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	<title>Matthias Mauritz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Matthias-Mauritz.jpg|mini|hochkant|Matthias Mauritz (2008)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Matthias „Matthes“ Mauritz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. November]] [[1924]] in [[Düsseldorf]]; † [[21. November]] [[2016]] ebenda&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20171107060328/http://www.f95.de/aktuell/news/profis/detail/19996-fortuna-trauert-um-matthias-matthes-mauritz/659cc856b4a43b8f31cf425216fd0a27/ |titel=Fortuna trauert um Matthias „Matthes“ Mauritz |hrsg=Website von Fortuna Düsseldorf (via archive.org)|datum=2016-11-22 |abruf=2016-11-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Fußball]]spieler. Er nahm mit der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure|deutschen Fußballnationalmannschaft der Amateure]] an den [[Olympische Sommerspiele 1952/Fußball|Olympischen Sommerspielen 1952]] in Helsinki und den [[Olympische Sommerspiele 1956/Fußball|Olympischen Sommerspielen 1956]] in Melbourne teil. Mauritz war auch als [[Hockey]]- und [[Tennis]]spieler erfolgreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mauritz, der sein gesamtes fußballerisches Leben bei [[Fortuna Düsseldorf]] bestritt und für den Verein 297 Spiele in der [[Fußball-Oberliga West]] mit 44 Treffern absolvierte, war mit 34 Jahren der älteste Debütant in der Geschichte der Nationalmannschaft, als er 1959 gegen Polen sein einziges A-Länderspiel bestritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laufbahn ==&lt;br /&gt;
=== Fortuna Düsseldorf, 1945 bis 1961 ===&lt;br /&gt;
Als Feldhockeyspieler beim [[Düsseldorfer SC 99]] gewann Mauritz im Kriegsjahr 1940 die deutsche Jugendmeisterschaft und absolvierte zwei Einsätze in der Feldhockey-Jugendnationalmannschaft. Im Herbst 1945 kehrte der gelernte Bäcker und Konditor aus englischer Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Düsseldorf zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1945 spielte er mit Klassenkameraden von der Rethel-Schule gegen die dritte Mannschaft von [[Fortuna Düsseldorf]]. [[Hans Körfer]], der Leiter der Vertragsspielerabteilung der Fortuna und späterer Spielausschussvorsitzende des [[Deutscher Fußball-Bund|DFB]]sah dieses Spiel und war vor allem von seiner läuferischen Leistung angetan.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3328007490|Seite=307 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit einem Angebot von wöchentlich zwei Pfund Fleisch, zwei Broten und einem Abendessen überredete er Mauritz vom Hockey zum Fußball umzusteigen. Um sein Ballgefühl auszubauen ballerte regelmäßig an eine Hauswand.&amp;lt;ref&amp;gt;Bolten/Langer: &amp;#039;&amp;#039;„Alles andere ist nur Fußball“.&amp;#039;&amp;#039; S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Saison 1947/48 der [[Fußball-Oberliga West|Oberliga West]] debütierte am ersten Spieltag, am 14. September 1947, beim 4:2-Heimerfolg gegen [[Preußen Dellbrück]] an der Seite der Düsseldorfer Vorkriegsheroen [[Paul Janes]] und [[Kurt Borkenhagen]]. Seit 1950 zählte auch sein langjähriger Freund [[Toni Turek]], der „[[Fußballgott]]“ und Weltmeister von 1954, zu seinen Mitspielern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Leistungen führten den Sport-Allrounder am 8. Mai 1949 in die Auswahl von Westdeutschland, die in Bremen gegen Norddeutschland ein Repräsentativspiel austrug. An der Seite seines Vereinsverteidigerpaares Borkenhagen und Janes stürmte er beim 1:1 am rechten Flügel der West-Auswahl, wo er zusammen mit [[Clemens Wientjes]], [[August Gottschalk]], [[Georg Gawliczek]] und [[Bernhard Klodt]] für die Offensive zu sorgen hatte. Da „Matthes“ Mauritz nie einen Vertrag als Vertragsfußballer unterschrieb, gehörte er auch 1951 der Erfolgsmannschaft des Niederrheins an, die mit 5:4 Toren nach Verlängerung gegen Berlin das erste Endspiel um den [[Länderpokal (DFB)|Länderpokal der Amateure]] gewinnen konnte. Sieben Jahre später, 1958, stand er nochmals im Amateur-Länderpokal in einem Siegerteam des Niederrheins. