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	<title>Maurice Duverger - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:06:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maurice_Duverger&amp;diff=508787&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Commons hinzugefügt, ISBN-Format, Komma ergänzt, Links normiert</title>
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		<updated>2025-11-28T22:07:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Commons hinzugefügt, ISBN-Format, Komma ergänzt, Links normiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maurice Duverger - Honoris Causa UAB.jpg|mini|Maurice Duverger(1988)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maurice Duverger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Juni]] [[1917]] in [[Angoulême]]; † [[17. Dezember]] [[2014]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lemonde.fr/disparitions/article/2014/12/22/maurice-duverger-professeur-de-droit-et-de-sciences-politiques-journaliste-et-editeur_4544800_3382.html Mort de Maurice Duverger, le « pape » de la science politique française]&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein französischer [[Jurist]], [[Politikwissenschaftler]], [[Autor]] und [[Politiker]]. In dem nach ihm benannten [[Duvergers Gesetz]] wird dargelegt, dass ein [[Verhältniswahlsystem]] (wie z.&amp;amp;nbsp;B. in Italien) zu einer Multiplikation von Parteien tendiert, und ein [[Mehrheitswahlsystem]] (wie z.&amp;amp;nbsp;B. in GB oder USA) zu einem [[Zweiparteiensystem]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensetappen ==&lt;br /&gt;
Als Professor für Rechtswissenschaft trug Duverger maßgeblich zur Etablierung der Politikwissenschaft als universitärer Disziplin bei. Er war über vierzig Jahre in der Lehre tätig; mit Professuren in Bordeaux (1940–1955), Poitiers (1942/1943), Paris (1955–1985, [[Sorbonne]] 1971–1985), Wien (1965), Tel-Aviv (1979), Genf (1983–1986) und New York (1986). 1962 wurde er in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maurice Duverger war von 1989 bis 1994 Mitglied in der [[SPE-Fraktion|sozialdemokratischen Fraktion]] des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]]s, in das er über die Liste des italienischen [[Partito Democratico della Sinistra]] (der Nachfolgepartei der [[Kommunistische Partei Italiens|Kommunistischen Partei Italiens]]) gewählt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Arbeit ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn seiner Karriere lehrte Duverger als Spezialist für [[Verwaltungsrecht]] in Bordeaux. Dank seines Kollegen Pière Maydieu, der ihm auch zum Kontakt mit den Zeitungen „[[Le Monde]]“ und „Libération“ verhalf, begann er, sich mit der Soziologie des Rechts und mit [[Verfassungsrecht]] zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Beeinflussung durch politische Themen kommt in seiner ersten Veröffentlichung „Die Verfassungen Frankreichs“ (1944) zum Ausdruck: Darin erklärt er die [[Vichy-Regime|französische Verfassung von 1940]] für irregulär und behauptet, die Versammlung, welche sie geschaffen habe, sei eine „De-facto-Regierung“. In der Résistance-Zeitung „Libération“ analysierte er zu jener Zeit zudem die Legitimität der [[Provisorische Regierung der Französischen Republik|Provisorischen Regierung]] Frankreichs und widmete sich der sozialwissenschaftlichen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner wies er schon 1944 dem [[Parteiensystem]] eine bedeutende Rolle für die Gestaltung der politischen Ordnung zu. 1946 weitete er seine Thesen dahingehend aus, dass es eine zwingende Beziehung zwischen Wahl- und Parteiensystemen gebe. Diese Beziehung stellt das Herzstück seiner wichtigsten Publikation dar: &amp;#039;&amp;#039;„Die politischen Parteien“&amp;#039;&amp;#039; (1951). Das Werk zählt zu den Klassikern der [[Parteienforschung]] – seine Bedeutung für die Wissenschaft wird durch die Übersetzung in viele Sprachen (Englisch, Deutsch, Spanisch, aber auch Türkisch, Iranisch und Arabisch) deutlich. Nach der von Duverger aufgestellten These über das Verhältnis von Wahl- und Parteiensystem, auch „Duvergers Gesetz“ genannt, befördert das [[Mehrheitswahlrecht]] den Parteiendualismus, d.&amp;amp;nbsp;h., es führt in aller Regel zu einem relativ starren [[Zweiparteiensystem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem nach ihm benannten „Gesetz“ hat Duverger maßgeblich den Begriff des „[[Semipräsidentielles Regierungssystem|semipräsidentiellen Regierungssystems]]“ geprägt. 