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	<title>Maurice Gamelin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maurice_Gamelin&amp;diff=612772&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stiller Zuhörer: /* Zweiter Weltkrieg */ kk</title>
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		<updated>2024-06-24T15:26:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zweiter Weltkrieg: &lt;/span&gt; kk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maurice Gamelin.jpg|mini|Maurice Gamelin (1939)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maurice Gustave Gamelin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. September]] [[1872]] in [[Paris]]; † [[18. April]] [[1958]] ebenda) war ein [[Frankreich|französischer]] [[Général d’armée]]. Er war 1940 [[Oberbefehlshaber|Befehlshaber]] der [[Französische Streitkräfte|französischen Streitkräfte]] und mitverantwortlich für die schnelle Niederlage Frankreichs während des [[Westfeldzug]]s gegen Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärlaufbahn ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maurice Gamelin Time cover 1939.jpg|mini|Gamelin auf dem Cover des &amp;#039;&amp;#039;[[Time]]&amp;#039;&amp;#039; Magazins, fotografiert von [[Margaret Bourke-White]] (1939)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice Gamelin entstammte einer Pariser Offiziersfamilie. Er besuchte die angesehene katholische Privatschule [[Collège Stanislas]] und trat am 31. Oktober 1891 in die [[Militärschule Saint-Cyr]] ein, die er 1893 als Jahrgangsbester abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Alexander: The Republic in Danger: General Maurice Gamelin and the Politics of French Defence, 1933–1940. Cambridge University Press. p. 13. ISBN 978-0-521-52429-2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend diente er dem &amp;#039;&amp;#039;3e régiment de tirailleurs algériens&amp;#039;&amp;#039; in [[Französisch-Nordafrika]]. Zwischen 1897 und 1899 absolvierte Gamelin die Ausbildung zum [[Generalstabsoffizier|Stabsoffizier]] an der [[École supérieure de guerre]], die er als Zweitbester seines Jahrgangs beendete. Im Rang eines [[Hauptmann (Offizier)|Capitaine]] wurde er 1900 in den [[Stab (Militär)|Stab]] des XV. [[Armeekorps]] berufen, ehe er 1904 den Befehl über das 15. Bataillon der &amp;#039;&amp;#039;[[Chasseurs alpins]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Brienne-le-Château]] übernahm. 1906 publizierte Gamelin die militärische Abhandlung &amp;#039;&amp;#039;Étude philosophique sur l’art de la Guerre&amp;#039;&amp;#039; und galt als kommender Militärtheoretiker der französischen Armee. Gamelin erhielt Förderung durch General [[Joseph Joffre]] und diente bis 1911 als dessen [[Ordonnanzoffizier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer dreijährigen Verwendung als Bataillonschef der &amp;#039;&amp;#039;Chasseurs alpins&amp;#039;&amp;#039; in [[Annecy]] wurde Gamelin im März 1914 durch Generalstabschef Joffre in dessen [[Generalstab]] berufen. Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] verblieb Gamelin zunächst im &amp;#039;&amp;#039;[[Grand Quartier Général (1914–1919)|Grand Quartier Général]] (G.Q.G.)&amp;#039;&amp;#039; und avancierte zu einem der engsten Mitarbeiter Joffres. In dieser Funktion trug er zum Sieg in der [[Schlacht an der Marne (1914)|Schlacht an der Marne]] bei. Am 1. November 1914 wurde Gamelin zum [[Oberstleutnant|Lieutenant-colonel]] befördert und wechselte in den aktiven Truppendienst an der [[Westfront (Erster Weltkrieg)|Westfront]]. Als Befehlshaber der &amp;#039;&amp;#039;2e demi-brigade de chasseurs à pied&amp;#039;&amp;#039; kämpfte Gamelin im [[Elsass]] und an der [[Somme]]. Im April 1916 setzte er seinen Aufstieg fort und wurde [[Oberst|Colonel]]. Nach einer kurzen Rückkehr in das G.Q.G. wurde Gamelin Stabschef der Heeresgruppe Reserve unter General [[Joseph Alfred Micheler]]. Vom 11. Mai 1917 bis zum Kriegsende am 11. November 1918 war Gamelin als [[Brigadegeneral|Général de brigade]] Kommandeur der 9. Infanteriedivision an der [[Oise]] und trug maßgeblich dazu bei, die dortige deutsche Offensive aufzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Weltkriegs war Gamelin Leiter der französischen Militärmission in [[Brasilien]] (1919 bis 1924). Anschließend diente er von 1924 bis 1929 als Oberbefehlshaber der französischen Kolonialtruppen in der [[Levante]] ([[Völkerbundmandat für Syrien und Libanon]]). Dort schlug Gamelin Aufstände der Einheimischen nieder ([[Syrische Revolution]]) und befriedete die Region. 