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	<title>Max Brahn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T11:21:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Max_Brahn&amp;diff=1852363&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Martin Geisler: Relevanz nicht ersichtlich</title>
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		<updated>2022-08-21T08:37:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Relevanz nicht ersichtlich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Brahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[15. Juni]] [[1873]] in [[Laurahütte (Oberschlesien)|Laurahütte]], Oberschlesien; † Ende Oktober [[1944]] im [[KZ Auschwitz]]) war ein deutscher [[Psychologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühes Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Pommersche Str 15 (Wilmd) Max Brahn.jpg|mini|[[Stolperstein]] am Haus, Pommersche Straße 15, in [[Berlin-Wilmersdorf]]]]&lt;br /&gt;
Brahn, Sohn des Kaufmanns Gustav Brahn, war Jude und besuchte in [[Bytom|Beuthen]] das [[Gymnasium]], welches er 1891 mit [[Abitur]] abschloss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Studium ==&lt;br /&gt;
An den Universitäten [[Universität Erlangen|Erlangen]], [[Universität München|München]], [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Universität Kiel|Kiel]] und [[Universität Heidelberg|Heidelberg]] studierte er [[Medizin]]. In Berlin wurde er durch [[Hermann Ebbinghaus]] und in Heidelberg bei [[Emil Kraepelin]] mit der [[Psychologie]] vertraut gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem medizinischen [[Physikum]] wandte er sich ganz der Psychologie und [[Philosophie]] zu. Mit der [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Seelenbegriffes bei Kant&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promovierte]] er 1895 in Heidelberg zum Doktor der Philosophie. Danach ging er nach [[Universität Leipzig|Leipzig]], um sich unter der Leitung von [[Wilhelm Wundt]] mit der [[Experimentelle Psychologie|experimentellen Psychologie]] und insbesondere den [[Affekt]]en und Gefühlen zu befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre und Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
1898 ersuchte er um Zulassung zur [[Habilitation]] in Leipzig; das Verfahren wurde jedoch erst 1901 abgeschlossen. Im gleichen Jahr begann Brahn mit Vorlesungen zur [[Psychophysik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1900 bis 1909 war Brahn außerdem Herausgeber der &amp;#039;&amp;#039;Pädagogisch-psychologischen Studien&amp;#039;&amp;#039;, einer Beilage der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Schulpraxis&amp;#039;&amp;#039;. So gelang es ihm, die Methoden der experimentellen Psychologie in der Pädagogik an die Lehrerschaft zu vermitteln; 1906 gründete der [[Leipziger Lehrerverein]] das &amp;#039;&amp;#039;Institut für experimentelle Pädagogik und Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, mit dessen wissenschaftlicher Leitung man Brahn beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 wurde er Vorsitzender eines Vereins zur Gründung eines [[Schulmuseum Leipzig|Schulmuseums in Leipzig]]. Die Anfänge des Schulmuseums in einem Klassenraum einer Leipziger Volksschule wurden allerdings durch den Ersten Weltkrieg beendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://schulmuseum.leipzig.de/ueber-uns/ Schulmuseum Leipzig]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1910 von [[Ernst Meumann (Psychologe)|Ernst Meumann]] gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Institut für experimentelle Pädagogik und pädagogische Psychologie&amp;#039;&amp;#039; der Universität Leipzig übernahm Brahn 1911 die Leitung des Labors. Daneben trat er an der privaten Hochschule für Frauen in Leipzig (später [[Sozialpädagogisches Frauenseminar]]) eine Dozentenstelle an. Ab 1912 gab er zusammen mit [[Max Döring (Psychologe)|Max Döring]] das &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Pädagogik&amp;#039;&amp;#039; aus, wovon bis 1916 sieben Bände erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine 1913 von Wundt beantragte Beförderung Brahns zum etatmäßigen außerordentlichen Professor für Psychologie und experimentelle Pädagogik wurde von der Fakultät abgelehnt.&lt;br /&gt;
