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	<title>Mauritiusrotunde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T12:36:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mauritiusrotunde&amp;diff=569763&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar: Tip</title>
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		<updated>2026-04-05T02:21:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tip&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Konstanz Muenster Ostgiebel 03.jpg|mini|Konstanzer Münster (links) mit angrenzender Mauritiusrotunde (rechts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Muenster Heiliggrab.jpg|mini|Mauritiusrotunde mit Heiligem Grab (Ostseite)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mauritius[[rotunde]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kapelle des Heiligen Grabes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine eingeschossige [[Rundkirche|Rundkapelle]] östlich des [[Konstanzer Münster]]s, mit dem sie durch einen [[Klostergeviert|Kreuzgang]] verbunden ist. Erbaut wurde sie in der [[Vorromanik]] nach 940 und erneuert in der [[Gotik]] um 1300. Das Bauwerk gilt als bedeutendste Kirchengründung des [[Konrad von Konstanz|Hl. Konrad]] ([[Bistum Konstanz|Bischof von Konstanz]] 934–975). Von herausragender kunsthistorischer Bedeutung ist die [[Gotik|frühgotische]] Nachbildung des [[Heiliges Grab (Nachbildung)|Heiligen Grabes]] (um 1260) im Innern der Rotunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dehio I 49 Konstanz Floorplan.jpg|mini|links|hochkant|Grundriss des Münsters mit der Mauritiusrotunde (oben links)]]&lt;br /&gt;
Die kreisrunde Kapelle (Durchmesser 11,3 m) imitiert in einer Verkleinerung von 1:2 den [[Zentralbau]] der [[Grabeskirche]] in [[Jerusalem]], wie er vor seiner Zerstörung im Jahre 1009 bestand. Um 1300 wurde das Bauwerk umfassend erneuert, aufgestockt und mit einer gotischen Rippen[[kuppel]] sowie Maßwerkfenstern versehen. Um diese Zeit entstand auch der [[Klostergeviert|Kreuzgang]], der sie mit dem Nordchor des Münsters, der Vorhalle der Krypta, der ehemaligen [[Domschule]] und dem [[Domkapitel]]saal verbindet. Den Raum überspannt ein gotisches [[Gewölbe]] mit acht Kappen, zwischen dessen strahlenförmigen Rippen sich dekorative florale Malereien befinden. Sie entstanden 1571, als man auch in der [[Reformation]]szeit entstandene Beschädigungen reparierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich vier rechteckige Kapellen schlossen sich einst kreuzförmig an die Rotunde an. Heute sind es nur noch zwei, eine davon im Osten (Ostkapelle) und eine im Süden ([[Blasius von Sebaste|Blasius]]- oder [[Dreifaltigkeit]]skapelle). Beide Kapellenräume besitzen eigene [[Altar|Altäre]]. In der Ostkapelle ist das plastisch aus [[Sandstein]] gestaltete [[Epitaph]] des [[Domherr]]n [[Gottfried Christoph von Zimmern]] († 1570) in die Wand eingelassen. Wandmalereien links und rechts des Epitaphs zeigen die Kirchenpatrone [[Konrad von Konstanz|St. Konrad]] und [[Pelagius (Heiliger)|St. Pelagius]]. Die Deckengewölbe beider Kapellen sind mit Malereien verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Heilige Grab ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Mauritiusrotunde Krippe.jpg|mini|hochkant|Skulptur der Maria und des Christuskinds mit Ochs und Esel]]&lt;br /&gt;
In der Mitte der Kapelle befindet sich das [[Heiliges Grab (Nachbildung)|Heilige Grab]], das die Grabstelle Christi repräsentiert. Das zwölfeckige Häuschen aus [[Sandstein]] (Durchmesser 2,43 m; Höhe 4,65 m) entstand um 1260 und gilt als früheste [[Gotik|gotische]] Bauskulptur des Münsters. Es handelt sich um eines der wenigen noch in ihrer ursprünglichen architektonischen Umgebung bestehenden Heiligen Gräber und neben dem Heiligen Grab im [[Magdeburger Dom]] ist es das einzige Beispiel hochgotischer Kleinbauten zwischen Monumental- und Mikroarchitektur. Es ersetzte einen bestehenden ähnlichen Bau, der bereits seit Bischof Konrads Zeiten bestand. Dieser Vorgänger