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	<title>Matthias Thiel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-04-23T04:22:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Goettingen-Weende - St Petri-Friedhof - Grab Matthias Thiel (2017).jpg|mini|Göttingen-Weende, Friedhof der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri Weende: Urnengrab von Matthias Thiel (2017)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias Thiel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. April]] [[1929]] in [[Trier-Ehrang/Quint|Trier-Ehrang]]; † [[30. Januar]] [[2015]] in [[Göttingen]]) war ein deutscher [[Historiker]] und [[Diplomatik]]er. Er war ein ausgewiesener Kenner der Urkunden [[Heinrich V. (HRR)|Heinrichs V.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Landwirts besuchte bis 1941 in seiner Geburtsstadt die Volksschule. Anschließend ging er auf das humanistische [[Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (Trier)|Friedrich-Wilhelm-Gymnasium]] in Trier. Mit dreizehn Jahren verlor er seinen Vater. Im Juli 1949 legte er das Abitur ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Wintersemester 1949/50 bis Ende des Sommersemesters 1952 studierte er zunächst an der [[Universität Trier]] katholische Theologie. Ab dem Wintersemester 1952/53 setzte er das Studium an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] mit den Fächern Klassische Philologie, Lateinische Philologie des Mittelalters, Historische Hilfswissenschaften und Geschichte des Mittelalters fort. Seit März 1956 hatte er eine Mitarbeiterstelle bei der [[Kommission für bayerische Landesgeschichte]]. Im Jahr 1956 legte er das Examen ab. Im Frühjahr 1961 wurde er bei [[Bernhard Bischoff]] [[Promotion (Doktor)|promoviert]] mit einer Arbeit über Grundlagen und Gestalt der Hebräischkenntnisse des frühen Mittelalters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf [[Diplomatik]] spezialisierte Thiel absolvierte nach Studium und erfolgter Promotion zum Dr. phil. zunächst die Archivarslaufbahn. Bis Sommer 1964 durchlief er die Ausbildung für den höheren Archivdienst am [[Hauptstaatsarchiv München]]. Thiel war Archivassesor, ab 1965 Archivrat und bis 1968 am [[Staatsarchiv Nürnberg]] tätig. Anschließend wechselte er ins Hauptstaatsarchiv München. Dort wurde er im Oktober 1968 Oberregierungsarchivrat und später Archivdirektor. Thiel übernahm im Auftrag der [[Staatliche Archive Bayerns|Staatlichen Archive Bayerns]] die Neuordnung, Inventarisierung und Edition zahlreicher Urkunden, Akten Rechnungen, Karten und Pläne.&amp;lt;ref&amp;gt;Marianne Popp: &amp;#039;&amp;#039;Das Archiv des Kollegiatstifts St. Johann zu Regensburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Paul Mai (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;850 Jahre Kollegiatstift zu den Heiligen Johannes Baptist und Johannes Evangelist in Regensburg. 1127–1977. Festschrift.&amp;#039;&amp;#039; München 1977, S. 115–130, hier: S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1970 wurde er mit Unterstützung von [[Peter Herde]] an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main]] [[Habilitation|habilitiert]] und erhielt die [[Lehrberechtigung|Venia Legendi]] für Mittellateinische Philologie. In den 1970er Jahren arbeitete Thiel zudem in der Forschungsgruppe [[Paläographie]] und Diplomatik, [[Sphragistik]] und [[Heraldik]] an der [[Universität Hamburg]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Vademecum deutscher Lehr- und Forschungsstätten.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Band 7, 1978, S. 433.&amp;lt;/ref&amp;gt; ehe er zum Sommersemester 1977 einem Ruf als ordentlicher Professor für [[Historische Hilfswissenschaften]] an die [[Georg-August-Universität Göttingen]] folgte. Dort forschte und lehrte er bis zu seiner Emeritierung am 30. September 1997. Zugleich war er Leiter des von [[Johann Christoph Gatterer]] begründeten Diplomatischen Apparats, einer seit dem Jahre 1802 bestehenden Lehrsammlung von Originalurkunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Beispiel vom [[Kloster Sankt Emmeram]] in Regensburg wies Thiel nach, dass sich im [[Traditionsbuch]] das Aufkommen der Siegelurkunde im ausgehenden 12. Jahrhundert allmählich abzeichnet und unmittelbar aus dem Traditionsbuch die Urkundenregister sich entwickeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Wild: &amp;#039;&amp;#039;Das Kanzleischriftgut – Erscheinungsformen in einer sich differenzierenden Verwaltung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Fürstenkanzlei des Mittelalters. Anfänge weltlicher und geistlicher Zentralverwaltung in Bayern. Ausstellung des Bayerischen Hauptstaatsarchivs anläßlich des VI. Internationalen Kongresses für Diplomatik, München, 25. Oktober – 18. Dezember 1983.&amp;#039;&amp;#039; Neustadt an der Aisch 1983, S. 87–88, hier: S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er arbeitete eine Theorie über die Wandlung der Traditionsbücher im 13. Jahrhundert zu Auslauf- und [[Urkundenregister]]n der klösterlichen Grundherrschaften aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Wanderwitz]]: &amp;#039;&amp;#039;Traditionsbücher bayerischer Klöster und Stifte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Diplomatik]]&amp;#039;&amp;#039; 24 (1978), S. 359–380, hier: S. 363.