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	<title>Matthias von Lexer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Matthias_von_Lexer&amp;diff=579000&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dmicha: ZU</title>
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		<updated>2026-03-30T10:11:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ZU&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Matthias Lexer 1879 Ausschnitt 4zu3.jpg|mini|hochkant|Matthias Lexer, 1879]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Matthias von Lexer, Gemeinde Lesachtal, Kärnten.jpg|mini|Tafel in Liesing, Haus Nr. 20, Matthias von Lexer (1830–1892)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias Lexer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, seit 1885 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ritter von Lexer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Oktober]] [[1830]] in [[Lesachtal|Liesing im Lesachtal]]; †&amp;amp;nbsp;[[16. April]] [[1892]] in [[Nürnberg]]) war ein [[österreich]]isch-[[Königreich Bayern|bayerischer]] germanistischer [[Mediävistik|Mediävist]] und [[Lexikografie|Lexikograph]]. Er war Lehrstuhlinhaber und Professor der Germanistik in [[Würzburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach einer [[Gymnasium|Gymnasialausbildung]], die er 1851 mit der Reifeprüfung abschloss, begann Matthias Lexer in [[Universität Graz|Graz]] [[Rechtswissenschaften]] zu studieren. Nach kurzer Zeit wechselte er über zur [[Germanistik|Deutschen Philologie]], in deren Rahmen er den [[dialekt]]alen Wortschatz [[Kärnten]]s zu untersuchen begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1855 und 1857 arbeitete Lexer als Aushilfslehrer am deutschen Gymnasium in [[Krakau]] und setzte danach in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] seine Ausbildung unter Lehrern wie etwa [[Franz Bopp]], [[Moriz Haupt]] oder [[Karl Müllenhoff]] fort. In der Folgezeit war er bei einer ungarischen Fürstenfamilie als [[Hofmeister]] tätig. 1860 wurde er auf Empfehlung von dem Historiker [[Georg Waitz]] und dem Germanisten [[Viktor Müllenhoff]] philologischer Mitarbeiter bei dem erfolgreichen Editionsprojekt [[Die Chroniken der deutschen Städte]], die unter Leitung des Erlanger Historikers [[Karl Hegel]] im Auftrag der [[Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften|Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] in München herausgegeben wurden. Im selben Jahr promovierte er mit Hilfe seines Arbeitgebers Karl Hegel an der [[Universität Erlangen]] unter Vorlage seines mittlerweile fertiggestellten &amp;#039;&amp;#039;Kärntischen Wörterbuchs&amp;#039;&amp;#039;. Lexers Forschungsarbeiten in dieser Zeit können in seinem umfangreichen Briefwechsel mit Karl Hegel nachvollzogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu insbesondere Marion Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Karl Hegel. Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 84). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen u. a. 2012, S. 221ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 schied er als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Chroniken-Projektes, dem er aber in der Folgezeit durch Honorartätigkeiten weiter verbunden blieb, aus und begann, als außerordentlicher Professor an der [[Universität Freiburg im Breisgau]] zu arbeiten, 1868 nahm er eine ordentliche Professur der [[Universität Würzburg]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-wuerzburg.de/uniarchiv/persoenlichkeiten/gelehrtentafeln/matthias-von-lexer/ www.uni-wuerzburg.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; an, an der er zwei Jahre später auch in den Senat gewählt wurde. Sein Sohn, der spätere Chirurg [[Erich Lexer]], wurde 1867 geboren. Sein Schwiegersohn war der Chirurg [[Fritz König (Mediziner, 1866)|Fritz König]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1868 widmete sich Lexer der Erstellung seines &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutschen Handwörterbuchs&amp;#039;&amp;#039;, das 1878 in drei Bänden veröffentlicht wurde. 1879 erschien schließlich die erste Auflage seines &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutschen Taschenwörterbuchs&amp;#039;&amp;#039;, sechs Jahre später dessen dritte als [[Ausgabe letzter Hand]].&lt;br /&gt;
In den Jahren zwischen 1881 und 1889 arbeitete Lexer an der Fortführung des &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Wörterbuchs&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] mit, von 1882 bis 1886 edierte er außerdem die &amp;#039;&amp;#039;Baierische Chronik&amp;#039;&amp;#039; von [[Johannes Aventinus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias Lexer wurde 1885 mit dem [[Verdienstorden der Bayerischen Krone|Ritterkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone]] ausgezeichnet und aufgrund der Ordensstatuten als &amp;#039;&amp;#039;Ritter von Lexer&amp;#039;&amp;#039; in den [[Deutscher Adel#Persönlicher Adel|persönlichen Adelsstand]] erhoben. 1890 wurde er in den obersten Schulrat des [[Königreich Bayern|Königreiches Bayern]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nachdem Matthias von Lexer 1890 einem Ruf der [[Universität München]] gefolgt war, starb er am 16. April 1892 in Nürnberg an den Folgen einer schweren [[Lungenentzündung]]. Sein Leichnam wurde auf dem Nürnberger [[Johannisfriedhof (Nürnberg)|Johannisfriedhof]] beigesetzt. Die Grabstätte ist nicht erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Evangelisch-Lutherische Friedhofsverwaltung |url=https://st-johannisfriedhof-nuernberg.de/beruehmte-verstorbene-johannis/ |titel=St. Johannis: Berühmte Verstorbene |abruf=2022-01-29 |kommentar=Lexer ist in der Liste der berühmten Verstorbenen nicht aufgeführt. Es kann als gesichert gelten, dass die Grabstätte nicht mehr existiert.