soll aus Gold und Silber bestanden haben oder zumindest vergoldet gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reich gegliederte Kleinarchitektur des Heiligen Grabes ist mit zweigeschossigen [[Maßwerk]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;fassaden im Stil der französischen Gotik geschmückt und weist im oberen Teil zwölf [[Skulptur]]en auf, die ursprünglich farbig gefasst waren. Den Abschluss bilden zwölf mit Krabben besetzte Wimperge, dazwischen an den Ecken Figuren der zwölf [[Apostel]]. Kaum erkennbar befindet sich dahinter die zwölfseitige, kunstvoll durchbrochene und mit einer Kreuzblume bekrönte Steinkuppel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rings um das Heilige Grab bilden die zwölf Figuren etwa auf Augenhöhe im Wechselspiel miteinander Szenen aus der [[Weihnachtsgeschichte]], angefangen bei der Verkündigung Mariens. Die Figuren sind zwar stilistisch von französischer Herkunft, gelten jedoch als beeinflusst vom „innigen“ und „gemütvollen“ Bodenseestil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kurmann 1985&amp;quot;&amp;gt;Kurmann 1985&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren des Heiligen Grabes finden sich auf derselben Höhe wie außen drei Szenen aus der Grablegung Christi: Die erste Szene zeigt die [[Drei heilige Frauen|drei Frauen]], wie sie bei einem Apotheker Salbe für die Einbalsamierung des Leichnams kaufen. Der Apotheker ist mit einer [[Brille|Stielbrille]] dargestellt, womöglich der ersten skulpturalen Brillendarstellung überhaupt. Die zweite Bildszene zeigt die schlafenden Wächter am Grab Jesu – drei Männer in mittelalterlicher [[Rüstung (Schutzkleidung)|Rüstung]] –, die dritte die drei Frauen, denen ein [[Engel]] von der [[Auferstehung Jesu Christi]] berichtet. Die nach Osten zeigende Wandfläche ist mit einer Gittertür versehen, so dass das Innere für liturgische Zwecke zu betreten ist. In der Mitte des Grabbaus steht seit 1552 ein rechteckiger spätgotischer [[Schrein|Holzschrein]], der vermutlich einen in der [[Reformation]]szeit zerstörten Silberschrein ersetzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liturgische Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Konstanz Muenster Mauritiusrotunde Sepulcrum.jpg|mini|links|hochkant|Das Heilige Grab (Südseite)]]&lt;br /&gt;
Bischof [[Konrad von Konstanz]] (Amtszeit 934–975) ließ die Mauritiusrotunde nach dem Jahr 940 – nach seiner zweiten [[Pilgerfahrt]] nach [[Jerusalem]] – errichten. In verkleinertem Maßstab bildete das Bauwerk die Jerusalemer [[Grabeskirche]] nach, zu dieser Zeit das wichtigste religiöse Zentrum des Christentums. Konrad selbst reiste zeit seines Lebens drei Mal nach Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rundbau entstand ursprünglich als freistehendes Gebäude nordöstlich des Münsters, das zu dieser Zeit noch kein [[Querhaus]] besaß. Die Position der Rotunde nordöstlich der Bischofskirche imitiert vielleicht die Stellung der frühmittelalterlichen [[Mausoleum|Mausoleen]] am damals bestehenden [[Petersdom]]. Ursprünglich versah Konrad die Mauritiuskirche mit zwölf [[Kanoniker]]n, der Zahl der Apostel entsprechend. Sie war somit die dritte [[Stift (Kirche)|Stiftskirche]] der Stadt nach dem Bischofsmünster und der [[St. Stephan (Konstanz)|Stephanskirche]]. Vermutlich aus Kostengründen wurden diese Stellen jedoch bald wieder abgeschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle war dem [[Mauritius (Heiliger)|Hl. Mauritius]] geweiht, der als [[Schutzpatron]] der ottonischen Könige galt und seit dem 5. Jahrhundert wachsende Verehrung im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] fand. Das Bauwerk gilt daher auch als politische Treuebekundung des Bischofs gegenüber den herrschenden [[Liudolfinger]]n. Reliquien des Reichsheiligen kamen über den Augsburger Bischof [[Ulrich von Augsburg|Ulrich I.]] (923–973) vom [[Kloster Reichenau]] nach Konstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Linie muss in der Mauritiuskapelle ein liturgischer Ort gesehen werden, der