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	<title>Mattiaker - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T12:17:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2023-04-12T23:57:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WP-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Europa Germanen 50 n Chr.svg|mini|300px|Karte der germanischen Stämme um 50 n.&amp;amp;nbsp;Chr. (ohne Skandinavien)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mattiaker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch: &amp;#039;&amp;#039;Mattiaci&amp;#039;&amp;#039;, griechisch: οι Ματτιακοί) waren wahrscheinlich ein [[Germanen|germanischer]] Teilstamm der [[Chatten]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{RE|XIV,2|2320|2322|Mattiaci|Moritz Schönfeld|}}; {{RGA|4|378||Chatten|Wolfgang Jungandreas}}; [[Harald von Petrikovits]] ebd. S.&amp;amp;nbsp;379.&amp;lt;/ref&amp;gt; der in der Umgebung von [[Wiesbaden]] &amp;#039;&amp;#039;([[Aquae Mattiacorum]])&amp;#039;&amp;#039;, im [[Taunus]] und in der [[Wetterau]] saß.&lt;br /&gt;
Für eine Abstammung würde neben der örtlichen Nähe und der Ähnlichkeit des Namens zu [[Mattium]], dem Hauptort der Chatten, auch die Nennung direkt nach den [[Bataver]]n bei [[Tacitus]] sprechen, für die er ebenfalls eine Abstammung von den Chatten beschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mattiaker brauchten keinerlei Abgaben zu entrichten, leisteten aber den [[Römisches Reich|Römern]] Hilfe im Kampf, womit sie ein Vorposten der römischen Herrschaft an der Grenze zu Germanien waren. Tacitus schreibt in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Tacitus)|Germania]]&amp;#039;&amp;#039; im Kapitel 29 über die Mattiaker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Frei von Lasten und Abgaben und einzig Kampfzwecken vorbehalten, werden die Bataver wie Wehr und Waffen für Kriege aufgespart. In gleicher Abhängigkeit steht der Stamm der Mattiaker. Denn die Hoheit des römischen Volkes hat sich auch jenseits des Rheines und jenseits der alten Reichsgrenzen Achtung verschafft. So haben sie Gebiet und Wohnsitz auf germanischer Seite, doch Herz und Gesinnung bei uns. Im übrigen gleichen sie den Batavern, nur dass Bodenbeschaffenheit und Klima ihres Landes sie mit noch größerer Lebhaftigkeit begabt haben.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mattiaker haben sich im Verlauf des 1. Jahrhunderts n.&amp;amp;nbsp;Chr. zunehmend von den Chatten emanzipiert und meist, etwa mit Ausnahme des [[Bataveraufstand]]s, eine romfreundliche Politik betrieben. Nicht zuletzt wird die Lage ihres Siedlungsgebiets gegenüber dem Doppellegionslager &amp;#039;&amp;#039;[[Mogontiacum]]&amp;#039;&amp;#039;/[[Mainz]] sie zu einem solchen Verhalten gezwungen haben. Die Römer betrachteten den Stamm und sein Gebiet als Einflussbereich, was durch die Anlage der Kastelle Wiesbaden, Mainz-Kastel (&amp;#039;&amp;#039;[[Castellum Mattiacorum]]&amp;#039;&amp;#039;) und [[Kastell Hofheim|Hofheim]] noch unter den iulisch-claudischen Kaisern gut belegt ist. Wiederum Tacitus erwähnt in den &amp;#039;&amp;#039;[[Annales (Tacitus)|Annales]]&amp;#039;&amp;#039; die Anlage von Minen auf der Suche nach Silber im Gebiet der Mattiaker im Jahre 47 n.&amp;amp;nbsp;Chr. durch den Legaten [[Quintus Curtius Rufus (Suffektkonsul)|Curtius Rufus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Tacitus, &amp;#039;&amp;#039;Annales&amp;#039;&amp;#039; 11,20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Doch brachte das Unternehmen den Soldaten nur Mühe und geringen Ertrag und wurde bald wieder aufgegeben, dem Curtius Rufus wurden allerdings durch Kaiser [[Claudius]] die Triumphinsignien zuerkannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Chattenkriegen Kaiser [[Domitian]]s und der Errichtung des [[Obergermanisch-Raetischer Limes|Limes]] wurde der Stamm endgültig Teil des Imperiums. Das Gebiet wurde zur zivilen Verwaltung der [[Civitas Mattiacorum]]. Nach einem in [[Mainz-Kastel]] gefundenen [[Miliarium|Meilenstein]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{CIL|13|9125}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist dies vor dem Jahr 122 n.&amp;amp;nbsp;Chr., wahrscheinlich noch in [[Trajan|trajanischer]] Zeit, anzusetzen, da die Civitas möglicherweise auch dessen Namen trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Wird nach der Lesung einer Inschrift aus Mainz &amp;#039;&amp;#039;C(ivitas) U(lpia) M(attiacorum)&amp;#039;&amp;#039; vermutet ({{CIL|13|7061}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zahlreichen Funden der römischen Kaiserzeit aus der Umgebung von Wiesbaden bestätigen die inschriftlichen Belege den Bericht des Tacitus sowie die [[Romanisierung]] der Mattiaker. Mehrere Inschriften aus der [[Römische Provinz|römischen Provinz]] &amp;#039;&amp;#039;[[Moesia inferior]]&amp;#039;&amp;#039; (Niedermösien) nennen eine &amp;#039;&amp;#039;[[cohors II Mattiacorum]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Unter anderem {{CIL|3|7620}}; {{CIL|3|12449}}; {{CIL|3|14428}} sowie mehrere Militärdiplome.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist dort zudem durch Ziegelstempel im Kastell [[Dinogetia]] nachgewiesen. Inschriftlich belegt ist aus Moesia Inferior noch eine cohors III Mattiacorum ([[L’Année épigraphique|AE]] 1916, 00065), von der sonst keine schriftlichen Zeugnisse vorliegen. Auch nach dem [[Limesfall|Untergang des Limes]], als sich [[Alamannen|alamannische]] Germanen im ehemaligen Gebiet der Mattiaker niederließen, scheint ihr Name nicht ganz verschwunden. Die [[spätantike]] [[Notitia dignitatum]] nennt &amp;#039;&amp;#039;Mattiaci iuniores&amp;#039;&amp;#039; in Gallien&amp;lt;ref&amp;gt;Not. dign. occ. V 61 = 209.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Mattiaci seniores&amp;#039;&amp;#039; in Italien&amp;lt;ref&amp;gt;Not. dign. occ. V 164 = VII 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Teil des spätantiken römischen Heeres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RE|XIV,2|2320|2322|Mattiaci|[[Moritz Schönfeld]]|}}&lt;br /&gt;
* {{RGA|4|377|391|Chatten|Wolfgang Jungandreas, [[Harald von Petrikovits]], [[Gerhard Mildenberger]]}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Will]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische &amp;#039;Klientel-Randstaaten&amp;#039; am Rhein?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bonner Jahrbücher]].&amp;#039;&amp;#039; Band 187, 1987, S. 1–61, hier S. 55–60 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bjb/article/view/65631 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Dietwulf Baatz]] in: Dietwulf Baatz, [[Fritz-Rudolf Herrmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Römer in Hessen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Theiss, Stuttgart 1989, S.&amp;amp;nbsp;58, 65, 67 und 76.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanischer Stamm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Wiesbadens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hessische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Rhein-Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chatten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kuhni74</name></author>
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