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bundestrainer [[Sepp Herberger]] am 14. Oktober 1951 in Basel beim [[Deutsche B-Fußballnationalmannschaft|B-Länderspiel]] gegen die Schweiz mit [[Georg Stollenwerk]], [[Willi Schröder]] und [[Kurt Sommerlatt]] Kandidaten für die neu zu erstellende [[Deutsche Fußballnationalmannschaft der Amateure|Fußballnationalmannschaft der Amateure]] für die [[Olympische Sommerspiele 1952|Olympischen Sommerspiele 1952]] in Helsinki testete, gehörte auch Mauritz als Rechtsaußen dem Team beim 2:0-Sieg an. Er erzielte dabei ein Tor. Am 14. Mai 1952 trug er dann auch beim Debütspiel der Amateurnationalmannschaft in seiner Heimatstadt Düsseldorf den Dress der von Sepp Herberger betreuten Auswahl. Er führte als Spielführer die DFB-Amateure auf das Feld, das Spiel wurde mit 2:1 Toren gegen Großbritannien gewonnen und leitete die unmittelbare Phase vor dem Olympiaabenteuer in Finnland ein. Im Olympiaturnier selbst, war er in der Vorrunde beim 3:1-Erfolg gegen Ägypten und bei der 1:3-Niederlage im Halbfinale gegen Jugoslawien aktiv. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vier Jahre danach nahm er mit den DFB-Amateuren auch an den [[Olympische Sommerspiele 1956/Fußball|Olympischen Spielen 1956]] in [[Melbourne]] teil. Am 24. November 1956 stürmte er auf Rechtsaußen an der Seite von Halbstürmer [[Rolf Geiger]] gegen den späteren Olympiasieger [[Fußballnationalmannschaft der UdSSR|Sowjetunion]]. Das deutsche Team schied nach der 1:2-Niederlage aber bereits nach dem ersten Spiel aus dem Turnier aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Fortuna zog er in den Jahren [[DFB-Pokal 1957|1957]] und [[DFB-Pokal 1958|1958]] jeweils in das [[DFB-Pokal]]finale ein. Die Endspiele wurden aber am 29. Dezember 1957 in Hannover mit 0:1 Toren gegen den [[FC Bayern München]] und am 16. November 1958 in Kassel mit 3:4 Toren nach Verlängerung gegen den [[VfB Stuttgart]] jeweils verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Saison [[Fußball-Oberliga 1958/59|1958/59]] – Mauritz absolvierte alle 30 Ligaspiele und erzielte sechs Tore – belegte er mit Düsseldorf unter Trainer [[Hermann Lindemann (Fußballtrainer)|Hermann Lindemann]] punktgleich mit dem Vize [[1. FC Köln]] als beste Platzierung den dritten Rang. Er bildete dabei mit [[Günter Jäger]] und [[Karl Hoffmann (Fußballspieler, 1935)|Karl Hoffmann]] die Läuferreihe. In der Offensive brillierten die Mannen um [[Jupp Derwall]] mit der Rekordmarke von 89 Treffern, 29 Tore mehr als Meister [[Westfalia Herne]] und Vizemeister 1. FC Köln. Die 3:4-Heimniederlage am 28. Spieltag, den 5. April 1959, gegen die „Geißböcke“ aus der Domstadt vor 56.000 Zuschauern, brachte die Kölner auf der Zielgeraden in den hauchdünnen – minimaler Torvorsprung von 0,13 – Vorteil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den persönlichen Höhepunkt in der Fußballkarriere des Düsseldorfers sorgte aber Bundestrainer Sepp Herberger, als er am 20. Mai 1959 zum Länderspiel der [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|A-Nationalmannschaft]] in Hamburg gegen Polen berufen wurde. Mauritz ist durch diese Berufung der mit 34 Jahren älteste „wirkliche“ Debütant in der Geschichte der deutschen Fußballnationalmannschaft; der gebürtige Österreicher [[Karl Sesta]] war zwar 1941 bei seinem ersten Spiel nach dem Anschluss Österreichs ein Jahr älter, hatte aber in den neun Jahren zuvor schon mehr als 40 Länderspiele für Österreich absolviert. Mauritz bildete beim 1:1-Remis gegen Polen vor Torhüter [[Günter Sawitzki]] zusammen mit seinem Vereinskameraden [[Erich Juskowiak]] das Verteidigerpaar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Anfangswochen der Runde 1959/60, am 16. und 23. September 1959, gehörte der Düsseldorfer Routinier der DFB-Amateurmannschaft an, die in zwei Ausscheidungsspielen die A-Nationalmannschaft der DDR besiegte und sich damit für die Qualifikationsspiele zu den Olympischen Sommerspielen 1960 in Rom gegen Finnland und Polen qualifizierte. Mit seinem 13. Amateurländerspiel, am 11. November 1959 in Siegen/Westfalen, gegen Finnland verabschiedete sich „Matthes“ Mauritz aus der DFB-Auswahl. Beim 2:1-Erfolg bildete er zusammen mit [[Willi Schulz]] und [[Herbert Schäfer (Fußballspieler)|Herbert Schäfer]] die deutsche Läuferreihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Rot-Weißen vom Flinger Broich, Fortuna Düsseldorf, absolvierte der ungemein vielseitige Allroundsportler von 1945 bis 1960 insgesamt 760 Spiele, in denen er 108 Mal in das Tor traf, darunter 297 Spiele in der Fußball-Oberliga West mit 44 Treffern.