Der Versuch des sächsischen Kultusministeriums, für Brahn eine etatmäßige außerordentliche Professur für Berufspsychologie und experimentelle Pädagogik zu errichten, scheiterte 1921 erneut am Widerstand seiner Kollegen, unter anderem auch seines ehemaligen Mentors Wundt. Brahn legte daraufhin die Leitung des Instituts für experimentelle Pädagogik in Leipzig nieder und wendete sich von der akademischen Psychologie ab. Im Nachgang wurde ihm 1926 von der Universität Leipzig die Lehrerlaubnis entzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
Im 1919 durch die [[Weimarer Republik]] geschaffenen [[Reichsarbeitsministerium]] wurde ein &amp;#039;&amp;#039;Ausschuss zur wissenschaftlichen Erforschung der Arbeit&amp;#039;&amp;#039; eingerichtet, in dem Brahn die Psychologie vertrat. Als [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] wurde Brahn 1922 &amp;#039;&amp;#039;Deutscher Bevollmächtigter für Arbeitsanfragen&amp;#039;&amp;#039; im soeben zwischen Polen und dem Reich aufgeteilten [[Oberschlesien]]. Ab 1927 war er in Oberschlesien außerdem als &amp;#039;&amp;#039;Ständiger Schlichter für Arbeitskonflikte&amp;#039;&amp;#039; für die [[Zwangsschlichtung#Zwangsschlichtung in der Weimarer Republik|Schlichtung von Lohn- und Tarifstreitigkeiten]] zuständig; in gleicher Rolle wurde er 1928 Ständiger Schlichter für Westfalen. Seine erfolgreiche Tätigkeit als Schlichter brachte ihn 1932 als Kandidaten für das Amt des Arbeitsministers auf die Kabinettsliste [[Kurt von Schleicher]]s, was jedoch am Widerstand der [[Nationalsozialisten]] gegen einen jüdischen Minister scheiterte.&amp;lt;ref&amp;gt;Gundlach, S. 228&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
1933 verlor er durch die Nationalsozialisten alle Ämter und floh in die Niederlande. Nach dem deutschen Überfall auf die Niederlande wurde er 1941 als Vertreter der ausländischen Juden Mitglied des [[Judenrat Amsterdam|Amsterdamer Judenrates]]. Trotz gegenteiliger Zusicherung der Nazis wurde er zusammen mit seiner Frau Hedwig (geb. Cahn, * 1880) 1943 über das [[Durchgangslager Westerbork]] ins [[Ghetto Theresienstadt]] [[Deportation|deportiert]]. Ende Oktober 1944 wurden beide im [[KZ Auschwitz-Birkenau]] ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Juli 2019 wurden vor seinem ehemaligen Wohnort, [[Berlin-Wilmersdorf]], Pommersche Straße 15, [[Stolperstein]]e für ihn und seine Frau verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* (o. J. – 1896). &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung des Seelenbegriffes bei Kant&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig: Gebr. Gerhardt.&lt;br /&gt;
* (1896/1897). &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre vom Gefühl. Ihre Theorieen und Experimente. Eine kritische Literaturübersicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Hypnotismus, Psychotherapie sowie andere psychophysiologische und psychopathologische Forschungen]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, S. 303–321, Bd. 5, S. 56–77.&lt;br /&gt;
* (1900). &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle und physiologische Psychologie in der Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;. Pädagogisch-psychologische Studien, 1 (1), 1 f.&lt;br /&gt;
* (1901). &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle Beiträge zur Gefühlslehre&amp;#039;&amp;#039;. I. Teil: Die Richtungen des Gefühls. Leipzig: Wilhelm Engelmann.&lt;br /&gt;
