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	<title>Maultasche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T12:57:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maultasche&amp;diff=98054&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-33113-20: /* Amtliche Definition */</title>
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		<updated>2025-11-12T19:16:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Amtliche Definition&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Schwäbische Maultaschen.JPG|mini|Schwäbische Maultaschen]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maultaschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch: &amp;#039;&amp;#039;Maulschellen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Laubfrösche&amp;#039;&amp;#039;) sind [[Teigtasche]]n aus [[Nudel (Lebensmittel)|Nudelteig]] mit einer Grundfüllung aus [[Brät]], [[Zwiebeln]] und eingeweichten [[Brötchen]] oder auch rein [[Vegetarismus|vegetarischer]] Füllung mit Käse und Spinat. Sie sind eine Spezialität der [[Schwäbische Küche|schwäbischen Küche]]. In vielen Familien gibt es spezielle Rezepte, die weitere Zutaten wie gekochten [[Schinken]], [[Spinat]], geräucherte [[Schinkenwurst]], Hackfleisch oder Bratenreste vorsehen. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schwäbische Maultaschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist seit 2009 in der [[EU]] eine [[Herkunftsbezeichnung#Geschützte geografische Angabe|geschützte geografische Angabe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2009|991|titel=der Kommission vom 22. Oktober 2009 zur Eintragung einer Bezeichnung in das Verzeichnis der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten geografischen Angaben &amp;amp;#91;Schwäbische Maultaschen oder Schwäbische Suppenmaultaschen (g.g.A.)&amp;amp;#93; |abruf= 2017-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, mindestens eine der Produktionsstufen – Erzeugung, Verarbeitung oder Herstellung – wird im Herkunftsgebiet durchlaufen, hier [[Baden-Württemberg]] und der bayerische [[Regierungsbezirk Schwaben]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;CELEX-52009XC0219(06)&amp;quot;&amp;gt;{{CELEX|52009XC0219(06)|&amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichung eines Antrags nach Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel&amp;#039;&amp;#039; |abruf= 2017-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zubereitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Maultaschensuppe.jpg|mini|Maultaschen in der Brühe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Badische Maultaschen.jpg|mini|Badische Maultäschle in Zwiebelschmelze|alternativtext=Gemüsemaultaschen mit Zwiebelschmelze]]&lt;br /&gt;
Die Zutaten für die Füllung werden nach Rezept vorbereitet und vermengt, sodass sich eine glatte [[Masse (Lebensmittel)|Masse]] bildet. Die Masse wird auf den Nudelteig aufgebracht und verteilt. Je nach Vorliebe können Maultaschen gefaltet oder gerollt werden. Etwas Wasser oder Eiweiß verbindet die Nudelteigenden besser und verhindert ein Aufplatzen der Maultaschen. Mit einem Kochlöffelstiel werden einzelne Maultaschen abgeteilt und dann abgeschnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegart werden die Maultaschen in siedendem Salzwasser oder Brühe. Von dort aus werden sie abgeschöpft und zum Abtropfen gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Serviert werden Maultaschen meist auf eine der folgenden Arten:&lt;br /&gt;
* In einer [[Brühe]] als Suppeneinlage.&lt;br /&gt;
* „Geschmälzt“, d. h. mit in gebräunter [[Butter]] angebratenen Zwiebeln übergossen, dazu gibt es oft [[Kartoffelsalat]].&lt;br /&gt;
* „Geröstet“, hier werden die Maultaschen in Streifen geschnitten und anschließend in der Pfanne gebraten (auch mit Zwiebeln und/oder Ei).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fleischschnacka.JPG|mini|Elsässische Fleischschnacka]]&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Wortes Maultasche geht auf das 16. Jahrhundert zurück und ist zunächst in der Bedeutung als „Ohrfeige“ bezeugt. Es findet sich bereits bei [[Martin Luther]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Martin Luther |Titel=Eine Hochzeit predigt, vber den spruch zun Hebreern am. xiij. Capitel. Geprediget durch D. Mar. Luther |Verlag=durch Hans Weis |Datum=1531 |Online=https://books.google.de/books?id=9JpbAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PP19&amp;amp;dq=maultaschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj--LStzaDuAhVNzKQKHRmrDbk4wgMQ6AEwAnoECAEQAg#v=onepage&amp;amp;q=maultaschen&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Verwendet