1956 taucht dieses Prinzip in einem seiner Artikel in „[[Le Monde]]“ erstmals auf. Mit der Definition beschrieb er ursprünglich das „Mischsystem“ Frankreichs mit seiner „bipolaren“ [[Exekutive]]: Verfassungsgemäß hat Frankreich ein parlamentarisches System, in dem die vom [[Parlament]] gewählte [[Regierung]] die Exekutive stellt, allerdings kommen auch dem Präsidenten relevante exekutive Kompetenzen zu. Damit fällt, nicht zuletzt auch in den Augen der öffentlichen Meinung, dem Präsidenten eine zentrale Bedeutung zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Jurist Duverger widmete sich im Verlauf seiner Karriere vermehrt politikwissenschaftlichen Themen und kombinierte sie mit juristischen Materien. So beschäftigt ihn unter anderem die Beziehung zwischen gesellschaftlichen Kräften und juristischen Rahmenbedingungen. Schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg setzte er sich dafür ein, dass Politikwissenschaften verstärkt in die Universitätslehre einfließen. So gründete er 1948 das Institut für politische Studien in Bordeaux. Duverger ist damit einer der Mitbegründer der europäischen Politikwissenschaft, die sich erst nach 1945 zu etablieren begann. Als gelernter Jurist setzt er sich vor allem für die Beeinflussung der Rechts- durch die Politikwissenschaft ein. Nach seiner Definition ist Politikwissenschaft eine &amp;#039;&amp;#039;science-carrefour&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h., sie gilt als Treffpunkt für Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen: Historiker und Philosophen könnten sie ebenso prägen wie Rechtswissenschaftler, Anthropologen und Soziologen. Er selbst arbeitete u.&amp;amp;nbsp;a. in den 1970ern mit Geschichtswissenschaftlern am &amp;#039;&amp;#039;Centre d’Analyse comparative des Systèmes&amp;#039;&amp;#039; zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seinen wissenschaftlichen Werken veröffentlichte Duverger auch Artikel und Aufsätze in zahlreichen Zeitungen (vor allem in [[Le Monde]], in der bis 1964 existierenden Résistance-Tageszeitung Libération, [[El País]] und im [[Corriere della Sera]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Michels]]&lt;br /&gt;
* [[Moissei Jakowlewitsch Ostrogorski]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les constitutions de France&amp;#039;&amp;#039; (Die Französische Verfassung), 1944&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Les partis politiques&amp;#039;&amp;#039; (Die Politischen Parteien), 1951 – dt. 1959&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Droit constitutionnel et institutions politiques&amp;#039;&amp;#039; (Verfassungsrecht und politische Institutionen), 1955&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La IVeme République et le régime présidentiel&amp;#039;&amp;#039; (Die 4. Republik und die Präsidialordnung), 1961&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sociologie politique&amp;#039;&amp;#039; (Politiksoziologie), 1966&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;De la dictature&amp;#039;&amp;#039; (Über die Diktatur), 1961&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Janus: les deux faces de l’Occident&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie im technischen Zeitalter. Das Janusgesicht des Westens.&amp;#039;&amp;#039; Übers. und Vorwort [[Kurt Sontheimer]]. Piper, München 1973, ISBN 3-492-01998-6&lt;br /&gt;
* [[Europa-Union]] Schweiz, Hg.: &amp;#039;&amp;#039;Der historische Kompromiss. Chancen und Grenzen des [[Eurokommunismus]].&amp;#039;&amp;#039; Beträge von M. D., Theodor Leuenberger, Werner Gysin u. a. Colloquium (Copress), Berlin 1979, ISBN 3-7678-0457-3&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La Cohabitation des Français&amp;#039;&amp;#039; (Die [[Cohabitation]] der Franzosen), 1987&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|142891835}}, bis 1973&lt;br /&gt;
* {{MdEP|1015}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=142891835|LCCN=n/50/28764|NDL=00438487|VIAF=68928573}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Duverger, Maurice}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsrechtler (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PPF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Poitiers)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bordeaux)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Sorbonne)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Tel Aviv)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (New York City)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1917]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2014]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Duverger, Maurice&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Jurist, Politikwissenschaftler, Autor und Politiker, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juni 1917&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Angoulême]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Dezember 2014&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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