innerhalb der Domliturgie einen wesentlichen Stellenwert als Station bei [[Prozession]]en innehatte und zugleich Sitz der [[Kanoniker]] von St. Mauritius war. Der Altar war mit regelmäßigen Einkünften ausgestattet. Als Taufkirche wird die Kapelle nicht zu verstehen sein, obgleich sie in der Literatur verschiedentlich mit dem Gang zum Taufbrunnen in Verbindung gebracht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu [[Ostern]] fanden hier vermutlich liturgische [[Osterspiel]]e statt, bei denen der Heilig-Grab-Aufbau in die [[Liturgie]] einbezogen wurde. Vor Publikum wurden die Stationen der Auferstehung szenisch dargestellt: der Besuch der drei Frauen am Grabe, der Wettlauf der Jünger zum Grab, die Erscheinung des Auferstandenen. Die Rollen wurden von Geistlichen übernommen und auf Latein gesprochen. Damit wäre die Mauritiusrotunde die „älteste erhaltene nachantike [[Bühne (Theater)|Bühne]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jezel 1985&amp;quot;&amp;gt;Jezler 1985; referiert und zitiert bei Maurer 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das „Konstanzer Osterspiel“ ist in seiner Grundform und Einordnung in die Domliturgie rein liturgisch und wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit begangen. In seiner Ausstattung und Funktion tritt das Heilige Grab in intensive Verbindung zu seiner Anlage auf dem ehemaligen Kapitelfriedhof und mit dem Kreuzgang, welcher mit Darstellungen der [[Leidenswerkzeuge]], bzw. der [[Passion Jesu|Passion Christi]] selbst ausgestattet war. Das Heilige Grab und die Mauritiusrotunde sind noch heute fester Bestandteil der Festliturgie und werden in der Heiligen Woche weiterhin als Ostergrab genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Flemming 2002&amp;quot;&amp;gt;Flemming 2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über Jahrhunderte war die Mauritiusrotunde Ziel von [[Pilgerfahrt]]en. Die zahlreichen [[Pilger]] – vor allem Gläubige aus der Umgebung, die sich die weite Reise ins Heilige Land nicht leisten konnten – umrundeten das Heilige Grab drei Mal. Ein kleiner, im Heiligen Grab eingemauerter Stein stammt angeblich vom Grab Christi und soll von Konrad selbst von seinen Pilgerreisen mitgebracht worden sein. Für den Besuch des Konstanzer Münsters und seines Heiligen Grabes wurde für Pilger ein Ablass ausgesprochen. Noch heute ist die Kapelle eine Station auf drei Teilstrecken des [[Jakobsweg]]es: dem [[Oberschwäbischer Jakobsweg|Oberschwäbischen Jakobsweg]] und der [[Via Beuronensis]] dient die Mauritiuskapelle als Zielpunkt, dem [[Schwabenweg]] als Ausgangspunkt in die nahe Schweiz. Bischof [[Konrad von Konstanz]] wurde selbst an der Außenmauer der Kapelle beigesetzt, wo sein Grab vermutlich bereits kurz nach seinem Tod zum Ziel von [[Wallfahrer]]n wurde. Konrads [[Heiligsprechung]] im Jahr 1123 steigerte noch die bestehende Verehrung. Über seinem mutmaßlichen Grab wurde zur Zeit der Heiligsprechung oder bereits früher ein kleiner Kapellenraum errichtet, der westlich an den Sockel der Mauritiusrotunde anschließt, aber nur von der [[Krypta]] des Münsters aus zugänglich ist. Die Konradikapelle besitzt eine künstlerisch hervorragende Ausstattung mit dem sogenannten Bockstorffer Altar (15. Jh.) und der durch [[Beuroner Schule|Beuroner Malermönche]] gestalteten Wandmalerei im byzantinischen Stil (siehe [[Konstanzer Münster#Konradikapelle]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inschriftentafel ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Inschriftentafel Römerkastell Vitudurum.JPG|mini|Inschriftentafel aus der Mauritius&amp;amp;shy;rotunde, heute im [[Rathaus (Winterthur)|Rathaus]] von Winterthur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Südwand der Rotunde war lange Zeit eine Steintafel (1,63 × 0,74 m) mit einer römischen Inschrift aus dem Jahr 294 eingelassen. Sie stammte als Fragment einer größeren Tafel aus dem römischen [[Römische Militärlager|Kastell]] [[Vitudurum]] (heute auf Gebiet des Winterthurer Stadtteils [[Oberwinterthur]]) und wurde im frühen Mittelalter – vielleicht von Bischof Konrad selbst – nach Konstanz gebracht. 