1929 kehrte er als Kommandant eines Armeekorps nach Frankreich zurück. 1931 wurde er schließlich als Nachfolger [[Maxime Weygand]]s [[Generalstab]]schef des [[Französisches Heer|französischen Heeres]] und 1935 Vizepräsident des [[Conseil supérieur de la guerre|Obersten Kriegsrats]] und Generalinspekteur der Streitkräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Gamelin die Aufgaben eines [[Oberbefehlshaber]]s nur unzureichend wahrnehmen konnte, lag an einer [[Syphilis]]erkrankung in fortgeschrittenem Stadium&amp;lt;ref&amp;gt;Barnett Singer (2008): &amp;#039;&amp;#039;Maxime Weygand: A Biography of the French General in Two World Wars&amp;#039;&amp;#039;, [https://books.google.de/books?id=0VZeIHEv3FkC&amp;amp;pg=PA215&amp;amp;dq=syphilis+gamelin&amp;amp;hl=en&amp;amp;ei=hDtITsiTNIOTswacis24Bw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=syphilis%20gamelin&amp;amp;f=false S. 215]&amp;lt;/ref&amp;gt;, an der er seit 1930 litt. Die damaligen Therapiemethoden, die die Verabreichung von Arsen-Bismuth-Quecksilber-Präparaten und Malaria-Therapien (welche die durch die Syphilis verursachten Lähmungserscheinungen milderten) umfassten, konnten das Voranschreiten der Syphilis nicht aufhalten. Als Folge traten bei Gamelin u.&amp;amp;nbsp;a. Gedächtnisstörungen und Bewusstseinstrübungen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andrew Knighton |url=https://www.warhistoryonline.com/world-war-ii/maurice-gamelin-fall-france-1940.html |titel=Maurice Gamelin and the Fall of France 1940 {{!}} War History Online |datum=2018-02-23 |sprache=en |abruf=2023-12-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Stabs- und Truppenoffiziere sahen sich permanent mit widersprüchlichen Aussagen ihres Oberbefehlshabers konfrontiert. Die Erkrankung schien außerdem seine ablehnende Haltung gegenüber der modernen Kriegsführung auf irrationale Weise zu bekräftigen. Mechanisierung und Motorisierung der Truppen sowie Großverbände der [[Panzertruppe]] und den massiven Einsatz von [[Französische Luftstreitkräfte|Luftstreitkräften]] lehnte er entschieden ab; gegenteilige Meinungen wertete er als persönlichen Verrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seinen raschen Aufstieg in den 1930er Jahren waren neben seiner taktisch defensiven und strategisch passiven (nichtinterventionistischen) Grundhaltung, die in der damaligen französischen Politik lagerübergreifend Anklang fand, auch nichtmilitärische Gründe entscheidend. So galt Gamelin als [[Republik]]aner, was ihn von zahlreichen Weggefährten, etwa dem [[Rechtskonservatismus|rechtskonservativen]] Weygand, abhob und in einer in weiten Teilen republikfeindlichen politischen Landschaft aus rechten und [[Monarchie|monarchistischen]] sowie [[Kommunismus|kommunistischen]] Republikfeinden ein nicht zu unterschätzender Faktor für seine Ernennung war. Außerdem galt er, auch aufgrund seiner schlechten Gesundheit, als leicht beeinflussbar, was der Staatsführung entgegenkam, die ein [[Staat im Staate|politisches Eigenleben des Militärs]] zu verhindern suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zweiter Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:The British Army in France 1939 O158.jpg|mini|Der Oberbefehlshaber des [[British Expeditionary Force#Zweiter Weltkrieg|BEF]] [[John Vereker, 6. Viscount Gort|Lord Gort]] (links) und Gamelin (Mitte) am 13. Oktober 1939]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 begann die deutsche [[Wehrmacht]] den [[Überfall auf Polen|Polenfeldzug]]. Gamelin hatte als Generalstabschef eine defensive und konservative Grundhaltung zur Kriegsführung durchgesetzt, die sich auch in der zurückhaltenden Reaktion Frankreichs auf Hitlers [[Rheinlandbesetzung (1936)|Rheinlandbesetzung]] und die [[Sudetenkrise]] 1938 zeigte. Dennoch wurde er mit dem Beginn des Krieges Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte in Frankreich. Trotz weitgehender Entblößung des deutschen Westens verzichteten das französische Heer und die [[British Expeditionary Force]] auf einen Angriff zur Entlastung des [[Britisch-französische Garantieerklärung|verbündeten Polen]]. Es erfolgten lediglich kleinere zaghafte Vorstöße im [[Saarland]]. Die Truppen unter Gamelins