&amp;lt;ref&amp;gt;Harald Landefeld, Achim Nöllenheidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Helmut, erzähl mich dat Tor!“ Neue Geschichten und Porträts aus der Oberliga West 1947–1963&amp;#039;&amp;#039;. Klartext-Verlag, Essen, 1993, ISBN 978-3-88474-043-9, S. 146.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hockey und Tennis ===&lt;br /&gt;
Im Hockey errang er im Jahr 1940 die deutsche Jugendmeisterschaft und kam zu zwei Einsätzen in der Hockey-Jugendnationalmannschaft. Als Tennisspieler war seine höchste Position in der deutschen Rangliste Platz 11. Zudem gewann er einmal den Titel des Niederrhein-Meisters. Nach Beendigung seiner Fußballerkarriere führte er den Tennissport im Seniorenbereich fort und kam in dieser Klasse zu 21 deutschen Meisterschaften und gewann viermal den Senioren-Europameister-Titel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Funktionär ==&lt;br /&gt;
Mauritz, der zudem noch passionierter Golfer war, wurde im Jahr 1979 zum Ehrenmitglied bei Fortuna Düsseldorf ernannt und war in der Zeit zwischen 1981 und 1982 Vizepräsident des Vereins. Später betrieb er mit seinem alten Tennisfreund Otto Stuhldreier in Düsseldorf ein Sportgeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Bolten, Marco Langer: &amp;#039;&amp;#039;„Alles andere ist nur Fußball“. Die Geschichte von Fortuna Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2005, ISBN 978-3-89533-711-6.&lt;br /&gt;
* Matthias Weinrich, [[Hardy Grüne]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Pokalgeschichte seit 1935. Bilder, Statistiken, Geschichten, Aufstellungen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). AGON Sportverlag, Kassel 2000, ISBN 3-89784-146-0.&lt;br /&gt;
* [[Hans Dieter Baroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Jungens, Euch gehört der Himmel! Die Geschichte der Oberliga West 1947–1963.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 1988, ISBN 3-88474-332-5.&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3897841487}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Raupp]]: &amp;#039;&amp;#039;Toni Turek – „Fußballgott“. Eine Biographie.&amp;#039;&amp;#039; Arete Verlag, Hildesheim 2019, ISBN 978-3-96423-008-9, S. 73–97 u. ö.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|25454}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.f95.de/teams/profis/kader?type=95/history/8/mauritz/67338432138496e60d7c81684ecf7289/ Matthias Mauritz]&amp;#039;&amp;#039; im Spielerarchiv von Fortuna Düsseldorf&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.weltfussball.de/person/pe69764/matthias-mauritz/ Matthias Mauritz]&amp;#039;&amp;#039;, weltfussball.de&lt;br /&gt;
* Gernot Speck: [https://rp-online.de/sport/fussball/fortuna/multitalent-mauritz-wird-85_aid-12026585 &amp;#039;&amp;#039;Multitalent Mauritz wird 85&amp;#039;&amp;#039;], [[Rheinische Post]], 13. November 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mauritz, Matthias}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1952]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tennisspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hockeyspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballnationalspieler (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fußballspieler (Fortuna Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportler (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2016]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mauritz, Matthias&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mauritz, Mathes (Spitzname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Fußballspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. November 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. November 2016&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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