wurde auch das Wort „Maultatsche“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gotthold Ephraim Lessing |Titel=Sämmtliche Schriften |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Göschen |Ort= |Datum=1854 |ISBN= |Seiten=370 |Online=https://books.google.de/books?id=nKJJAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA370&amp;amp;dq=maultatsche&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjmntORiabuAhXNyaQKHcE6D4YQ6AEwB3oECAcQAg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Tasche geht dabei auf „tatschen“ bzw. „tätschen“ im Sinne von „schlagen“ zurück, nicht auf die Form der Teigtasche. Später wurde die Teigware danach benannt. [[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache|Kluges Etymologisches Wörterbuch]] vermutet einen Zusammenhang mit der aufgeschwollenen Form, ähnlich einer Wange nach einer Ohrfeige.&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache,&amp;#039;&amp;#039; 2011, S. 609: „Die Bezeichnung für die Speise kann aus der Bedeutung ,Ohrfeige‘ kommen, da solche Wörter auch sonst sekundär für Gebäcke u.&amp;amp;#8239;ä. verwendet werden (das Benennungsmotiv ist wohl ‚aufgeschwollen‘). Denkbar ist aber auch, dass etwa an die gefüllten Taschen des Hamsters o.ä. gedacht wurde; in diesem Fall wären die beiden Wörter ursprungsverschieden.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 18. und 19. Jahrhundert wurden Maultaschen auch als [[Ohrfeige|Maulschellen]] bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Georg Krünitz |Titel=Oekonomische encyklopädie, oder Allgemeines system der staats- stadt- haus- u. landwirthschaft, in alphabetischer ordnung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=J. Pauli |Ort= |Datum=1802 |ISBN= |Seiten=647 |Online=https://books.google.de/books?id=u8pCAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA647&amp;amp;dq=maultaschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjY4oryzKDuAhWS5KQKHRRFCAg4MhDoATAAegQIABAC#v=onepage&amp;amp;q=maultaschen&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Christian Ludwig Schmidt |Titel=Westerwäldisches Idiotikon, oder Sammlung der auf dem Westerwalde gebräuchlichen Idiotismen mit etymologischen Anmerkungen (etc.) |Verlag=Neue Gelehrten-Buchh. |Datum=1800 |Online=https://books.google.de/books?id=lfROAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA252&amp;amp;dq=maulschellen+teig&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi0_PzPiKbuAhVIPOwKHdHmA0E4lgEQ6AEwDXoECAkQAg#v=snippet&amp;amp;q=maulschelle&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein deutsch-italienisches Wörterbuch aus [[Nürnberg]] übersetzt 1718 „raviolo“ als „Maultasche“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Adam Friedrich Kirsch |Titel=Neues italiänisch-teutsches und teutsch-italiänisches Wörterbuch |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Monath |Ort= |Datum=1718 |ISBN= |Seiten=228 |Online=https://books.google.de/books?id=w45NAAAAcAAJ&amp;amp;pg=RA2-PA232&amp;amp;dq=%22maul-taschen%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjEgfnapabuAhUOPuwKHffPAUI4MhDoATAxegQICRAC#v=onepage&amp;amp;q=%22maul-taschen%22&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Deutsches Wörterbuch|Grimms Wörterbuch]] gibt 1885 an, in [[Schlesien]] bezeichne das Wort Maultasche ein Gebäck, in Schwaben eine gefüllte Nudel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacob Grimm |Titel=Deutsches Wörterbuch: Bd. L. M |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=S. Hirzel |Ort= |Datum=1885 |ISBN= |Seiten=1809 |Online=https://books.google.de/books?id=Vt6VO-aCNEUC&amp;amp;pg=PA1809&amp;amp;dq=maultatsche&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjmntORiabuAhXNyaQKHcE6D4YQ6AEwBXoECAYQAg#v=onepage&amp;amp;q=maultatsche&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in anderen Gebieten bezeichneten Maultaschen [[Süßspeise]]n, ein [[Leipzig]]er Kochbuch aus dem Jahr 1794 nennt mehrere solcher Rezepte für Maultaschen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Küchenlexicon für Frauenzimmer, welche ihre Küche selbst besorgen oder unter ihrer Aufsicht besorgen lassen&amp;#039;&amp;#039;. II. Th. Leipzig 1794. Col. 124–125&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer [[Berlin]]er Enzyklopädie aus dem Jahr 1802&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; und einem [[Darmstadt|Darmstädter]] Kochbuch aus dem Jahr 