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	<title>Maurizio Pedetti - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T10:16:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maurizio_Pedetti&amp;diff=766397&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesi: /* Leben und Wirken */ BKL-Link</title>
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		<updated>2026-02-16T15:55:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken: &lt;/span&gt; BKL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dom Eichstätt -Schönborn-Denkmal.jpg|mini|hochkant=1.2|Dom zu Eichstätt – Schönborn-Denkmal]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maurizio Pedetti&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. Oktober]] [[1719]] in [[Casasco d’Intelvi]] ([[Provinz Como]]); † [[14. März]] [[1799]] in [[Eichstätt]]) war ein italienischer Architekt des Spät[[barock]]s in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Maurizio Pedettis Eltern waren der Marmor[[steinmetz]] Francesco Giuliano Pedetti und Giovanna Ceterina geb. Retti. Pedettis Großvater mütterlicherseits war der Architekt [[Lorenzo Retti]]; von ihm lernte er das Zeichnen, das er bald meisterlich beherrschte. 1722 zog die Familie nach Mannheim um. Die Baukunst erlernte Pedetti in [[Ludwigsburg]], wo er 1731 zusammen mit seinem Vetter [[Donato Giuseppe Frisoni]] am Bau des Schlosses mitwirkte, in [[Ansbach]], wo er ab 1735 Zeichner im Hofbauamt war und bei der Gestaltung des [[Residenz Ansbach|Markgrafenschlosses]] und der [[St. Gumbertus (Ansbach)|Gumbertuskirche]] mitwirkte, 1738 in München, 1741 beim [[Hochstift Speyer|Fürstbischof von Speyer]], dann an den Höfen von [[Schloss Bruchsal|Bruchsal]] (1742) und [[Schloss Mannheim|Mannheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazwischen, von 1739 bis 1741, unternahm er eine Italienreise und bildete sich bei [[Giovanni Baptiste Nolli]] weiter. 1743 stand er in Militärdiensten und nahm am [[Österreichischer Erbfolgekrieg|Österreichischen Erbfolgekrieg]] teil. Ab 1745 war er am Hof des Königs [[Christian VI. (Dänemark und Norwegen)|Christian&amp;amp;nbsp;VI.]] von Dänemark und schließlich am Hof des Fürsten [[Radziwiłł]] in [[Polen-Litauen|Polen]] bedienstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. April 1750 bewarb er sich mit Erfolg um die Stelle des Hofbaudirektors und Hofkammerrats in Eichstätt, die er unter vier [[Hochstift Eichstätt|Fürstbischöfen]] bis zu seinem Tod innehatte. 1752 heiratete er Maria Anna Walburga Hortis aus [[Herrieden]] und hatte mit ihr drei Kinder, von denen nur eine Tochter überlebte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Pedetti in Eichstätt seinen Dienst antrat, waren alle wichtigen Bauten nach der Zerstörung durch die Schweden im Jahr 1634 von seinen Vorgängern, insbesondere von [[Jakob Engel (Baumeister)|Jakob Engel]] und [[Gabriel de Gabrieli]], wiederhergestellt. Zwar plante er verschiedene Neu- und Umbauten, aber nur weniges davon gelangte zur Ausführung. Seine Tätigkeit beschränkte sich in den ersten Jahren seiner Tätigkeit in Eichstätt auf die Behebung von Bauschäden an Gebäuden des gesamten Hochstifts. Ausbesserungen musste er unter anderem am [[Dom zu Eichstätt|Eichstätter Dom]] und an der [[Willibaldsburg]] vornehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1757 [[Raymund Anton von Strasoldo|Raymund Anton Graf von Strasoldo]] Fürstbischof wurde, begann im Hochstift eine neue Bauperiode, eine spätbarocke Blütezeit, die Pedettis Auftragslage wesentlich verbesserte. So durfte er auf dem [[Schloss Hirschberg (Bayern)|Hirschberg]] bei [[Beilngries]] ein repräsentatives fürstbischöfliches Jagdschloss errichten. Von 1760 bis 1765 gestaltete er als Architekt die Vorgängerbauten zu einer symmetrischen [[Rokoko]]-Anlage mit einem tiefen Ehrenhof und einer „Fürstenstraße“ um. Die für den Spätbarock typische Verbindung von Architektur und Natur griff er auch später immer wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Eichstätt selber erweiterte er das Waisenhaus im Osten der Stadt, wobei die Baudurchführung in den Händen des [[Domkapitel]]-Baumeisters [[Giovanni Domenico Barbieri]] lag. In die bischöfliche [[Residenz Eichstätt|Residenz]] (heute Landratsamt) baute er 1767/68 ein repräsentatives Stiegenhaus mit Hofdurchfahrt und im 2.