* (1901/1903). &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle Beiträge zur Gefühlslehre&amp;#039;&amp;#039;. I. Theil. Die Richtungen des Gefühls. Philosophische Studien, 18 (1), 127–187.&lt;br /&gt;
* (1910). &amp;#039;&amp;#039;Experimentelle Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;. Pädagogisch-Psychologische Arbeiten, 1, 1–16.&lt;br /&gt;
* (1914a). &amp;#039;&amp;#039;Vorwort&amp;#039;&amp;#039;. In G. S. Hall, Die Begründer der Modernen Psychologie (Lotze, Fechner, Helmholtz, Wundt). Übersetzt von Raymund Schmidt. Durch Vorwort eingeführt von Dr. Max Brahn (S. III–VIII). Leipzig: Felix Meiner.&lt;br /&gt;
* (1914b). &amp;#039;&amp;#039;Vorwort&amp;#039;&amp;#039;. In G. S. Hall, Wilhelm Wundt. Der Begründer der modernen Psychologie. Übersetzt von Raymund Schmidt. Durch Vorwort eingeführt von Dr. Max Brahn (S. IV–VIII). Leipzig: Felix Meiner.&lt;br /&gt;
* (1914c). &amp;#039;&amp;#039;Die experimentelle Psychologie und Pädagogik in den höheren Schulen&amp;#039;&amp;#039;. Archiv für Pädagogik. II. Teil: Die pädagogische Forschung, 2, 146–153.&lt;br /&gt;
* (1915a). &amp;#039;&amp;#039;Friedrich Nietzsches Meinungen über Staaten und Kriege&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig: Alfred Kröner.&lt;br /&gt;
* (1915b). &amp;#039;&amp;#039;Ernst Meumann und die Organisationen zur Pflege der wissenschaftlichen Pädagogik&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift für pädagogische Psychologie und experimentelle Pädagogik, 16, 227–232.&lt;br /&gt;
* (1917). &amp;#039;&amp;#039;Nerven-Proben. Die ersten amtlichen Prüfungen für die Berufseignung zum Eisenbahndienst.&amp;#039;&amp;#039; Berliner Tageblatt. 2. Beiblatt. Sonntag, den 14. Oktober 1917, 46. Jg., Nr. 525, o. p.&lt;br /&gt;
* (1918). &amp;#039;&amp;#039;Politisches A-B-C&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig: Der-Neue-Geist-Verlag.&lt;br /&gt;
* (1919a). &amp;#039;&amp;#039;Besinnliches zur Begabungsprüfung&amp;#039;&amp;#039;. Zeitschrift für pädagogische Psychologie und experimentelle Pädagogik, 20, 328–333.&lt;br /&gt;
* (1919b). &amp;#039;&amp;#039;Vorwort&amp;#039;&amp;#039;. In Friedrich Nietzsche. Der Wille zur Macht. (Nietzsches Werke, Ergänzungsband), Leipzig: Alfred Kröner, VII–XVI&lt;br /&gt;
* (1920). &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Wundt und die angewandte Psychologie&amp;#039;&amp;#039;. Praktische Psychologie, 2, 1–3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Steffen Dietzsch]]: Max Brahn (1873–1944), in: Sächsische Lebensbilder, hrsg. v. Gerald Wiemers, Sächs. Akad. d. Wiss., Stuttgart 2009, Bd. 6, S. 97–112.&lt;br /&gt;
* Horst Gundlach: Max Brahn, in: Philosophie und Geschichte, Jg. 6, Heft 3/4, April 1995, S. 223–231.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116395478}}&lt;br /&gt;
* Horst Gundlach: &amp;#039;&amp;#039;Max Brahn (1873–1944). In memoriam&amp;#039;&amp;#039; (10-seitige Biografie bei PsychArchives) [[doi:10.23668/psycharchives.469]]&lt;br /&gt;
* {{HistVV|brahn_m|S|1902|S|1914}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116395478|LCCN=no/2011/24754|VIAF=263302370}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brahn, Max}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Durchgangslager Westerbork]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Berlin-Wilmersdorf ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brahn, Max&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Psychologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Juni 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Laurahütte (Oberschlesien)|Laurahütte]], Oberschlesien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Oktober 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Auschwitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Martin Geisler</name></author>
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