandsname: Max Flesch-Thebesius. Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main. Signatur S 1/156. Laufzeit: ca. 1908–1972. Findmittel Rep. 650, 748.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestärkt wurde er darin durch den [[Nobelpreis für Literatur|Literatur-Nobelpreisträger]] [[Thomas Mann]], der ihm am 7. März 1953 schrieb: „Rechnen Sie mich also (…) zu denen, für die die pietätvolle Erhaltung des Opernbaues (…) eine wahre Herzenssache ist.“ Der Schriftsteller verbinde „die Erinnerung früher musikdramatischer Eindrücke“ mit diesem Gebäude, dessen Architektur „doch wohl zum Besten (gehöre), was das historisch anlehnungsbedürftige 19. Jahrhundert vermochte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.mopo.de/news/musik-jubilaeum-in-frankfurt--alte-oper-vor-25-jahren-wiedereroeffnet,5066732,5696438.html &amp;#039;&amp;#039;Jubiläum in Frankfurt: Alte Oper vor 25 Jahren wiedereröffnet.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Hamburger Morgenpost.&amp;#039;&amp;#039; 27. August 2006, auf: mopo.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. Mai 1965 hielt er beim Festakt aus Anlass des 150. Geburtstages des Mäzens [[Joseph Hoch]] (1815–1874) eine Gedenkrede.&amp;lt;ref&amp;gt;Gedenkrede von Prof. Dr. med. Max Flesch-Thebesius am 19. Mai 1965 anlässlich der Feier des 150. Geburtstages von Joseph Hoch. In: Stiftung Dr. Hoch&amp;#039;s Konservatorium (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Joseph Hoch zum 100. Todestag.&amp;#039;&amp;#039; Kramer, Frankfurt am Main 1974, ISBN 3-7829-0152-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flesch-Thebesius war Mitbegründer der Gesellschaft der Frankfurter Ärzte, deren Präsident und später Ehrenpräsident. Im Jahr 1968 war er Ehrenpräsident des 71. [[Deutscher Ärztetag|Deutschen Ärztetages]] in der [[Hessen|hessischen]] Landeshauptstadt [[Wiesbaden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nebenbei förderte er diverse Institutionen, so den 1890 als Ausschuss für Volksvorlesungen (AfV) gegründeten Bund für Volksbildung, den 1892 gegründeten Frankfurter Hauspflege-Verein, den Friedrichsheim e. V. als Träger der 1914 begründeten gleichnamigen Klinik in der Frankfurter Marienburgstraße als Vorläuferin der [[Orthopädische Universitätsklinik Friedrichsheim|Orthopädischen Universitätsklinik]] oder das [[Ludwig Edinger|Edinger]]-Institut (Neurologisches Institut Frankfurt am Main).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Max Flesch-Thebesius wurde die [[Ehrendoktor]]würde eines [[Zahnmedizin]]ers verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flesch-Thebesius war ein Liebhaber der Musik von [[Robert Schumann]], im Jahr 1956 gründete er zusammen mit dem [[Pianist]]en [[Erich Flinsch]] die [[Robert-Schumann-Gesellschaft Frankfurt am Main]]. Neun Jahre zuvor, 1947, hatte er Gedichte von [[Felix Schumann (Dichter)|Felix Schumann]] ausgewählt, herausgegeben und mit einem selbst verfassten Nachwort kommentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116614048|titel=Flesch-Thebesius, Max}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flesch-Thebesius starb im Alter von 93 Jahren im [[Altkönig-Stift]] in Kronberg im Taunus. Er wurde auf dem [[Hauptfriedhof (Frankfurt am Main)|Frankfurter Hauptfriedhof]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* Max Flesch-Thebesius: &amp;#039;&amp;#039;Chirurgische Tuberkulose.&amp;#039;&amp;#039; Steinkopff. Dresden / Leipzig 1933, {{DNB|579826996}}.&lt;br /&gt;
* Max Flesch-Thebesius (Hrsg., Gedichtauswahl, Nachwort), Felix Schumann: &amp;#039;&amp;#039;Meine Liebe ist grün wie der Fliederbusch – Gedichte.&amp;#039;&amp;#039; Engelhorn. Stuttgart 1947.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* [[Ehrenplakette der Landesärztekammer Hessen]]&lt;br /&gt;
* 1958 –&amp;amp;#160;[[Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* [[Römerplakette der Stadt Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Marlies Flesch-Thebesius: &amp;#039;&amp;#039;Hauptsache Schweigen.&amp;#039;&amp;#039; Societäts-Verlag. Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-7973-1117-7.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3782904443|Seiten=213f.}}&lt;br /&gt;
* Gerald Kreft: &amp;#039;&amp;#039;„Ich habe Angst, ich darf es mir aber nicht merken lassen“. Zu den Tagebüchern (1933–1945) des „Mischlings 1. Grades“ Professor Dr. med. Max Flesch-Thebesius (1889–1983).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medizinhistorisches Journal.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 33 (1998), H. 3/4, S.&amp;amp;nbsp;323–347 ({{JSTOR|25805221}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116614048}}&lt;br /&gt;
* [https://kalliope-verbund.info/DE-611-BF-109544 BUNDESARCHIV - Zentrale Datenbank Nachlässe] In: &amp;#039;&amp;#039;nachlassdatenbank.de.&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 30. August 2016 (Informationen über den Nachlass Max Flesch-Thebesius&amp;#039; im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt).&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116614048|titel=Flesch-Thebesius, Max|datum=2023-04-06}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116614048|LCCN=no2017136673|VIAF=277952633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Fleschthebesius, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1983]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Flesch-Thebesius, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Chirurg und Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Juli 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=6. April 1983&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kronberg im Taunus]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Catullus26</name></author>
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