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	<title>Maurischer Stil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:18:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maurischer_Stil&amp;diff=1441540&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2025-12-24T10:38:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Alhambra-Granada-2003.jpg|mini|hochkant=1.3|Löwenhof und [[Löwenbrunnen (Alhambra)|Löwenbrunnen]] in der [[Alhambra]] in [[Granada]]]]&lt;br /&gt;
Die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maurischer Stil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maurische Kunst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen die architektonischen und dekorativen Kunstäußerungen der Berber und der zeitweise mit ihnen verbündeten Araber im [[Maghreb]] und in [[Al-Andalus|Andalusien]] in der Zeit des 8. bis 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neomaurischer Stil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird bei Bauten oder kunsthandwerklichen Produkten des 19. oder 20. Jahrhunderts in Spanien oder anderen Teilen Europas und der Welt angewandt, die sich auf ältere maghrebinische Vorbilder beziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zaragoza-Aljaferia-islamic-palace-2.JPG|mini|[[Aljafería]], Saragossa]]&lt;br /&gt;
Die arabischen Heerführer, die in der 2. Hälfte des 7. Jahrhunderts den Westen Nordafrikas (&amp;#039;&amp;#039;al-maghrib&amp;#039;&amp;#039;) eroberten, waren in hohem Maße den Denktraditionen Arabiens, Syriens und Ägyptens verhaftet. Doch schnell stellte sich heraus, dass ohne die Hilfe der zahllosen Berberstämme eine weitere Expansion des Islam im Westen schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein würde. Nach der Eroberung Andalusiens (711–ca. 750) und der Etablierung des [[Emirat von Córdoba|Emirats von Córdoba]] durch den [[Omayyaden]]-Flüchtling [[Abd ar-Rahman I.]] (reg. 756–788) setzte allmählich eine rege Bautätigkeit ein. Während die [[ʿUqba ibn Nāfiʿ|ʿUqba-ibn-Nāfiʿ]]-Moschee von [[Kairouan]] (nach 703), die [[Mezquita de Córdoba]] (nach 784) und die [[Qarawīyīn-Moschee|Kairaouine-Moschee]] von [[Fès]] (nach 857) noch in hohem Maße den eher strengen syrischen Bauauffassungen verhaftet sind (vgl. [[Umayyaden-Moschee]], [[Damaskus]]), zeigen spätere Erweiterungen sowie Neubauten eine große ornamentale Schaffensbreite. Ganz besonders ist in diesem Zusammenhang die vor den Toren [[Córdoba (Spanien)|Córdoba]]s liegende Palaststadt [[Madīnat az-zahrāʾ|Medina Azahara]] (nach 936) zu erwähnen, bei der das Dekor und das lockere Gefüge der Bauten ihre repräsentativen Ansprüche unterstreichen. Ähnliches gilt für die Paläste der [[Alhambra]]-Festung von [[Granada]] und der [[Aljafería]] von [[Saragossa]] (beide hauptsächlich nach 1300). Das für den Maurischen Stil so charakteristische Rautenpaneel (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Giralda]] oder [[Hassan-Turm]]) erscheint erstmals im oberen Teil der Fassade der ehemaligen [[Moschee]] und späteren Kirche &amp;#039;&amp;#039;[[El Cristo de la Luz]]&amp;#039;&amp;#039; (999/1000) in [[Toledo]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Cúpula almorávide (Marrakech).jpg|mini|[[Koubba el-Baadiyn]] in [[Marrakesch]] (um 1120)]]&lt;br /&gt;
Im Norden Afrikas begann man um das Jahr 1007 ebenfalls mit der Errichtung von Palaststädten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Beni-Hammad-Festung|Qala der Banu Hammad]] im heutigen Algerien), von der jedoch außer einem [[Minarett]] kaum etwas erhalten ist. Es dauerte noch weitere 110&amp;amp;nbsp;Jahre bis zum Bau der [[Koubba el-Baadiyn]] in der von den [[Almoraviden]] neugegründeten Stadt [[Marrakesch]], die in ihrer Deckengestaltung erstmals Ornamente (z.