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	<title>Matzpen (Organisation) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matzpen_(Organisation)&amp;diff=2757822&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-11-07T09:46:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HaʾIrgun haSozialisti beJisraʾel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|הָאִרְגּוּן הַסּוֹצְיָאלִיסְטִי בְּיִשְׂרָאֵל&amp;amp;lrm;|de=Die [[Sozialismus|Sozialistische]] Organisation in [[Israel]]}}) im Jahre 1962 gegründet, wurde die Organisation schnell unter dem Namen ihrer Zeitung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matzpen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; („Kompass“) bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründungsjahre ===&lt;br /&gt;
Der Auslöser für die Gründung war der Ausschluss von vier Mitgliedern der israelischen [[Maki (Partei)|Kommunistischen Partei]] ([[Moshe Machover]], [[Akiva Orr]], [[Oded Pilavski]] und Jirmijahu Kaplan) wegen ihrer Kritik an der moskautreuen Linie und der undemokratische Diskussionskultur in der Partei. Ihre Organisation betonte die Kritik am [[Zionismus]], an der [[Histadrut]], die nicht die Arbeiter verteidige, und die unbedingte Solidarität mit dem palästinensischen Befreiungskampf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit der Gründung der Organisation standen [[arabische Israelis]] in den Dörfern noch unter [[Ausnahmezustand]], und daher waren von Beginn an die meisten Mitglieder jüdische bzw. hebräisch sprechende Israelis. Dies änderte sich aber auch nach Aufhebung des Ausnahmezustandes 1966 nicht; immer blieben Palästinenser in Matzpen eine Minderheit. Weitere wichtige Mitglieder waren C[[haim Hanegbi]], [[Jabra Nicola]] und [[Daoud Turki]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1965 entschied sich die Organisation nach schwierigen Diskussionen, die [[Knesset]]-Liste von [[Uri Avnery]], [[HaOlam Haze|HaʿOlam haSeh]], zu unterstützen. Von Anfang an gab sie eine monatliche Zeitschrift mit dem Titel Matzpen ({{heS|מַצְפֵּן&amp;amp;lrm;|de=Kompass}}) heraus, die sich vor allem mit Gewerkschaftsfragen befasste. Seit 1972 kam die Zeitschrift in Hebräisch und in Arabisch heraus. Zu dieser Zeit hatte die Zeitschrift eine Auflage von 2.000 Exemplaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 8. Juni 1967, drei Tage nach Beginn des [[Sechstagekrieg]]s, veröffentlichten die [[DFLP]] und Matzpen zusammen einen Aufruf zur Lösung des [[Nahostkonflikt]]es. Die Vision in diesem Aufruf war ein nicht-zionistischer, [[Föderalismus|föderaler]] und [[Sozialismus|sozialistischer]] Staat, der für den Fortschritt im Nahen Osten eintreten soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Organisation wurde nach diesem Krieg lauter und hörbarer, aber auch der Druck auf sie verstärkte sich. Matzpen war klar gegen den Staat Israel, im Gegensatz zur Kommunistischen Partei, die zwar für ihre Moskauhörigkeit verhasst war, aber den Staat Israel als solchen nicht angriff. [[Khalil Toama]] war Matzpenmitglied und Vorsitzender der palästinensischen Studenten an der [[Hebräische Universität Jerusalem|Hebräischen Universität]] in [[Jerusalem]]. Der [[Schin Bet]] versuchte, ihn anzuheuern, was aber scheiterte, daraufhin wurde er am 8. Januar 1968 verhaftet. Matzpen lancierte eine internationale Kampagne zu seiner Befreiung, die Petition unterschrieb unter anderem [[Erich Fried]]. Nach seiner Befreiung lebte Toama im [[Rhein-Main-Gebiet]], wohin er durch die Verbindungen mit dem [[Sozialistischer Deutscher Studentenbund|SDS]] kam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Sophia Deeg|url=https://www.neuerispverlag.de/aushang/deeg_id124_toama.pdf|titel=Zusammenleben in Würde, Gleichheit und Gleichberechtigung|titelerg=Gespräch von Sophia Deeg mit Khalil Toama|werk=Neuer ISP Verlag|datum=2014-04-14|zugriff=2017-06-14|format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb am 28. November 2024.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wiedersprechen.org/wp-content/uploads/Jahresbericht_2024_web.pdf#page=5 &amp;#039;&amp;#039;Nachruf. „Ein kritischer, loyaler Wegbegleiter.“&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Wi&amp;lt;small&amp;gt;e&amp;lt;/small&amp;gt;dersprechen, Jahresbericht 2024.&amp;#039;&amp;#039; Projekt „Wi.e.dersprechen“, Köln Mai 2025, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung von Matzpen mit den israelischen „Schwarzen Panthern“ war ein wichtiger Katalysator zur Radikalisierung dieser sozialen Bewegung. Ein kleiner Teil der Organisation bildete die militärische Untergrundorganisation „Rote Front“, deren Mitglieder 1972 verhaftet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufteilung ===&lt;br /&gt;
