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	<title>Max Cassirer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wanda von Debschitz-Kunowski Max Cassirer 1927.jpg|mini|hochkant|Max Cassirer (1927)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Cassirer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1857]] in [[Świętochłowice|Schwientochlowitz]], [[Oberschlesien]]; † [[15. Januar]] [[1943]] in [[Llanelltyd]], [[Wales]]) war ein deutscher [[Unternehmer]] und [[Kommunalpolitik]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Max Cassirer entstammte der deutsch-[[Juden|jüdischen]] Unternehmerfamilie [[Cassirer]], seine Eltern waren der Kaufmann [[Marcus Cassirer]] (1809–1879) und dessen Ehefrau Jeannette Cassirer geborene Steinitz (1813–1889). Er wurde 1857 in Schwientochlowitz geboren und heiratete Hedwig geborene Freund (1862–1928), eine Schwester von Natalie Freund, der späteren Frau seines Bruders [[Salo Cassirer]]. Mit ihr hatte er drei Kinder: [[Kurt Hans Cassirer|Kurt Hans]] (1883–1975; Kunsthändler und Kunsthistoriker), [[Edith Geheeb|Edith Johanna]] (1885–1982; Reformpädagogin; verheiratet mit [[Paul Geheeb]]) und Franz Otto (1886–1912; Geschäftsmann).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauschinger 2015, 445&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Abitur]] in [[Kattowitz]] studierte er in [[Breslau]] und [[Berlin]] Medizin. Im Jahr 1881 gründete er sein erstes Unternehmen in [[Danzig]], ein Holz-Export-Geschäft. 1887 zog er in die damals noch selbständige Stadt [[Berlin-Charlottenburg|Charlottenburg]] bei Berlin. Gemeinsam mit seinen Brüdern [[Julius Cassirer|Julius]], [[Louis Cassirer|Louis]] und [[Isidor Cassirer|Isidor]] gründete er die [[Firma]] &amp;#039;&amp;#039;Cassirer &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co.&amp;#039;&amp;#039;, und im Jahr 1899 gründeten sie die &amp;#039;&amp;#039;Włocławeker Sulfit-Cellulose-Fabrik J.&amp;amp;nbsp;&amp;amp;&amp;amp;nbsp;M. Cassirer&amp;#039;&amp;#039; als Zellstofffabrik in [[Włocławek]], die er leitete. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] übernahm er die Leitung der &amp;#039;&amp;#039;Tillgner &amp;amp;&amp;amp;nbsp;Co. Zellstoffwerke&amp;amp;nbsp;KG&amp;#039;&amp;#039;, die in Berlin und im schlesischen Ziegenhals ([[Głuchołazy]]) ansässig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1893 war er parteiloses Mitglied der [[Stadtverordnetenversammlung]] und ab 1909 Stadtrat in Charlottenburg. Als Charlottenburg 1920 ein Verwaltungsbezirk von [[Groß-Berlin]] wurde, trat er am 18. Februar 1920 als Stadtrat zurück. Am gleichen Tag verlieh ihm die Stadt Charlottenburg für seine Verdienste die [[Ehrenbürger]]würde. Ab Juni 1920 war er Mitglied der neugegründeten Bezirksverordnetenversammlung des [[Bezirk Charlottenburg|Bezirks Charlottenburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er unterstützte verschiedene künstlerische Aktivitäten. So stiftete er zum Beispiel den &amp;#039;&amp;#039;Entenbrunnen&amp;#039;&amp;#039;, der heute vor dem Berliner [[Renaissance-Theater (Berlin)|Renaissance-Theater]] steht. Mit dessen Schöpfer, dem Bildhauer [[August Gaul]], war er viele Jahre eng verbunden. &amp;lt;!--Ein Bildhauer, der Häuser plant? Daswar auch 1895 nicht ohne weiteres möglich. Ist vielleicht auch hier der Architekt Ernst Lessing (s.u.) der eigentlich Verantwortliche?--&amp;gt; Cassirer kaufte die Villa von einem bankrottgegangenen Immobilienmakler. Sozial engagierte sich Cassirer in vielen Bereichen. Er unterstützte zusammen mit anderen Familienmitgliedern die sozialen Stiftungen seiner Brüder und finanzierte die [[Odenwaldschule]], die seine Tochter Edith mit ihrem Mann Paul Geheeb aufbaute. In der [[Ecole d’Humanité]] erinnert seit 1970 das &amp;#039;&amp;#039;Max-Cassirer-Haus&amp;#039;&amp;#039; an sein Engagement. 