1968 wurde sie der Stadt [[Winterthur]] geschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Walter Drack, Rudolf Fellmann | Titel=Die Römer in der Schweiz | Verlag=Konrad Theiss Verlag | Ort=Stuttgart | Datum=1988 | ISBN=3-8062-0420-9 | Seiten=556 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seither ist sie im [[Rathaus (Winterthur)|Rathaus]] von Winterthur ausgestellt; in der Mauritiusrotunde findet sich lediglich eine Abschrift. Der Text der Inschrift lautet wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|05249}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „[I]MP(erator) CAES(ar) C(aius) AURE(lius) VAL(erius) DIOCLETIAN[US PONT(ifex) MAX(imus) GER(manicus) MAX(imus) II]&lt;br /&gt;
: SAR(maticus) MAX(imus) PERS(icus) MAX(imus) TRIB(unicia) POT(estate) XI IM[P(erator) X CO(n)S(ul) V P(ater) P(atriae) PROCO(n)S(ul) ET]&lt;br /&gt;
: IMP(erator) CAES(ar) M(arcus) AUR(elius) VAL(erius) MAX{si}IMIA[NUS PONT(ifex) MAX(imus) GER(manicus) MAX(imus) SAR(maticus)]&lt;br /&gt;
: MAX(imus) PERS(icus) MAX(imus) TRIB(unicia) POT(estate) X IMP(erator) VIIII CO(n)[S(ul) IIII P(ater) P(atriae) PROCO(n)S(ul) P(ii) F(elices) INV(icti) AUGG(usti)]&lt;br /&gt;
: ET VAL(erius) CONSTANTIUS ET GAL(erius) VAL(erius) [MAXIMIANUS NOBILISSIMI]&lt;br /&gt;
: [C]AESS(ares) MURUM VITUDURENSEM A S[OLO SUMPTU SUO FECERUNT]&lt;br /&gt;
: AURELIO PROCULO V(iro) P(erfectissimo) PR[AES(ide) PROV(inciae) CURANTE]“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Der Kaiser [[Diokletian|Gaius Aurelius Valerius Diocletianus]], [[Pontifex Maximus]], zum zweiten Mal größter [[Germanen]]sieger, größter [[Sarmaten]]sieger, größter [[Perser (Volk)|Persersieger]], im elften Jahr seiner [[Tribunizische Gewalt|tribunizischen Gewalt]], zum zehnten Mal zum [[Imperator]] ausgerufen, zum fünften Mal [[Consulat|Konsul]], Vater des Vaterlandes, [[Proconsul|Prokonsul]], und&amp;lt;br /&amp;gt; der Kaiser [[Maximian|Marcus Aurelius Valerius Maximianus]], Pontifex Maximus, größter Germanensieger, größter Sarmatensieger, größter [[Perser (Volk)|Persersieger]], im zehnten Jahr seiner [[Tribunizische Gewalt|tribunizischen Gewalt]], zum neunten Mal zum Imperator ausgerufen, zum vierten Mal [[Consulat|Konsul]], Vater des Vaterlandes, [[Proconsul|Prokonsul]], die frommen, glücklichen, siegreichen Kaiser, &amp;lt;br /&amp;gt; und [[Constantius I.|Valerius Constantius]] und [[Galerius|Galerius Valerius Maximianus]], die durchlauchtigsten &amp;lt;br /&amp;gt; Unterkaiser ([[Caesar (Titel)|&amp;#039;&amp;#039;Caesares&amp;#039;&amp;#039;]]), haben die Kastellmauer von [[Vitudurum]] von Grund auf auf ihre Kosten bauen lassen &amp;lt;br /&amp;gt; unter Leitung des Aurelius Proculus, des erlauchten Provinzstatthalters.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer 1975&amp;quot;&amp;gt;Übersetzung zitiert nach Maurer 1989, S. 71, hier jedoch wesentlich ergänzt und verändert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Transkript und weitere Quellenhinweise: Franz Xaver Kraus (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler des Grossherzogthums Baden (Band 1): Die Kunstdenkmäler des Kreises Konstanz&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg i. Br. 1924, S. 84 {{Webarchiv|url=http://diglit.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kraus1924/0099 |wayback=20131113170847 |text=Digitalisat |archiv-bot=2019-04-30 16:43:58 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Konstanz galt die Tafel im Mittelalter als wertvolles Dokument, da sie den Namen des römischen Kaisers [[Constantius I.]] verzeichnet, der als Namensgeber der Stadt gilt. Der Stein wurde so behauen, dass der Name des vermeintlichen Stadtgründers in die Mitte rückte. Die spätmittelalterliche Konstanzer Bürgerschaft nahm die Nennung als Beweis, dass die Stadt von den Römern gegründet wurde. Zwar steht die Bischofskirche tatsächlich auf einem römischen [[Römische Militärlager|Kastell]] des 