1970 und 1972 spaltete sich die Organisation in drei verschiedene Gruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Revolutionäre Kommunistische Liga ====&lt;br /&gt;
Die Gruppe wurde auch „die Jerusalemer Zelle“ genannt, weil die meisten Mitglieder aus Jerusalem waren, darunter [[Michel Warschawski]]. Im Jahr 1978 verurteilte die Organisation, kurz RKL, das [[Camp-David-Abkommen]] als Verrat an den Palästinensern. 1984 gründete die RKL das [[Alternative Information Center]]. Ein besonderer Höhepunkt des RKL war die Aktivität gegen die Unterdrückung der [[Erste Intifada|Ersten Intifada]]. Die RKL war bis zu ihrer Selbstauflösung im Jahr 1995 Mitglied des [[Vierte Internationale|Vereinigten Sekretariats der Vierten Internationale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maʾavaq ====&lt;br /&gt;
Diese [[Maoismus|maoistische]] Gruppe (mit vollem Namen &amp;#039;&amp;#039;Der revolutionäre kommunistische Bund&amp;#039;&amp;#039;, aber nach ihrer Zeitschrift {{he|מַאֲבָק&amp;amp;lrm;|de=Ringen}} [[Neutrum|Ntr.]]) trennte sich schon 1970 von Matzpen. Das wichtigste Mitglied dieser Organisation war [[Ilan Halevi]], der später Vertreter der [[Palästinensische Befreiungsorganisation|PLO]] in [[Paris]] wurde. Ein kleiner Teil der Organisation bildete die militärische Untergrundorganisation „Rote Front“, deren Mitglieder 1972 verhaftet wurden. 1976 hörte die Gruppe auf zu existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Avantgarde ====&lt;br /&gt;
Auch „der Arbeiterbund“ genannt, stand diese Gruppe dem französischen [[Trotzkismus|Trotzkisten]] [[Pierre Lambert]] nahe. Die Lambertisten verurteilten die anderen Trotzkisten als verkappte [[Stalinismus|Stalinisten]]. Die Gruppe beschuldigte die anderen beiden Matzpengruppen außerdem, dass sie den [[Klassenkampf]] aufgegeben hätten und stattdessen Studentenkämpfen und [[Che Guevara]] nachhingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im 21. Jahrhundert sind die ehemaligen Mitglieder von Matzpen weiterhin aktiv, vor allem im [[Alternative Information Center]] und in zwei Organisationen: [[Balad (Israel)|Balad]] und [[Tarabut-Hitchabrut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Lutz Fiedler|Titel=Matzpen. Eine andere israelische Geschichte|Auflage=1|Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen|Datum=2016|Reihe=Schriften des Simon-Dubnow-Instituts|NummerReihe=25|ISBN=978-3-525-37041-4}}&lt;br /&gt;
* Nitsah Erʾel {{he|ניצה אראל&amp;amp;lrm;}}: &amp;#039;&amp;#039;Matspen: ha-matspun ṿeha-fanṭazyah&amp;#039;&amp;#039; מצפן: המצפון והפנטזיה (Matzpen: Bewusstsein und Fantasie). Resling, Tel-Aviv 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.matzpen.org/english/ Englischsprachige Homepage]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=|url=http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=7546|titel=Das Manifest von Matzpen - 1967|werk=Tlaxcala Int|zugriff=2023-10-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170821132315/http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=7546 |archiv-datum=2017-08-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=T.I.S.|url=http://www.steinbergrecherche.com/matzpen.htm|titel=Antizionistische Israelis|werk=Steinbergrecherche|datum=2005-05-19|zugriff=2023-10-19|archiv-url=https://web.archive.org/web/20170821132315/http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=7546|archiv-datum=2017-08-21}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=Jürgen Schröder|url=http://www.mao-projekt.de/INT/AS/NO/Israel_Matzpen.shtml|titel=Israelische Sozialistische Organisation – Matzpen|werk=Materialien zur Analyse von Opposition|datum=2008-11-28|zugriff=2017-05-04}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=|url=https://www.rosalux.org.il/mit-solidarischem-grus-filme-uber-die-linke-israel-und-palastina-der-mandatszeit/|titel=Mit solidarischem Gruß - Filme über Die Linke in Israel und in Palästina|werk=Rosa-Luxemburg-Stiftung Israel Office|datum=2016-09-27|zugriff=2017-05-04|kommentar=Bericht zu einer Dokumentation über Matzpen von 2004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1132208076|LCCN=n/87/141151|VIAF=147116538}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Israel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialistische Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer politischen Organisation 1962]]&lt;/div&gt;</summary>
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