&amp;amp;nbsp;Obergeschoss einen Festsaal –&amp;amp;nbsp;den „Spiegelsaal“&amp;amp;nbsp;– ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Bauprojekte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mariensäule Pedettizeichnung.jpg|mini|hochkant=1.2|Zeichnung Pedettis der 1777 eingeweihten Mariensäule auf dem Eichstätter Residenzplatz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als städtebauliche Glanzleistung Pedettis gilt die Ausgestaltung des Residenzplatzes 1776–1780 mit der fast 24 Meter hohen [[Marienbrunnen (Eichstätt)|Mariensäule]] mit großem und kleinen Brunnen sowie dem pflasterstrahligen Platzparkett und einem geschwungenen [[Rondell|Lindenhalbrondell]] als Abschluss im Osten. An der Sommerresidenz gestaltete er den [[Park|Hofgarten]] mit der Neugestaltung der Südfront mit ihren [[Pavillon]]s nach dem veränderten Zeitgeschmack des [[Rokoko]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein zeichnerisches Talent konnte er nutzen, als er 1758 zusammen mit dem Maler [[Johann Michael Franz (Maler)|Michael Franz]] den [[Hochstiftskalender]] des Domkapitels neu gestaltete. Auch sind von ihm Stadtansichten von Eichstätt, Herrieden, [[Berching]] und [[Greding]] überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Wende zum [[Klassizismus]] baute Pedetti 1791 den [[Risalit|Mittelrisalit]] an der Südseite der Residenz; auch die [[Schildwache|Schildwachhäuschen]] gehen auf diese Zeit zurück. Ganz im Stil des Klassizismus gestaltete er unter dem letzten Eichstätter Fürstbischof [[Josef Graf von Stubenberg]] in der Residenz das 1. Obergeschoss mit den bischöflichen Gemächern um. Pedettis Pläne 1792 zur klassizistischen Umgestaltung des [[Schloss Pfünz|Schlosses Pfünz]] wurden nicht ausgeführt. Insgesamt hat Pedetti Entwürfe für sieben Schlossanlagen und Idealpläne für sechs Schlösser und Residenzen gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochstift entstanden unter Pedetti, der unter vier Fürstbischöfen wirkte, zahlreiche Neubauten für Forst- und Schulhäuser, Pfarrhöfe, Rat- und Kastenhäuser, Kirchen und Kapellen. Einige Werke seien erwähnt:&lt;br /&gt;
* [[Frauenkirche (Beilngries)|Frauenkirche]] in [[Beilngries]]&lt;br /&gt;
* [[Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Berching)|Mariä-Himmelfahrts-Kirche]] in [[Berching]] – „eine bedeutende Raumschöpfung“ (Endl)&lt;br /&gt;
* Pfarrhaus in [[Herrieden]]&lt;br /&gt;
* [[St. Sebastian (Arnsberg)|Kirche St. Sebastian]] in [[Arnsberg (Kipfenberg)|Arnsberg]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster Rebdorf|Klosterkirche Rebdorf]], klassizistisches Kirchenportal&lt;br /&gt;
* Grabdenkmal für den Domherrn Marquard Wilhelm Graf von Schönborn im Eichstätter Dom&lt;br /&gt;
* Grabdenkmal für Fürstbischof [[Raymund Anton von Strasoldo|Raymund Anton Graf von Strasoldo]] im Eichstätter Dom&lt;br /&gt;
* drei Brücken in Eichstätt&lt;br /&gt;
* [[Wasserversorgungsanlage]]n für die Residenzplatz- und Hofgartenbrunnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Bewerbung um die Stelle des Domkapitelbaumeisters in Nachfolge von Giovanni Domenico Barbieri im Jahr 1765 blieb erfolglos. So ging Pedetti als letzter Hofbaumeister des Hochstifts Eichstätt an der Wende vom Rokoko zum Klassizismus in die Geschichte ein; vier Jahre nach seinem Tod kam mit der [[Säkularisation]] das Ende der weltlichen Herrschaft der Fürstbischöfe. Sein wohl von ihm selbst entworfenes Grabmal im Stil des Klassizismus hat sich an der Außenwand der Kapelle „Maria Schnee“ im Eichstätter Ostenfriedhof erhalten. Ein Porträt von ihm ist nicht überliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabmal des Maurizio Pedetti auf dem Eichstätter Ostenfriedhof.jpg|mini|hochkant=0.5|Grabmal des Maurizio (hier: Moritz) Pedetti auf dem Eichstätter Ostenfriedhof]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aufsätze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sammelblatt des Historischen Vereins Eichstätt&amp;#039;&amp;#039; 70 (1977), S. 22f., 75 (1982), S. 179 ff., 94 (2001), S. 37–50.&lt;br /&gt;