1858&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Titel=Supp’, Gemüs’ und Fleisch: ein Kochbuch für bürgerliche Haushaltungen oder: leicht verständliche Anweisung für Hausfrauen und Mädchen, wie man alle Arten von Speisen und Backwerk wohlfeil und gut zubereiten kann : nebst einem Anhang: Vollständige Kunst des Einmachen der verschiedenen Früchte in kurzer Zeit auf eine sehr leichte Art und mit wenigen Kosten ohne alle Vorkenntnisse zu erlernen : eine Hülfsbuch für Köchinnen, Hausfrauen und Mädchen … |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Lange |Ort= |Datum=1858 |ISBN= |Seiten=225 |Online=https://books.google.de/books?id=m25fAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PR16&amp;amp;dq=%22maul-taschen%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjEgfnapabuAhUOPuwKHffPAUI4MhDoATAbegQIJBAC#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; werden Maultaschen als süße [[Backware]]n beschrieben. Mit Spinat gefüllte Maultaschen wurden in Schwaben auch als „Laubfrösche“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Heinrich Meier |Titel=Deutsche Sagen, Sitten und Gebräuche aus Schwaben |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Metzler |Ort= |Datum=1852 |ISBN= |Seiten=386 |Online=https://books.google.de/books?id=o3UAAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA386&amp;amp;dq=laubfr%C3%B6sche+maultaschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjJzpXmhqbuAhXDCOwKHdGqAXkQ6AEwAXoECCYQAg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine andere Etymologie ist, dass sich aus einem alten langen „a“ aus dem Wort „mahlen“ als schwäbische Dialekteigentümlichkeit ergeben hat: Tasche mit gemahlenem Inhalt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Konrad Kunze]]: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Namenkunde&amp;#039;&amp;#039;. 1998. Kunze gibt als Vergleichsbegriffe an &amp;#039;&amp;#039;Grauf&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Graf&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schwaub&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Schwab&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schlauter&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Schlatter&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aulbrecht&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Albrecht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legenden zur Entstehung der „Herrgottsbscheißerle“ ==&lt;br /&gt;
Zur Entstehung der Maultasche gibt es verschiedene Legenden neueren Datums, die in älteren Lexika des [[Schwäbische Dialekte|Schwäbischen]] nicht belegt sind. Eine erst seit dem späten 20. Jahrhundert gängige Erzählung geht auf das [[Kloster Maulbronn]] zurück. In den Archiven der Klosterverwaltung finden sich keine Angaben zur Herkunft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Simon Rilling |url=https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.geschichte-wie-schwaebisch-ist-die-maultasche.f3b49239-0d09-406e-a0eb-a799241b6082.html |titel=Geschichte: Wie schwäbisch ist die Maultasche? |werk=Stuttgarter Zeitung |datum=2020-04-06 |abruf=2021-01-23 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der Berichterstattung zum &amp;#039;&amp;#039;Maulbronner Klosterfest&amp;#039;&amp;#039; 1978 erwähnte die [[Pforzheimer Zeitung]], dass die Maultasche „der Sage nach eine Erfindung eines gewitzten und findigen Klostermönches“ sei.&amp;lt;ref&amp;gt;„Historisches Flair beim Klosterfest“, in [[Pforzheimer Zeitung]] vom 1. September 1978, S. 26&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits im Februar desselben Jahres hatte [[Die Zeit]] berichtet, man habe in der Fastenzeit Bouletten in gottgefälligen Teig eingeschlagen und so Maultaschen und Ravioli erfunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frank Wesel |Titel=Wie die Ente zum Karpfen wurde |Sammelwerk=Die Zeit |Ort=Hamburg |Datum=1978-02-03 |ISSN=0044-2070 |Online=https://www.zeit.de/1978/06/wie-die-ente-zum-karpfen-wurde/komplettansicht |Abruf=2025-09-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Autorin und Konservatorin am [[Stuttgart]]er [[Landesmuseum Württemberg|Württembergischen Landesmuseum]] Elke Knittel (1946–2007)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://verlagshaus24.de/autor/41454/gerhold-knittel-dr.-elke |titel=Dr. Elke Gerhold-Knittel |abruf=2021-01-18 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; veröffentlichte 1986 im Selbstverlag das Buch &amp;#039;&amp;#039;Wie Jakob die Maultasche erfand&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Elke Knittel: &amp;#039;&amp;#039;Wie Jakob die Maultasche erfand&amp;#039;&amp;#039;, Mamaverlag 1986.