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1971 wurde in Wien-[[Donaustadt]] (22. Bezirk) die &amp;#039;&amp;#039;Lexergasse&amp;#039;&amp;#039; nach ihm benannt, 2010 in [[Würzburg]] der &amp;#039;&amp;#039;Matthias-Lexer-Weg&amp;#039;&amp;#039; als Teil des neuen Fakultätsgeländes. Auch die Volksschule in seinem Geburtsort Liesing führt den Namen &amp;#039;&amp;#039;Dr. Matthias von Lexer – Volksschule&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kulturwerkstatt-lesachtal.at/index.php/siedlungsgeschichte/wissenswertes-aus-dem-lesachtal Wissenswertes aus dem Lesachtal], abgerufen am 6. Mai 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl)  ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kärntisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 1862 ([https://books.google.com/books?id=jY4CAAAAQAAJ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* als Hrsg.: &amp;#039;&amp;#039;Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg (1464–1475).&amp;#039;&amp;#039; 1862; Neudruck 1968 (= &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des Literarischen Vereins.&amp;#039;&amp;#039; Band 64)-&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Handwörterbuch. Zugleich als Supplement und alphabetischer Index zum Mittelhochdeutschen Wörterbuche von Benecke-Müller-Zarncke.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände und Nachtragsband. Leipzig (1869) 1872–1878; zahlreiche Nachdrucke: Hirzel, Stuttgart (1960, 1970, 1974, 1979, …) 1992 (besorgt von [[Kurt Gärtner (Mediävist)|Kurt Gärtner]]), ISBN 3-7776-0488-7 und ISBN 3-7776-0487-9 ([https://www.woerterbuchnetz.de/Lexer/wbgui_py?lemid=LA00001 zum Online-Wörterbuch], [https://www.woerterbuchnetz.de/NLexer/wbgui_py?lemid=NA00001 Nachträge 1878]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch in der Ausgabe letzter Hand.&amp;#039;&amp;#039; 1882, (2. Nachdruck der 3. Auflage von 1885, 1958 mit einem Nachtrag ergänzt; 23., überarbeitete Auflage, Leipzig 1943; 24. Auflage, mit Nachträgen von [[Ulrich Pretzel]], Stuttgart 1974. 37. Auflage und unveränderter Nachdruck, mit &amp;#039;&amp;#039;Nachträge zum Mittelhochdeutschen Taschenwörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Neubearbeitung der 1. Auflage, unter Mithilfe von Dorothea Hannover und Rena Leppin, neubearbeitet von Ulrich Pretzel. Mit einem Vorwort von Erwin Koller, Werner Wegstein und Norbert Richard Wolf und einem biographischen Abriß von Horst Brunner. Hirzel, Stuttgart 1992, ISBN 3-7776-0494-1).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Horst Brunner (Philologe)|Horst Brunner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias von Lexer: Beiträge zu Leben und Werk&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 80). Stuttgart 1993.&lt;br /&gt;
* Horst Brunner: &amp;#039;&amp;#039;Matthias von Lexer (1830-1892), Germanist&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Peter Baumgart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder bedeutender Würzburger Professoren.&amp;#039;&amp;#039; Degener, Neustadt an der Aisch 1995 (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Beiträge zur Geschichte der Universität Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 8), ISBN 3-7686-9137-3, S. 113–126. &lt;br /&gt;
* {{ÖBL|5|175||Lexer Matthias von|Hanus}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|14|419|420|Lexer, Matthias Ritter von|Herbert Kolb|119057328}}&lt;br /&gt;
* {{ADB|51|681|684|Lexer, Matthias Ritter von|[[Franz Ilwof]]|ADB:Lexer, Matthias Ritter von}}&lt;br /&gt;
* {{BLKÖ|Lexer, Mathias|15|51|52}}&lt;br /&gt;
* Alan Kirkness (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm mit Rudolf Hildebrand, Matthias Lexer und Karl Weigand&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Kritische Ausgabe in Einzelbänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 6.) Stuttgart 2010, ISBN 978-3-7776-1800-5.&lt;br /&gt;
* Zu Matthias Lexers Forschungen über die [[Chroniken der deutschen Städte]] finden sich ausführliche Informationen bei: Marion Kreis: &amp;#039;&amp;#039;Karl Hegel. Geschichtswissenschaftliche Bedeutung und wissenschaftsgeschichtlicher Standort&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; Band 84). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen u.&amp;amp;nbsp;a. 2012, ISBN 978-3-525-36077-4, S. 171–296. (Vgl. dazu [http://www.v-r.de/de/karl_hegel/t-1/1007100/ E-Book und Leseprobe])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Matthias Lexer}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119057328}}&lt;br /&gt;
* [https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV041022613 Nachlass in der Bayerischen Staatsbibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Deutsche Philologie in Würzburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119057328|LCCN=n/86/813629|VIAF=41910920}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lexer, Matthias von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanistischer Mediävist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lexikograf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor der Julius-Maximilians-Universität Würzburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Julius-Maximilians-Universität Würzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens der Bayerischen Krone (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kärnten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nobilitierter (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lexer, Matthias von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lexer, Matthias von; Lexer, Matthias Ritter von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Germanist und Lexikograph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Oktober 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lesachtal|Liesing im Lesachtal]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. April 1892&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nürnberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dmicha</name></author>
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