Befehl blieben hinter der [[Maginotlinie]], dieser Krieg ohne Kriegshandlung wird als &amp;#039;&amp;#039;Drôle de guerre&amp;#039;&amp;#039; oder [[Sitzkrieg]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Beginn des [[Westfeldzug]]s am 10. Mai 1940 zeigte sich, dass Gamelin als Oberbefehlshaber überfordert war. Er erkannte nicht, dass die deutsche [[Heeresgruppe B]], die die [[Niederlande]] und [[Belgien]] überfallen hatte, ihm nur eine Neuauflage des [[Schlieffenplan]]s vorspiegeln sollte. Die Truppen unter seinem Befehl rückten nach Norden vor, um dort gemeinsam mit den niederländischen und belgischen Streitkräften die Hauptfront gegen die Wehrmacht zu bilden. Gamelin blieb in seinem Hauptquartier im [[Schloss Vincennes]] bei [[Paris]] und verlor sehr schnell den Überblick über die Kampfhandlungen; zum einen aufgrund seiner Entfernung zur Front, zum anderen aufgrund des Zusammenbruchs der Kommunikationssysteme. Seine defensive Grundhaltung hatte zudem in der französischen Armee dem [[Defätismus]] Vorschub geleistet. Ebenso hatte er die Bedeutung der Panzerwaffe nicht erkannt, Befürworter einer aktiveren Kriegsführung wie [[Charles de Gaulle]] waren vor dem Krieg in Frankreich ohne Gehör geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katastrophale Entwicklung der Situation für die Alliierten führte schließlich am 19. Mai zu Gamelins Amtsenthebung, rund eine Woche nach dem Beginn des deutschen Angriffs. Er wurde durch General Maxime Weygand, seinen Vorgänger als Generalstabschef, ersetzt und in den Ruhestand verabschiedet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1942 wurde Gamelin von [[Vichy-Regime|Vichy-Frankreich]] im [[Prozess von Riom]] als Mitverantwortlicher für die Niederlage angeklagt. [[Philippe Pétain]] nahm ihn aus dem Verfahren. Er wurde im  [[Etsaut#Sehenswürdigkeiten|Fort du Portalet]] (Département Pyrénées-Atlantiques) gefangengehalten. Nachdem Deutschland Südfrankreich besetzt hatte ([[Unternehmen Anton]], 11. November 1942), wurde er an Deutschland ausgeliefert. Das [[NS-Regime]] internierte ihn zusammen mit französischen Vorkriegspolitikern, z. B. [[Édouard Daladier]] und [[Léon Blum]], im [[Außenlager des KZ Dachau]] auf [[Schloss Itter]] in [[Tirol]]. Am 5. Mai 1945 wurden die dort Inhaftierten bei der [[Schlacht um Schloss Itter]] von Truppen der [[Wehrmacht]] und [[United States Army|amerikanischen Armee]] im Einsatz gegen [[Waffen-SS]] befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Befreiung 1945 kehrte er nach Frankreich zurück, schrieb umfangreiche Memoiren&amp;lt;ref&amp;gt;drei Bände, veröffentlicht 1946/47  im Plon-Verlag; Titel: &amp;#039;&amp;#039;Servir&amp;#039;&amp;#039; (dt.: Dienen). [https://www.worldcat.org/title/servir/oclc/470518280 worldcat]&amp;lt;/ref&amp;gt; und lebte zurückgezogen. Am 18. April 1958 starb er in seiner Geburtsstadt Paris.&amp;lt;!--- woran ?---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin S. Alexander: &amp;#039;&amp;#039;The Republic in danger: General Maurice Gamelin and the politics of French defence, 1933-1940&amp;#039;&amp;#039;, Cambridge University Press, Cambridge 1992. ISBN 0-521-37234-8.&lt;br /&gt;
* James de Coquet: &amp;#039;&amp;#039;Le procès de Riom&amp;#039;&amp;#039;. A. Fayard, Paris 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119109735}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/005817}}&lt;br /&gt;
* [https://www.cheminsdememoire.gouv.fr/en/maurice-gustave-gamelin Biografische Notiz beim Verteidigungsministerium Frankreichs (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119109735|LCCN=n/90/607020|VIAF=29630566}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gamelin, Maurice}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Général d’armée (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Großkreuz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1872]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gamelin, Maurice&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gamelin, Maurice Gustave (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer General im Ersten und Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. September 1872&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. April 1958&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stiller Zuhörer</name></author>
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