* [[Winfried Nerdinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klassizismus in Bayern, Schwaben und Franken. Architekturzeichnungen 1775 bis 1825&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 1980, S. 361–372 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung).&lt;br /&gt;
* Edmund Endl: &amp;#039;&amp;#039;Mauritio Pedetti – der letzte Hofbaumeister&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vereinigung der Freude des Willibald-Gymnasiums&amp;#039;&amp;#039; (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Weihnachtsschrift 1999&amp;#039;&amp;#039;, Eichstätt 1999, S. 3–37.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|157|157|Mauritio Pedetti|Michael Bringmann|118739794}}&lt;br /&gt;
* [[Alexander Rauch]]: &amp;#039;&amp;#039;Eichstätts fürstliches Erbe: Zur Wiederherstellung und Geschichte des Residenzplatzes.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur Wiederherstellung des Residenzplatzes in Eichstätt.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Landbauamt Eichstätt, 1985, Seite&amp;amp;nbsp;42–63.&lt;br /&gt;
* Alexander Rauch: &amp;#039;&amp;#039;Der Hochfürstlich-Eichstädtische Residenzplatz gegen Aufgang, Bemerkungen zum Realitätscharakter einer spätbarocken Stichvedute.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Bruckmanns Pantheon&amp;#039;&amp;#039;, Internationale Jahreszeitschrift für Kunst, Bd. IV, 1983, Seite&amp;amp;nbsp;335–345.&lt;br /&gt;
* Rūstis Kamuntavičius et al.: &amp;#039;&amp;#039;Artisti del lago di Lugano e del Mendrisiotto in Lituania&amp;#039;&amp;#039;, in &amp;#039;&amp;#039;Gli artisti del lago di Lugano e del Mendrisiotto nel Granducato di Lituania (dal XVI al XVIII sec.)&amp;#039;&amp;#039;, Hrsg. Giorgio Mollisi, «Arte&amp;amp;Storia», Edizioni Ticino Management, anno 13, numero 59, agosto-ottobre 2013, Lugano 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sachbücher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Felix Mader]] u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Stadt Eichstätt&amp;#039;&amp;#039; (Die Kunstdenkmäler von Mittelfranken; 1). Verlag Oldenbourg, München 1981, ISBN 3-486-50504-1 (Nachdr. d. Ausg. München 1924).&lt;br /&gt;
* Petra Noll: &amp;#039;&amp;#039;Mauritio Pedetti, der letzte Hofbaudirektor des Hochstifts Eichstätt (1719–1799). Leben und Werk im Übergang vom Spätbarock zum Frühklassizismus&amp;#039;&amp;#039; (Miscellanea Bavarica Monacensia; 127). Uni-Druck, München 1984, ISBN 3-87821-197-X (zugl. Dissertation, Universität München 1983).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.digitale-sammlungen.de/index.html?c=autoren_index&amp;amp;l=de&amp;amp;ab=Pedetti%2C+Mauritio Werke von Marizio Pedetti] in der Digitalen Sammlung der [[Bayerische Staatsbibliothek|Bayerischen Staatsbibliothek]] München (abgerufen am 23. Dezember 2010)&lt;br /&gt;
* [http://mediatum.ub.tum.de/?cfold=974918&amp;amp;dir=974918&amp;amp;id=974918#974918 Digitalisate des Codex Aureatinus] (Sammlung von Plänen und Zeichnungen von [[Gabriel de Gabrieli]] und Pedetti) aus dem Architekturmuseum der [[Technische Hochschule München|Technischen Hochschule München]] (abgerufen am 26. November 2012)&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|587}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118739794|LCCN=n85070884|VIAF=62290921}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pedetti, Maurizio}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt des Barock]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Italien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1719]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1799]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pedetti, Maurizio&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Pedetti, Mauritio; Pedetti, Moritz; Pedetti, Moriz; Pedetti, Pietro Giuseppe Mauritio&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=italienischer Architekt, tätig v.&amp;amp;nbsp;a. in Deutschland&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. Oktober 1719&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Casasco d’Intelvi]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. März 1799&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Eichstätt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
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