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Enno Bünz]] bescheinigte Thiel, mit seiner 1986 vorgelegten Edition des Urkundenbuches der Stiftskirche [[St. Peter und Alexander (Aschaffenburg)|St. Peter und Alexander]] zu Aschaffenburg „neue Maßstäbe für die Diplomatik gesetzt“ zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Besprechung von Enno Bünz zu Walter Scherzer (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Urkunden und Regesten des Klosters und Stiftes St. Gumbert in Ansbach 786–1400.&amp;#039;&amp;#039; Neustadt/Aisch 1989. In: &amp;#039;&amp;#039;Würzburger Diözesangeschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039; 57 (1995), S. 424–425, hier: S. 424.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1984 wurde ihm von den [[Monumenta Germaniae Historica]] das Editionsprojekt der Urkunden [[Heinrich V. (HRR)|Heinrichs V.]] und der Königin [[Matilda (England)|Mathilde]] übertragen. Er konnte das Projekt bis zu seinem Tod im Jahr 2015 nicht abschließen. Neun Studien zu den Urkunden Heinrichs V. wurden von [[Martina Hartmann]] 2017 aus dem Nachlass herausgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu die Besprechungen von Christian Schuffels in: &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Archiv für sächsische Geschichte]]&amp;#039;&amp;#039; 89 (2018), S. 333–337 ([https://www.recensio-regio.net/rezensionen/zeitschriften/nasg/89-2018/ReviewMonograph456664493 online]); Matthias Weber in: &amp;#039;&amp;#039;[[Historische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 309 (2019), S. 182–183; Olivier Guyotjeannin in: &amp;#039;&amp;#039;Francia-Recensio&amp;#039;&amp;#039; 2019/1 ([https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/frrec/article/view/59842/52974 online]); [[Joachim Whaley]] in: &amp;#039;&amp;#039;Speculum&amp;#039;&amp;#039; 95 (2020), S. 622–622.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Traditionen, Urkunden und Urbare des Klosters Weltenburg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Bd. 14). Beck, München 1958 ([https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bvb:355-ubr05199-1 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen und Gestalt der Hebräischkenntnisse des frühen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Spoleto 1973 (Erstveröffentlichung 1969).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Archiv der Freiherren Stromer von Reichenbach auf Burg Grünsberg.&amp;#039;&amp;#039; Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Urkunden.&amp;#039;&amp;#039; Neustadt/Aisch 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Urkunden des Kollegiatstifts S[ank]t Johann in Regensburg bis zum Jahre 1400.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1975.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Privileg Papst Lucius’ III. für das Stift Aschaffenburg von 1184.&amp;#039;&amp;#039; Geschichts- und Kunstverein, Aschaffenburg 1984.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch des Stifts St. Peter und Alexander zu Aschaffenburg.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;861–1325.&amp;#039;&amp;#039; Geschichts- und Kunstverein, Aschaffenburg 1986.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Urbare des Kollegiatstifts St. Johann in Regensburg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge, Bd. 28,2). Beck, München 1996, ISBN 3-406-10387-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Studien zu den Urkunden Heinrichs V.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien und Texte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 63). Herausgegeben von Martina Hartmann unter Mitarbeit von Sarah Ewerling und Anna Claudia Nierhoff. Harrassowitz, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-447-10860-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Stefan Petersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachruf Matthias Thiel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters]].&amp;#039;&amp;#039; Jg. 72, 2016, S. 213–215.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|1079621393}}&lt;br /&gt;
* [https://opac.regesta-imperii.de/lang_de/autoren.php?name=Thiel%2C+Matthias Veröffentlichungen von Matthias Thiel] im Opac der [[Regesta Imperii]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1079621393|LCCN=n/85/207464|VIAF=161959235}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Thiel, Matthias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mittelalterhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivar (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2015]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Thiel, Matthias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Historiker und Diplomatiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. April 1929&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Trier-Ehrang/Quint|Ehrang]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. Januar 2015&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Göttingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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