&amp;lt;/ref&amp;gt; Knittel gibt darin an, dass ein Laienbruder der im Kloster Maulbronn ansässigen [[Zisterzienser]]mönche in der [[Fastenzeit]] das Fleisch vor dem [[Gott|Herrgott]] habe verstecken, ihn so also „bescheißen“ wollen. Im [[Volksmund]] habe dies zum Beinamen „Herrgottsbscheißerle“ geführt. Das Kloster Maulbronn übernahm diese Darstellung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernhard Motzek |Titel=Durchgedreht: Von Omas Soßenklopsen, Hascheeknödeln und Boule de feu |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Books on Demand |Ort= |Datum=2018-10-25 |ISBN=978-3-7481-8607-6 |Seiten=108 |Online=https://books.google.de/books?id=QNN0DwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA108&amp;amp;dq=maultaschen+maulbronn&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi_pvih_aXuAhWXH-wKHcaEDDoQ6AEwAXoECCgQAg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort Maultasche sei eine Verkürzung der Bezeichnung Maulbronner Nudeltasche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kloster-maulbronn.de/wissenswert-amuesant/anekdoten/jakobs-maultaschen |titel=Jakobs Maultaschen: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg |abruf=2021-01-18 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Legende wurde in zahlreichen Reiseführern und Kochbüchern übernommen, etwa von [[Johann Lafer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Lafer |Titel=Lafers ABC der Genüsse |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH |Ort= |Datum=2012-04-03 |ISBN=978-3-8338-2570-5 |Seiten=247 |Online=https://books.google.de/books?id=dCVEwP87YT0C&amp;amp;pg=PA247&amp;amp;dq=%22kloster+maulbronn%22+maultasche&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi4qd3-07HuAhXiwQIHHRtEDtcQ6AEwBHoECAsQAg#v=onepage&amp;amp;q=%22kloster%20maulbronn%22%20maultasche&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andrea Jenewein, Frank Rothfuß, Justin Larutan |Titel=Land der Tüftler und Denker: Die besten Erfindungen aus Baden-Württemberg |Verlag=Gmeiner-Verlag |Datum=2017-03-08 |ISBN=978-3-8392-5248-2 |Online=https://books.google.de/books?id=C8a2DQAAQBAJ&amp;amp;pg=PT122&amp;amp;dq=%22kloster+maulbronn%22+maultaschen&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwi19Mz707HuAhWMHewKHYDgBYYQ6AEwA3oECAYQAg#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;[[Stuttgarter Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; befragte 2016 unter anderem den Stuttgarter Koch [[Vincent Klink]] zur Legende. Er hält sie für falsch und geht von einer Herkunft der Maultasche aus Italien aus. Alfred Hilgermann gibt in seiner Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Maultaschen &amp;amp; Co.&amp;#039;&amp;#039; an, die Firma [[Bürger (Unternehmen)|Bürger]] verwende die Legende zu Marketingzwecken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Die Firma [[Settele Schwäbische Spezialitäten &amp;amp; Feinkost|Settele]] bietet Maultaschen unter Berufung auf die Legende als „Herrgottsbscheißerle“ an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.settele.de/einzelhandel/suppeneinlagen/herrgottsbscheisserle-250g/ |titel=HerrgottsBscheißerle 250&amp;amp;nbsp;g |datum=2016-04-13 |abruf=2021-01-23 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgewandelt kursiert die Geschichte, dass es Protestanten gewesen seien, die der ursprünglich nur mit Kräutern und Spinat gefüllten, daher auch als „Laubfrosch“ bezeichneten Teigtasche heimlich Fleisch beifügten. In schwäbischen Familien ist es Tradition, dass Maultaschen in der Brühe das typische Gericht am [[Gründonnerstag]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ferdinand Stolle |Titel=Na da lacht zu! oder Der Dorfbarbier in seiner besten Laune. Ein humoristisches Schatzkästlein für gemüthliche Leute. 3. … verm. Aufl |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Schröter |Ort= |Datum=1855 |ISBN= |Seiten=186 |Online=https://books.google.de/books?id=EIHp6PtjtI0C&amp;amp;pg=PA186&amp;amp;dq=%22maul-taschen%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjEgfnapabuAhUOPuwKHffPAUI4MhDoATAYegQIIRAC#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false |Abruf=2021-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amtliche Definition ==&lt;br /&gt;