4. Jahrhunderts n. Chr., der Inschriftstext bezieht sich jedoch auf [[Vitudurum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom einfachen Volk wurde die Inschrift als [[Heiltum]] verehrt. Gläubige berührten den Stein und bestrichen dann mit der Hand ihr Gesicht. Über diesen Brauch berichten sowohl der italienische [[Humanist]] [[Leonardo Bruni]], der das [[Konzil von Konstanz|Konstanzer Konzil]] besuchte, wie auch [[Hartmann Schedel]]s &amp;#039;&amp;#039;Weltchronik&amp;#039;&amp;#039; von 1493. Schedel spottet jedoch über diese Form der [[Volksfrömmigkeit]], dass sie aus Naivität nicht den christlichen Heiligen, sondern den Christenverfolgern gelte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „dieselben tafel künde wenig Costnitzer lesen. das gemain volck helt dieselben tafel für ein heylthumb. die frewlein und das ander unerfarn volck hat mit berürung irer hend und mit bestreichung irer antlitze dieselben buochstaben yetzo schier gantz vo der tafel abgetilgt. wiwol doch daselbst geschriben sind die namen nit der heilligen cristi. sunder der verfolger christenlichs glawbes.“ (CCXLI).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gabriele Ulrike Flemming: &amp;#039;&amp;#039;Das Konstanzer Osterspiel. Eine literaturwissenschaftliche und kulturhistorische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Konstanz 2001 (Universität Konstanz, Magisterarbeit, 2002).&lt;br /&gt;
* Peter Jezler: &amp;#039;&amp;#039;Gab es in Konstanz ein ottonisches Osterspiel? Die Mauritius-Rotunde und ihre kultische Funktion als Sepulchrum Domini.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Adolf Reinle]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Variorum mvnera florvm. Latinität als prägende Kraft mittelalterlicher Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift für [[Hans F. Haefele]] zu seinem 60. Geburtstag. Thorbecke, Sigmaringen 1985, ISBN 3-7995-7035-7, S.&amp;amp;nbsp;91–128.&lt;br /&gt;
* [[Peter Kurmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heilige Grab in Konstanz, Gestalt und Funktion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation – Tagung der Dombaumeister, Münsterbaumeister, Hüttenmeister. 10.–14. September 1985 in Konstanz.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation der Dombaumeistertagung.&amp;#039;&amp;#039; Staatliches Hochbau- und Universitäts-Bauamt, Konstanz 1985.&lt;br /&gt;
* [[Helmut Maurer (Historiker)|Helmut Maurer]]: &amp;#039;&amp;#039;Konstanz im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Konzil.&amp;#039;&amp;#039; Stadler, Konstanz 1989, ISBN 3-7977-0182-9 (&amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Konstanz&amp;#039;&amp;#039; 1).&lt;br /&gt;
* [[Heribert Reiners]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Münster Unserer Lieben Frau zu Konstanz.&amp;#039;&amp;#039; Thorbecke, Konstanz 1955 (&amp;#039;&amp;#039;Die Kunstdenkmäler Südbadens&amp;#039;&amp;#039; 1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mauritiusrotunde (Constance)|Mauritiusrotunde}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47.6633 |EW=9.17675 |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mauritiuskirche|Konstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilig-Grab-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konrad von Konstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotische Kirche|Konstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Konstanz|Mauritiusrotunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kollegiatstift|Konstanz Mauritius]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Vorromanik in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ottonische Architektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk im Landkreis Konstanz|Konstanz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentralbau in Deutschland|Konstanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rendor Thuces Al&#039;Nachkar</name></author>
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