&amp;amp;nbsp;B. Muscheln) zeigt, wie sie für den Maurischen Stil späterer Jahrhunderte vorbildhaft sein sollten. Hierbei ist auch die Tatsache erwähnenswert, dass die Bauten in Córdoba und Medina Azahara immer noch komplett in Stein gearbeitet waren, während die Bauten Nordafrikas in ihrem Kern aus [[Stampflehm]] vermischt mit [[Bruchstein]]en bestehen oder aus [[Mauerziegel|Ziegelsteinen]] gemauert sind und anschließend verputzt oder mit [[Stuck]]dekor ausgekleidet wurden. Unter den sowohl in religiösen als auch kulturellen Belangen als rigoros und dekorfeindlich geltenden [[Almohaden]] traten die Ziegelsteinbauweise und das Stuckdekor gegenüber der eher einfachen und strengen Stampflehm- und Natursteinbauweise wieder zurück (vgl. [[Moschee von Tinmal]] und [[Koutoubia-Moschee]]). Die [[Azulejo|Kachelmosaiken]] im oberen Bereich des Koutoubia-Minaretts sind möglicherweise die ersten ihrer Art in Marokko und gehören der Zeit um 1200 an. Erst unter den [[Meriniden]] (1269–1465) begann die breite Fächerung des sowohl materialästhetisch als auch kunsthandwerklich hervorstechenden Maurischen Stils in [[Marokko]] (vgl. [[Medersa Attarine]], Fès oder [[Madrasa Bū ʿInānīya von Meknès|Medersa Bou Inania]], Meknès), der auch noch unter den [[Saadier]]n (16./17. Jahrhundert) und den [[Alawiden]] (v.&amp;amp;nbsp;a. bei den Bauten [[Mulai Ismail]]s) Anwendung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Formenrepertoire ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bou Inania Medersa.jpg|mini|hochkant|[[Madrasa Bū ʿInānīya von Meknès|Medersa Bou Inania]], [[Meknès]]]]&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|anzahl=3|liste=&lt;br /&gt;
Zum typischen Formenrepertoire des Maurischen Stils gehören:&lt;br /&gt;
* schlanke [[Säule#Doppelsäulen und Säulengruppen|Säulen]], oft paarweise oder in Gruppen&lt;br /&gt;
* [[Hufeisenbogen]] (oft überschneidend)&lt;br /&gt;
* [[Alfiz]]-Rahmungen von Fenstern und Türen&lt;br /&gt;
* [[Zwillingsfenster]] (&amp;#039;&amp;#039;[[ajimez]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Muqarnas]]-Dekore&lt;br /&gt;
* [[Lambrequin#Lambrequinbögen|Lambrequinbögen]]&lt;br /&gt;
* [[Stuck]]dekore mit geometrischen und vegetabilischen Motiven&lt;br /&gt;
* Muschelornamente&lt;br /&gt;
* Rautendekore (&amp;#039;&amp;#039;[[sebka]]&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Vielpass#Vielpassbögen|Vielpassbögen]] und [[Lambrequin#Lambrequinbögen|Lambrequinbögen]]&lt;br /&gt;
* [[Maschrabiyya]]-Schnitzereien&lt;br /&gt;
* [[Azulejo#Kachelmosaike]] (&amp;#039;&amp;#039;[[azulejos]]&amp;#039;&amp;#039;) mit [[Flechtband]]- und Sternmotiven&lt;br /&gt;
* Inschriftbänder aus Stuck oder in Wandkacheln&lt;br /&gt;
* [[Artesonado]]-Decken und -türen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Bekannte Bauten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Saadian Tombs(js)2.jpg|mini|hochkant|[[Saadier-Gräber]], [[Marrakesch]]]]&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|anzahl=3|liste=&lt;br /&gt;
* [[Mezquita de Córdoba]] (Villaviciosa-Kapelle und Außendekor)&lt;br /&gt;
* [[Madīnat az-zahrāʾ|Medina Azahara]] (Botschaftersaal)&lt;br /&gt;
* [[El Cristo de la Luz|El-Cristo-de-la-Luz]]-Moschee, Toledo&lt;br /&gt;
* [[Koubba el-Baadiyn]], Marrakesch&lt;br /&gt;
* [[Moschee von Tinmal]], Hoher Atlas&lt;br /&gt;
* [[Große Moschee von Taza|Große Moschee]], Taza&lt;br /&gt;
* [[Koutoubia-Moschee]], Marrakesch&lt;br /&gt;
* [[Bab Agnaou]], Marrakesch&lt;br /&gt;
* [[Hassan-Turm]], Rabat&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Oudaia-Tor]], Rabat--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Alhambra]]-Palast, Granada&lt;br /&gt;
* [[Aljafería]]-Palast, Saragossa&lt;br /&gt;
* [[Madrasa Bū ʿInānīya von Meknès|Medersa Bou Inania]], Meknès&lt;br /&gt;
* [[Medersa Attarine]], Fès&lt;br /&gt;
* [[Medersa Ben Youssef]], Marrakesch&lt;br /&gt;
* [[Saadier-Gräber]], Marrakesch&lt;br /&gt;
* [[Bab Mansour]], Meknès&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mudéjar-Stil ==&lt;br /&gt;