1928 wurde Max Cassirer [[Ehrensenator]] der [[Technische Universität Berlin|Technischen Hochschule Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gleichen Jahr traf ihn mit dem Tod seiner Frau Hedwig ein schwerer persönlicher Schlag. Sie starb, wie der gemeinsame Sohn Franz zuvor, nach einer [[Blinddarm]]operation. Der Witwer erwarb auf sechzig Jahre das Nutzungsrecht für ein [[Erbbegräbnis]] auf dem [[Friedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]], wo auch er bestattet werden wollte. Den 1912 verstorbenen Sohn Franz ließ Cassirer hierhin [[Umbettung|umbetten]]. Nach Entwürfen von Ernst Lessing entstand ein imposantes Grabmal mit einem Tierrelief nach Zeichnungen von [[August Gaul]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-03 |url=http://www.berlin.friedparks.de/such/gedenkstaette.php?gdst_id=864 |text=&amp;#039;&amp;#039;Max Cassirer. Unternehmer, Kommunalpolitiker&amp;#039;&amp;#039;. |archivebot=2022-03-24 23:36:15 InternetArchiveBot}} berlin.friedparks.de; Kurzbiografie und Beschreibung des Grabdenkmals; abgerufen am 8. November 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Trakehner Allee 1 (Westend) Max Cassirer2.jpg|mini|hochkant|Gedenktafel für Max Cassirer und seine Familie am ehemaligen Erbbegräbnis der Familie auf dem Friedhof Heerstraße in Berlin-Westend]]&lt;br /&gt;
Nach 1933 verlor Max Cassirer einen Großteil seines Vermögens. Sein Aktienkapital ging an die [[Siemens]]-Tochtergesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Elektro-Licht- und Kraftanlagen AG Berlin&amp;#039;&amp;#039;. 1938 wurde auch sein restliches Vermögen [[Arisierung|„arisiert“]] und er zum Verkauf der Villa gezwungen. Im Dezember 1938 gelang ihm die [[Emigration]]. Zuerst floh er zu seiner Tochter in die [[Schweiz]]; diese war mit ihrem Mann und einigen gemeinsamen Schülern bereits 1934 dorthin emigriert. 1939 reiste er nach [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]], wo er bis zu seinem Lebensende lebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1941 wurde er ausgebürgert und sein restliches Vermögen eingezogen. Er verlor Bankguthaben von mehreren Hunderttausend [[Reichsmark]], seine Kunstsammlung wurde versteigert bzw. beschlagnahmt. Max Cassirer starb zwei Jahre später im walisischen Exil. Seine letzte Ruhestätte befindet sich ohne Grabstein auf dem Friedhof in Llanelltyd, Wales.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauschinger 2015, 445&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie, die nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eine Gedenkinschrift für ihn am Grabdenkmal seiner Frau Hedwig hatte anbringen lassen, gab das Erbbegräbnis 1980 auf. Seit 1984 dient die Grabstelle mit dem erhaltenen Denkmal von Ernst Lessing als letzte Ruhestätte des Kunsthistorikers [[Hans Maria Wingler]]. Dessen Witwe ließ dort eine kleine Terrakottatafel errichten, die an Max, Hedwig und Franz Cassirer erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cassirer, Max&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 110&lt;br /&gt;
* Andreas Ludwig: Der Fall Charlottenburg. Soziale Stiftungen im städtischen Kontext. Köln/Weimar/Wien: Böhlau, 2005, S. 297–301&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.exilarchiv.de/?p=3189 Max Cassirer (Biografie)] In: [[Exil-Archiv]]&lt;br /&gt;
* {{LuiseLexBez |Titel=Max Cassirer |Bezirk=ChaWi |ID=cassirer_max |Band= |Seiten=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauschinger 2015, 445&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sigrid Bauschinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Cassirers. Unternehmer, Kunsthändler, Philosophen.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2015, ISBN 978-3-406-67714-4, S. 445–447.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140132732|VIAF=103433745}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cassirer, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Familie Cassirer|Max]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Berlin-Charlottenburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1857]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cassirer, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer und Kommunalpolitiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1857&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Świętochłowice|Schwientochlowitz]], Oberschlesien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Januar 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Llanelltyd]], [[Wales]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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