Ein Amtsblatt der Europäischen Union definiert „Schwäbische Maultaschen“ bzw. „Schwäbische Suppenmaultaschen“ als „Teigtasche mit einer Füllung aus Fleischbrät, bzw. Gemüsebrät. Viereckige oder gerollte Form der Teigtasche; als Frischware oder in der Verpackung; wird zum Verzehr gebrüht oder geröstet.“ Als Zutaten sind angegeben: Hartweizengrieß und/oder Mehl, Vollei, Wasser und Salz für den Teig. Schweinefleisch, Rindfleisch, evtl. gerauchter Bauch, Spinat, Petersilie, Zwiebeln, Eier, Gewürze, Brot und Lauch für die Füllung. Verschiedene Qualitätskriterien sind gefordert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Farbe/Aussehen: Teigmantel hellgelb-hellgrau, Füllung locker gemischt mit noch erkennbarer Struktur&lt;br /&gt;
* Form: Rechteckig oder in gerollter Form&lt;br /&gt;
* Abmessungen: Standardmaultasche Länge 5,5–10, Breite 5–9, Höhe 1,5–2,5 cm; Suppenmaultasche Länge 1–5,5, Breite 1–5, Höhe 0,5–2 cm&lt;br /&gt;
* Konsistenz/Textur: Teigmantel bissfest und nicht verklebend Füllung weich, Emulsion noch erhalten&lt;br /&gt;
* Eigengewicht: Standardmaultasche 40–150&amp;amp;nbsp;g; Suppenmaultasche 10–40 g&lt;br /&gt;
* Proteingehalt bei fleischhaltigen Maultaschen und Suppenmaultaschen: [[Fleischbrät]] BEFFE-Gehalt mind. 7 % (BEFFE – Bindegewebseiweißfreies Fleischeiweiß);&lt;br /&gt;
* Frischeigehalt: [[Vollei]] der Güteklasse A, Trockenmassegehalt mind. 23 %&lt;br /&gt;
* Fleischgehalt: Fleischgehalt am Gesamtgewicht mindestens 8 %&amp;lt;ref name=&amp;quot;CELEX-52009XC0219(06)&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Allgäuer Maultaschen in Regensburg.JPG|mini|Allgäuer Maultaschen mit Schinken und Käse überbacken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen sind Maultaschen weit über die schwäbischen Grenzen hinaus als Spezialität bekannt. Als Fertiggericht werden sie heute bundesweit angeboten; Marktführer ist der Hersteller [[Bürger (Unternehmen)|Bürger]]. Er zeichnet auch für den Schutz als [[Herkunftsbezeichnung]] verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinschaftsmarketing-bw.de/kulinarische-botschafter/schutzgemeinschaft/schutzgemeinschaft-schwaebische-maultaschen/ |titel=Schutzgemeinschaft Schwäbische Maultaschen – MBW |abruf=2022-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Maultaschen ähnlich sind die zahlreichen [[Teigtasche]]ngerichte aus aller Welt. Hier zu nennen sind italienische [[Ravioli]], [[Tortellini]], [[Kärntner Nudel]]n, Tiroler [[Schlutzkrapfen]], russische [[Pelmeni]] oder [[Wareniki]], polnische [[Pirogge]]n oder auch chinesische [[Jiaozi]] bzw. [[Wan Tan]], türkische [[Mantı]] und [[Mandu]] in der koreanischen, [[Momo (Speise)|Momos]] in der nepalesischen und tibetischen und [[Jiaozi#Gyōza (Japan)|Gyōza]] in der japanischen Küche. In [[Elsass]]/[[Lothringen]] findet man die sogenannten Fleischschnacka oder Fleischschnecken, bei denen die Maultaschenfüllung zunächst im Nudelteig zu einer langen Rolle aufgewickelt wird. Die Rollen werden dann in 1,5–2 cm lange Stücke geschnitten, die man dann wie Maultaschen anbraten oder anderweitig abschließend zubereiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bayerische Maultaschen ===&lt;br /&gt;
Eine völlig andere Speise sind bayerische Kartoffelmaultaschen, die je nach Gegend auch andere Namen wie Grammlmaultaschen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mittelbayerische.de/region/cham/was-koche-ich-heute/grammlmaultaschn-20911-art986730.html &amp;#039;&amp;#039;Grammlmaultasch’n&amp;#039;&amp;#039;.] 21. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben können. Ein Kartoffelteig wird hierzu ausgewalzt, mit einer beispielsweise süßen Füllung aus Apfelschnitzen gefüllt und in einem [[Bräter|Reindl]] im Ofen zubereitet. Optisch ähneln die Kartoffelmaultaschen dem Apfelstrudel, sie sind aber kleiner und derber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Peter Peter (Autor)|Peter Peter]]: &amp;#039;&amp;#039;Kulturgeschichte der deutschen Küche&amp;#039;&amp;#039;. C.H.Beck 2016. &lt;br /&gt;
* Volker Klenk: &amp;#039;&amp;#039;Das Maultaschen [Manifest]: 50 kreative Gerichte mit der Königin der schwäbischen Küche&amp;#039;&amp;#039;. Christian Verlag, 2023. ISBN 978-3-95961-778-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Maultaschen|Herstellung von Maultaschen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speise aus Teigwaren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teigtasche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwäbische Küche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Suppeneinlage]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-33113-20</name></author>
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