Eine spätmittelalterliche und frühneuzeitliche Nachwirkung des Maurischen Stils findet sich im [[Mudéjares|Mudéjarstil]] im Spanien des 12. bis 17. Jahrhunderts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neomaurischer Stil ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Orientalisierende Architektur}}&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff „Neomaurischer Stil“ werden historisierende Bauten und Kunsthandwerk des 19. und 20. Jahrhunderts – hauptsächlich auf der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]], aber auch in Malta, Frankreich, England, Österreich und Deutschland – zusammengefasst, die Formen und andere Techniken (z.&amp;amp;nbsp;B. Glasuren) des Maurischen Stils aufnehmen oder imitieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Villa Alhambra, Sliema (2).jpg|[[Villa Alhambra (Sliema)|Villa Alhambra]], Sommersitz des Architekten [[Emanuele Luigi Galizia]] in [[Sliema]], Malta&lt;br /&gt;
Gran teatro falla.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Gran Teatro Falla&amp;#039;&amp;#039;, [[Cádiz]]&lt;br /&gt;
Maurischer Saal SW.jpg|Maurischer Saal, [[Hotel Halm]], [[Konstanz]]&lt;br /&gt;
Wilhelma_Bauten-pjt6.jpg|Damaszenerhalle, [[Wilhelma]], [[Stuttgart]]&lt;br /&gt;
Plaza de América (Séville).JPG|Gebäude im Maria-Luisa-Park, [[Sevilla]]&lt;br /&gt;
Palacio de las Ursulinas.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Palacio de las Ursulinas&amp;#039;&amp;#039;, [[Havanna]]&lt;br /&gt;
Loule-Markthalle.JPG|Markthalle von [[Loulé]], Portugal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunsthandwerk ==&lt;br /&gt;
Aus dem Bereich des nicht architekturgebundenen [[Kunsthandwerk]]s sind nur wenige glasierte [[Alhambra-Vase|Vasen]] und [[Aquamanile]] erhalten, ansonsten ist das meiste im Lauf der Zeit verlorengegangen. Die Existenz von Webteppichen, gemusterten Seiden-, Woll- und Baumwollstoffen sowie von punzierten Leder- und Metallarbeiten ist durch Schriftquellen und Fundreste bezeugt. Daneben spielt die Kunst der Herstellung und der ornamentalen Verzierung von Waffen (v.&amp;amp;nbsp;a. [[Dolch]]e) eine bedeutende Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Burchard Brentjes]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Mauren. Islamische Traditionen in Nordafrika und Südspanien.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1992, ISBN 3-7701-2720-X&lt;br /&gt;
* Marianne Barucand, [[Achim Bednorz]]: &amp;#039;&amp;#039;Maurische Architektur in Andalusien.&amp;#039;&amp;#039; Taschen-Verlag, Köln, ISBN 3-8228-0424-X.&lt;br /&gt;
* [[Georg Bossong]]: &amp;#039;&amp;#039;Das maurische Spanien. Geschichte und Kultur&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beck’sche Reihe. C.-H.-Beck-Wissen&amp;#039;&amp;#039; 2395). Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-55488-9.&lt;br /&gt;
* Burchard Brentjes: &amp;#039;&amp;#039;Die Mauren. Der Islam in Nordafrika und Spanien (642–1800)&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1989, ISBN 3-7008-0381-8.&lt;br /&gt;
* Michael Brett, [[Werner Forman]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mauren. Islamische Kultur in Nordafrika und Spanien&amp;#039;&amp;#039;. Luzern 1986, ISBN 3-7611-0684-X.&lt;br /&gt;
* [[André Clot]]: &amp;#039;&amp;#039;Das maurische Spanien. 800&amp;amp;nbsp;Jahre islamische Hochkultur in Al Andalus&amp;#039;&amp;#039;. Patmos, Düsseldorf 2004, ISBN 3-491-96116-5.&lt;br /&gt;
* [[Arnold Hottinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mauren – arabische Kultur in Spanien&amp;#039;&amp;#039;. Fink, München 2005, ISBN 3-7705-3075-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Moors (people)|Mauren}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hr-rose.de/?thema=architektur_baukunst_der_mauren_in_spanien &amp;#039;&amp;#039;Hans Diego Rose: Architektur der Mauren in Spanien&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://universal_lexikon.deacademic.com/271102/maurischer_Stil &amp;#039;&amp;#039;Universallexikon: Maurischer Stil&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Kunst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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